Erfahrungsbericht über

Pentax Optio S60

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Pentax Optio S60

 

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Für einsteigende Grobmotoriker geeignet

3  26.10.2005

Pro:
Bedienungsanleitung  *  *  Stromverbrauch  *  *  Einfacheit der Bedienung

Kontra:
Lieferumfang  *  *  Display unter Zuhilfenahme von Digital - Filtern  *  *  Verarbeitung

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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DigicamClub

Über sich: www.thomalla.biz

Mitglied seit:25.11.2001

Erfahrungsberichte:857

Vertrauende:149

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 51 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Mitte September 2005 brachte Pentax ein weiteres Modell der Optio-Reihe auf den Markt. Die Optio-Reihe von Pentax wird kontinuierlich fortgeführt, da sie vor allem im Einsteigersegment großen Zuspruch findet.

Mein Testbericht über die Optio S60 soll dir einen Überblick verschaffen, inwieweit die S60 etwas für dich wäre. Für Rückfragen stehe ich gerne unter info@digicamclub.de zur Verfügung.

+ Lieferumfang +

Der Lieferumfang der Optio S60 ist leider ziemlich dürftig. Lediglich die Kamera selbst sowie 2 AA-Batterien (nicht einmal Akkus…) liegen der Verpackung bei. Auf eine SD-Speicherkarte wurde ebenso verzichtet wie auf eine Schutztasche oder Ähnlichem. Man findet noch eine kleine Handgelenkschlaufe vor sowie ein USB- und Audio-/Video-Kabel für den Anschluss. Okay, die obligatorische Software-CD mit ACDSee als Bildbetrachter und für leichte (!) EBV-Schandtaten.


Als Folgekosten kommen also noch hinzu:

- mindestens 1 x SD-Karte, 512MB empfohlen
- 2 Sätze Akkus mit mindestens 2.400 mAh Ni-Mh
- ggf. eine kleine Tasche für die Aufbewahrung

In Sachen Lieferumfang habe ich bei Pentax schon besseres gesehen.

Punkte: 4 von 10

+ Preis +

Ich halte nichts von Angaben der Herstellerpreise, ich orientiere mich immer am günstigsten Onlineshop, den ich mir hier suche:

http://www.getprice.de

Am 26.10.2005 betrug der Preis dort für eine Optio S60 205,99 Euro.

Der Preis von knapp 200 Euro ist sicherlich okay, wenn man aufs technische Innenleben für Einsteiger blickt. Für eine Kamera mit einem 2,5 Zoll Display (ohne optischen Sucher) ist das ein normaler, aber keineswegs grandioser Preis. Wobei 160 Euro sicherlich auch noch sehr angemessen wären.

Punkte: 6 von 10

+ Aussehen +

Das Auge isst mit… zugegeben, ein ziemlich unpassender Spruch in der digitalen Fotografie, in der es nur selten ums Essen geht (wer fotografiert schon gerne sein Nutellabrötchen, belegt mit zusätzlich Salamischeiben…). Aber das Auge entscheidet bei vielen -hauptsächlich Einsteigern- mit, zu welcher Kamera gegriffen wird. Da ist das Aussehen ebenso wichtig wie das Handling. Die Digitalkamera ist doch noch immer eine Art Statussymbol, wenn mittlerweile auch ein erschwingliches.

Die Optio S60 in meinen Händen, welche in letzter
Bilder von Pentax Optio S60
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Pentax Optio S60 Bild 5657380 tb
Logo
Zeit nur eine Canon 350D digitale Spiegelreflexkamera gehalten haben. Bin ich zu verwöhnt? Die Optio S60 ist qualitativ nicht annährend so gut verarbeitet und "anschmiegsam" wie zum Beispiel noch die S5n oder S5z. Okay, die S50 wie auch jetzt die S60 sind kantiger, aber die doch überraschend schlechte Verarbeitung der Optio S60 erstaunte mich. Vielleicht gehe ich auch etwas hart ins Gericht mit der S60, aber ich bin halt anderes gewohnt aus dem Hause Pentax.


Um mal ein wenig mehr ins Detail zu gehen:

Das Display ist mit 2,5 Zoll schön groß und löst mit 115.000 Pixel auf. Das ist normal, nicht herausragend, aber okay. Allerdings hat es Probleme, wenn man von dunkel auf hell gehen will. Also von Innenaufnahmen schnell nach draußen ans Tageslicht (zugegeben, bei Bewölkung und noch nicht einmal bei Sonne). Dann ist das Display furchtbar hell und man muss mehrere Sekunden warten, bis es sich einstellt. Das Menürädchen befindet sich oben auf der Kamera, genau in der Mitte. Der An/Aus-Knopf ist genau in dieses Rädchen eingelassen; es ist ein wenig umständlich zu drücken, da doch sehr klein geraten. Viel größer hingegen ist der Auslöser. Dieser ist ca. 10 x 5mm groß und somit um Längen breiter und länger als vorherige Auslöser bei der Optio-Modellreihe. Ideal für Leute, die im Winter beim fotografieren gerne Handschuhe tragen, aber optisch viel zu groß für so eine kleine Kamera. Kein Hingucker… leider.

Die Bedienknöpfe sind alle gut zu erreichen und lassen sich angenehm drücken. Nur das Steuerkreuz wackelt ganz leicht in der Fassung hin und her - hier habe ich Sorgen, dass so schnell Staub und sonstiger Dreck in die Kamera eindringen kann. Zu erwähnen wäre dann noch das vorhandene Stativgewinde. Immerhin etwas, aber leider auf der linken Unterseite der Kamera angebracht. Stativgewinde sollten aufgrund der Balance immer mittig angebracht sein, aber dann hätten die 2 AA-Batterien leider nicht genügend Platz und die Kamera würde in den Maßen deutlich anwachsen.

Die Maße betragen 89 mm x 59 mm x 27 mm bei 185 Gramm Gewicht, wenn Speicherkarte und Akkus/Batterien eingelegt sind.

Punkte: 4 von 10

+ Allgemeiner Eindruck +

Über meinen Unmut in Sachen Verarbeitung habe ich eben berichtet, jetzt gehen wir mal noch intensiver ins Details und durchleuchten das Innenleben der Pentax Optio S60.

Die S60 kann folgende Auflösungen anbieten:

2.816 x 2.112 Pixel
2.560 x 1.920 Pixel
2.048 x 1.536 Pixel
1.600 x 1.200 Pixel
640 x 480 Pixel

Die beste Auflösung sind somit 6 Megapixel, die durch einen 1/2,5" RGB-CCD-Chip gewährleistet werden. Bei voller und bester Auflösung in der Programmautomatik habe ich 164 Bilder auf eine SD-Karte mit 512 MB bekommen. Daher auch meine obige Empfehlung, mindestens 512 MB zu kaufen, wenn es um eine Neuanschaffung geht.

Der interne Speicher beträgt 11 Megabyte, ist also nicht wirklich zu gebrauchen. Aber wenn man mal die Karte vergessen hat, sind wenigstens noch ein paar Bilder möglich, sodass man nicht völlig ohne da steht.

Auf einen optischen Sucher wurde hier gänzlich verzichtet.

Beim Zoom handelt es sich um ein 3-fach Zoom mit 36 bis 107 mm Brennweite (KB-Format), zusätzliches kann man noch ein digitales 2,6-fach Zoom bemühen, worauf ich beim testen aber immer verzichte. Digitalzoom ist Blödsinn… Der optische Zoom arbeitet recht lautlos, jedoch wird ziemlich schnell gezoomt, sodass man hier manchmal "über´s Ziel" hinaus schießt. Der Makromodus unterteilt sich in 2 Modi: Makro und Supermakro. Im normalen Bereich liegt der Makromodus bei 18-50 cm, im Supermakromodus bei 6-20 cm. Die Lichtempfindlichkeit (ISO) kann zwischen 80, 160, 320 und 400 gewählt werden. Über´s Bildrauschen äußere ich mich weiter unten.

Leider hat man keine Möglichkeit, in Blende oder Zeit einzugreifen, man muss sich voll auf die Programmautomatik verlassen, was (mittlerweile) ein k.o.-Kriterium für mich geworden ist. Die Belichtungszeiten liegen hier bei 4 Sekunden bis hin zu 1/2.000 Sekunden. Die Anfangsblende im Weitwinkelbereich ist mit F2.6 gut, im Telebereich liegt sie mit F4.8 im Mittelfeld. Die manuelle Belichtungskorrektur kann man in +/- 2 in jeweils 1/3 Stufen regulieren.

Die Blitzreichweite liegt bei 0,20 m bis 4,90 m im Weitwinkel und bei 0,20 m bis 2,80 m im Tele. Das ist normal. Der Blitz lässt sich allerdings nicht im Menü regulieren, was bei Nahaufnahmen mit Blitz oft zur starken Überbelichtung geführt hat. Abhilfe: Ein Taschentuch (nur eine Lage!) vorhalten, das macht das Licht weicher.

Der Selbstauslöser kann wahlweise auf 2 Sekunden oder 10 Sekunden eingestellt werden. Es ist möglich, die Kamera auch via Infrarot-Fernbedienung auszulösen. Doch hierfür muss man erst einmal einen guten Onlineshop finden, der eine IR-Fernbedienung für die S60 führt…

10 Motivprogramme - wie beispielsweise Landschaft, Portrait oder Nachtaufnahme - bieten eine gute Hilfe für Einsteiger, ebenso wie die Online-Hilfefunktion, die auf Knopfdruck die Funktionen der Bedienelemente kurz und prägnant auf dem LCD-Display erklärt.

Die S60 lässt sich in folgenden Sprachen bedienen: Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Russisch sowie Spanisch. Die Videoaufzeichnung erfolgt im QuickTime Motion JPEG-Format bei
320 x 240 Pixel (30 Bilder pro Sekunde) oder 320 x 240 Pixel (15 Bilder pro Sekunde).

Die Filter, die man vorschalten kann beim fotografieren, sind gravierend schlecht. Das Display ruckelt und wird verdammt langsam - das werde ich mal bei Pentax melden!

Punkte: 5 von 10

+ Fotos +

Ich habe Fotos in verschiedenen Aufnahmesituationen gemacht, in denen meist Einsteiger fotografieren. Ich halte nichts von Siemenssternen oder Kurven - das würde in der Freizeit eh keiner fotografieren. So mache ich Testfotos "aus dem Leben heraus" und kann daher recht gut beurteilen, wie sich die Digicam verhält.


Außenaufnahmen

Die S60 macht detailreiche und recht scharfe Außenaufnahmen. Getestet habe ich mit dem automatischen Weißabgleich bei Bewölkung. Die Kanten waren stets scharf, der Autofokus lag treffsicher fast immer goldrichtig und war zudem angenehm schnell. Die Farben waren vielleicht etwas zu stark gesättigt, was man aber im Kameramenü vorab einstellen kann.

Bei ISO 320und 400 kann man recht deutlich Bildrauschen erkennen, bei den ISO-Stufen darunter ist es mehr als erträglich.


Innenaufnahmen

Hier wurde ich überrascht. Innenaufnahmen gelangen unter Zuhilfenahme des Blitzes ohne Farbstiche und erstaunlich scharf bei recht kurzer Verschlusszeit (daher wohl auch die gute Schärfe). Der automatische Weißabgleich hat hier sehr gut funktioniert, was dann sicher auch bei noch schwierigerer Beleuchtung als Halogenlampen und Deckenfluter funktionieren wird.


Makroaufnahmen

Makroaufnahmen gelangen nur bedingt. Der Autofokus hat Schwierigkeiten, sich korrekt einzustellen, wenn man auch nur in die Nähe der magischen 6 cm beim Supermakromodus kommt. Er wird dann langsam oder kann gar nicht mehr reagieren.

Die Bilder waren zudem zu hell, dafür gefiel aber die Schärfeverteilung.


Nachtaufnahmen

Richtig gute Nachtaufnahmen sind mit einer maximalen Belichtungszeit von 2 Sekunden nicht möglich. Wer aber Personen im Dunklen mit Blitz zusammen fotografieren möchte, der kann sich über einen recht starken Blitz freuen, der im Weitwinkelbereich auf beinahe 5 Meter kommt.

Punkte: 7 von 10

+ Akku +

Da es sich hier nicht um Li-Ionen-Akkus handelt, kann man allgemein kaum etwas zur Akkukapazität sagen, da es darauf ankommt, mit welcher Art von Akkus man arbeitet. Ich habe hier testweise normale Batterien genommen, die Pentax mir beigelegt hat. Ansonsten arbeite ich für gewöhnlich mit 2.500 mAh-Akkus. Pentax selbst gibt die mögliche Aufnahmekapazität mit einer Akkuladung mit 420 Bildern an. Aus früheren Erfahrungen mit Pentax-Kameras und meinen damals 2.300er mAh-Akkus kann das durchaus hinkommen, da die Kamera recht wenig Strom frisst. Jedoch fehlt der Kamera ein optischer Sucher, sodass man permanent auf das Display angewiesen ist.

Punkte: 8 von 10

+ Bedienungsanleitung +

Die Bedienungsanleitung ist vorbildlich. Sehr hilfreich und sehr ausführlich. Typisch Pentax!

Punkte: 10 von 10

+++++ FAZIT +++++

Okay, die S60 ist keinesfalls schlecht, aber um einiges enttäuschender als die bisherigen Modelle, die ich testen durfte. Die Verarbeitung gefällt mir nicht, das Display versagt, wenn man Filter einsetzt und der Lieferumfang ist einfach mager. Wer aber gerne mal im Winter mit Handschuhen fotografieren will, der wird seine Freude am großen Auslöseknopf haben - ansonsten ist die Kamera wohl eher was für Grobmotoriker.


Gesamtpunktestand: 44 von 70

Empfehlung: 63 %




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Dessel

Dessel

21.02.2006 02:42

Danke für diesen ausgezeichneten Bericht, hast mir damit sehr geholfen. Dann werde ich wohl meine alte 2 MPixelkamera doch noch ein Weilchen behalten. Und das mit dem Taschntuch werde ich mal ausprobieren, bisher bin ich immer ein wenig weiter weggegangen und habe dann rangezoomt.

Rojin

Rojin

26.10.2005 18:06

Hab einen von Kodak bin zufrieden damit.LG

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