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Je mehr Meinungen ich über Frauenzeitschriften schreibe desto überzeugter werde ich, dass
a) sie sich alle total gleichen und b) ich sie nicht wirklich lesen will, auch wenn ich sie dann doch immer wieder lese und lesen werde.
Verflixtes Zeug. Denn ab und an möchte frau mal bunte Bilder sehen, neue Mode, Tipps zum Aussehen und Frisuren, lesen, wie andere Frauen erfolgreich werden und Bilder von netten Sahneschnitten anschauen. Also, ehrlich, als solche werden die Männer manchmal durchaus dargestellt, dann darf ich sie auch so nennen.
Auch die Petra macht keine Ausnahme in der Riege der Konkurrenz-Blättchen. Eigentlich eine Frauenzeitschrift, ist sie mit Werbung gespickt (ist das das Geheimnis - wollen Frauen nur Werbung?). Ansonsten noch Tipps für einen flachen Bauch, damit man in die vorgestellte Mode in Grösse 34 passt (Wunschtraum?), Tipps für die beste Männerpflege oder wahlweise Tipps für das Single-Weibchen. Die sehen meist vor, wie man am besten wieder an den Mann kommt, komischerweise.
Die Zielgruppe der Petra, wie auch all der anderen, ist das Weibchen zwischen 20 und 40, sehr gut verdienend, Kleidergrösse 34 und sehr viel Zeit zum Auspobieren der Tipps. Selbst die 5-min.-bis-zur-strahlenden-Schönheit-Tipps sind nicht wirklich in 5 min. erledigt. Und die ach-so-unkomplizierten Frisuren würden meine Zeit im Bad morgens verzehnfachen.
Aber egal, manchmal muss man eben bunte Bilder schauen. Nur eines sollte man nicht vergessen: weder die Petra noch andere Frauen-Zeitschriften sind vom realen Leben beeinflusst.