Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
Recht sparsam, günstig, erstaunlich bequem . |
| Kontra: |
Zulade - Katastrophe, nicht so sparsam wie versprochen . |
Ich bin 1,90 groß.
Ich erwähne das gleich am Anfang, weil es für mich von großem Interesse war, einen sparsamen Kleinwagen zu finden, in dem ich nicht sitze wie ein Affe auf'm Schleifstein.
Und das löst der winzige Löwe wie kaum ein anderer in der Klasse. Ich behaupte, ich könnte sogar noch mal 10cm größer sein, ohne orthopädische Schwierigkeiten zu bekommen.
Lediglich das zwar höhen- aber nicht tiefenverstellbare Lenkrad ist in der bequemsten Sitzposition nicht mehr nah genug, um der ADAC-Richtlinie zu entsprechen, aber immer noch gut erreichbar.
Seit Januar 07 bin ich stolzer Besitzer, Zeit also, erste Erfahrungen aufzuschreiben.
Der Bericht wurde zuletzt am 18. September 08 auf den neusten Stand gebracht. Kilometerstand: 31.000
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Übersicht Vor- und Nachteile
::: Pro :::
- Sparsam - Kostenschonend in allen Bereichen.
- Sicher (4 Sterne Euro-NCAP-Crashtest)
- Vorne viel Platz, auch für große Menschen
- Wendig und gute Übersicht
- Getränkehalter!
- Ersatzrad und Wagenheber viel leichter erreichbar als bisher bei Peugeot.
- Fernlichtschalter endlich sinnvoll
::: Besonders hervorzuhebendes Pro :::
- Laut der jährlichen Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland (VCD) das drittumweltfreundlichste Serienauto der Welt (Zusammen mit den Schwestermodellen Citroen C1 und Toyota Aygo)
::: Contra :::
- Hupe. Furchtbar.
- Lautes Innengeräusch des Motors.
- Manuelle Fensterheber quetschen die Haut ein, wenn man nicht vorsichtig ist.
- Kein Aschenbecher
- ESP nicht abschaltbar
- Erste Wartung schon bei 15.000 km.
- Zuladung sehr begrenzt. Hohe Ladekante.
- Hundefreunde mit großen Tieren müssen basteln oder doch nen Kombi besorgen.
- Radio-Einschubfach ohne die Zierblende des Werkradios sehr hässlich.
- Keine Uhr (Mir fehlt das)
- Braucht man mal den nächst-niedrigeren Gang mal etwas früher, traut man sich kaum, ihn einzulegen, so viel Widerstand liefert einem das Getriebe. Es scheint, dass einen das Auto zum Sprit sparen "zwingen" will. An steilen Passagen, wo man trotz aller Sparsamkeit aber doch manchmal einen Tausender mehr Umdrehung benötigt, kann das sehr nervig sein.
::: Bisher aufgetretene Mängel :::
- Irgendwas unter der Rückbank rasselt, wenn sie umgeklappt, bei höherer Drehzahl. Ist nicht nur bei meinem so...
- Fahrerseitenschloss ist nach knapp 30.000 km (zwei Jahren) kaputtgegangen, was einen Austausch aller Schlösser und Schlüssel zur Folge hatte - Glücklicherweise auf Garantie. Vermutlich rechnet Peugeot nicht damit, dass es Menschen gibt, die auf die Funk-Zentralverrieglung verzichten. Ich hoff, dass ich in weiteren zwei Jahren den Spaß nicht nochmal habe, und dann auf eigene Rechnung.
- An der Rückbank ist der Bezug über ca 30 Zentimeter ausgerissen, obwohl ich mir keiner Gewalteinwirkung daran bewußt bin.
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Erfahrungsbericht
::: Freude am Fahren :::
- Umgewöhnung -
Wer wie ich Peugeot-Veteran ist, wird etwas erstaunt sein. Vieles funktioniert genau andersherum als bei allen Löwen-Verwandten des neuen Nesthakens. Schlösser, Fernlicht, Scheibenwischer. Ich war fast verblüfft, dass er tatsächlich nach links fährt, wenn man dorthin lenkt ;)
Wobei das Fernlicht jetzt endlich so geregelt ist: Ziehen = Lichthupe, Drücken = Fernlicht einschalten. Auf diese "Innovation" hat man bei Peugeot schon Jahrzehnte gewartet.
Auch Interieur und Lüftungskontrolle hat nichts mehr mit bisherigen Peugeots zu tun, und sieht - ganz ehrlich - furchtbar billig aus. Aber laut einigen Testberichten ist alles solider als es aussieht und nach meiner bisherigen Erfahrung auch durchaus praxistauglich.
Uhr und Kühlwassertemperatur sucht man vergeblich. Mehr als Geschwindigkeit, Kraftstoffpegel und Kilometerzahl (Entweder gesamt oder seit der letzen Nullung) gibt's nicht zu sehen. Der Umdrehungszähler kostet extra.
- Das Ohr fährt mit -
Wenn man den Motor anlässt, fragt man sich kurz, ob der Neuwagen schon ein Loch im Auspuff hat. Sonderlich viel Schalldämmung hat wohl in dem Winzling einfach keinen Platz: Der 107 röhrt ordentlich vor sich hin.
Aufgrund des ulkigen Motorgeräuschs des Toyota-3-Zylinders wird man trotzdem keinesfalls auf die Idee kommen, in einem Sportwagen zu sitzen. Das Auto klingt weder wie ein Diesel, noch wie ein Benziner, sondern liegt irgendwo dazwischen.
Am ehesten ist der Sound vergleichbar mit dem gemächlichen Blubbern des Außenbord-Motors eines kleinen Sportbootes - bei niedriger Geschwindigkeit, versteht sich.
Trotzdem wird es nie so laut, dass man bei einer Unterhaltung die Stimme heben müsste.
Der für einen Benziner extrem niedrige Drehmoment und das darauf abgerichtete Getriebe lassen den Motor nur mit Gewalt in den höheren Drehzahlbereich geraten.
Bei Leibe also kein Auto für Poser. Vor allem, da das Motorgeräusch von außen kaum auffälliger als bei anderen Autos ist.
Was Peugeot sich mit der Hupe gedacht hat, ist mir dagegen ein Rätsel. Also, nach dem beworbenen "neuen Boss in der Stadt" klingt das nicht. Das um Verzeihung bittende Quietschen ist regelrecht peinlich. Außerdem kann man sich schon mal darauf einrichten, von Zeit zu Zeit grundlos zu hupen. Der extrem leichtgängige über die komplette Lenkradfront verteilte Hupschalter ist nur zu leicht ausgelöst, wenn man mal versehentlich drankommt.
- Gocart-Feeling à la Mini-Cooper? Nein -
Dafür ist die Sitzposition und der eigene Schwerpunkt einfach zu hoch. Der Peugeot ist zwar kurz aber sehr hoch, höher als die meisten Limousinen. Was sich beim sitzen allerdings als äußerst bequem erweist. Mein Rücken mag die fast schon lieferwagenartige Sitzposition weitaus mehr als die liegende von flachen sportlicheren Autos.
Der kleine Peugeot ist trotz immerhin fast 70 PS keine Gazelle. Laut offiziellen Quellen schafft er den Sprint auf 50 zwar unter 3 Sekunden, braucht dann aber über 8 weitere, um die 100 km/h zu erreichen. Ein Beschleunigungs- und Höchstgeschwindigkeits-Wunder wie der Vorgänger 106 (in der 65 PS-Variante) ist der 107 mitnichten.
Die harte Federung sorgt zwar für etwas Kurvenspaß - die wenig Seitenhalt bietenden Sitze der Grundausstattung mindern ihn im selben Atemzug dafür wieder.
- Kilometer Schrubben im Sparmodus -
Auch längere Strecken lassen sich mit dem 107 bewältigen. Das bei Standgas recht laute Motorgeräusch sowie andere Fahrtgeräusche nehmen bei höherem Tempo glücklicherweise nur unwesentlich zu.
Lange Strecken lassen sich locker mit 120 bis 130 km/h runterschrubben. Bei flacher Autobahn ist auch 150 als Durchschnittstempo durchaus realisierbar, ohne dass der Sprit-Verbrauch explodiert. Auch liegt der Wagen dann immer noch sicher auf der Straße.
Ich werde in der Hoffnung auf eine hohe Lebensdauer des Motors nicht testen, ob es noch schneller geht ;)
Die harte Federung deckt den schlechten Zustand mancher deutschen Autobahn ziemlich rücksichtslos auf. Ich fürchte, dass darunter möglicherweise nicht nur die Bandscheiben, sondern auch so manche Mechanik leiden und frühzeitig altern könnte.
Böige Seitenwinde mag der 107 gar nicht: Von denen lässt er sich hin und her schubsen wie ein Fähnchen im Winde.
An etwas stärkeren Autobahn-Steigungen macht der 107 auch keine gute Figur: Von den 68 PS spürt man da nicht mehr viel.
Apropos Rückspiegel: Sie sind schön groß und lassen eine mühelose Sicht nach hinten unter allen Bedingungen zu. Klappt man jedoch den Rückspiegel im Innenraum für Fahren bei Dunkelheit um, muss man ihn nachstellen, sonst zeigt er einem nur die Rückbank. Vielleicht liegt das aber auch an meiner Größe und Sitzposition.
- Fahren in der Stadt -
Einparken, verwinkelte Straßen, unübersichtliche Kreuzungen. Hier ist der 107 zu Hause. Die Rundumsicht ist hervorragend, beim rückwärts Einparken kann man fast schon hinter das Auto gucken. Der Wendekreis mit 9meter-Soundsoviel ist ein Traum bei schnellen Wendemanövern. Die Schaltung ist mühelos, die Lenkung fast schon etwas zu leichtgängig.
- Fahren unter erschwerten Bedingungen -
Leider waren die bisher einzigen Möglichkeiten, den 107 auf Schnee zu testen, die etwa 20 Meter auf einem Skilift-Parkplatz.
Von Sturzbächen auf der Autobahn lässt sich der 107 nicht beeindrucken. Gelten Katzen weitgehend als wasserscheu, ist der Minilöwe dank der schmalen Bereifung und dem weiten Radständen nur mit großem Talent ins Aquaplaning zu bringen. Ich hab es trotz Zentimeter hohen Wasserspiegeln bisher nicht geschafft.
Der Heckscheibenwischer ist wie schon beim 106 nur im Permanentbetrieb nutzbar. Interessanterweise haben dafür die meisten "großen" Peugeots hinten ausschließlich Intervallschaltung, die meistens (aber nicht immer) sinnvoller ist.
Die Philosophie dahinter bleibt mir verborgen.
ABS und ESP sorgen beim 107 übrigens serienmäßig (!) für sichere Fahrt.
Abschalten lässt sich beides nicht (Zumindest nicht ohne erheblichen Aufwand), aber ich glaube auch nicht, dass irgenjemand vorhaben könnte, mit dem Minilöwen durch Gebirgspass-Kurven driften zu wollen.
Und wenn ich gerade das Thema Sicherheit anschneide: Mit dem Peugeot wird man sicherlich nie bei unangeschnalltem Fahren erwischt werden: Die mittlerweile in Neuwagen gesetzlich vorgeschriebene Warnanlage heult einem mit stetig steigender Lautstärke die Ohren voll, wenn man es doch versucht.
::: Zuladen - Ein Kleinwagen ist kein Bus :::
Dass man sich mit dem 107 keinen Lieferwagen kauft, ist natürlich klar (Auch, wenn das Cockpit mit dem vielen sichtbaren Blech an den Innentüren danach aussehen mag).
Immerhin passen zwei Wasserkästen mit etwas quetschen in den Kofferraum, ohne dass man die Rückbank dafür umklappen muss. Bei Bierkästen dagegen wird es schon sehr eng. Die hohe Ladekante ist hier praktisch für Chaos-Einkäufer, die nie an Tragetaschen denken (Wie mich z.B.). In das "Becken" zwischen Rückbank und Ladekante lassen sich gut 30cm Kleinteile füllen.
Die Rückbank ist mit zwei Handgriffen umgelegt, im Gegensatz zum Vorgänger 106 muss man dazu auch nicht die Vordersitze vorziehen und sich beim Fahren dicht vor das Lenkrad quetschen. Während der 106 aber dafür nach dem Umklappen zum wahren Raumwunder mutierte, bleibt es beim 107 mit offiziell 320 Litern eher kläglich.
Auf der blechernen, abfallenden Rückseite der Rückbank lässt sich zudem nichts abstellen, ohne dass es hin- und herrutscht. Eine große Stufe von der umgeklappten Rückbank zum Kofferraumboden unterteilt die Bodenfläche zudem so extrem, dass man für sperriges Transportgut kaum Ladefläche gewinnt.
Zwei Paar Tourenski lassen sich übrigens mit etwas Kompromissbereitschaft bei der Bewegungsfreiheit auch unterbringen.
Übrigens, ohne Werkzeug und dreckige Finger lässt sich Ersatzrad und Wagenheber bequem vom Kofferraum aus erreichen. Rückbänke umklappen, Bodenbelag hochheben, Klappe öffnen: Voilà. Warum ging das nicht schon früher?
Für Hundebesitzer:
Wer vorhat, einen größeren Hund mitzunehmen, wird schon etwas basteln müssen, da er im Kofferraum, auch bei umgeklappter Rückbank, weder Platz noch Halt finden kann. Ich habe dazu den Kofferraum-Bereich mit einer zugeschnittenen Schaumstoffmatratze ausgelegt und dann über alles einen dicken alten Teppich mit Gummimatte drunter angepasst, so dass sich eine plane Fläche bildet. So findet der Hund wenigstens Halt und kann sich hinlegen.
Einsteigen muss er vorne, oder ich hebe ihn rein (Bei fast 50 kg kein Vergnügen): Die Ladekante ist derart hoch, dass er ohne Anlauf nur mühsam reinkommt, wenn er etwas älter wird vermutlich gar nicht mehr. Außerdem bestünde Verletzungsgefahr für den Hund und Verkratzungsgefahr für das Auto.
- Kleinteile -
Zwar hat der 107 kein abschließbares Handschuhfach und auch keine Ablagefläche auf dem Armarturenbrett, dafür aber dutzende Fächer und Nieschen in allen Größen und Formen.
Vom DinA4-Fotoband mit Übergröße bis zum Kleingeldsammler. Überall bekommt man Kleinzeug sortiert unter. Sehr praktisch. Hervorzuheben hier auch noch der Zweifach-Getränkehalter, der für Dosen perfekt, für MC-Donald-Getränkebecher allerdings einen Tick zu groß im Durchmesser ist.
Der Aschenbecher ist nich serienmäßig dabei, aber wie ich gerade erst feststellte, gibt es ihn als Zubhörteil für etwa 30 €. Allerdings muss man für ihn auf einen Getränkehalter verzichten, da er passgenau in eins der zwei Fächer gesteckt wird.
::: Kosten :::
- Anschaffung -
Meine Variante, "Petit Filou", ist laut offiziellen Angaben für knapp 9.000 € zu haben.
Auf Luxus muss man hier allerdings verzichten. Keine Klimaanlage, keine elektrischen Fensterheber, nicht mal Zentralverrieglung und Radio gibt es dazu. Leider hat sich hier wohl die Grundausstattungs-Freude des Japaners im Löwen nicht durchsetzen können.
Immerhin waren Lautsprecher (Wenn auch ziemlich üble) drin, was aber, wie ich von einem Freund hörte, nicht mal selbstverständlich ist.
Auch der wie angeklebt aussehende Drehzahlmesser entfällt hier. Das Auto ist ziemlich nackt.
Wer es sich gönnen will, legt nochmal etwa 500 Euro drauf und erhält dafür die Aufpreisvariante "Filou". Dann auch mit Funk-Schlüssel, Zentralverrieglung, Drehzahlmesser, Radio und elektrischen Scheibenhebern.
Ab Elftausendnochwas gibt's dann auch noch ne Version mit Schalensitzen und Rallye-Streifen.
Sogar ein Diesel ist erhältlich.
Der Motor ist aber bei allen (Außer beim Diesel natürlich) der gleiche.
- Spritverbrauch -
Die Angaben von Peugeot scheinen, wie so oft, unter Idealbedingungen gemessen worden zu sein. Die laut Hersteller 4,5 Liter Verbrauch sind vielleicht bei Tempo 100 auf einer stetig flachen Teststrecke mit Rückenwind zu schaffen.
Realistisch sind ca. 5,2 Liter. Ich schreibe seit Anfang an den Verbrauch mit und stelle jetzt nach 5.000 km eine Verbrauchsminderung fest. Ob es an den steigenden Außen-Temperaturen oder am "Einfahren" des Motors lag, kann ich nicht beurteilen.
Eine wesentliche Spritersparniss durch die Sommerreifen konnte ich bisher nicht feststellen, allerdings war ich mit den letzten zwei Tankfüllungen auch nicht ökonomisch vorbildlich unterwegs.
Wie gesagt, der Spritverbrauch ist nicht unbedingt schlecht, aber angesichts dessen, was versprochen wird, doch sehr unbefriedigend, und mein Hauptgrund für Abzüge in der B-Note.
Zum Vergleich: Der 307 Diesel Kombi meines Vaters verbraucht mit 6,8 Litern gerade mal 1,5 Liter mehr, hat vom Fahrgefühl her etwa die 10fache Leistung, eine um 40 km/h höhere Spitzengeschwindigkeit und ein unermesslich größeres Ladevolumen. Da hätte ich mir vom "Petit Filou" mehr - bzw. weniger (nämlich Durst) versprochen.
- Kfz-Steuer -
Gerade mal 67 Euro wollte der Fiskus von mir. Ich weiß allerdings nicht, ob es da lokale Abweichungen gibt. Sicher ist: Mit Euro4 und der Auszeichnung als drittumweltfreundlichstes Serienfahrzeug der Welt (Laut VCD) kann man sich für lange Zeit auf geringes finanzielles Interesse von Vater Staat freuen.
- Versicherung -
Der 107 ist mit Sicherheit kein Auto für Tuner, Raser und Hobby-Rallyefahrer. Auch dürfte er kein übermäßig begehrtes potentielles Diebesgut darstellen. Letztlich ist es auch die Verbreitung quer durch alle Altersklassen, die den Peugeot auch versicherungstechnisch zum Sparbrenner machen.
- Wartung -
Die erste Inspektion fiel mit 140 Euro nur halb so teuer aus wie von einigen Fachmagazinen avisiert.
Das erfreut mich und meinen Geldbeutel.
Die zweite Inspektion schlägt dank Bremsflüssigkeitswechsel dann allerdings schon mit 230 Euro zu Buche.
Insgesamt also 370 Euro für die ersten 30.000 km.
Ein Kfz-Fachmann aus meinem Bekanntenkreis, der das Auto mal aufbockte, weil ich über einen Stein fuhr und nach eventueller Beschädigung sehen wollte, lobte übrigens den grundsoliden technischen Aufbau bei Boden und Motorraum.
Er meinte zudem, alle wichtigen Teile wie Kat, Luftfilter, Ölwanne, Lampen usw. wären sehr gut erreichbar, was beim Wartungsfall Kosten und/oder Mühen spart.
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Fazit:
Der "sympathische Kostenkiller", wie ihn Peugeot nennt, ist leider nicht so kostenkillend wie versprochen, aber mit Rücksicht auf den Anschaffungspreis doch ziemlich günstig.
Geeignet auch für große Menschen, aber nicht für großes Gepäck.
Kein Rennwagen, aber auch keine Schnarchnase.
Einige kleine aber durchwegs verschmerzbare Mängel - die Vorteile überwiegen deutlich.
In Amerika setzt sich ein Trend durch, Autos wie dieses als neues "Statussymbol der Intelligenz" zu betrachten. Zukunftsweisende Umweltfreunde statt steinzeitliche PS-Monster sind im Kommen. Wäre ja schön, wen sich das auch am Hightech-Standort Deutschland mal durchsetzt und diese grausam unnötige "SUVs für die Wohlstands-Hausfrau"-Mode endlich nachlässt.
Und vielleicht würde das dann ja sogar unsere peinliche lokale Autoindustrie mal erkennen.
Bis dahin kann man nur auf Frankreich und Japan schauen, die fast alle Spitzenreiter in den Top-10 der umweltfreunlichsten Autos liefern.
Ein einziger Deutscher, der Opel Corsa ECO 1.0, schafft es immerhin auf die hinteren Ränge der Besten.
Ob der Peugeot 107 wirklich "der neue Boss der Stadt" ist, sei mal dahingestellt.
Aber wer meist allein oder höchstens zu zweit fährt, in einem Auto kein Statussymbol sieht, und sein ökologisches Gewissen so wenig, wie es als Autobesitzer nur möglich ist, belasten will, der liegt beim Peugeot 107 oder seinen beiden Zwillingsbrüdern von Citroen und Toyota (Bis auf einige Designunterschiede baugleich) zur Zeit richtig. Wenn auch kleine Autoschmieden wie Loremo beweisen, dass auch unter 2l für ein Serienauto möglich sind.
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