Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
Optik, Federung, Fahrgefühl |
| Kontra: |
Gewicht, Verbrauch |
Ich möchte in diesem Bericht nicht von Fahrdaten oder Dingen berichten,
die einem der Peugeothändler sowieso vorsäuselt, sondern einfach den Bericht
anhand meines Empfindens schreiben.
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Es ist also soweit, meine kleine Firma läuft gut und der Steuerberater empfahl mir
ein neues Auto zu kaufen. So zog ich los, zu VW, Opel, Mazda und Peugeot.
An einem Tag klapperte ich alle Autohäuser ab und sah mir die Cabrios an,
denn das sollte es werden. Beim Peugeothändler blieb ich hängen, da ich als
oberflächlicher Mann die Optik des 307 CC als absolut gut erachtete.
So schlich ich um den Vorführwagen herum, wie ein Hund um den einzigen
Baum, der weit und breit zu sehen ist. Mit strengem Blick suchte ich nach
Fehlern und eventuellen Unzulänglichkeiten, mit denen ich dem Peugeotmann
im Preis drücken konnte. Hmm, an dem Auto ist alles recht gut ansehnlich, die
Verarbeitung sehr gut und irgendwie habe ich das Gefühl, als würde der Wagen
laut rufen "Kauf mich, ich will dein sein" Verwirrt schüttel ich den Kopf und
maschiere erstmal zum Händler. Diese schmierigen Typen kennt man ja. Gleich
kommt er an und erzählt mir das blaue vom Himmel und das er auch noch ein
paar Fußmatten drauflegt, wenn ich sein Auto kaufe. Das Ganze hört sich dann
so an, als würde er die Fußmatten aus seinem eigenen Auto nehmen, weil er
mich so gut leiden kann.
Ich kenne solche Typen und kampfbereit betrete ich den Laden.
Da sitzt er nun, der Feind, der Antichrist, der mich übers Ohr hauen will.
Doch ich bin gewappnet, ich habe mich im Vorfeld schlau gemacht und habe
alle möglichen Leute gefragt, die den 307 oder 206 fahren. Es gab geteilte
Meinungen und die würde ich dem Kerl sofort unter die Nase reiben, wenn er
mit seiner Schleimorgie beginnt.
Freundlich begrüßt er mich mit Handschlag, nimmt sich Zeit für mich. Eigentlich
sieht der gar nicht so böse aus, eher wie einer meiner Fußballkumpels im Anzug.
Nicht so ein Vorwerkverkäufer, wie bei VW, der Kneipenwirt bei Opel oder der
Typ im Blaumann bei Mazda. Ich erkläre ihm mein Anliegen.
Sofort packt er einen Prospekt aus, ein Sondermodell namens Epok. Als ich das
Bild auf dem Prospekt sehe beginne ich zu hecheln wie eine Frau in den Wehen.
Genau so sollte mein Auto aussehen. Schwarz, schön und böse, genau so sollte es
sein und ich beruhige mich schnell wieder, um keine Schwäche zu zeigen.
Bewusst grob fahre ich ihn gleich an.
"Man hört, das gerade bei den 206CC oft Montagsautos gebaut werden. Die Türen
schließen kaum, das Dach nur kaputt, was kann ich dann von dem 307 erwarten?
Ich brauche ein zuverlässiges Auto."
Das hat gesessen.
Souverän lehnt er sich ein wenig zurück und antwortet mir
"Durchaus kann es vorkommen, dass es Autos gibt, die mit Fehlern behaftet sind,
doch gibt es diese bei allen Autoherstellern. Peugeot hat in diesen Dingen eine geringe
Fehlerquote, die unter dem Durchschnitt liegt. Fehler können vorkommen und sie
erhalten kostenlos einen Ersatzwagen, falls so etwas passieren könnte."
Was soll ich nun sagen
"Öhmmm, ja okay.
Er fährt fort, während er immer noch souverän auf seinem Rechner rumtipselt.
Beiläufig spricht er weiter.
"In einem Cabrio ist rückwärts parken ein kleines Problem, da der hintere Aufbau die Sicht
nimmt. Ich empfehle eine akustisch-optische Einparkhilfe."
Aha, so läuft der Hase, jetzt kommen die Extras
"Ich soll also nun alle möglichen Extras bestellen, damit der Preis ins Unermessliche geht."
Ich habe ihn also ertappt, den mache ich fertig. Bevor ich das Wort ergreifen kann
spricht er leicht angesäuert weiter.
"In einem Peugeot haben sie schon fast alle Extras mit drin und nur vereinzelte Dinge
sind empfehlenswert, die nicht alle Käufer direkt dabei haben wollen. Mehr als die
Einparkhilfe wollte ich nicht empfehlen."
Was soll ich nun sagen
"Öhmmm, ja okay.
Nun hat er fertig getipselt und druckt einen Zettel aus.
Der Listenpreis des Peugeot Epok 140 liegt bei 26000 Euro, was ne Menge Geld ist,
doch er hat mir einen mehr als beachtlichen Rabatt eingeräumt, den ich mir zweimal
durchlese. Ist denn heute schon Weihnachten? Dann legt er mir einen zweiten Zettel
hin, auf dem die ganzen Extras stehen. Es liest sich, als wollte ich einen Maybach kaufen.
Automatische beidseitige Klimaanlage, JBL-Anlage, Sitzheizung, anthrazitfarbene
Leichtmetallfelgen der ganze Schickimicki von dem man als Normalsterblicher nur
träumen kann.
Lässig spricht er
"Das wäre die Serienausstattung des Epok. Die Einparkhilfe würde 400 Euro extra
kosten und ich kann es Ihnen nur empfehlen."
Ich fühle mich in die Ecke gedrängt, weil der wirklich von seinen Autos überzeugt
ist und ich dem das auch glaube. Einen Trumpf habe ich noch im Ärmel.
"Nun gut, es erscheint sinnvoll. Wie sieht es aus mit einer Probefahrt, wann kann man
da einen Termin machen?"
Die ernüchternde Antwort, die ich niemals erwartet hätte ist
"Jetzt sofort, wenn sie Zeit haben. Ein Vorführwagen steht bereit. Leider kein Epok,
sondern ein Filou mit 110 PS statt ihrer 140. Wenn sie wünschen können sie gleich los
fahren, ansonsten würde es einen Tag dauern, bis ich die gewünschte Motorisierung für
sie auftreiben könnte."
Die haben tatsächlich einen Vorführwagen da. Bei VW durfte ich den Eos nur aus der Ferne
anschauen, bei Opel hatten die den Twintop nicht mal da, um ihn an zu sehen.
Auf geht's, wir machen uns auf den Weg nach draußen.
Fünf Minuten dauert es bis der Händler perönlich mit dem Auto angefahren kommt.
"Wir haben den noch eben für sie gewaschen, daher die Verzögerung. Fahren sie so lang
sie wollen und testen sie das Fahrzeug ausgiebig. "
Diese Arroganz macht mich fertig. Scheinbar ist der so von seiner Karre überzeugt, dass
der keinerlei Bedenken hat, dass ich eventuell kein Auto kaufen könnte. Woher nimmt der
diese Frechheit? Ich kann immer noch nein sagen, jawohl, das kann ich.
Der Händler verzieht sich und nun sind es nur noch der Peugeot und ich.
Jetzt geht es Mann gegen Auto. High Noon auf dem Parkplatz.
Grimmig setze ich mich in den Wagen, der mich sofort zu umschließen scheint.
Die Sitze nehmen mich auf wie die Schenkel einer Frau, sehr angenehm.
Alles ist übersichtlich und jeder der hundert Knöpfe zeigt klar seine Bedeutung.
Das silberne Plastik der Mittelkonsole sieht billig aus und ich registriere das sofort
in meinem Hinterkopf. Wie ich es von meinem alten Vectra gewohnt bin zerre ich
an der Tür, um diese zu schließen. Mit einem lauten Scheppern kracht die Tür ins
Schloss. Sie ist sehr schwer und mit der Steinzeitgewalt, die ich sonst brauche ist
hier nicht viel zu holen. Ein leichter Zug hätte es auch getan. Erschrocken schaue
ich mich um, ob es nicht irgendwer gehört hat.
Der Händler hat sich wieder in seinem Glaspalast an seinen Schreibtisch gesetzt und
winkt mir fröhlich zu. Es ist mir peinlich.
Nun wird es Zeit, die Maschine zu testen. Lässig dreh ich den Schlüssel um und
sofort geht der Motor bedenklich leise an. Ich drücke den Knopf für das Cabriodach
und viel schneller als erwartet fährt das ganze Auto irgendwie in sich zusammen.
Nach kürzester Zeit ist das Dach verschwunden und ich schaue in den Himmel.
Ich kann immer noch nein sagen, jawohl, das kann ich.
Es herrscht strahlender Sonnenschein bei 25 Grad und ich fahre vom Hof. Die Federung
des Wagens ist äußerst angenehm, nicht zu hart und nicht zu weich. Ich mache das
Radio an und cruise los. Es ist wie fliegen, denn den Motor hört man kaum, der
Himmel und die Sonne lachen über mir. Nun, eins fällt mir auf. Das Dach des 307
ist sehr weit nach hinten gezogen, dass man so einfach nicht nach oben gucken kann.
Das Cabriofeeling ist ein wenig beeinträchtigt aber es gibt durchaus das Gefühl von
Schutz. Man merkt beim Fahren, dass das Auto sehr schwer ist und die 110 PS des
Vorführwagens sind allemal als mittelmäßig zu beschreiben. Die Karre ist nicht flott
aber auch nicht lahm. Nur gut, dass ich den 140er nehme. Halt stop
Ich kann immer noch nein sagen, jawohl, das kann ich.
Bei höherer Geschwindigkeit zieht es doch ganz schön im Wagen, so dass die Ohren
ordentlich durchgepustet werden. Souverän wie ein geübter Cabriomann ziehe ich
lässig den Windschott hoch, der in solch einem Auto unbedingt dabei sein sollte.
Seltsamerweise steht gerade der Windschott auf der Extraliste. Nun kann man wirklich
vom Cabrio sprechen, das Gefühl des coolen dahin Gleitens ist absolut gegeben.
Erschrocken stelle ich fest, dass ich mittlerweile 150 auf der Landstraße fahre und mir
wird bewusst, dass da was mit dem Tacho nicht stimmt. Statt 20er Schritte, wie man es
gewohnt ist sind hier die Zahlen 30,50,70... auf der Tachoscheibe. Irgendwie logisch,
da ja meist diese Geschwindigkeiten vorgeschrieben sind aber eben ungewohnt.
Immer noch bei 150 bremse ich ab. Man hört es nicht, wenn man schneller fährt.
Mein oller Opel rumpelt und pumpelt bei 150, das bin ich gewohnt aber dies hier nicht.
Ich kann immer noch nein sagen, jawohl, das kann ich.
So komme ich in meinem Ort an, hier bin ich daheim und alles ist gut. So kreuze ich
durch die Straßen wie Graf Koks und wieder wundere ich mich. Bei meinem ollen
Vectra schaut kein Mensch hin und ich habe Glück, wenn mir niemand Steine hinterher
wirft. Mit dem Peugeot sieht die Sache anders aus. Ein echter Blickfang und selbst
die lecker Schnittchen, die mich sonst keines Blickes würdigen, schauen verzückt auf
das Auto. Mit solch einem Auto wird man anscheinend wirklich schöner und erfolgreicher.
Das ganze macht mir Angst und ich trete die Rückreise an. Zeit um den Wagen zurück
zu bringen. Ich werde ihn auf jeden Fall kaufen. Kurz überlege ich mich mit dem
Vorführwagen nach Brasilien ab zu setzen, doch verwerfe den Gedanken wieder.
Als ich auf den Hof rolle sieht alles aus wie vorher. Ich fahre an meinem Vectra vorbei
und kann den schon gar nicht mehr leiden. Nachdem ich das Dach wieder geschlossen
habe laufe ich noch ein wenig um den Wagen herum. Die Spiegel legen wie von
Geisterhand die Ohren an und schmiegen sich an das Auto. Das ganze Auto kommt
irgendwie zu Ruhe und gaaaaanz vorsichtig schließe ich die Tür .
Während ich da Auto noch einmal umrunde steht plötzlich der Händler wie aus dem
Erdboden entsprungen neben mir.
"Kommen sie doch einmal mit, ich möchte ihnen etwas zeigen."
Also folge ich ihm, noch ganz im Rausch der Sinne. Dort steht noch ein 307er und er
bittet mich auf der Beifahrerseite ein zu steigen.
"Ich möchte ihnen eine Radioerweiterung vorführen, die man noch dazu bestellen sollte."
Mein Widerstand ist gebrochen und ich bin auch richtig wild drauf.
Der Mann macht das Radio an und das Biest wummert los. Sabber läuft nach zwei
Minuten an meinem Kinn herunter und ich ächze nur noch.
"Ja, das kommt dazu."
So gehen wir wieder zu seinem Schreibtisch und während ich meine Probefahrt gemacht
hatte, hat er schon den Kaufvertrag fertig gemacht. Seltsamerweise steht auch schon die
Radioerweiterung auf dem Zettel. Welche Arroganz der Kerl doch hat. So eine
Unverschämtheit, dem wische ich eins aus.
"Das ist alles gut und schön, doch was ist mit dem Windschott?"
Nun habe ich ihn. Wenn der schon so überzeugt ist, dann soll er den Vertrag doch nochmals
ausdrucken. Hähä, innerlich freue ich mich, dass man mich diesmal nicht manipulieren konnte
Lässig winkt er ab
"Darüber habe ich mir auch Gedanken gemacht, doch ist es im Moment nicht sehr sinnvoll.
Wenn sie heute bestellen, dann bekommen sie den Wagen im November und da dies nicht
mehr die richtige Cabriozeit ist, so hätte es wenig Sinn. Vielmehr kann man das Teil jederzeit
kaufen, es wird nicht fest eingebaut."
Verdammt, er hat mich wieder übertölpelt, er hat recht.
Also schaue ich mir den Vertrag an. Da ich als Firma die Mehrwertsteuer zurück bekomme
und der Händler nen Riesenrabatt gegeben hat komme ich im Endeffekt auf den Preis eines
StandartSmart. Nun wird es weiter gehen.
"Was geschieht mit meinem Vectra, der ist 10 Jahre alt. "
Angewidert verzieht er sein Gesicht, während er aus dem Fenster schaut.
"Als sie auf Probefahrt waren habe ich mir den Vectra angeschaut. Mit dieser Farbe lässt
er sich kaum verkaufen. Auch hat er 140000 Km auf dem Tacho. "
Er nennt mir einen Preis, der 500 Euro über meinen kühnsten Erwartungen liegt.
Mit Schweißtropfen auf der Stirn stimme ich widerwillig zu.
Ich unterschreibe schnell den Vertrag und völlig benommen verlasse ich den Händler.
Durch die Glasscheiben sehe ich, wie er sich die Hände reibt und fahre heim.
| weitere Erfahrungsberichte |
KOMM JETZT, ICH WILL ES HABEN...
Fahrzeugbewertung für Peugeot 307 CC 135 von
ROCHADE
Pro: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Cabriobereich
Kontra: Das Karosseriedesign ist keine Freude für die Augen
...*** 10 UHR AM VORMITTAG ***
An diesem regnerischen Frühlingsmorgen fahren Michelle und ich ins Peugeot-Autohaus, um eine Probefahrt mit dem Peugeot 307 CC anzutreten.
Vorsichtig lege ich meine Hand an die Klinke des Vorführwagens und schon öffnet si ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Fahrbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
04.04.2005
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Schönes Spaßauto zum fairen Preis
Fahrzeugbewertung für Peugeot 307 CC 135 von
Voltago
Pro: Fahrfreude pur, kinderleichte elektrische Verdeckbedienung
Kontra: Wagen ist relativ schwer, Fahrleistungen nicht überragend
...Schöne Autos bekommen wir derzeit zuhauf von Peugeot geliefert. Ein Exemplar, dass dies besonders gut kann, ist der Peugeot 307 CC 135.
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<<< Karosserie/Innenraum >>>
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Fahrbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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10.09.2004
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