Philadelphia (Film)

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Acquired Immune Deficiency Syndrome

5  11.11.2000

Pro:
bewegend, emotional, hervorragende Schauspieler

Kontra:
traurig  : ((

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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SebSweet

Über sich:

Mitglied seit:05.08.2000

Erfahrungsberichte:74

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 135 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hey ihr!

Ihr habt wahrscheinlich schon mitbekommen, was der Titel in Kurzform heißt... AIDS. Sicherlich die schlimmste Krankheit der Welt, jährlich erkranken Millionen Menschen an dem "erworbenen Immunschwäche-Syndrom", wie die Langform übersetzt heißt.

"Philadelphia" (1993) befaßt sich dramatisch mit dem AIDS-Problem und zeigt schonungslos, daß HIV-Infizierte nicht mehr wie vollkommen normale Menschen behandelt werden.

Kurz zur Story:

Der junge Anwalt Andrew Beckett (Tom Hanks) arbeitet erfolgreich in der renommiertesten Kanzlei Philadelphias. Doch eines Tages erfährt er, daß ihm gekündigt werden soll, weil er angeblich einen wichtigen Fall verschlampt haben soll. Doch den wahren Grund erfärt Andrew erst später: Er soll rausgeschmissen werden, weil er homosexuell ist und AIDS hat. Ein Schock fürs Leben. Wenn er schon todkrank ist, will er doch wenigstens noch in seinem Job bleiben. Andrew will sein Bleiben gerichtlich erzwingen, er verklagt die Kanzlei wegen Diskriminierung. Doch fast alle Anwälte sind zu feige, den AIDS-Infizierten im Kampf gegen den übermächtigen Gegner zu unterstützen. Bis er auf den Außenseiter-Anwalt Joe Miller (Denzel Washington) trifft; ein kleiner, unscheinbarer Rechtsverdreher, der zu allem Überfluß auch noch schwarz ist. Miller braucht eine Weile, um zu erkennen, daß er und sein Mandant auf der gleichen Seite kämpfen. Die mächtige Anwaltskanzlei versucht mit allen Mitteln, Andrew und seine Lebensweise in den Schmutz zu zerren, und das nur einem einzigen Grund: Weil er AIDS hat. Die Chancen stehen also denkbar schlecht, und niemand weiß, ob Andrew das Ende des Prozesses noch erleben wird...

Es dauerte lange, bis Hollywood den ersten Versuch mit dem Thema AIDS startete. Regisseur Jonathan Demme ("Das Schweigen der Lämmer") brach das Tabu mit diesem spannenden und politisch hochkorrekten Film, der seine zentralen Botschaften - Aufklärung über die Immunschwächekrankheit, Werben um Toleranz und Vorurteilslosigkeit - gleichzeitig naiv und emotional überwältigend verkauft. Im Wissen, daß der Verstand dem Herzen folgt und nicht umgekehrt, macht Demme das AIDS-Thema dem großen Publikum zugänglich.

Besonders bewegend ist das Verhältnis der beiden Hauptdarsteller. Sowohl Tom Hanks ("Forrest Gump") als auch Denzel Washington stellen ihre Ausnahmestellung in Sachen Schauspielerei einmal mehr unter Beweis. Der typische Kampf David gegen Goliath auf das Thema AIDS bezogen, bewegender geht es wohl kaum. Zwei Außenseiter (das typische "Zusammen sind wir stark"-Gefühl wird sehr überzeugend vermittelt) gegen die Korruption der Macht, das ist der Stoff, aus dem gute Filme sind!

Bruce Springsteen gewann einen Oscar für den Titelsong ("Streets of Philadelphia"; ich habe selten einen passenderen Titelsong gehört), ebenso Tom Hanks für sein bewegendes Porträt eines "ganz normalen Amerikaners".

Prädikat: Besonders sehenswert! :))

In diesem Sinne,

SebSweet

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
re-skintbody

re-skintbody

20.04.2001 20:07

Ein wunderschöner Film mit einem super talentiertem Tom Hanks, was man bei seinem letztem Film kaum zu sehen belkam (Verschollen) und ein super Bericht! ;o)

Wildthing

Wildthing

11.11.2000 19:25

Hallo! Den Film hab ich bestimmt schon "millionen" mal gesehen und immer wieder sind nach dem Film keine Taschentücher mehr da. Es sollte mehr solcher Filme geben, die auf diese Weise aufmerksam machen. cu wildthing

MagicWitch

MagicWitch

11.11.2000 16:34

Eine sehr gute Meinung, die Du da geschrieben hast!! Auch ich schaue mir diesen Film sehr gerne an. Dieser Film ist einer der Besten, die ich je gesehen habe! Viele liebe Grüße MagicWich

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