Heute möchte ich mal über einen Film berichten der mich sehr bewegt hat und nach jedem mal sehen wieder aufs neue bewegt.
Als ich „Philadelphia“ zum ersten mal im Kino gesehen habe war die Stimmung danach nicht gerade auf dem Höhepunkt.
Das hat sich auch nicht allzu sehr geändert als ich ihn mir ca. ein Jahr später auf Video gekauft und wieder angeschaut habe.
„Philadelphia“ ist ein Drama das 1994 zwei Oskars bekommen hat und das nicht ohne Grund.
Im Gegenteil, der Film hätte zumindest einen Oskar mehr verdient gehabt.
Bevor ich jetzt aber noch mehr sage zuerst mal die Story.
Andrew Beckett ist ein sehr erfolgreicher Anwalt in einer großen Kanzlei.
Kanzlei Chef Wheeler ist sein großer Förderer.
Andrew darf immer größere und wichtigere Fälle übernehmen.
Doch plötzlich ist alles anders.
Andrew wird entlassen.
Der Grund, so heißt es, ist dass Andrew angeblich eine wichtige Akte zu einem großen Fall, den er bearbeitet hat, verschlampt haben soll.
Doch Andrew weiß dass das nicht der Grund sein kann da er die Akten noch bis spät in die Nacht bearbeitet hat und fertig auf den Schreibtisch gelegt hat.
Der wahre Grund scheint ein ganz anderer und wirklich schäbiger zu sein.
Irgendwie hat jemand in der Kanzlei anscheinend mitbekommen dass Andrew homosexuell ist.
Doch das ist leider nicht alles sondern er ist auch HIV positiv.
Deswegen wollen die Kollegen und auch sein früherer Förderer ihn auf diese Weise los werden.
Doch er denkt sich zurecht dass seine Krankheit und sexuelle Gesinnung nicht der Grund für seine Entlassung sein darf.
Also verklagt er die Kanzlei wegen Diskriminierung.
Ein Problem hat er allerdings noch zusätzlich.
Er ist mittlerweile sehr schwach und die Krankheit hat ihn voll im Griff.
Deshalb sucht er einen Anwalt der ihn vor Gericht vertritt und auch weitermacht selbst wenn Andrew das Ende der Verhandlung nicht mehr erleben sollte und das ist wohl sehr wahrscheinlich.
Leider sagt jeder Anwalt in Philadelphia dankend „Nein“ zu seinem Vorschlag ihn zu Vertreten.
Zum Schluss bleibt nur noch ein Anwalt den er fragen kann.
Joe Miller heißt seine letzte Hoffnung, ein farbiger und sehr mutiger Anwalt der allerdings selbst einige Vorurteile gegenüber Homosexuellen und vor allem Aidskranken hat.
Als auch Joe Miller absagt ist Andrew total am Boden.
Doch nach reiflicher Überlegung und einer Diskussion mit seiner Frau sucht ihn der Anwalt kurz darauf in einer Bibliothek auf und bietet ihm doch seine Hilfe an.
Es folgt eine Story die sich gewaschen hat.
Andrew wird mit verlauf der Verhandlungen immer schwächer und die Situation wird immer aussichtsloser.
Joe Miller, sein Anwalt, entwickelt sich aber immer mehr zu einem echten Freund und genau wie er etwas über HIV lernt und anfängt damit richtig umzugehen, lernt auch der Zuschauer.
Joe wird immer herzlicher in die Familie von Andrew aufgenommen, macht höhen und tiefen im Krankheitsverlauf von Andrew mit durch, unterstützt den Lebensgefährten von Andrew so gut es geht außerdem führt er natürlich die Anklage gegen den alten Arbeitsgeber seines Klienten.
Wie die Sache ausgeht möchte ich nicht verraten aber es ist ein sehr tränenreiches Ende auch für den Zuschauer.
Die Story ist zwar nichts unbekanntes, nämlich David gegen Goliath, aber die Verpackung ist fantastisch geschrieben und umgesetzt.
Alle die an diesem Film mitgearbeitet haben können stolz auf ihre Arbeit sein.
Tom Hanks und Denzel Washington spielen beide eine ihrer besten Rollen und beweisen dass sie nicht umsonst zu den ganz großen Hollywoods gehören.
Dass dieses Thema aufgegriffen wurde ist schon echt klasse dass aber Tom Hanks einen Schwulen spielt, was sich bestimmt nicht viele trauen würden, und dazu noch einen Aidskranken ist nicht genug zu loben.
Für die Rolle als Andrew Beckett bekam Tom Hanks 1994 den Oskar als bester Hauptdarsteller.
Obwohl die Geschichte zum großen Teil im Gericht spielt und der Streifen nicht mit Actionszenen oder gar witzigen Stellen dienen kann, ist der Film sehr zu empfehlen.
Ein Drama der ganz besonderen Art ist Jonathan Demme, er führte die Regie, mit diesem Film gelungen.
Zu erwähnen ist auch noch die Filmmusik und besonders der Titelsong von Bruce Springsteen der dafür sogar 1994 den Oskar für den Besten Song bekommen hat.
Diesen Film möchte ich jedem ans Herz legen.
Nicht nur denen die auf Dramen stehen sondern jedem der Filme schaut denn dieser Streifen spricht ein Thema an das uns alle angeht.
Der Film ist mehr als ergreifend und selbst bei einer Spiellänge von 120 Minuten sehr kurzweilig.
Daten zum Film
Titel: Philadelphia
Jahr: 1994
Laufzeit: 120 Minuten
Genre: Drama
FSK: 12 Jahre
Regie: Jonathan Demme
Darsteller: Tom Hanks
Denzel Wasington
Mary Steenburgen
Antonio Banderas
Soundformat: Dolby Surround
Bildformat: 16:9
Auszeichnungen: Oskar für Beste Hauptrolle
Oskar für Besten Song
Zusatzmaterial: Musik Video „Streets of
Philadelphia“ von Bruce
Springsteen
Ich hoffe der Film gefällt Euch und der Bericht hilft Euch weiter.
07.09.2001 07:28
ein film der einen lange nicht los läßt...gruß trisha
18.08.2001 20:12
Ich wollte diesen Film immer mal sehen, aber irgendwie schafte ich es nie! :o( Ich werde es mir weiterhin vornehmen und ich hoffe, ich schaffe es auch noch mal! LG von Manu :o)
09.08.2001 14:35
Ich fand den Film auch sehr gut, habe viel geheult.*schluz* Gruß Anke