Philadelphia (Film)

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ein Tabuthema - sensibel verpackt

5  26.01.2004

Pro:
tolle Darsteller, toll gespielt !

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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marianowa

Über sich: Hallo! Ich heiße Maria, bin ein sehr lebenslutiger Mensch, der gerne seine Meinung, insbesondere übe...

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Philadelphia

Ein Weltklasse Film!


Hallo!

Gestern Abend habe ich mal wieder einen wundervollen Film mittlerweile wohl schon zum x-ten Mal im Fernsehen gesehen. Einen Film, den ich schätze, weil er auf eine gewisse Art und Weise auch ein Meilenstein der Kinogeschichte ist. Ein film, der zum ersten Mal das bis dato Tabuthema Aids behandelt.

Eine Welt im Schockzustand, Mitte der 80er Jahre entpuppt sich Aids als eine Bedrohung. Aids, eine Krankheit, die zunächst als Krankheit der Schwulen, der Menschen gilt, die irgendwie andersrum sind, was soll man von denen auch großartig erwarten? Doch schon bald ist Aids nicht nur eine „Schwulenkrankheit“, sondern eine Krankheit, die die gesamte Menschheit bedroht und eine echte Gefahr zu sein scheint. Doch für Hollywood eine lange Zeit ein Tabuthema.

Dann wagte sich ausgerechnet der Thriller-Spezialist Jonathan Demme an den sensiblen Stoff. Gemeinsam mit dem bis dato als Mr.-nice-Guy abgestempelten Tom Hanks wollte er den Stoff verfilmen.

Doch zunächst etwas zu dem Filminhalt:

Der Yuppie-Anwalt Andrew Beckett, gespielt von Tom Hanks, ist ein großartiger Jurist und Anwalt. Er arbeitet bei der größten und erfolgreichsten Kanzlei in Philadelphia. Er hat eine viel versprechende Karriere vor sich.

Er ist gerade befördert worden und bekommt einen riesigen Fall übertragen. Doch Andrew, genannt Andy Beckett ist homosexuell und ist HIV-Positiv. Andy Beckett hat sich mit HIV infiziert, als er eine Art One-Night-Stand hatte. Zum Zeitpunkt seiner Beförderung geht es Andrew Beckett immer schlechter. Seine Krankheit war bereits zuvor ausgebrochen, und Andrew musste Bluttransfusionen bekommen.

Doch zunehmend wird sein Zustand immer schlechter. Am Tag seiner Beförderung hat Andrew bereits erste Flecken im Gesicht, die infolge seiner Aids-Infektion auftreten. Als Andrew sich daraufhin für 4 Tage krankmeldet, da er ins Krankenhaus muss, wird er danach gekündigt.

Die Anwaltskanzlei gibt als Kündigungsgrund an, dass er gekündigt wurde, da er einen wichtige Klageschrift verlegt hatte, und man keinen Anwalt gebrauchen könne, auf den man sich nicht verlassen kann und der den wichtigsten Prozess der Kanzlei in Gefahr bringt. Andrew Beckett wendet sich daraufhin an den schwarzen, ehrgeizigen und sehr guten Anwalt Joe Miller. Dieser soll ihn vor Gericht vertreten, nachdem 9 andere Anwälte zuvor bereits abgelehnt hatten.

Nach anfänglicher Ablehnung beginnt Joe Miller sich doch für den Fall zu interessieren und gemeinsam ziehen Andrew und Joe Miller gegen Gericht. Unterstützt wird Andy hierbei von seiner Familie und seinem Lebensgefährten, wunderbar gespielt von Antonio Banderas. Ein Prozess, der sich als sehr spannend erweist zumal Andys ehemalige Arbeitskollegen alles tun, um Andy vor Gericht unglaubwürdig dastehen zu lassen. Doch mit dem Prozess geht es Andy auch immer schlechter, kurze Zeit später bricht Andy zusammen…


Wie der Film hier weitergeht, bzw. wie er endet, das möchte ich hier nicht verraten, da ich den Film für absolut sehenswert halte und ich hier nur auf den Film aufmerksam möchte und den Leser neugierig machen möchte sich den Film anzusehen!


Mein Fazit:

Ich habe den Film nun schon mehrfach gesehen und bin jedes Mal aufs Neue begeistert! Ein Film, der für Hollywood jedoch zunächst ein großes Risiko darstellte, da Filme über Krankheiten bisher an der Kasse meist der größte Reinfall waren. Doch sowohl Tom Hanks, wie auch Denzel Washington überzeugen durch ihr sensibles und großartiges Spiel und machen den Film zu einem sehenswerten Highlight, das keiner verpassen sollte!

Doch der Dreh des Films war nicht immer einfach. Zahlreiche Schwulenverbände hatten zum Beispiel im Vorfeld die Wahl des Regiesseurs kritisiert, da sich im Film „Das Schweigen der Lämmer“ ein homosexueller Transvestit als Killer entpuppte.

Außerdem war es schwierig einen geeigneten Hauptdarsteller zu finden. So hatten Daniel Day-Lewis (Gangs of New York) und Michael Keaton (Batman) beide abgelehnt, da ihnen die Rolle zu heikel und das Thema zu brisant war.

Tom Hanks nahm jedoch an, da er in diesem Film eine großartige Chance sah die amerikanische Gesellschaft wachzurütteln und aufzuzeigen wie aktuell das Thema der Diskriminierung noch ist und wie viele Menschen Berührungsängste haben.

Doch soviel Mut wurde meiner Meinung nach auch zu Recht belohnt. Tom Hanks erhielt einen Oscar als bester Hauptdarsteller und dankte in seiner Rede seinem ehemaligen schwulen Lehrer.
Außerdem Oscar-prämiert wurde der allseits bekannte Titelsong von Bruce Springsteen „Streets of Philadelphia“. Zahlreiche weitere internationale und nationale Preise und Auszeichnungen folgten.


Abschließend bleibt mir nur zu sagen, wer den Film noch nicht gesehen hat, bitte, seht ihn euch an. Einen Film, der vielleicht dem ein oder anderen auch ein wenig die Augen öffnen wird!
Großartiges Kino, fesselnd durch zwei tolle Hauptdarsteller und viele gute Nebendarsteller!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Zora1

Zora1

09.03.2004 20:48

oh, was habe ich geheult bei diesem Film - gut beschrieben. LG Karin

DarkAngle14

DarkAngle14

26.01.2004 16:01

Toller Bericht! Ich finde deine Berichte voll gut! DarkAngle14

MarrySue

MarrySue

26.01.2004 10:51

Hab ihn mir gestern abend auch mal wieder angesehen, echt ein guter Film, wie Dein Bericht auch. Grüße MarrySue

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