Philadelphia (Film)

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Eindrucksvoll und realistisch

5  23.08.2000

Pro:
Reales Spiegelbild des Umganges der Gesellschaft mit 'Randgruppen'

Kontra:
-  -

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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PippilottaHH

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:87

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 58 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Tom Hanks spielt in dem Film 'Philadelphia' einen in einer renomierten Sozietät arbeitenden, homosexuellen Anwalt.
Als er an Aids erkrankt, trennen sich die vermeintlich netten Kollegen durch Intrigen von ihm. Er klagt vor Gericht dagegen und vertritt sich -mangels eines willigen Anwaltes- zunächst selbst. Später wird er vertreten durch einen von Dencel Washington sehr glaubwürdig gespielten Anwalt.
Aids und Tod sind Themen die auch in den USA gern von der Gesellschaft gemieden werden... besonders in der so genannten 'oberen Gesellschaftsschicht'.
In eindrucksvoller Weise zeigt der Film mit viel Einfühlungsvermögen, aber auch Situationskomik die physischen und psychischen Veränderungen eines Betroffenen und seines Umfeldes im Rahmen der Verarbeitung der Krankheit und des Sterbeprozesses.
Wunderschön ist die musikalische Untermalung einiger Szenen, so beispielsweise die, in der Tom Hanks mit seinen Infusionsständer neben sich anhand der von der stimmgewaltigen Maria Callas gesungenen Arie 'LA MAMMA MORTA' aus der Giordano's Oper 'Andrea Chénier' die Aspekte von Tod und Liebe reflektiert.
Überzeugt hat mich die schauspielerische Leistung von Tom Hanks, der sich für mich nach dem Film aus dem Klischee des reinen Komikers, der durchaus auch sehr sehenswert ist, gelöst hat. Besonders realistisch ist die enorme Abnahme des Körpergewichtes im Krankheitsverlauf - im Rahmen der Vorbereitung auf diese schwierige Rolle war das sicher nicht ganz einfach.
Insgesamt ist der Film ein reales Spiegelbild der gesellschaftlichen Akzeptanz von Homosexualität und HIV-Infektionen - nicht nur in den USA.
Schön finde ich, dass der Film vergleichsweise arm an typisch amerikanischen Herz-Schmerz-Szenen ist. Das trägt sicher zu seiner Glaubwürdigkeit bei.
Er verzichtet auf all zu grausame Szenen und ist damit für ein breites Publikum zu einem zum Nachdenken anregenden Fim geworden, dessen Thematik auch in der Gegenwart und in Zukunft relevant sein wird.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
kalli.k

kalli.k

22.09.2000 13:01

Tom Hanks ist in diesem Film genial. Man leidet mit ihm.

Mice

Mice

21.09.2000 01:51

Der Verzicht auf die typisch amerikanischen Klischees hat mich auch gewundert und natürlich erfreut. Gut geschrieben! Gruß, Mice

Point

Point

25.08.2000 23:05

Hallo PippilottaHH! Super geschrieben. Sagt genau das aus, was ich über den Film denke!! Gruß Point

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  1. mswmsw
  2. Seppilein
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  1. Manu1111
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