Erfahrungsbericht über

Philips DECT 511 DUO

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Philips DECT 511 DUO

 

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Riesiger Winzling

5  17.08.2005

Pro:
großer Funktionsumfang, geringe Größe und Gewicht, einzigartiges Bedienkonzept

Kontra:
etwas kleines Telefonbuch mit nur 65 Speicherplätzen, recht große Basis, keine Tastenbeleuchtung

Empfehlenswert: Ja 

andi.q

Über sich:

Mitglied seit:05.04.2003

Erfahrungsberichte:22

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

EINFÜHRUNG

Nachdem mein altes DECT-Telefon von Binatone (MD1600) nach und nach seinen Geist aufgegeben hat (siehe auch den Bericht darüber), habe ich mich nach einem neuen Gerät umgeschaut. Da für mich weder T-Com noch Siemens in Frage kamen und auch einer der "günstigen" Hersteller nach meinem Binatone-Reinfall ausgeschlossen waren, schoss ich mich recht schnell auf die beiden Hersteller Panasonic und Philips ein, da diese bei Test durchgehend weit vorn lagen und mir auch so sympathisch waren. Beide Firmen kannte ich von anderen Produkten, die seit Jahren zuverlässig in meinem Haushalt laufen. Also schaute ich mich nach einem günstigen Gerät der mittleren Ausstattungsklasse um. Farbdisplay und AB müssen nicht sein, da ich zum einen kein Spielzeug, sondern ein Telefon möchte und zum Zweiten von meinem Netzbetreiber eine kostenlose Voicebox zur Verfügung habe. Letzten Endes entschied ich mich nach meiner Recherche für das Philips DECT 511, das sowohl bei Connect als auch von der Stiftung Warentest gelobt wurde. So erstand ich das gute Stück im örtlichen Quelle Technikcenter, wo das Gerät für 49,99 Euro im Angebot war, was sogar billiger ist, als alle Internetangebote, die ich gefunden habe. Im Schnitt wird zwischen 55,- und 65,- Euro für dieses Modell verlangt, was ein angemessener Preis ist.


AUSSTATTUNG

Das Philips DECT 511 hat alles an Bord, was man für den täglichen Telefonkomfort benötigt. So gibt es natürlich eine Freisprechfunktion am Mobilteil, ein sehr gutes grafisches Display (welches zwar monochrom ist, aber dafür sehr gut zu lesen - dank orangenfarbener Beleuchtung auch im Dunkeln), SMS, sämtliche Komfort-Netzfunktionen wie CLIP, CLIR, Rufumleitung, Anklopfen, Halten, Makeln usw. und polyphone Klingeltöne, die in drei Gruppen den Anrufern aus dem Telefonbuch zugeordnet werden können. Das Telefonbuch ist leider eines der Mankos des Geräts. Es umfasst nur 65 Nummern, wobei diese nicht Kombinierbar sind, d.h. es können nicht unter einem Namen mehrere Nummern (z.B. Festnetz und Handy o.ä.) gespeichert werden, sondern jede benötigt einen eigenen Eintrag. Komischerweise sind die Liste der zuletzt gewählten Nummern und die Liste der verpassten Anrufe mit jeweils 40 Nummern überdurchschnittlich groß, daher ist es unverständlich, dass das Telefonbuch nur wenig mehr Nummern fasst. Im normalen Hausgebrauch dürften die 65 Speicherplätze ausreichen, nur für eine Nutzung als Firmentelefon sind das sicher zu wenige. Dafür ist aber die Zeichenlänge der Namen mit 16 Stellen ausreichend und viel besser, als bei vielen vergleichbaren Modellen, wo oft noch 8 oder 10 Stellen üblich sind und dann Abkürzungs-Kuddelmuddel an der Tagesordnung ist. Mit den 16 Stellen lässt sich im Regelfall auch ein Anhängsel wie "Mobil" oder "Firma" nach dem Namen noch speichern und das Telefonbuch somit übersichtlich und einfach halten.


INSTALLATION

Das Gerät kommt in einem ziemlich großen Karton. Dieser ist recht umweltfreundlich gehalten, da sich die einzelnen Teile gut trennen lassen. Philips verzichtet auf Styropor und verpackt die Einzelteile in eine Kunststoffform, die sich über die gelbe Tonne bzw. den gelben Sack entsorgen lässt.
Die einzelnen Komponenten sind schnell ausgepackt und zusammengebaut. Zu meiner großen Freude verwendet auch Philips in diesem Telefon Standard-Akkus und nicht, wie früher Spezialakkus. So kann man diese einfach gegen handelsübliche Akkus austauschen sobald die Leistung nachlassen sollte. Es handelt sich bei ihnen um die weit verbreiteten Nickel-Metallhydrid-Akkus, wie sie in Schnurlosen zur Zeit noch üblich sind, LiIon-Akkus findet man zur Zeit noch recht selten. Dank des großen Aufdrucks auf der Vorderseite der Bedienungsanleitung wird man sofort darauf hingewiesen, die Akkus vor der ersten Benutzung 24h zu laden, was nicht leicht fällt, denn am liebsten möchte man sofort anfangen, das Telefon einzurichten. So muß man sich damit begnügen, es aufzustellen und anzuschließen. Ist die Wartezeit vorbei, kann es an die Einrichtung gehen, die dank des einfachen und übersichtlichen Menüs und der guten Bedienungsanleitung gut von Statten geht.


BEDIENUNG

Die Bedienung funktioniert über das normale Zahlenfeld, das große, gut erreichbare und angenehm zu drückende Tasten hat sowie drei Funktionstasten für SMS, Lautsprecher und Internruf, die Annahmetaste, eine Korrektur-Taste sowie die so genannte "Pilottaste". Diese befindet sich an der linken Seite des Geräts und ist das Hauptnavigationsmittel in den Menüs. Dieses Bedienungskonzept ist zwar auf den ersten Blick etwas eigentümlich, erweist sich in der Praxis aber als sehr komfortabel und praktisch. Besonders diejenigen, die früher ein Sony-Handy mit dem sog. "JogDial" hatten, werden sich freuen, da das Funktionsprinzip der Pilottaste identisch ist und wahrscheinlich nur aus Lizenzrechtlichen Gründen ein anderen Name gewählt wurde. Da ich eben einer dieser früheren Sony-Besitzer bin und den JogDial schon immer mochte, gab es für mich keinerlei Probleme bei der Umstellung. Die Taste kann nach oben und nach unten bewegt sowie gedrückt werden. Beim Drücken gelangt man ins Hauptmenü, das karusellartig aufgebaut ist, d.h. die Menüpunkte sind nicht untereinander sondern nebeneinander angeordnet und man scrollt horizontal hindurch. Jeder Menüpunkt hat ein eigenes Symbol, das auch in der Bedienungsanleitung wiederzufinden ist, so dass man sich auch dort schnell zurecht findet ohne jedes mal im Inhaltsverzeichnis suchen zu müssen. Die Untermenüs sind klar strukturiert und logisch aufgebaut. Jede Funktion findet sich dort, wo man sie auch instinktiv - ohne in die Anleitung zu schauen - vermuten würde. Die Tasten reagieren angenehm leicht, aber nicht zu leicht, so dass es nicht zu ungewollten Fehleingaben kommen kann.


DESIGN

Das DECT 511 ist angenehm klein und handlich und somit auch leicht. Dabei sind jedoch weder die Tasten noch das Display zu klein geraten, sondern eher sogar größer als bei der Konkurrenz. Das Design im hellen Grau mit Silbernen Elementen an der Vorderseite und den Tasten wirkt hochwertig aber nicht protzig. Die Verarbeitung ist gut, wenn auch die Spalten zwischen den grauen und silbernen Teilen nicht immer hundertprozentig gleich sind, aber dies ist kein wirklicher Mängel. Die Oberfläche der Tasten fühlt sich angenehm an und die Zahlen und Beschriftungen sind gut zu lesen. Die angenehme Displaybeleuchtung in Orange hilft bei der Navigation sehr. Leider sind die Tasten jedoch nicht beleuchtet. Die Menübeschriftung ist ebenfalls gut lesbar - auch bei Gegenlicht.


PRAXIS

Hat man das Gerät nach seinen Wünschen eingerichtet, d.h. die Nummern gespeichert und den einzelnen Gruppen zugeordnet, kann der Spaß losgehen. Und es macht Spaß, mit dem 511 zu telefonieren. Die Bedienung ist einfach und logisch. Dank der Pilottaste ist man mit einem Klick im Telefonbuch und mit der Suchfunktion über die Anfangsbuchstaben der Namen hat man innerhalb von Sekunden den passenden Eintrag. Im Gespräch ist die Ton-Qualität gut, wenn auch manchmal etwas rauschig, was aber DECT-typisch ist. Dies hängt davon ab, wie die Umgebung beschaffen ist und wie weit man von der Basis entfernt ist. Dabei belibt das Gegenüber jedoch jederzeit klar und deutlich verständlich und auch man selbst ist gut zu verstehen, wie mir meine Gesprächspartner auf Nachfrage bestätigt haben. Die Freisprechfunktion ist auch gut gelungen, man bleibt gut zu verstehen und kann auch bei voller Lautstärke alles gut hören, nichts knarzt oder überschlägt sich. Die Lautstärke kann man übrigens während des Gesprächs über die Pilottaste schnell den Bedürfnissen anpassen - ein Klick nach oben stellt lauter, einer nach unten leiser. Auch die Klingeltöne sind angenehm und klingen gut. Unter ihnen gibt es zwar nur zwei "richtige" Klingeln, ansonsten stehen ca 10 polyphone Melodien zur Auswahl, die allesamt gut klingen und für jeden Geschmack etwas bieten von der Klassik (Bach, Pachelbel) bis zum Modernen. Außerdem kann man über eine spezielle Nummer bis zu drei zusätzliche Klingeltöne auf das Gerät laden. Diese werden per SMS zugestellt. Leider ist die Nummer dafür ziemlich teuer (0190), aber da die Mitgelieferten Töne gut klingen, macht das nichts.
Der Akku hält lange durch. Ich habe das Gerät vorigen Dienstag gekauft, dann bis Mittwoch aufgeladen und es funktioniert heute (also nach acht Tagen) immer noch, obwohl schon einige Dauergespräche von über einer Stunde getätigt wurden.


FAZIT

Das DECT 511 ist für alle zu empfehlen, die mehr als nur ein Billig-Schnurloses wollen, aber keine "Wuchtbrumme" mit Farbdisplay und Funktionsoverkill benötigen. Es ist zuverlässig und komfortabel zu bedienen, sieht gut aus und sticht sich dank des einzigartigen Bedienkonzepts aus dem Siemens- und T-Com-Einerlei hervor.
Bilder von Philips DECT 511 DUO
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Philips DECT 511
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
daisylein71

daisylein71

17.08.2005 19:06

hört sich gut an, aber ich bin so festgefahren mit siemens gigaset :-)

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Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 2798 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

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  1. MP7060AA

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