Die Zukunft der DVD
7. Jan 2002
Pro:
endlich auf DVD aufnehmen, wiederbeschreibbar
Kontra:
bisher kein offizielles DVD - Format, fehlende Digitaleingänge
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität:
Klang:
Bedienung:
Ausstattung:
Zuverlässigkeit:
mehr
 Elchkopf
Über sich:
Mitglied seit:16.05.2001
Erfahrungsberichte:341
Vertrauende:201
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 234 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Geschichte der DVD ist ja eigentlich noch recht jung – und schon schickt sich dieses Medium an, neue Rekorde zu erzielen. Nachdem 2001 das bisher eindeutig erfolgreichste Jahr für die Digital Versatile Disc war, kommt nun das absolute Highlight: der DVD-Rekorder. Und fortan zieht das Argument jener - welche sich keinen DVD-Player kaufen wollten, weil man damit ja nicht aufnehmen könne – nicht mehr. Philips hat im Sommer 2001, pünktlich zur IFA, den DVD-Rekorder „DVDR-1000“ vorgestellt. Mittlerweile sieht man ihn fast überall stehen, zum stolzen Preis von € 1993.53. Das scheint auf den ersten Blick recht teuer, doch schauen wir uns heute einfach mal an, was dieses Gerät alles zu bieten hat.
---------------- Technische Daten ---------------- Neben der wohl wichtigsten, der Aufnahmefunktion, bietet der DVDR-100 natürlich auch die des Abspielens. Zwischen beiden muß zwangsläufig unterschieden werden, was ich hiermit auch tun möchte:
• Wiedergabemodus Der Philips gibt selbstverständlich DVD-Video wieder. Nicht integriert ist eine SACD- und DVD-Audio-Wiedergabe. Zumindest letzteres lässt einen zunächst enttäuscht dreinblicken, zahlt man doch mit fast 2000 € einen recht hohen Preis. Von der technischen Seite gesehen ist die Realisierung von Abspielen DVD-Video/Aufnahme DVD-Video/Abspielen DVD-Audio zur Zeit eine schier unlösbare Aufgabe. Dann wären nämlich 3 hochwertige, unterschiedliche Laser notwendig, was den Preis in schwindelerregende Höhen treiben dürfte. Wiedergegeben werden können jedoch CD, CD-R und CD-RW. Nicht zu vergessen sind jedoch auch die Formate Super-Video-CD und die einfache Form Video-CD. Hinsichtlich der vorhandenen DVD-Formate sind DVD-R, DVD-RW und DVD+RW abspielbar. Bei DVD-Video sollte man jedoch beachten, dass nur DVDs mit dem Ländercode 2 wiedergegeben werden können. NTSC ist nicht möglich.
Bei den Tonformaten
gibt es auch keinen Grund zum Klagen: Dolby Digital 2.0 und 5.1 sind Pflicht, ein Ausgang für DTS ist vorhanden und MPEG-2 ist – wenn auch nicht mehr üblich - möglich. Übrigens besitzt das Gerät einen integrierten Dolby Digital 2.0-Decoder. Allerdings sollte man deswegen nicht in Jubelstimmung verfallen, denn das bieten schon die billigsten Surround-Receiver für ca.100 €. Ansonsten werden - abspieltechnisch gesehen – natürlich alle Funktionen geboten, welche ein DVD-Player der Oberklasse beherrschen sollte. Standbild, Vor- und Rücklauf, Menü-Taste, Untertitel einstellbar, Stop, Play usw.
Die Bild- und Tonqualität des DVDR-1000 ist einfach hervorragend. Er liefert beim Abspielen einer herkömmlichen DVD-Video die Qualität eines DVD-Players in der Preisklasse ab 750 €. Und das ist schließlich auch das Mindeste, was man angesichts des schon öfters genannten Preises erwarten darf. In diesem Bereich gibt der Philips also wirklich alles und gibt keinen Anlaß zur Klage. • Aufnahmemodus
Der Philips nimmt auf DVD+RW auf. Das heißt, eine DVD+RW kann bis zu 1000mal beschrieben und wieder gelöscht werden, ohne das auch nur der geringste Qualitätsverlust eintritt. Versucht das mal mit einer Videokassette ! Es ist zwar das zur Zeit einzigste DVD-Format welches er unterstützt, aber er ist schon vorbereitet auf DVD+R. Das ist aber auch schon fast das einzig wirklich neue – die Aufnahme auf eine DVD. Ansonsten unterscheidet sich der DVDR-1000 nur unwesentlich von einem Videorekorder. So bietet er Standard-Features wie Showview-Programmierung, hat einen eigenen Tuner eingebaut, die Sender können auf einzelnen Programmplätzen gespeichert werden, er bietet ein Zählwerk, beispielsweise um die Restlaufzeit anzuzeigen etc. Was man sich jedoch wünscht und bei Festplatten-Videorekordern schon möglich ist, nämlich Wiedergabe während der Aufnahme, sucht man beim Philips zur Zeit noch vergebens. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis auch das möglich sein wird.
Ferner können natürlich auch zeitgesteuerte Aufnahmen getätigt werden. 6 Sendungen lassen sich vorprogrammieren, was eigentlich ausreichend sein dürfte (von Einzelfällen mal abgesehen). Neu und das ist nicht zu verachten ist, das man eine programmierbare Abschaltung nach Sofortaufnahme veranlassen kann. Ganz toll, und beinahe vergessen hätte ich jedoch die Funktion „Einstellung der Bildqualität“: Auf eine DVD+RW passen in DVD-Qualität ca. 60 Minuten Film. Wahrscheinlich wird jetzt jeder grübeln und zu dem Ergebnis kommen, dass es so einen kurzen Film nicht gibt. Also eignet sich die DVD+RW nur für Serien ? Und auch nur für 2 Folgen ? Und das für etwa € 22 pro Rohling ? Langsam. Durch o.g. Funktion kann man die Bildqualität langsam herunterschrauben. So ist auf Stufe 2 eine Aufnahmezeit von 2 Stunden möglich, was für die meisten Movies schon ausreichend sein dürfte. Setzt man die Qualität auf die 3.Stufe, dann sind wie bei einer VHS-Kassette schon 240 Minuten (4 Stunden) Aufnahme möglich. Zwar in nur noch unwesentlich besserer Qualität als mit einem Videorekorder aufgenommen, aber immerhin digital auf DVD. Das heißt: keine Qualitätsverluste auch nach häufigem Abspielen – aber das hatten wir ja schon mal. Der Ton kann übrigens auch separat ausgesteuert werden…Musik-Fans werden diese Funktion von ihrer Anlage her kennen (Beispiel: Kassettendeck).
Vielleicht müsste ich es schon unter meinen nächsten Punkt „Allgemein“ fassen, aber ich werde die Anzahl der Ein- und Ausgänge des Philips DVDR-1000 noch schnell an dieser Stelle erläutern, da diese ja nicht unwesentlich zum Gelingen einer Aufnahme beitragen. Es sind 2 RGB-Scartanschlüße vorhanden – alles andere wäre auch gegen jede Erwartung gewesen. Ferner sind zwei SVHS-Eingänge und 1 SVHS-Ausgang an der hinteren Gehäusewand integriert. 2 Video/Audio-Cinch-Ein- und jeweils 1 Video/Audio-Cinch-Ausgang runden das Bild ab. Fast, denn 1 optischer und 1 koaxialer Digitalausgang sind dem Philips ebenfalls mit auf den Weg gegeben worden. Und für Hobbyfilmer mit DV-Camcorder gibt es einen DV-in (Camcorder-Eingang). • Allgemein
Der Philips besticht durch eine sehr einfache Bedienung und eine schicke Fernbedienung. Jedoch ist dieses Argument sicherlich immer rein subjektiv zu sehen. Eine ganz tolle Sache ist, dass alle benötigten Kabel im Lieferumfang enthalten sind, und die Firma Philips sogar eine leere DVD+RW spendiert. Das ist nicht selbstverständlich, denn immerhin kosten diese Rohlinge auf dem freien Markt zur Zeit ca. 22 € / Stück. Wer sich das Gerät zulegen möchte und sich fragt, ob es denn überhaupt in den heimischen Fernsehschrank passt, für den habe ich jetzt auch noch die Abmessungen parat: der DVDR-1000 ist 43.5 cm breit, 11.0 cm hoch und 33.0 cm tief. Nichts außergewöhnliches also, nur die Höhe sticht ein wenig hervor. Wer noch nicht das Glück, die Zeit oder die Chance hatte, einen Blick auf das Schmuckstück zu werfen, dem sei an dieser Stelle gesagt: der Philips DVD-Rekorder ist ganz in Silber gehalten und gibt wirklich eine Menge her. Seit dem 01.01.2002 gibt es auf das Gerät auch 24 Monate Garantie, vorher waren es lediglich 12. Und zu guter letzt möchte ich noch schnell auf den Stromverbrauch eingehen, welcher bei 2.9 W im ausgeschalteten, 5 W im Standby und 19 W im laufenden Zustand beträgt.
------ Kritik ------ Bei aller Begeisterung meinerseits für das hier vorgestellte Produkt weist es doch einige Mängel auf. Mängel, die sich weniger auf das Funktionieren des Gerätes beziehen, sondern vielmehr auf das Nichtvorhandensein von wünschenswerten Features hinzielen. Da wären:
Zwar kann man mit dem DVDR-1000 auch DVDs kopieren (Sicherheitskopien !), aber dabei lässt sich aufgrund des fehlenden Digitaleingangs der Dolby Digital 5.1-Ton nicht übernehmen. Sehr ärgerlich. In diesem Zusammenhang ist das Fehlen eines Firewire-Ein/Ausgangs natürlich auch nicht gerade das, was man sich vom ersten Rekorder für DVDs gewünscht hatte. Die aufgenommenen DVDs sind nicht zu allen Playern kompatibel – dennoch jedoch zu den Meisten. Ich möchte jetzt nicht auf den DVD-Formatstreit der Industrie eingehen, nur kurz ein paar Anmerkungen: es ist so, dass es mehrere DVD-Formate gibt. Philips unterstützt DVD+RW, andere Firmen wie Panasonic dagegen die DVD-R. Eine eindeutige Entscheidung, welche Technik sich durchsetzen wird, ist noch nicht abzusehen. Da Philips jedoch von Firmen wie Thomson, Yamaha oder Sony unterstützt wird, sieht es recht positiv aus, dass man mit dem DVDR-1000 keine falsche Investition tätigt.
----- Fazit ----- Zugegeben: vielleicht ist es noch etwas früh, sich den DVDR-1000 zuzulegen.Wer trotzdem nicht warten möchte und das nötige Kleingeld hat, der kann bedenkenlos zugreifen. Auch wenn das Philips-Gerät nur die erste Generation der DVD-Aufnahmegeräte repräsentiert – dafür macht es seine Sache richtig gut.
Mit dem Philips DVD-Rekorder setzt sich das Sterben der guten, alten VHS-Kassette weiter fort - und das ist auch gut so. Weitere Informationen erhaltet Ihr auch unter www.philips.de Tschüss, Elchkopf
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13.12.2003 13:06
guter Bericht. Kann man auf DVD RW nicht auch öfters aufnehmen? sind ja wiederbespielbar was ist der Unterschied wenn ich z.b die D Box 2 habe und auf dem Computer aufzeichne, wo viele sagen man sieht Qualitätsunterschiede weil bei der Wandlung Digital auf Analog geht ja was verloren, deswegen soll man ja auch die D box 2 nicht mit Kabel verbinden zum Computer, sondern gleich neutrino auf Box und Nexus karte kaufen und aufnehmen und dann halt nachbearbeiten. auch möchte ich folgendes wissen. Mo, Di, Do, Fr z.b läuft eine Serie, die je Folge 49 Min. hat ich möchte da 4 Folgen auf einem 4,7 GB (4,38 eigentlich) aufnehmen, das sind 196 Min. Wie geht das? Von der Bedienung? Wie ist die Qualität bei 196 Min. z.b gegenüber VHS von D Box 2 von Phillips, und auch Gegensatz - Rekorder zu Computer, und Rekorder 100 zu den mit der 40 GB Platte? Ich möchte z.b am DVD REkorder einen film aufnehmen und ihn dann am Pc mit der Qualität besser bearbeiten, oder die Bitrate runterstellen, wie geht das? ich habe einen lg 4040 b brenner bald und habe eine DVD ram am DVD rekorder die man ja super bespielen kann, und möchte die DVD ram so am computer bearbeiten das die oben erhaltenen 40 Min. Dokumentation vom Discovery Channel z.b ich auf DVD Brennen kann, 4,7 gb, zur ewigen Archivierung, wie geht das? Ich habe ein TV Gerät, 16:9, 82 cm, 1 vhs gerät 1 DVd Player 1 D Box 2 von Phillips 3 Scart buchsen am TV Gerät und jetzt der DVD rekorder wie schließe ich das alles an Ich habe einen 16:9 TV von Sony mit Triniton Röhre 82 cm mit 3 Scarbuchsen 1 DVD Player Pioneer 1 D Box 2 von Phillips 1 VHS rekorder von Panasonic die möchte ich alle behalten jetzt kommt noch der DVD Rekorder dazu ich weiss noch nicht welcher die Berichte helfen mir sehr hier ich weiß nicht wie ich das ganze zusammnenschließen soll kann mir wer da helfen?
08.10.2003 18:01
So ein schickes teil will ich auch. LG Bianca
09.07.2003 21:06
Ich habe mir Ende 2002 meinen ersten DVD-Recorder gekauft. Einen PHILIPS DVDR-1000. Anfänglich war ich auch sehr zufrieden mit dem Ding. Soweit, sogut! Aber etwa nach 2 Monaten erschien mitten in der Aufnahme ein roter Balken auf den Bildschirm wo stand "DISK WARNUNG" und ein paar Minuten später ging es weiter mit "DISK ERROR"! Das Gerät stürzte ab, d.h alle Tasten waren ausser Betrieb und das Bild fror ein! Dann musste ich den DVDR 1000 am Netzschalter abstellen und als ich den DVD-Rohling wieder einlesen wollte, musste ich feststellen, dass der Rohling defekt war! PHILIPS hat mir das Gerät, bzhw. den Brennerteil dann auf Garantie ausgetauscht. Anfänglich funktionierte wieder alles gut, aber nach ca 1-2 Monaten fing das Spielchen wieder von vorne an! Die beiden Geräte haben mir gegen 30 DVD-Rohlinge verbraten! Geht ganz schön ins Geld!! Ich kann den Recorder leider nicht empfehlen, da ich auf dem Internet noch andere Leidensgenossen gestossen bin, die mit diesem Recorder genau dieselben Probleme hatten.