Philips DVDR 1000

Erfahrungsbericht über

Philips DVDR 1000

Gesamtbewertung (12): Gesamtbewertung Philips DVDR 1000

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Betrifft Modell "DVDR 880"!

5 10. Sep 2002

Pro:
Qualität, Digitaltechnik, Bedienung

Kontra:
Preis immer noch etwas hoch

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Bildqualität:

Klang:

Bedienung:

Ausstattung:

Zuverlässigkeit:

mehr


LudwigHagen

Über sich:

Mitglied seit:10.09.2002

Erfahrungsberichte:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet


Testbericht zum Philips DVD-Video->Recorder "DVDR 880".

Nachdem ich mich jahrelang mit dem PC herumschlagen musste [im wörtlichen Sinne *g*] um Videos zu digitalisieren, habe ich mir nun kurzerhand einen richtigen DVD-Recorder zugelegt. Wegen des relativ günstigen Preises von ca. 900 E, diversen Kompatibilitätsvorteilen [DVD >> + << R/RW] und einigen anderen Gründen sollte es der Philips DVDR 880 sein [ http://www.philips.de ].

Das wichtigste zuerst: Die Bildqualität - und auch der Ton - sind HERVORRAGEND!! Bei der Aufnahme ebenso wie bei der Wiedergabe.
Die Bedienung gefällt mir sehr gut, jede wichtige Funktion ist schnell und intuitiv durchführbar. Über die Taste "T / C" werden alle relevanten Optionen eingeblendet und können via Cursor angewählt werden - einige Funktionen sind auch über das SYSTEM-MENU zugänglich. Das Design finde ich besonders edel, die Verarbeitung anstandslos, die Fernbedienung ist leicht und optimal aufgeteilt. Mit den Skiptasten beispielsweise wird wie gewohnt zum nächsten bzw. vorherigen Kapitel gezappt, bei mehrfacher Betätigung entsprechend mehrere Kapitel. Hält man die Tasten länger gedrückt, wird der 4fache Suchlauf aktiviert, bei nochmaligem Drücken der 32fache Scan [weitere Geschwindigkeiten über das Screen-Menü]. Die Wiedergabeposition der zuletzt eingelegten DVDs [wieviele weiss ich nicht] wird gespeichert - man kann also an der zuletzt gesehenen Stelle fortfahren und somit Vorspann, Menü, Studiologos etc. überspringen. Das Gerät funktioniert einwandfrei und tut alles was es tun soll - ich konnte [auch jetzt nach einigen Wochen] noch keinerlei Fehlfunktionen oder erwähnenswerte Schwächen feststellen. Der Player hat bis jetzt fast alles fehlerfrei geladen und abgespielt, was ich ihm vorgesetzt habe: DVD, Audio-CD, MP3-CD, VCD und S-VCD. Diverse Marken, auch 700er, auch RWs. VCDs und SVCDs sollten standardkonform sein - bei z. B. SVCD sollte die Gesamtrate nicht über 2600 kbs liegen, VBR und beliebige Audiorate geht klar. Allerdings werde ich von [S]VCD ab sofort ohnehin keinen Gebrauch mehr machen *g*. Die Aufnahmen des Recorders sind mit quasi allen Softplayern bzw. DVD-ROMs, und den meisten Standalones kompatibel. Es ist erst einmal vorgekommen dass ich eine Aufnahme nicht am PC lesen konnte, nach einer weiteren Aufnahme & Index-Änderung war dies allerdings behoben. Beim Abspielen am PC fallen besonders bei dunklen Bildsequenzen leichte Helligkeitsschwankungen auf, die sich jedoch am TV-Bildschirm nicht auch nur im entferntesten bemerkbar machen, und wenn man sich noch so anstrengt ;-)!

Die Handhabung entspricht tatsächlich der eines herkömmlichen VHS-Recorders, mit einem hauptsächlichen Unterschied: Es gibt zwei Haupt-Modi, TV und Disc, zwischen denen mit der Taste "Monitor" gewechselt wird. Die Aufnahme startet sofort [2 Sekunden] nach dem Drücken von RECORD [oder über Timer-Programmierung], wobei die Monitor-Ausgabe natürlich nicht beeinträchtigt wird. Die Aufnahme kann jederzeit durch PAUSE unterbrochen werden, etwa um Werbung zu umgehen. Bei laufender Aufnahme wird alle 5 bis 6 Minuten ein Index gesetzt [sofern in den Optionen aktiviert], also ein neues Kapitel begonnen, damit die DVD beim Abspielen komfortabel durchsucht werden kann. Man kann Kapitelmarkierungen mit der Taste EDIT während der Wiedergabe setzen und löschen. Auch lassen sich Kapitel verbergen, etwa um aufgenommene Werbung auszublenden und beim Abspielen zu überspringen. Löschen lassen sich einzelne Kapitel allerdings nicht, nur der ganze jeweilige Titel. Nach dem Beenden einer Aufnahme durch STOP wird das Menü aktualisiert, was jedoch nur 10 Sekunden dauert - während dieser Zeit wird das TV-Bild eingefroren. Handelt es sich um die erste Aufnahme auf einem leeren Rohling, wird das Menü naturgemäss komplett neu angelegt - dies dauert knapp eine Minute. Das "Löschen" einer kompletten Disc dauert übrigens 10 Sekunden, das Löschen einzelner Titel geht noch schneller. Nach erfolgter Aufnahme wird das Titelmenü der DVD angezeigt. Man kann nun mit MONITOR wieder zum TV wechseln, oder die Aufnahme ansehen, oder löschen et cetera.
Das Fortsetzen bzw. teilweise Überspielen bestehender Kapitel, etwa um einen Nachspann abzuschneiden, ist mit Assemble-Schnitt auch kein Problem [nur RW]: Einfach zur gewünschten Stelle spulen, PAUSE drücken, zum Tuner wechseln [mit MONITOR], und die Aufnahme mit RECORD starten. Die neue Aufnahme wird dann als Kapitel an die bestehende angefügt, wobei der Qualitätsmodus übernommen wird. Dabei ist zu beachten, dass ab dieser Stelle alle vorhandenen Informationen auf dem Rohling überschrieben werden, die auf den aktuellen Titel folgen - genau wie bei einem Bandrecorder. Sind also 5 Titel auf der Disc und man möchte den dritten fortsetzen, so werden 4 und 5 evtl. überschrieben. Mehrere Titel auf einer DVD können übrigens mit unterschiedlichen Qualitätsmodi aufgenommen werden, ganz nach Belieben.

Genau wie bei einer vorbespielten DVD wird ein übersichtliches und recht hübsch gestaltetes Menü [in Blautönen] angelegt, hier in Form von untereinander aufgereihten Vorschaubildern. Dieses Disc-Menü ist natürlich auch auf anderen Playern bzw. am PC zu sehen und bedienbar. Die Thumbnails können während der Wiedergabe des fraglichen Titels frei gewählt werden [Taste "Edit" während der Wiedergabe, dann PAUSE]. Jeweils neben der Vorschau stehen Infos wie Sender, Datum, Uhrzeit und Spieldauer; auch ein Name lässt sich eintragen ["Sendung sowieso"...]. Ganz rechts daneben wird die Belegung der gesamten Disc in Form eines senkrechten Balkens grafisch dargestellt. Der verbleibende, freie Speicherplatz wird am Ende des Menüs als Platzhalter in Form eines leeren Vorschaubildes mit Angabe der Restlaufzeit dargestellt. Soll eine neue Aufnahme am Ende der Disc, also nach allen vorangegangenen Aufnahmen erfolgen, dann muss der Cursor auf diesem letzten Titel stehen. Die Zeitanzeige läuft während der Aufnahme stets rückwärts, was schon allein wegen der verschiedenen, möglichen Laufzeiten eine gute Lösung ist. Wenn die Restlaufzeit nach der letzten Sekunde auf "--:--:--" springt, sollte man die Aufnahme nach ein paar Sekunden manuell stoppen. Ansonsten schaltet sich der Recorder automatisch ab [was aber auch ganz praktisch sein kann].
Jeder aufgelistete Titel kann nach Belieben gelöscht werden, der frei gewordene Speicherplatz steht dann wieder zur Verfügung. Eine neue Aufnahme ersetzt den jeweiligen Titel, auf dem sich der Cursor im Menü befindet. Je nach Aufnahmedauer werden die nachfolgenden Titel überschrieben, genau wie beim Assemble-Schnitt oder einem herkömmlichen Bandrecorder. Es gibt auch die Funktion "Save Rec", wodurch neue Aufnahmen stets nach der letzten Aufnahme angehängt werden, unabhängig von der Cursor-Platzierung. Dazu RECORD nicht nur kurz drücken, sondern ein paar Sekunden gedrückt halten. Alternativ lässt sich die Disc auch mit einem Überschreibschutz versehen.

Es gibt 4 1/2 Aufnahme-Modi, wobei ich die von Philips angeführten Vergleiche absolut bestätigen kann. Für den Normalgebrauch kommen vor allem SP [2 h] und LP [3 h] in Frage. Je besser der Empfang bzw. je hochwertiger das Quellsignal, desto sinnvoller kann der MPEG-Chip die zugeteilte Bitrate verwenden - ein möglichst guter Empfang von Kabel / Antenne / Sat, und hochwertige Steckverbindungen, sollten also tunlichst angestrebt werden ;-) Die Auflösung des TV-Bildes hierzulande liegt bei 768 x 576, ist also fast mit DVD identisch. VHS-Recorder retten davon vielleicht, sagen wir, bestenfalls 30 % auf Band, S-VHS-Recorder vielleicht 45 %. Im 2-Stunden-Modus reduziert der DVD-Recorder diese Kluft auf ungefähr 90 %, das macht sich dann doch bemerkbar! Als Tonspur wird bei allen Modi AC3 Dolby Digital 2.0 verwendet, bei SP/ LP/ EP mit 256 kbs.

1 - "HQ", "High Quality": Eine Stunde [+ ca. 3 Minuten] Kapazität pro DVD+RW. Braucht kein Mensch, da mindestens 99 % wie Tuner bzw. Quellmaterial!! Als Ausgangsmaterial für [S]VCDs aber vielleicht ganz praktisch. Fast volle Ausnutzung der maximal zulässigen Bitrate von bis zu 9,72 kbps, Audio 384 kbs.

2 - "SP", "Standard Play": Zwei Stunden Kapazität pro DVD+RW, "vorbespielte DVD+Qualität". "Ja ja schon klar" dachte ich mir als ich diesen Vergleich im Manual las *g*, aber es stimmt tatsächlich - die Qualität haut mich glatt vom Hocker!! Man muss schon genau hinsehen um Komprimierungsartefakte zu erkennen, das Bild ist tadellos, und hebt sich deutlich von S-VHS ab! Auflösung: 720 x 576, bei bis zu ca. 5,07 kbps.

3 - "SP+" - irgendwo zwischen SP und LP, Aufnahmedauer 150 Minuten. Auflösung: 720 x 576, bei bis zu ca. 4,06 kbps.

4 - "LP", "Long Play": Drei Stunden Kapazität pro DVD+RW, "S-VHS-Bildqualität". Die Auflösung beträgt 360 x 576 statt der normalen 720 x 576, bei maximal ca. 3,38 kbps. Auch zur "Rettung" von [S]VHS-Kassetten usw. meist die richtige Wahl.

5 - "EP", "Extended Play": Vier Stunden pro DVD+RW, "besser als VHS-Bildqualität" - immer noch ganz gut zu gebrauchen. Die Auflösung beträgt 360 x 576 statt der normalen 720 x 576, bei für MPEG-II etwas spärlichen 2,54 kbps maximal. In etwa vergleichbar mit SVCD.

>> WICHTIG: Da der Recorder intern voll digital arbeitet, ergibt sich eine interessante Eigenheit: Nämlich WYSIWYG *g*. Was auf dem Bildschirm ausgeben wird [Taste MONITOR] ist die Preview-Anzeige, da jedes Eingangsmaterial [Tuner, VCR] in ECHTZEIT digitalisiert, durch den MPEG-Encoder gejagt, und bei einer Aufnahme auch noch gleichzeitig gebrannt wird. Es wird haargenau Pixel für Pixel das aufgenommen, was man gerade auf dem Bildschirm sieht! Es empfiehlt sich dadurch allerdings auch, beim reinen Fernsehen für eine optimale Ausgabe auf HQ oder SP zu schalten, selbst wenn man keine Aufnahme beabsichtigt ;-)

Die Aufnahme von Band funktioniert einwandfrei - überflüssig zu erwähnen dass dropped frames, Nachkomprimierung der Tonspur, Probleme mit dem Overlay oder der Auflösung, Versatzfehler und ähnliche PC-Sperenzchen der Vergangenheit angehören! Als Eingang sollte man entweder Scart oder S-VHS [Front, Hosiden & Cinch] wählen. Nicht beides gleichzeitig einstöpseln, sonst kann der Ton hinterherlaufen. Je nach Kopierschutz können Kaufkassetten und vorbespielte DVDs ebenfalls kopiert werden, DVDs in der Regel jedoch nicht. Ich konnte alle mir vorliegenden Kaufkassetten über den Hosiden-Eingang [S-VHS/Cam] kopieren, bei DVDs fällt das Ergebnis gemischt aus.

Um bei erstmaliger Installation den Sendersuchlauf zu starten, sollte das Gerät [zur Kontrolle des Menüs] via S-VHS-Hosidenstecker mit dem TV verbunden werden. Und vor allem muss natürlich der Antennenstecker in den DVD+Recorder *g*. Falls man den Bildschirm nämlich via SCART anschliesst, versucht das Teil unter Umständen beharrlich, die Sender mit "Follow TV" bzw. "Easy Link" vom TV zu laden, auch wenn der Fernseher dies nicht unterstützt. Also ggf. das Scartkabel ganz abziehen. Nachdem der sehr zuverlässige Sendersuchlauf [ich musste keinen Sender nachjustieren] abgeschlossen wurde, kann man natürlich wieder das Scart-Kabel verwenden, das bringt für gewöhnlich die beste Qualität. Dessen Ausgabesignal stellt man im Menü vorzugsweise auf RGB. Ich musste bei der Ausgabe über Scart ein paar Fehler feststellen, vor allem eine störende diagonale Rasterung bestimmter Kanten und Flächen. Das muss ich aber vermutlich meinem Fernseher anlasten *g*, denn bei der Ausgabe über S-VHS- Hosidenkabel tritt diese Störung nicht auf, und das Bild ist in jeder Hinsicht absolut makellos!! Also im Zweifelsfall geht probieren wie immer über studieren ;-)

Im Gegensatz zu den bei [ http://www.dvdplusrw.org/video/overview_video.html ] genannten Details lässt sich die Schublade übrigens durchaus per Fernbedienung öffnen und schliessen - einfach STOP gedrückt halten. Auch die Umschaltung des Aufnahme-Modus ist natürlich über die Fernbedienung möglich.

Bedingt durch die Präzisionstechnik sollte man sowohl dem Player als auch den Medien eine höhere Sorgfalt angedeihen lassen als einem Bandrekorder. Ich bekam zwar bislang noch niemals [!] ein "Disk Fehler" zu sehen, aber noch mehr als von CD-Brennern gewohnt, müssen die Rohlinge pfleglich behandelt und vor allen Dingen sehr sauber gehalten werden - besonders wenn man beabsichtigt die eine oder andere DVD-RW mehrmals zu beschreiben. Falls doch mal eine Disc abgestaubt werden muss, besonders gut eignen sich dafür diese kleinen Tücher aus Mikrofaser, wie sie zum Brillenputzen [unbenutzt!] verwendet werden. Einfach anhauchen, keine Reinigungsmittel verwenden. Der Player selbst braucht einen stabilen Stand, genug Luft, und darf während der Aufnahme natürlich nicht derangiert werden *g*. Wohl nicht ohne Grund wurden dem Gerät die rutschfestesten Saugfüsse verpasst, die ich jemals gesehen habe... Noch ein Wort zur Aufnahme: Um Fehlermeldungen oder Probleme mit anderen Hardware-Playern zu vermeiden, sollten die einzelnen Aufnahmen nicht zu kurz werden - einige Minuten sind das Minimum.

Nebenbei gesagt sind die Medien längst nicht mehr so kostspielig wie viele vielleicht noch glauben. Beispielsweise bekommt man die besonders hochwertigen DVD+RWs von Verbatim [ sehr sauber und langlebig, http://de.verbatim-europe.com/productinfo/optical/dvd_rw.shtml ] bei http://www.cdrohlinge.de/ schon ab 7,06 E [Stand August 2002]. Damit sind sie nicht teurer als z. B. S-VHS-Bänder. DVD-Rs habe ich zeitweise schon für 2 Euro gesehen.
In näherer Zukunft werden die "+"-Medien im Vergleich zu den heute teilweise billigeren Minus-Medien mit grosser Wahrscheinlichkeit noch stärker im Preis fallen, was auch für "+"-PC-Brenner gilt.

FAZIT: Die Umsetzung der äusserst komplizierten Technik wurde beeindruckend gelöst, die Güte der Echtzeit-Encodierung übertrifft meine Erwartungen deutlich. Die Handhabung ist mir bereits nach wenigen Tagen voll in Fleisch und Blut übergegangen, und weitaus eingängiger als bei manch anderem Player. Was ich schon seit einigen Jahren des öfteren in Angriff nehmen wollte ist mir nun endlich gelungen: Die Verschrottung meiner antiken Kassettenberge ;-) Weiterer Vorteil: Man braucht nur noch EIN Gerät für alles - DVD-Player und VCR können ausgemustert werden. Ein Teil weniger das einstaubt, kaputt gehen kann oder Platz wegnimmt *g*.
Trotz einiger Verbesserungsmöglichkeiten vergebe ich diesem DVD-Videorecorder noch die Note SEHR GUT. Und wegen der quasi nagelneuen und trotzdem beinahe ausgereiften Technik ist das Preis-Leistungsverhältnis noch recht gut! Man bedenke dass das Gerät mehr Komponenten enthält als ein reiner PC-DVD+Brenner - den sauteuren MPEG-II- Chipsatz und den Tuner zum Beispiel.
Ein häufiges Argument dagegen, jetzt einen DVD-Recorder zu kaufen, ist die Aussicht auf kommende Formate wie 50-GB-DVD, Blue Ray Disc, 1,2 Terabyte-Holographic-Disc undsoweiter. Aber es wird immer der Fall sein dass sich neue Medien in der Entwicklung befinden, würde man sich danach richten dürfte man überhaupt keine Hardware mehr kaufen ;-)! Zudem wird es wiederum mindestens 5 bis 8 Jahre dauern, bis entsprechende Recorder auf den Markt kommen...
Etwas teurere Modelle wie DVDR990 und DVDR890 unterscheiden sich vom DVDR 880 neben dem Design in wenigen Punkten, etwa durch einen zusätzlichen Aufnahmemodus von 6 Stunden. Dessen Qualität dürfte aber noch schlechter sein als der 4-Stunden-Modus, da bei gleicher Auflösung wie bei LP und EP [360 x 576] eine noch geringere Bitrate von nur 1,7 Mbits/sec verwendet wird. Ein oder zwei Modelle wie z. B. der DVDR 1000 [1800 Euro!] verfügen über zusätzliche Funktionen zur Bildoptimierung wie Progressive Scan und einen Bildpuffer von ca. 5 Minuten zur besseren VBR-Berechnung, soweit mir bekannt. Dazu kommen noch erweiterte Editier-Funktionen. Ein oder zwei Modelle verfügen zusätzlich über eine Firewire-Schnittstelle für Camcorder-Aufnahmen.

Nur am Rande, noch ein Wort zur Verträglichkeit der Aufnahmen in anderen "Stehalleins". Ich bekam ein paarmal zu hören, dass normale DVD-Player kein "SP" usw. verstehen. Aber es gibt überhaupt kein "Standard Play" oder "Long Play" oder was auch immer - das sind nur Schubladen damit man sich etwas unter den Qualitätsstufen vorstellen kann. Philips hat sich einfach angeguckt, wieviel man nach Abzug der Indexbereiche an Bitrate abzweigen kann. Wenn für zwei Stunden 4,7 GB Platz verwendet werden können, ergibt sich die krumme Bitrate von 5191,68 kbs - ob einschliesslich Audio weiss ich jetzt nicht - und das haben sie dann einfach "SP" genannt. Ein DVD-Player kennt kein SP oder LP, nur seine formatbedingten Grenzen. Und das bedeutet, zwischen ca. 100 und 9800 kbs spielt jeder Player alles ab, wenn die Aufbereitung und das Medium stimmen. Ich zitiere [http://www.dvd-tipps-tricks.de/]: "Dabei wird das Bild mit einer variablen Datenrate von bis zu 9800 kbps im MPEG-2 Video Format gespeichert, welches Auflösungen von bis zu 720x576 Pixel bei PAL bzw. 720x480 Pixel bei NTSC erlaubt. Das Bild wird dabei je nach Auflösung und Datenrate um den Faktor 15:1 (93%) bis auf über 40:1 (98%) komprimiert. Je nach Qualität des digitalen Masters und der verwendeten Datenrate kann dabei eine gute oder schlechte Qualität des MPEG-2 Video Bildes erreicht werden. Das MPEG-2 Video Bild kann dabei in dem Grund Seitenverhältnis von 4:3 (1.33:1) (Breite:Höhe) oder 16:9 anamorph (1.78:1) (Breite:Höhe) auf der DVD gespeichert werden. Die Speicherung im 16:9 Format erlaubt bei Verwendung eines 16:9 TV Gerätes eine Steigerung der Bildauflösung von bis zu 33% gegenüber einer Speicherung im 4:3 Format." An diese Vorgaben hält sich der Recorder bei allen sogenannten "Modi".

Alles weitere steht in der umfangreichen A4-Bedienungsanleitung *g* [83 Seiten für "Deutsch"].
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Crownkocher

Crownkocher

09.07.2003 11:34

Ich hatte diesen DVD-Recorder DVDR-1000 Ende 2001 gekauft. Anfänglich war ich auch sehr zufrieden mit dem Ding. Ich kann Ihre Ausführungen nur bestätigen. Soweit, sogut! Aber etwa nach 2 Monaten erschien mitten in der Aufnahme ein roter Balken auf den Bildschirm wo stand "DISK WARNUNG" und ein paar Minuten später ging es weiter mit "DISK ERROR"! Das Gerät stürzte ab, d.h alle Tasten waren ausser Betrieb und das Bild fror ein! Dann musste ich den DVDR 1000 am Netzschalter abstellen und als ich den DVD-Rohling wieder einlesen wollte, musste ich feststellen, dass der Rohling defekt war! PHILIPS hat mir das Gerät, bzhw. den Brennerteil dann auf Garantie ausgetauscht. Anfänglich funktionierte wieder alles gut, aber nach ca 1-2 Monaten fing das Spielchen wieder von vorne an! Die beiden Geräte haben mir gegen 30 DVD-Rohlinge verbraten! Geht ganz schön ins Geld!! Nach einer weiteren Reklamation bei PHILIPS Schweiz bekam ich anstelle einen DVDR 990. Der funktionierte auch nur 2 Monate, dann fror nach 5 Sekunden Aufnahme alles ein und der Recorder stellte selbst ab! Nach 5-7 Versuchen gelang die Aufnahme dann endlich, aber die Anfänge der Sendungen/Filme waren natürlich futsch! Nach einem gehässigen (verständlich, oder??) Brief an Philips bekam ich als 4. Gerät (!!) schlussendlich einen DVDR 75, der nun seit 2 Wochen tadellos funktioniert! Naja, das taten die ersten 3 Recorder am Anfang auch! Das einzige, was ich hier schon mal bemängeln muss, ist das unsäglich laute Lüftergeräusch!!! Ich bin gespannt, ob ich mit diesem Recorder nun endlich das tun kann, was ich eigentlich von Anfang an tun wollte: DVD's aufnehmen...!! Ich muss betonen dass ich die erwähnten Probleme mit DVD-Rohlingen aller couleur und Preisklassen hatte. Selbst die Rohlinge von Philips waren zerstört worden...!! :-( Deshalb: Vorsicht mit Philips DVD-Recordern. Sie könnten ungewollt zum zahlenden Field-Tester erkoren werden...!

Lady_Jaelle

Lady_Jaelle

11.09.2002 09:36

Ich bin beeindruckt. :) Immer weiter so. LG Jaelle

sonnic77

sonnic77

11.09.2002 08:50

Sehr guter Einstand bei Ciao. Viel Spaß noch hier. Gruß sonnic77

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