Erfahrungsbericht über

Philips DVDR 3305

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hochwertiges und aktuelles Gerät

4  09.03.2006

Pro:
Preis - Leistungs - Verhältnis, Verarbeitung

Kontra:
langsam, kein DVD - RAM und kein DoubleLayer

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Bedienung

Ausstattung

Verarbeitung

Zuverlässigkeit

Bedienungsanleitung

mehr


Sonnenmann

Über sich:

Mitglied seit:12.01.2003

Erfahrungsberichte:17

Vertrauende:3

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Diesmal dreht sich mein Bericht um einen DVD-Recorder. Ich habe mir den DVDR3305 von Philips genauer angeschaut und getestet.


Vorgeschichte
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Das Zeitalter von VHS & Co. neigt sich immer mehr dem Ende entgegen. VHS-Recorder werden immer mehr von DVD-Recordern verdrängt. Zudem bringt die VHS-Kassette doch ein paar Nachteile mit sich: die Kassetten sind sehr groß und empfindlich gegenüber elektromagnetischer Strahlung. Wer sich mit einem Magneten zu dicht einer bespielten VHS-Kassette nähert, wird nicht mehr lange Freude an dem Video haben. Im schlimmsten Falle sind die Aufnahmen zerstört.
Außerdem sind alle Band-Geräte anfällig für Bandsalat und mechanischen Verschleiß bzw. sogar Zerstörung. Gerade bei seltenen alten Video-Aufnahmen sollte man sich Gedanken machen, wie man diese am besten über längere Zeit aufbewahrt und auch noch in der Zukunft anschauen kann.
Derzeit gibt es auf dem Markt nur wenige Möglichkeiten, alle diese Aspekte zu berücksichtigen. Die Preise für DVD-Recorder sind erschwinglich geworden (ab ca. 150 EUR). Mein Vater wollte sich einen einfach zu bedienenden DVD-Recorder bis 250 EUR zulegen. Dabei habe ich ihn beraten und bei der Installation und Inbetriebnahme des Gerätes geholfen. Daher kann ich auch zu dem Thema Bedienerfreundlichkeit was schreiben.


Arten von DVD-Recordern
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Es gibt auf dem Markt eine Vielzahl an verschiedenen Geräten. DVD/VHS-Recorder-Kombinationen, DVD-Recorder mit eingebauter Festplatte, DVD-Recorder mit DVB-T-Tuner, etc. Da jedes Feature mehr auch mehr Optionen und Einstellmöglichkeiten bietet, sollte man sich vorher gut überlegen, was man denn eigentlich benötigt. Wenn man ein wirklich einfach zu bedienendes Gerät sucht, das wie der gute alte VHS-Recorder funktioniert, sollte man auf sämtlichen "Schnick-schnack" verzichten und einen reinen DVD-Recorder ohne Extrafunktionen kaufen.
Beim Kauf ist darauf zu achten, dass der Recorder beide DVD-Standards beherrscht: Er sollte DVD-R/RW und DVD+R/RW können. Auf DVD-RAM und DoubleLayer kann man meiner Meinung nach derzeit noch verzichten, da diese Rohlinge teuer sind und für den Otto-Normal-Anwender ein einfacher DVD+/-RW-Rohling völlig ausreicht.
Also haben wir nach kurzem Vergleich bei der "Geiz ist geil"-Einkauffskette den Philips DVDR3305 für 199 EUR erstanden.


Funktionen
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Diese sind auf der Website von Philips einsehbar und brauche ich deswegen nicht extra hier aufzuführen. Das Modell ist ein neueres Modell. Anscheinend so neu, dass Philips anscheinend nicht extra ein Handbuch für dieses gedruckt hat. In
Bilder von Philips DVDR 3305
  • Philips DVDR 3305 Bild 8475736 tb
  • Philips DVDR 3305 Bild 8475737 tb
  • Philips DVDR 3305 Bild 8475738 tb
Philips DVDR 3305 Bild 8475736 tb
Die Fernbedienung
dem mitgeliefertem Handbuch steht geschrieben, dass das Gerät ausschließlich nur DVD+R/RW beherrscht. Ein nachträglich aufgeklebter Aufkleber auf der Vorderseite des Handbuches und die Verpackung widersprechen dieser Aussage jedoch.
In erster Linie ist das Gerät ein DVD-Recorder. Man kann ihn aber auch als DVD-Player für normale Kauf-DVDs nutzen. Nur muss man beachten, dass das Gerät weder Divx noch andere (exotische) Video- und Audioformate beherrscht.
Neben der Videofunktion kann man mit dem Gerät auch Musik- und mp3-CDs/DVDs anhören. Über einen digitalen Audio-Ausgang kann das Gerät an die Stereoanlage angeschlossen werden.
Als letztes bietet der Recorder die Möglichkeit, Foto-CDs/DVDs anzuschauen. Als Bildformate werden aber auch nur JPGs unterstützt.


Anschluss und Einrichtung
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Das Gerät ist leicht anzuschließen. Eine Kurzanleitung zeigt mit Bildern, was man wo anschließen muss. Die notwendigen Kabel (Antennenkabel und Scartkabel) liegen bei. Nachdem man das Gerät also verkabelt hat, muss man es einmal einrichten. Zum Einrichten gehören die Sendersuche, Sortierung der Sender, Menüsprache und noch weitere grundlegende Einstellungen. Jedoch ist die Kurzanleitung in dieser Sache nicht ganz optimal gestaltet. Nach dieser soll man zuerst die Sender suchen und dann die Sprache des OSD-Menüs (On-Screen-Display = interaktives Menü über den Fernseher) auf Deutsch stellen. Ich würde es umgekehrt machen, damit man sich im deutschen Menü einfacher zu Recht findet.
Nachdem ich also die Reihenfolge der Kurzanleitung kurzzeitig missachtet hatte und die Sprache zu Erst auf Deutsch gestellt hatte, mussten die Sender gesucht und sortiert werden. Dies dauerte sehr lang. Bis alle ca. 50 Sender (Kabel) gefunden waren, verging gut eine halbe Stunde (vielleicht war es auch mehr oder weniger). Danach ging es ans Sortieren der Sender. Der Übersicht halber sollte die Senderbelegung die gleiche wie beim Fernseher und Videorecorder sein. Leider, wie sich während des Sortierens herausstellte. Das "Verschieben" eines Senders auf einen anderen Programmplatz dauerte ebenfalls extrem lange. Nachdem also die Grundeinstellungen getätigt, die Sender alle gesucht und sortiert waren, war das Gerät bereit für eine erste Aufnahme.


Bedienung Aufnahme
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Die Einrichtung war angeschlossen und nun konnte eine erste Aufnahme getätigt werden. Bei der Aufnahme gibt es vier verschiedene Modi. Je nach Modus passen zwischen einer und sechs Stunden Video auf eine DVD. Je länger die Aufnahme ist, desto schlechter ist natürlich dann auch die Qualität der Aufnahme. Als bester Kompromiss zwischen Dauer und Qualität hat sich der 4-Stunden-Modus herausgestellt. Vor allem dann, wenn man seine VHS-Aufnahmen auf DVD überspielen möchte. Denn der 4-Stunden-Modus entspricht in etwa der VHS-Qualität. Hier die Möglichkeiten des Gerätes:
1 Stunde = Sehr hohe Qualität
2 Stunden = DVD-Standard-Qualität
4 Stunden = VHS-Standard-Qualität
6 Stunden = VHS-LongPlay-Qualität

Zurück zur Aufnahme. Es bieten sich insgesamt drei verschiedene Möglichkeiten, etwas aus dem Fernsehprogramm aufzunehmen.
1) Direkte Aufnahme des laufenden Programms
2) Timer-Aufnahme
3) Timer-Aufnahme mit ShowView

Zuerst die direkte Aufnahme.
Man legt eine DVD+/-R oder +/-RW ein, wartet, bis das Gerät erkannt hat, dass es sich um einen leeren Rohling handelt und wählt dann mit der Fernbedienung die Quelle aus. Also entweder TV-Signal, FrontAV, BackAV oder Scart2. Wenn man TV gewählt hat, muss man dann noch mit der Fernbedienung den richtigen Sender auswählen, den Modus der Aufnahme (1-Stunde, 2-Stunden, 4-Stunden oder 6-Stunden) und durch Drücken der REC-Taste auf der Fernbedienung startet die Aufnahme.
Sobald Werbung kommt, kann man die Aufnahme mit der Pause-Taste anhalten. Wenn man die Aufnahme beenden will, drückt man einfach auf Stop.

Timer-Aufnahme
Bei der Timer-Aufnahme stellt man die Parameter (Sender, Datum, Startzeit, Endzeit, Aufnahmemodus) vorher ein und braucht dann nichts weiter zu tun. Das Gerät schaltet sich zur programmierten Zeit ein und nimmt das Programm auf.

Timer-Aufnahme mit ShowView
Hier muss man lediglich die Nummer der aufzunehmenden Sendung aus der Fernsehzeitschrift abtippen und dann noch den Senderplatz eingeben und die Aufnahme funktioniert genauso, wie bei der normalen Timer-Programmierung.

Sobald eine Aufnahme beendet wurde (entweder manuell per Drücken der Stop-Taste oder automatisch durch den Timer gesteuert) muss man einen Augenblick warten. Der Recorder schreibt dann den Index der DVD. Nach ca. 20 Sekunden ist er fertig und man kann dann das Menü der DVD öffnen.
Für jede Aufnahme legt der Recorder einen Titel an. Die wichtigsten Informationen stehen in dem DVD-Menü direkt neben dem Vorschaubild. Aufnahmedatum, Dauer und Titel. Das Vorschaubild und den Titel sollte man ändern, damit man sofort weiß, um welche Sendung/Aufnahme es sich handelt.
In der Bearbeitung dieser Daten zeigen sich einige Schwächen des Recorders. Um das Indexbildchen zu ändern, muss man erst den Film starten, zu dem gewünschten Bild gehen, Pause drücken und dann über das EDIT-Menü dieses Bild als Indexbild festlegen. Der Titel der Aufnahme kann jedoch aus dem Hauptmenü der DVD geändert werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass er max. 9 Zeichen lang sein kann. Und das, obwohl sogar Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Zeichen benutzt werden können. Die Eingabe erfolgt mit der Fernbedienung und einer Bildschirmtastatur.

Neben dem Titel kann man natürlich für jede Aufnahme auch Kapitelmarkierungen erstellen, Aufnahmen teilen, etc. auf diese ganzen Bearbeitungsmöglichkeiten gehe ich jetzt nicht ein, da es sonst zu viel wird.
Nur auf die Teilung der Aufnahmen gehe ich ein. Wenn man einen Film am Ende abschneiden möchte, bewegt man sich im Film bis zu der Stelle, an der abgeschnitten werden soll. Dort drückt man Pause und wählt aus dem EDIT-Menü die Option "Titel teilen" aus. Dies dauert einen Moment und danach kann man das Ende, welches jetzt im DVD-Hauptmenü ein neuer Titel ist, ganz einfach löschen. Dies ist schon sehr praktisch.


Bedienung Wiedergabe
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Die Wiedergabe von selber aufgenommenen DVDs oder Kauf-DVDs ist wie bei einem Player. Man legt die DVD ein, wartet, bis das DVD-Menü startet und navigiert dann mit der Fernbedienung durch das Menü und startet den Film.
Während der Wiedergabe kann man ebenfalls durch den Film navigieren. Schneller vorwärts, rückwärts, Kapitel überspringen, etc. Dies alles geht mit der Fernbedienung und auch über ein eigenes DVD-Menü, welches man mit der Fernbedienung aufruft.


Qualität der Aufnahmen
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Die Qualität der Aufnahmen ist gut. Gerade die höchste Qualitätsstufe lässt keine Kritik zu. Aber je schlechter man die Aufnahme wählt, desto schlechter wird das Bild. Der 6-Stunden-Modus ist zwar noch ok, aber wenn man sich dann die Aufnahme am PC anschaut, vergeht schnell der Spaß. Dafür passen eben auch 6 Stunden Video auf eine normale DVD. Dies sollte man nicht außer Acht lassen.


Ergonomie und Bedienerfreundlichkeit
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Für mich ist es kein Problem, mit dem Gerät klarzukommen. Ich behaupte mal, ich komme mit jedem Gerät nach relativ kurzer Zeit gut klar, auch ohne das Handbuch gelesen zu haben. Aber für nicht so technisch versierte Menschen kann selbst ein DVD-Menü schnell zur Verzweiflung führen.
Erstes Manko dieses Gerätes (ist mir gerade aufgefallen), dass die Bezeichnungen z.B. auf der Fernbedienung auch auf Englisch sind. Einige Tasten sind mit Source, Select, Return und T/C beschriftet. Dies kann schon zu ersten Problemen führen, wenn der Benutzer kein englisch kann und somit deren Funktion nicht weiß.
Die Bedienung des Recorders ist relativ einfach, wenn man sich damit auseinander setzt. Manche Dinge sind jedoch für mich etwas unverständlich umgesetzt. Wenn man eine Aufnahme anschaut und in den EDIT-Modus wechselt, kann man dies nicht einfach abbrechen. Selbst wenn man nichts verändert uns aus dem Menü geht, schreibt der Recorder irgendwas auf die DVD und der Film fängt wieder von vorne an.
Das man die Titelbezeichnung jeder Aufnahme ändern kann ist gut. Aber warum man dafür nur maximal 9 Zeichen zur Verfügung hat, ist etwas sinnlos.
Das Design der DVD-Menüs ist sicherlich Geschmackssache, mir persönlich gefällt es nicht. Philips muss natürlich sein Logo unterbringen.
Auch das Design der Menüs des Recorders gefällt mir persönlich nicht. Ich hätte mir größere und klarer erkenntliche Symbole gewünscht.


Zusammenfassung

Vorteile
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- DualMedia (DVD +/- R/RW)
- Spielt mp3 und Foto CDs/DVDs
- Front AV-Anschlüsse
- Digitaler Audio-Ausgang
- Senderfrequenzen können auch direkt eingegeben werden
- Günstiger Preis (199 EUR)


Nachteile
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- langsamer Sendersuchlauf zum Einrichten
- sehr langsames und zeitaufwendiges Sortieren der Sender
- langsames Einlesen und Starten einer DVD
- Hintergrund und Gestaltung der DVD-Menü-Oberfläche "unschön"
- Zeichenbegrenzung der DVD-Titel-Beschriftung auf 9 Zeichen
- Klappe der Front AV-Anschlüsse lässt sich nicht besonders weit aufklappen, könnte bei dickeren Steckern Probleme bereiten
- Kein DVD-RAM, kein DoubleLayer

UPDATE März 2007:
Ein Problem gibt es, wenn man Aufnahmen nur mit der VPS-Zahl macht und nichts an den Start/Stop-Zeiten ändert. Der DVD-Recorder braucht immer ca. 30s, bis die Aufnahme beginnt. Was er so lange macht, sei mal dahin gestellt. Jedenfalls kommt es vor, dass der Anfang von einer Aufnahme beschnitten ist und einfach fehlt. Also sollte man IMMER die Startzeit eine Minute früher als durch VPS angegeben einstellen, damit auch der Anfang der Sendung mit aufgezeichnet wird. Ob das dann natürlich funktioniert, dass im Falle einer Sendungsverschiebung die Zeiten dementsprechend geändert werden, bleibt fraglich...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Theko

Theko

11.07.2006 01:14

besonders hilfreicher Bericht! Sehr detailiert... Ich habe momentan auch genau dieses dvd recorder im Auge. Dieser Bericht hilft mir sehr bei meiner Kaufentscheidung! Vielen Dank, man liest sich! mfg Theko

vendee

vendee

10.03.2006 11:31

Lässt keine Fragen offen. Super beschrieben und sehr informativ. Wenn ich nicht schon einen DVD Player hätte, ich würde den hier glatt kaufen. Würde auch gut zu meinem Fernseher passen ;o) Bh von mir. LG ;o)

Pussycat1

Pussycat1

10.03.2006 07:50

Ganz toll geschriebener & SH-Bericht von dir! .. Lieben Gruss, Manuela :-)

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