Ausgangsleistung: 5x 45 W (RMS) + 75 W (RMS), Video: DVD, DVD-R/RW, DVD+R/RW, CD-R/RW, VCD/SVCD, MPEG-4, DivX 3.11/4.x/5.x und Picture-CD (JPEG), Wireless System für... mehr
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Erfahrungsbericht von Layman über Philips LX 3950 W 01 19. Juli 2005
Produktbewertung des Autors:
Klang:
sehr gut
Verarbeitung:
sehr gut
Zuverlässigkeit:
ausgezeichnet
Pro:
Sehr leicht anzuschließen, guter Klang, viele Wiedergabeformate
Kontra:
Kein optischer Digitaleingang, generell zu wenig Eingänge, etwas zu wenig Mitten
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Zur ersten eigenen Wohnung musste natürlich auch ein ordentliches Heimkino-System her... aber nicht zu teuer durfte es sein, und es sollte viel können. Das Philips LX 3950 bietet für ca. 350€ ein ganz ordentliches Paket, das jedoch auch ein paar kleinere Macken hat. Doch zuerst die technischen Eckdaten:
Ausgangsleistung: 50W RMS je Kanal bzw 75W (Subwoofer) Wiedergabe von: CDDA, SACD, MP3, DVD, (S-/M-)VCD, MPEG -1/2/4, DivX 3.11/4.x/5.x, FM 87,5-108 MHz, MW 531 - 1602 kHz
Das Gerät überzeugt von Beginn an mit den Philips-typischen Steckanschlüssen für die Lautsprecher, die im Vergleich zu manchen anderen Lösungen wie ein Himmelreich auf Erden zu handhaben sind. Zudem sind die hinteren Surround-Lautsprecher über ein Funksystem angesteuert, so dass lästige Kabelführungen quer durch den Raum entfallen. Die Kehrseite der Medaille: ein kleiner Sender, der auf dem eigentlichen Gerat thront, sowie ein relativ großer Empfänger, der eine eigene Stromversorgung verlangt und sich zwar bei Bedarf verstecken lässt, jedoch nach der anfänglichen Euphorie über die tollen Funklautsprecher sauer aufstößt. Ich als Technikfreak habe ihn aber als kleines Feature extra auf einem Schränkchen postiert, wo er sich ganz gut macht, da das optische Design durchaus ansprechend und elegant ist. Auch der Anschluss an den Fernseher gestaltet sich amüsant: hier hat man die Qual der Wahl zwischen Scart, S-Video und CVBS, je nach Vorliebe und Ausstattung des Fernsehers.
Doch beim Anschluss von Zusatzgeräten der erste Schock: was zuerst wie ein zweiter Eingang wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Line-Out, der zwar für manche Anwendungen praktisch sein mag, sich aber meiner Meinung nach einer Daseinsberechtigung ermangelt. Nun gut, es soll Leute geben, die den Ton extern aufnehmen wollen, bitte sehr. Also doch nur ein Eingang per Chinch.. ach ja, da war doch noch der Digital-Eingang. Schnell ein extra Kabel gekauft und die XBox angeklemmt... Pustekuchen, der Eingang ist zwar digitaler Natur, allerdings nicht optisch, sondern koaxial, ein zusätzlicher Wandler muss also her, und die XBox erklingt so nicht im vollen Dolby Digital-Glanz, sondern nur in Pro Logic 2... welche Enttäuschung.
Naja, nächstes mal eben genauer hinsehen. Dafür klappt die Wiedergabe der versprochenen Formate problemlos. Alles, was drauf steht, ist auch drin. DivX und andere Filmchen der eher unüblichen Formate erscheinen ähnlich den MP3's im schmucken OnScreen-Menü auf dem Fernseher, das sich penetrant über alles andere nach vorne drängelt. Glücklich ist, wer manuell wieder auf andere Kanäle umschalten kann, Benutzer älterer Fernseher sind hier auch bei MP3-Wiedergabe zum Anglotzen des Menüs oder Abschalten des Fernsehers verdammt. Ansonsten ist dies natürlich eher praktisch, da man nicht extra manuell auf den entsprechenden Kanal schalten muss, um einen Film zu sehen. Die Menüführung funktioniert auch bei DVDs erwartungsgemäß problemlos, und so sehe ich meinen Kauf mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zwar habe ich nicht den erhofften Audio-Overkill mit der Konsole, aber alles andere funktioniert wie erwartet.
Klarer Radio-Empfang mit programmierbaren Sendern gesellt sich zum glasklaren CD-Klang mit CD-Text-Anzeige im Alphanumerischen Display des Hauptgeräts. Ein weiterer Wehrmutstropfen fällt auf: Das Laufwerk lässt sich nur öffnen, während auf Disc-Betrieb geschaltet ist, man kann nicht etwas während des Wechselns Radio hören. Nervig ist hier vor allem, dass bei ausgeschaltetem Gerät schon mal 10 Sekunden vergehen, ehe sich einem das Laufwerk öffnet.
Grundsätzlich ist der Klang aus sämtlichen Lautsprechern als bombastisch zu bezeichnen, lediglich die Mitten erklingen etwas zu leise, neben den Voreinstellungen sucht man zunächst etwas nach einem einstellbaren Equalizer, der sich dann schließlich auf dem Fernseh-Bildschirm findet. etwas umständlich, aber immerhin. Die Lautsprecher sind allerdings hochwertig, was die Nachbarn leider auch schon des öfteren unmütig feststellten. Auch der Subwoofer weiß zu überzeugen. Auch ein leichtes Kratzen bei niedrigen Lautstärken, wie man es von billigeren Kameraden schon mal zu hören bekommt, bleibt hier aus, und so ist das Klangvergnügen nach kurzer eingewöhnungsphase durchaus überzeugend. Alles in allem ein solides Gerät im schmucken Design und für diesen Preis sicherlich gut ausgestattet.