Aus finanziellen Gründen ist meine Urlaubsreise auf den Herbst verschoben worden und fällt auch etwas kürzer aus. Das finde ich aber nicht besonders dramatisch, denn wir haben ja unser kleines Gartenhäuschen, das ganz in der Nähe eines Badesees liegt. Hier fühle ich mich auch recht wohl. Nur mit der Musik war ich nicht zufrieden. Das alte Radio mit CD-Player und seinen Blechtönen ging mir doch sehr auf die Nerven.
Um weitere Kosten zu sparen, schaute ich mich im Prämienangebot bei webmiles um. Dort entdeckte ich eine Anlage, die mir aber nicht so wirklich zu sagte. Doch um weitere Kosten zu sparen, bestellte ich sie. Philips MC 147
Die Produktdaten
Lieferumfang
UKW/MW-Antenne
Bedienungsanleitung
Weltweite Garantiekarte
Fernbediengung (ohne Batterien)Ausstattung
2 x 2 W RMS Gesamtausgangsleistung
Gibt CD, CD-R und CD-RW wieder
Dynamic Bass Boost für tiefe und drastische Bässe
Autostop Stereo-Cassettendeck
Weckfunktion/Sleep Timer
Digitale Abstimmung (20 Plätze)
Kompaktes Design
Benutzerfreundliche Fernbedienung
Die Lieferung
Ende April wurde die Anlage, dann sicher verpackt, auch schnell geliefert. Als ich das Paket entgegen nahm , war ich etwas stutzig. Konnte in diesem Karton mit dem leichten Gewicht eine Anlage sein? Eigentlich undenkbar.
Aber doch, es war die Anlage. Und zwar eine ganz kleine. Das Gerät und die Lautsprecher sind gleich hoch und auch fast gleich breit. Die Maße sind mal gerade: Höhe 23,3 cm, die Breite 14,8 cm und die Tiefe 21,6 cm. Ein absoluter Winzling also, Das Gesamtgewicht mit den Boxen schätze ich auf knapp 4 Kilo.
Bei dem Gewicht packte ich den Karton ins Auto und brachte in zum Gartenhäuschen und packte ihn aus. Das Verpackungsmaterial hielt sich gerade noch in Grenzen, aber der Stapel an Informationsmaterial erstaunte mich schon. Deshalb sortierte ich es gleich mit aus. Die 3 Faltblättchen für den „Quick Start“ entsorgte ich gleich; sie waren auf Spanisch, englisch und Niederländisch geschrieben. Ein Blatt in deutscher Sprache fehlte. Der Garantie- und Lieferschein kam zu meinen Akten.
Die Gebrauchsanleitung ist in 16 Sprachen und auf zwei Hefte verteilt. Natürlich legte ich das Heft mit der deutschsprachigen Anleitung bei Seite, die andere landete sofort im Müll. Genauso wie die Werbebeilagen und anderen überflüssigen Hinweiszettel. Nun waren nur noch die zwei Boxen, das Hautgerät und die Fernbedienung im Karton.
Meine Erfahrungen
Der Aufbau
Um
Bilder von Philips MC 147
zu sehen, ob ich die kleine Anlage allein Aufbauen und Anschließen allein wuppe, stellte ich mir die Boxen und das Gerät auf den Tisch. Dabei stellte ich fest, dass die kleinen Boxen ein Holzgehäuse haben. Das hat mich nun aber doch erstaunt und gleichzeitig gefreut. Denn der Klang aus den Kunststoffboxen ist häufig sehr blechernd.
Das Design der Anlage gefiel mir auf Anhieb. Wenn man von der Größe mal absieht, macht sie nämlich einen recht edlen Eindruck. Die Anlage und Boxen sind in einem tiefen Schwarz gehalten, veredelt ist sie durch silberfarbene Elemente.
Aber für mich war erstmal die Rückenansicht wichtig. Aber ein Blick langte und ich erkannte sofort, dass ich in wenigen Minuten die Anlage aufgebaut und angeschlossen habe und machte mich ans Werk. Zuerst entfernte ich die kleinen Plastiktüten und Klammern, die um die Kabel und Wurfantenne gebunden waren. Dann brachte ich die Anlage auf ihren vorgesehenen Platz und vergewisserte mich, dass das Stromkabel bis zum Stecker reicht.
Nun waren die Boxen dran. Hier ist es egal welche man rechts oder links anschließt. Allerdings haben die Boxen keinen Stecker, sondern ein Stecksystem. Dafür ist für jede Box eine rote und eine schwarze Klemme. Hier müssen die blanken, spitzen Kabelenden eingeführt werden. Auch die Boxenkabel sind farblich markiert. Nun muss nur noch die Klemme zurückgezogen werden und das Kabel in die kleine Öffnung eingeführt werden. Klemme zurückfallen lassen und alles sitzt fest. Das war ein leichter Akt.
Jetzt war die Anlage starklar. Lediglich die Fernbedienung musste noch aktiviert werden. Doch leider waren im Lieferumfang keine Batterien bei. Wie gut, dass ich welche auf „Lager“ hatte.
Betriebsbereit
Es gibt einige dinge, die nicht mit der Fernbedienung zu tätigen sind. Dazu gehört natürlich das Einlegen der Tonträger.
Die CD WiedergabeUm eine CD einzulegen muss man die Abdeckung oben selbst öffnen. Eine Taste oder ein Druckmechanismus am Deckel sind nicht vorhanden. Ist die Klappe geöffnet oder nicht ganz verschlossen leuchtet im Display das Wort „open“ auf.
Ist die CD eingelegt, wird der Deckel sanft wieder zugedrückt und das Gerät ist zum Abspielen bereit. Entweder drückt man nun die Startaste und lässt die gesamte CD abspielen. Man kann aber auch mir der Menütaste ein Musikstück wählen und erst dann die CD starten. Eine weitere Möglichkeit des abspielen nennt sich „shuffle“ und „repeat“ Hiermit hat man die Möglichkeit einen einzigen Titel endlos abzuspielen, die Titel in einer zufälligen Reihenfolge abzuspielen und das alles in der Form zu wiederholen.
Der RadioempfangDa das Gerät nur eine Wurfantenne hat muss diese optimal ausgerichtet werden. Das ist bei der Senderwahl am einfachsten. Um den Empfang zu tätigen muss die „Tun“ Taste auf der Fernbedienung gedrückt werden und man bekommt die UkWellen. Mit einem weiteren Drücken empfängt man auch MW.
Die Sendersuchwahl ist mit der Menütaste ein Kinderspiel. Wie viele Sender ich hineinbekomme, habe ich noch nicht gezählt. Für das Gartenhäuschen langt es jedenfalls. Aber das ist natürlich auch abhängig vom Empfangsbereich.
Sinn macht es, die meistgehörten Sender abzuspeichern. Ob die 40 Sender, die gespeichert werden können, überhaupt empfangen werden, habe ich nicht überprüft, denn ich habe mich auf 5 festgelegt. Zum Programmieren findet man verständliche Hilfe in der Betriebsanleitung. Bei mir hat es sofort geklappt.
Abspielen von Kassetten
Hier muss erstmal wieder manuell gearbeitet werden. Unten am Gerät ist eine Leiste, die rechts mit der Aufforderung „pull to open“ versehen ist. Hier wird die Klappe geöffnet. Dahinter befindet sich Bandtastenleiste, über die ich lächeln musste. Sie erinnert mich an mein Tapedeck aus den 80zigern. Dicke graue Tasten müssen getätigt werden. Die erste ist die „stop und open Taste“ Gedrückt öffnet sie die Klappe zum Einlegen des Tapes im Schneckentempo.
Diese Taste muss auch nach dem Einlegen der Kassette wieder zum schließen getätigt werden. Leider muss man weiter manuell agieren. Zum Abspielen wird dann die Play-Teste gedrückt. Die Hoffnung, weitere Funktionen mit der Fernbedienung tätigen zu können, zerplatzten in der Luft. Stop, Vor- oder Zurückspielen muss alles an der Leiste getätigt werden. Nur die Lautstärke ist mit der Fernbedienung zu regeln.
Aber man kann mit Kassetten vom Radio oder CD-Player aufnehmen. Das habe ich getestet und es funktioniert. Genaue Anweisungen dafür findet man in der Anleitung. Allerdings habe ich dafür eigentlich keine Verwendung mehr.
Weitere FunktionenViel mehr biete die kleine Anlage aber nicht. Die Uhrzeit sollte man Einstellen, denn mit der ist es möglich die Sleep- und Weckerfunktion einzustellen. Damit hat man dann alle Funktionen ausgeschöpft. Es gint aber noch einen Anschluss für Kopfhörer und einen Audio-Anschuss
Meine Meinung
Ich habe bei der Bestellung nichts Großartiges erwartet und habe auch nur etwas Kleines bekommen. Doch die Größe der Anlage ist für unsere Zwecke wirklich optimal und schön anzusehen ist sie auch. Wie ihr lesen konntet ist es ein Kinderspiel die Anlage anzuschließen und betriebsbereit zu stellen. Wer sich gar nicht auskennt, findet in der gut verständlichen Anleitung optimale Hilfe. Durch das leichte Gewicht ist es auch für jeden möglich.
Die Fernbedienung hat mich allerdings vor ein kleines Problem gestellt. Die Beschriftung ist so klein, dass ich meine Lesebrille dafür brauche und auch mit ihr hatte ich Probleme die Eingabehilfen zu entziffern. Erschwert wird die Tätigung zusätzlich, weil sich die Tasten nicht farblich unterscheiden. Sie sind alle weiß. Inzwischen habe ich mir eingeprägt, welche Taste ich für welche Funktion drücken muss.
Ansonsten finde ich die Bedienung sehr einfach; jedenfalls fürs Radio und den CD. Hier spielt die Fernbedienung auch einwandfrei mit. Sie ist mit 24 Tasten ausgestattet und somit hat fast jeder Wunsch einer Einstellung eine eigene Taste. Ich finde das eigentlich gut. Ich mag es nicht so gern, wenn man Tasten doppelt oder dreifach tätigen muss, um die gewünschte Einstellung tätigen zu können.
Die Anlage ist aber auch manuell sehr leicht zu bedienen. Nur die Wecker und die Sleep Funktionen lassen sich manuell nicht tätigen. Ich jedenfalls habe das noch nicht hingekriegt. Aber ich nutze ja eh die Fernbedienung, bin aber froh zu wissen, dass ich im Falle von leeren Batterien oder Versagen der Fernbedienung, dass sie die Anlage auch so bedienen lässt.
Da wir im Gartenhaus keinen TV haben und auch nicht wollen, war und ist mir ein Radioempfang schon wegen der Nachrichten und der WM wichtig. Deshalb war ich anfangs etwas enttäuscht, dass das Gerät nur mit einer Wurfantenne ausgestattet ist. Doch ich bin mit dem Empfang zufrieden. Auch die Senderauswahl langt mir hier. Zu Hause wäre es mir zu wenig. Dort empfange ich Digital und würde eine Anlage ohne Antenneneinrichtung nicht kaufen.
Den Kassettenspieler nutze ich zwar selten, bin aber trotz der etwas umständlichen Handhabung, recht froh ihn zu haben. Ich bin immer noch im Besitz von Tapes, die ich in Spanien und Marokko aufgenommen oder gekauft habe. Und bei der guten Soundwiedergabe höre ich hin und wieder gern mal wieder rein. Und das kommt hier draußen im Garten richtig gut.
Jetzt bleibe ich beim Loben. Der Sound ist klasse. Ich hätte nicht gedacht, dass aus diesem kleinen Gerät mit seinen kleinen Boxen so eine gute Power kommt. Zur Verbesserung des Klangs verfügt die Anlage über ein Dynamic Bass Boost System. Mit Dynamic Bass Boost kann man per Tastendruck unabhängig von der eingestellten Lautstärke die Bässe in der Musik betonen. Die tiefsten Bassfrequenzen gehen bei niedriger Lautstärke meistens verloren. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, werden mit Dynamic Bass Boost die Basspegel verstärkt, somit wird auch bei niedriger Lautstärke ein gleichmäßiger Sound erzeugt. Hier sind sogar meine Freunde angenehm überrascht.
Zusammengefasst war es eine gute Sache mir die Anlage zu bestellen. Ich glaube ich hätte sie sogar gekauft, denn der Preis schwankt zwischen 60 und 120 Euro (aufgerundet). Als Zweitgerät, für Jugendliche und Kinder oder für ein Gartenhäuschen kann ich diese Kompaktanlage bedenkenlos empfehlen. In den 2 Monaten, die ich die Anlage besitze, hat sie uns noch nicht enttäuscht. Alle Funktionen und Tasten arbeiten einwandfrei. Wie es in zwei, drei Jahren aussieht, weiß ich natürlich nicht. Aber ich denke, sie wird uns eine gute Zeit begleiten.
Ich vergebe 4 Sterne. Den ersten für den Preis, den zweiten für die Boxen aus Holz, den dritten für die einfache Bedienung und den vierten für den guten Sound. Einen Stern ziehe ich für die Bedienung des Tapes und der kleinen Schrift auf der Fernbedienung ab.
In eigener Sache
Beim Schreiben von Berichten über technische Geräte zögere ich häufig, denn mein technisches Verständnis lässt zu wünschen übrig. Aber ich habe mir ein Herz gefasst und diesen Bericht einfach in meine Worte gefasst. Es ist mir hoffentlich gelungen mich verständlich auszudrücken und den Bericht somit als Hilfestellung für eine Kaufentscheidung gestaltet. Anders konnte ich meine Erfahrungen nicht ohne Hilfe formulieren.
24.03.2012 12:14
bh
21.02.2012 10:28
Durchaus hilfreich - und kein Fachkauderwelsch - Merci!
01.05.2011 00:40
Guter Bericht ... :-))) LG bongilein