Was ist denn ein Ink-Film?
28.01.2010
Pro:
ggf . Anschaffungspreis
Kontra:
hohe Betriebskosten, mangelhafter Papiereinzug
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Druckqualität
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Installation
Support/Service
mehr
 schorschl
Über sich:
Heino überrascht die Szene! ich lach' mich schlapp!
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So manchesmal hätten wir in der Vergangenheit für zu Hause ein Faxgerät gebraucht, nicht unbedingt aber so ab und zu. Für diese Zwecke sind wir dann immer auf eine Alternative ausgewichen, da wir der Meinung waren, die Anschaffung eines Faxgerätes macht für uns wenig Sinn. Da beruflich diese Anschaffung nun notwendig wird, habe ich mich nach einem Einsteiger model für eben diesen Zweck umgesehen. Die einzige Vorrausetzung war die Nutzung von Normalfaxpapier und günstig sollte er sein. Eigentlich war ich mit einem Gerät von Brother bereits fündig, da flatterte uns ein Prospekt der Handelskette Rewe ins Haus. Und eben in diesem Projekt wurde unter anderem auch ein Faxgerät des durchaus renommierten Herstellers Philips angepriesen. Sicher konnte man dem Gerät alleine auf dem ersten Blick entnehmen, dass dieses nicht für den Massenbetrieb geeignet ist, aber derart war ja auch nicht unser Anspruch. Pro Monat gingen wir von vielleicht 10-20 Faxaktivitäten aus. Der Preis lag mit 50 Euro auch deutlich unter unseren Erwartungen, ein Online-Preisabgleich des Gerätes ergab, dass dieses Gerät in der Regel so um die 70 Euro in der Basisversion kosten sollte, mit dem zusätzlichen Telefonhörer wie hier von Rewe (Zusatz Voice) wohl noch etwas mehr, also haben wir zugegriffen und das Gerät gekauft.
Die Installation verlief auch reibungslos und das Gerät war innerhalb kürzester Zeit betriebsbereit. Ein Blick in das Handbuch unseres ISDN-Gerätes, wo wir denn das mitgelieferte Kabel anschließen dürfen und dann noch ein paar kundenindividuelle Einstellungen am Philipsgerät vornehmen, schon konnten wir erfolgreich ein erstes Fax empfangen und auch senden. Gegengecheckt haben wir das Faxfunktion hier mit Hilfe eines Services per Internet. Die Geschwindigkeit und die Qualität waren nicht berauschend aber zufriedenstellend. Man kann hier 10 verschiedene Klingeltöne wahlweise einrichten, jedoch den Ton z.B. für die Nacht, nicht gänzlich abstellen. Ansonsten war alles zunächst einmal o.k. In den Tagen danach habe ich mich dann noch etwas mehr mit diesem Gerät befasst und dabei dann leider auch die negativen Seiten des Gerätes kennen lernen müssen. Zunächst einmal bin ich bei diesem Gerät von einem Tintenstrahldruck ausgegangen, hatte das irgendwo in einer Beschreibung etwas mit Ink aufgeschnappt und nicht weiter verfolgt, da mir durchaus bewusst war, dass die Ersatztinte nicht gerade günstig sein würde, aber in Anbetracht der geringen Nutzung zu verschmerzen. Jedoch wurde ich dann von dem sogenannten Ink-Film, gerne auch Thermo-Transfer-Rolle genannt, überrascht. Es handelt sich hier um eine Art von Farbband oder besser gesagt Farbrolle, mit welcher die Schwärze auf das Papier gebracht wird. Nachlesen konnte ich dann noch, dass es seitens der Hersteller chipmäßig unterbunden wird, die Rolle zurück zudrehen um hier Betriebskosten zu sparen. Eine Original Ersatzrolle ist mit ca. 20 Euro für etwa 140 Seiten auch nicht günstig. Da schmerzt sogar der Testdruck im Geldbeutel. Habe fast den Eindruck, dass ich hier selbst mit Tinte weiter kommen würde. Kompatible Rollen sind am Markt für den halbem Preis wohl erhältlich, werden aber aufgrund einer Chipprüfung nicht akzeptiert.
Den K.O-Schlag erhielt dieses Gerät allerdings durch den mangelhaften Papiereinzug. Während man mit einer Seite beim Faxen noch keine Probleme hat, so lernt man diese mit dem Faxen von mehren Seiten kennen. Legt man mehrere Seite ein, so ist die Gefahr des falschen oder versetzen Einzuges sehr groß, zumal der Einlegeschacht eh nicht viel mehr als 10 Seiten zulässt. Man könnte natürlich jede Seite einzeln faxen, allerdings erhält man dann wiederum je Faxvorgang je 1 Seite Sendeprotokoll. Im Hinblick auf den Ink-Film eine grausame Vorstellung. Der Vollständigkeit halber noch eine paar technische Eckdaten:
Gewicht: 2,2 kg Ausmaße: 197 x 313 x 129 mm Kurzwahltasten: 10 Rufnummernspeicher: 50 Normalfaxpapier Modemgeschwindigkeit: 9.600 bps Graustufen: 64 Stromverbrauch Betrieb/Stand-By: 15 bzw. 1,5 Watt Fazit:
Wer mit den aufgezählten Mängeln leben kann, der wird sich sicher am sehr guten Preis erfreuen. Ich bin der Meinung, wenn man hier ein Gerät mit Mehrfacheinzug anbietet, dann sollte dieser auch reibungslos funktionieren. Vielleicht hätte man anstatt in eine Chipprüfung eher in den Papiereinzug investieren sollen. Weiter hat mich auch der Verbrauch für den Druck regelrecht umgehauen. Wir haben das Faxgerät wieder bei Rewe zurückgegeben, problemlos übrigens.
Ich kann das Gerät leider nicht empfehlen, vergebe aber aufgrund des dennoch relativ guten Preis-/Leistungsverhältnisses zumindest bei der Anschaffung und bei sehr geringen Nutzung 2 Sterne. Gute Geräte kosten dann doch etwas mehr als 100 Euro ... Vielen Dank fürs Lesen und ggf. auch Bewerten und Kommentieren.
LG Michael
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29.01.2010 21:18
Werde ich wohl nicht benötigen. Gruss Dieter
28.01.2010 15:52
Sehr schön beschrieben - hilft mit Sicherheit weiter. Mfg
28.01.2010 13:22
Für meine 5 Faxe jährlich langen mir die Internetfaxdienste ;-)