Bevor ich näher auf dieses Gerät eingehe, möchte ich bemerken, dass ich vor Kauf dieses Faxgerätes ziemliche Bauchschmerzen hatte, was auf meine früheren Erfahrungen mit der Kombination aus Schnurlostelefon und Faxgerät mit automatischer Faxweiche resultiert.
Damals war das Faxgerät im Büro (Untergeschoss) und das Telefon in der Wohnung (Erdgeschoss). Leider funktionierte die automatische Faxweiche nie, und so hatte ich mein ganz persönliches Fax-Fitnessprogramm zu erledigen, bis – wenn überhaupt – ich die Faxnachricht in den Händen hielt.
Obwohl ich überzeugter Internet-User bin habe ich mich vor etwa 2 Monaten zum Kauf eines Normalpapierfaxgerätes entschlossen, da sich das World Wide Web leider noch nicht bis in die letzten Ecken meines Geschäfts-, Bekannten- und Freundeskreises durchgesetzt hat.
Ich entschloss mich also zum Kauf eines Philips Magic 2 – 3 in 1.
Das Gerät erstand ich zu einem Preis von 139,05 € (Angebot) bei der Firma Metro.
Das Gerät vereint in sich die Funktionen Faxgerät, Telefon und Anrufbeantworter.
Zuhause angekommen, öffnete ich den Karton der das Fax-Gerät, einen Telefonhörer, das Netzkabel, das Telefonkabel, die Spiralschnur zum Telefon, den Papierhalter, die Dokumentenstütze, eine Bedienungsanleitung und eine Installationshilfe enthielten.
Der Zusammenbau des Gerätes erwies sich als denkbar einfach, bis auf die Montage des Papierhalters. Dieser passte nicht auf Anhieb in das Gerät und ich ließ mich spontan zum Ausruf: „So a Blaschdig-Glomb!“ [Übersetzung: So ein Kunststoff-Gelumpe] hinreißen. Nach einiger Zeit und Fieselarbeit war dieses Problem jedoch bewältigt. Nachdem ich das Gerät mit dem Netz und der Telefonsteckdose verbunden hatte, ging es an die Installation.
Hier zeigte sich die durchdachte Technik. Denn an dem Gerät befindet sich ein Bedienelement „Help/Install“. Wenn dieses einmal gedrückt wird, druckt das Faxgerät eine umfangreiche und leicht verständliche Installationsanleitung aus.
Bei einem längeren Druck von 2 Sekunden auf diesen Knopf beginnt das Gerät die Installationsumgebung zu erkennen (Amtsleitung, Nebenstellen, externe Telefone).
Der Test mit dem Fax-Gerät eines Freundes ergab, dass Faxempfang und Fax senden problemlos funktionierte.
Die Qualität der Faxausdrucke ist ausgezeichnet.
Das Fax nimmt 50 Blatt handelsübliches DIN A4 Papier der Qualität 80 g/m² auf. Es finden Faxen bis zu 10 Blatt DIN A4 Papier der Qualität 80 g/m² in der Dokumentenführung platz.
In der Praxis erweist sich die Überseefunktion, welche die Übertragungsgeschwindigkeit des Empfangsgerätes automatisch erkennt von unschätzbarem Wert. Faxdokumente nach und aus Australien sind in der gleichen guten Qualität zu empfangen, wie bei Sendevorgängen auf nationaler Ebene.
Auch der Faxempfang von 15 Seiten in Folge bereitet keinerlei Komplikationen, wie zum Beispiel Papierstaus oder Sendefehler.
Ein Tipp: Je glatter die Oberfläche des verwendeten Papiers, je qualitativ hochwertiger die Ausdrucke.
Die Konfiguration im Betrieb mit einem Schnurlostelefon, das einen Anrufbeantworter bereits enthält stellte sich als etwas kniffliger dar, da man die Klingelzeichen des Faxgerätes und die Klingelzeichen des Telefons aufeinander abstimmen muss. Doch nach etwa 60 Minuten intensiven Testens, war auch diese Hürde genommen.
Als besonders wertvoll erweist sich die Easy-Link-Funktion, mit der man per Telefon angenommene Faxe mit der Kombination *5 einfach auf das Faxgerät umleitet und das Telefon dann auflegt.
Der Kurzwahlspeicher des Gerätes fasst 10 Nummern, das Telefonbuch bietet für ca. 50 Einträge Platz.
Unangenehm empfinde ich in meiner Wohnung, dass ich das Gerät nicht stumm schalten, bzw. die Lautstärke so drosseln, dass ich nachts nicht gestört werde, wenn Faxe eintreffen. Daran ändert auch die Tatsache, dass man zwischen 10 (zum Teil recht nervenden) Klingeltönen wählen kann.
Den Kontrast und die Auflösung kann man auf Photo oder fein manuell einstellen. Die Wiedergabe von Abbildungen ist überraschend detailgenau.
Das Gerät verfügt wie gesagt über einen Anrufbeantworter, zu dem ich allerdings nichts sagen kann, da ich den Anrufbeantworter in meinem Schnurlostelefon eingerichtet habe.
Auch das Telefon habe ich bislang nur einmal benutzt. Die Sprachqualität ist durchschnittlich und in Ordnung.
Mit etwa 36 cm Breite und 24 cm Tiefe findet das Gerät auf kleinster Stellfläche Platz.
Die Ink-Folie des Gerätes soll nach Angabe des Herstellers für etwa 260 Seiten ausreichen. Die Kosten für Ersatzfolien liegen bei etwa 26,-- Euro. Somit ist die Kopierfunktion für mich nur im Notfall interessant, da eine Kopie hier etwa 0,10 € kostet und somit für meine Begriffe recht teuer ist.
Fazit:
Für Privathaushalte und Kleinunternehmen mit minimal bis mäßigem Faxaufkommen ist das Philips 2 Magic - 3 in 1 ein zuverlässiges Normalpapierfaxgerät in gutem Preis-Leistungsverhältnis, das ich gerne weiterempfehle.
01.07.2003 14:33
Guter Bericht. Grüsse Comenter
26.06.2003 15:44
ein Fax wär ja nicht schlecht, aber unbedingt braucht man das nicht. ansonsten schöner bericht :-)