Erfahrungsbericht über "Phonic Kompaktmischpult 642 D USB"

veröffentlicht 02.09.2014 | HP695
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Über sich :
Geboren bin ich 1952 in Greiz, und bin seit 1994 im Verkauf für den Klöckner Stahlhandel Zwickau tätig . Meine Hobbies sind die Tontechnik, Musik , das Wandern und Natur erleben, Videofilme drehen (Natur und Urlaub, Reisevideos) und Reisen
Ausgezeichnet
Pro Ausgezeichneter Klang, robustes Gehäuse aus Metall, sehr gute Fader mit Widerstand
Kontra Die Potentiometer passen nicht ins positive Gesamtbild
sehr hilfreich
Klangqualität:
Verarbeitung
Design
Bedienkomfort:
Zuverlässigkeit

"Kompaktmischpult Phonic 642 D USB"

Testbericht
Mischpult Phonic 642 D USB
Als mein bisheriges Mischpult, ein Noname Mischpult aus koreanischer Produktion, ein Mischpult mit 6 Stereo-Kanälen, Digital Echo, Aux send usw. den Geist aufgegeben hat, stand ich vor dem Problem ein neues Mischpult zu beschaffen.
Dies gestaltete sich bei den Anforderungen die ich hatte, recht kompliziert. Das Hauptproblem lag darin , dass ich mindestens 6 Stereokanäle benötigt habe, um meine ganzen Geräte aus dem Heim-Audiobereich anzuschließen ( Plattenspieler, 2 x Kassettendeck, CD-Player, Tuner, CD Recorder, Keyboard usw.) Nun bin ich losgezogen, habe die verschiedensten Händler aufgesucht, im Internet recherchiert und diverse Musiker befragt. Totale Fehlanzeige, so etwas war nirgendwo zu bekommen. Mischpulte mit unzähligen Monokanälen gab es genügend, aber bei den Stereokanälen hörte es bei
4 Kanälen meist auf. Es gab ja noch die Einschränkung, das Mischpult durfte ja nicht zu groß werden, es sollte ja auch im Heimbereich in der Wohnstube mit eingesetzt werden und der Preis sollte möglichst auch die 600€ nicht überschreiten.
Nun war guter Rat teuer, bis mir das Musikhaus Schiller in Zwickau ein Mischpult von Phonic, das Phonic 642 D USB vorstellet und mir zum Test überließ.
Es zwar auch nur 4 Stereokanäle vorhanden, aber man machte mich darauf aufmerksam,
dass bei den gegebenen Werten der Monokanäle und der genügenden Anzahl der Kanäle, immer 2 Monokanäle für Stereo genutzt werden können.
Fazit, ich habe mich bei ausführlichem Test in das Mischpult verliebt und habe es dann auch gekauft.
Nun zum eigentlichen Test:
Das Mischpult Phonic AM 642 D USB ist ein Kompaktmixer mit 10-Kanälen (6 Mic / Line-Monokanäle und 4 Stereo-Kanäle), 2 Subgruppen, 3 Auxwege, 48V Phantomspeisung und internem 9-Band EQ in der Summe.
1. Das Äußere:
Im Allgemeinen sagt man zwar , dass es nur auf die inneren Werte ankommt und das Äußere nebensächlich ist. In der Gruppe der Effektgeräte oder mag das ja der Fall, bei einem Mischpult würde ich das so nicht gelten lassen. Ein Mischpult ist ja bekanntlich dazu da, dass es benutzt und dabei angefasst wird, dass man an jedem Potiometer dreht oder dass man die Schalter betätigt. Außerdem sollte es so stabil sein, dass es einiges aushält wenn man damit auf Tour geht.
Dieses Mischpult macht optisch einen recht hochwertigen Eindruck. Die Oberfläche besteht, außer die beiden Seitenteile, die sind aus Kunststoff, komplett aus Metall, und die Verarbeitung ist recht gut. Die Fader lassen sich gut anpacken und bewegen. Die Fader verfügen sogar über einen leichten Widerstand, dadurch fühlt sich das Ganze noch zusätzlich hochwertig an. Die Schalter sind gut angeordnet und lassen sich leicht betätigen. Bei den Potentiometern hat man allerdings gespart und billigen Kunststoff eingesetzt.
Wenngleich hier nicht die teuersten Potis verbaut wurden, wirkt das Mischpult vom Äußeren her noch immer sehr hochwertig.
Das I-Pünktchen auf der ganzen Sache sind definitiv die LEDs.
Für jeden Kanal gibt zwei LED, ein grünes LED-Lämpchen, für die Anzeige, ob der Kanal eingeschaltet ist und ein rotes Lämpchen für die Solo-Taste. Für die Betriebsanzeige des Mischpult wird eine blaue LED-Lampe verwendet. Für die Pegelanzeige sind zwei Reihen von jeweils 13 LED-Lämpchen zuständig. Die LEDs sind alle ziemlich hell, was für dunkle Clubs oder dunkle Probenräume natürlich ein unschätzbarer Vorteil ist.

2. Die technische Seite:
Es gibt 6 x Mono und 4 x Stereo Kanäle.
Die Monokanäle haben sowohl jeweils einen XLR-Mikrofon-Eingang als auch jeweils einen Line-Eingang mit Klinke. Es besteht die Möglichkeit die Mikrofone mittels Phantomspeisung mit Spannung zu versorgen. Für diese Monokanäle gibt es je einen Compressor und einen Gain-Regler, sowie einen parametrischen Regler für die Mitten. Das gibt es für die Stereokanäle nicht. Alle Kanäle, die Mono- als auch die Stereokanäle, verfügen über 3 Stereo-Aux-Wege, Panorama-Potentiometer und Kanal-Fader. Bei den Stereokanälen besteht die Klangregelung aus vier Festfrequenzregelungen. Die angenehm klingende 4-Bandklangregelungist mehr als ausreichend. Die parametrische Klangregelung auf den Monokanälen arbeitet gerade für Vocals und ähnliche Einsatzbereiche präziser und zielführender.
Aux-Send 1 ist vom Herstellerseite her als Monitor-Send geplant, aber die anderen Aux-Sends lassen sind frei belegbar, zusätzliche beschickt der Regler für Aux 3 auch das eingebaute Effektgerät.
Der Mixer besitzt vielfältige Routingmöglichkeiten, er verfügt er über zuweisbare Subgruppen, diese können auf die Summe geroutet werden können, als auch auf separate Gruppenausgänge. Mit den vier Schaltern Left und Right, die sich über den Groupfadern befinden, lassen sich die Subgruppen sowohl als Monofader mittig auf Main legen, als auch so verschalten, dass einer jeweils links als auch rechts liegt.
Der eingebaute 9-Band Graphicequalizer ist zwar kein Wunderwerk an Technik, aber eignet sich durchaus, einen feedbackanfälligen oder basslastigen, wummernden Raum etwas zu entschärfen.
Ebenso verfügt der Phonic AM 642 D USB verfügt, wie es schon aus dem Namen ersichtlich ist, auch über einen USB-Anschluss. Eine passende Software gibt es leider nicht mit, auch kein Download, man verweist auf die Freeware “Audacity”.
Ein umfangreiches Effektgerät gibt es als nette Zugabe, ist fest mit eingebaut. Es stehen folgende Effekte zur Vefügung: Reverb, Delay/Chorus, Flanger/Phaser, Pan/Tremolo, der sogenannte Combo-Verb, Tap Delay, Test Tone und sogar Pink-Noise.
Das Effektgerät kann man wahlweise per Taster oder Pedal steuern. Die Effekte selbst können leider nicht verändert werden. Mit dem Pink-Noise-Generator lassen sich wunderbar defekte Inputs, Kabel oder Returns feststellen.

3. Fazit
Der Hersteller, die Firma Phonic verspricht sehr gute Qualität. Phonic hält sein Versprechen und bietet mit dem AM 642 D USB-Mixer ein erstklassiges Produkt. Dieser Kompaktmixer empfiehlt sich besonders zum Einsatz in Proberäumen oder für kleinere Live-Gigs.
Für meinen Einsatzzweck reicht der Mixer völlig aus und mit einem Preis von 360€ kann man voll auf zufrieden sein. Ich bin jetzt nach einem ¼ Jahr Einsatz vollauf begeistert.

Plus
• Ausgezeichneter Klang
• robustes Gehäuse aus Metall
• sehr gute Fader mit Widerstand
• Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Minus
• Die Potentiometer passen nicht ins positive Gesamtbild

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Zilina veröffentlicht 01.05.2016
    SH + schöne Maigrüße von mir
  • Bavaria123 veröffentlicht 14.10.2015
    sh
  • Queen500 veröffentlicht 16.09.2014
    LG Michael
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Produktdaten : Phonic Kompaktmischpult 642 D USB

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Hersteller: Phonic

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