Luxusroller für den großen Geldbeutel
20.11.2002
Pro:
formschöner, flotter Luxusroller
Kontra:
nur ein paar kleinere Kinderkrankheiten
Empfehlenswert:
Ja
 urmelis
Über sich:
Mitglied seit:19.11.2002
Erfahrungsberichte:3
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nicht mehr ganz Roller, aber auch kein Motorrad - wie soll man die Beverly am besten beschreiben? Sie ist auf jeden Fall größer als die gängigen Rollertypen und besticht durch ihr durchgängiges Design - Topcase und Seitenkoffer werden in Deutschland standardmäßig mitgeliefert und gehören auch irgendwie dazu. Gelungen auch die Anzeigen: Der Tacho ist groß genug, und damit unterwegs der Sprit nicht ausgeht, gibt es gleich zwei Warnungen: Zum einen die übliche Reserveleuchte, zum anderen wird angezeigt, wieviel Kilometer man bereits auf Reserve gefahren ist.
Zur Auswahl stehen zwei Windschutzscheiben: eine kleine und eine sehr große. Am Anfang dachten wir, dass wir sicherlich bald die kleine montieren, aber die große verringert zwar die mögliche Höchstgeschwindigkeit, bietet dafür aber einen sehr guten Schutz - auch vor diversen Insekten, die im Sommer per Anhalter mitfahren wollen. Trotz des recht hohen Gewichts lässt sich die Beverly mühelos aufbocken, sobald man - etwa nach dem dritten oder vierten Versuch - die richtige Technik mit dem richtigen Schwung gefunden hat.
Die angegebene Höchstgeschwindigkeit wird tatsächlich erreicht, am wohlsten fühlt sich die Beverly bei etwa 100 bis 110 km/h.
Ein paar kleine Kinderkrankheiten: Dafür, dass uns auf den ersten 1000 km die Windschutzscheibe abgefallen ist (zum Glück ist nichts weiter passiert) kann Piaggio nichts - die Schrauben waren von der Werkstatt aus nicht fest genug angezogen.
Eine Zeitlang stellte sich die Uhr, Tageskilometerzähler und Reserve beim Rückwärtsschieben im halberkalteten Zustand (nachdem sie ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden stand) zurück - die Werkstatt hat den Fehler zwar nicht gefunden, aber in der Elektronik alle Stecker neu festgesteckt und die Kontakte geprüft - seitdem ist das Problem nicht mehr aufgetaucht. Die Schlösser an den Seitenkoffern sind nicht wirklich durchdacht - keiner der Ingenieure scheint sich die Frage gestellt zu haben, wie man bei Dunkelheit die richtigen Zahlen einstellen soll, ohne vorher eine Ausbildung als Safeknacker gemacht zu haben.
Unter die Sitzbank passt zwar viel, aber keine zwei normalen Helme, sondern nur einer. Der zweite kann aber im Topcase verstaut werden. oooooooooooooooooooooooooooo
Fazit: Die Beverly ist das ideale Fahrzeug für Rollerfahrer, die Bequemlichkeit suchen und über einen etwas größeren Geldbeutel verfügen, denn billig ist sie gerade nicht. Auf der Beverly hat auch der Sozius genügend Platz und muss nicht mit der Äffchenstellung vorlieb nehmen. Sie eignet sich auch für längere Strecken vorzüglich. Gerade wenn man in einer Großstadt wie München unterwegs ist, ist sie ideal, da sie genügend Stauraum bietet und auch "rocktauglich" ist. Und sie gefällt vor allem älteren Herren über 50! Technische Daten:
Beverly 200 GT 4-Takt/ 4-Ventil Motor 198 cm³ Hubraum 14,2 kW bei 8750 min-1 120 km/h Höchstgeschwindigkeit lt. StVZO Scheibenbremse vorne Scheibenbremse hinten elektronische Wegfahrsperre erhältlich in schwarz, silber platino und rot saturno
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21.05.2003 22:47
Hallo, der Verbrauch, Kfz-Steuer, bzw. Versicherung, also Unterhalt hätten mich noch interessiert. Gruß Musikuss
20.11.2002 23:20
Schöner Bericht ! Herzlich willkommen bei Ciao !