Lange gab es keinen Bericht mehr von mir. Lange habe ich auch überlegt, worüber ich schreiben könnte. Nun habe ich vor kurzem einen gebrauchten Piaggio MP3 125-Roller gekauft, der mich über den Winter bringen soll. Und über den soll es heute gehen.
Warum Piaggio dieses Modell MP3 getauft hat ist nicht nachzuvollziehen, da dieses Fahrzeug überhaupt nichts mit den schon seit zig Jahren produzierten Musikabspielgeräten zu tun hat. Wahrscheinlich wollte man für dies außergewöhnliche Fahrzeug einen außergewöhnlichen Namen haben, der vielleicht auch die jüngeren Generationen ansprechen sollte. Allerdings finde ich den Namen gar nicht so außerwöhnlich.Neben dieser 15 PS 125er Version gibt es von Piaggio noch zwei weitere Versionen mit 250 Kubik und 23 PS und mit 400 Kubik und 34 PS. Und seit neuesten gibt es die 250er und die 400er Modelle auch noch in der LT-Version, die mit dem Autoführerschein gefahren werden dürfen und 750 Euro mehr kosten. Hierfür hat Piaggio die Vorderachse verbreitert, ein Fußbremspedal eingebaut und abstehende Blinker angebaut. Dann muss man sich nur noch einen Motorradhelm aufsetzen und schon kann es mit dem Autoführerschein los gehen.
Kommen wir gleich zu dem Außergewöhnlichen, dass dieses neue Fahrzeugkonzept auszeichnet: Das Roll-Lock-System:
ermöglicht auf elektro-hydraulische Art, das Feststellen der zwei Kurzschwingen mit den beiden Vorderrädern, so dass diese Vorderachse feststeht und ein Umfallen des Rollers vermieden werden kann.Wenn es aktiviert ist, kann man an der Ampel mit den Füßen auf den Trittbrettern stehen bleiben. Es lässt sich nur bei Geschwindigkeiten unter 10 km/h aktivieren und funktioniert nur, wenn kein Gas gegeben wird. Das heißt, dass man mit aktiviertem Roll-Lock nicht fahren kann. Es ist nur das Ausrollen nach dem aktivieren möglich. Oder halt die Funktion im Stand. Sofern Gas gegeben wird, wird das Roll-Lock-System automatisch deaktiviert. Fährt man dann nicht an, könnte man im Stand mit dem Fahrzeug umfallen. Wann man das System aktivieren kann zeigt eine blinkende Anzeige im Cockpit an. Leuchtet diese Anzeige dauerhaft ist das System aktiviert. Zu Beginn der Aktivierung gibt es noch einen akustischen Hinweis (lauter Piepton), dass das System aktiviert wird. Ebenso, wenn es deaktiviert wird. Dies geht mit Hilfe eines Schalters (Taster) an der rechten Lenkerarmatur, in dem der Fahrzeugführer diesen betätigt. Durch erneutes Betätigen wird das System wieder deaktiviert. Es ist nicht gerade einfach das System in genau senkrechtem Zustand zu aktivieren und bedarf von daher einer gewissen Eingewöhnungsphase.Ohne das Roll-Lock-System legt sich die Vorderachse bei Kurvenfahrten genau so in die Kurve, wie es bei Zweirädern der Fall ist.
Handhabung: Note 2 Zu Anfang gerade für Zweiradumsteiger sehr gewöhnungsbedürftig. Das Umlegen in Kurven ist etwas träge. Die Vorderachse läuft etwas holprig. Man traut sich bei Nässe noch nicht so viel Schräglage zu fahren, auch weil der Vorderbau so träge reagiert. Ist aber letztendlich doch mehr eine Gewöhnungssache. Wendungen geschehen mit einem kleineren Radius als bei Zweirädern.
Ganz besonders muss man sich an das Roll-Lock-System gewöhnen. Am besten ist es, wenn man es aktiviert und gleich danach zum stehen kommt. Manchmal erwischt man einen falschen Zeitpunkt zum aktivieren und das Fahrzeug wird schräg aktiviert, also nicht senkrecht, so dass man Probleme beim losfahren bekommt und einen Fuß dann doch auf der Fahrbahn abstellen muss.Der Tank befindet sich im Fahrzeugmitteltunnel und versteckt sich hinter einer Klappe, die über das Zündschloss geöffnet wird. Beim Tanken muss man gerade bei den letzten beiden Litern vorsichtig sein, da dieser bei schneller Betankung dann gerne über läuft. Die letzten beiden Liter gehen also nur mit viel Gefühl und Langsambetankung spritzfrei über die Bühne.
Motor/Getriebe und Fahrleistungen: Note 1-2 Der Motor hat für einen 125er eine hohe Leistung von 15 PS. Die tun sich aber mit dem Leergewicht in Höhe von 219 Kg sehr schwer. Die normale Beschleunigung ist mit einem normal beschleunigten Pkws vergleichbar. Volle Beschleunigung wie bei einem schneller beschleunigten Pkw. Ein voll beschleunigender Pkw ist schneller.
Bei der Endgeschwindigkeit lässt er sich aber nicht lumpen. Hier läuft meiner bei 113 km/h Tachoanzeige bzw. knapp 11.000 Umdrehungen/Minute in den Drehzahlbegrenzer. Das dürften rund 106 bis 107 echten Stundenkilometern entsprechen. Das Ganze natürlich nur in der Ebene. Und dafür braucht er auch eine ganze Weile gute Anlaufzeit.
Bilder von Piaggio MP3 125
Begegnet man allerdings länger ansteigenden leichten Hügeln, bricht die Endgeschwindigkeit leicht unter 100 km/h ein. Bei steileren Anstiegen geht es schnell auf 90 km/h zurück. Dies aber auch nur, wenn man Schwung mitnehmen konnte. Aus dem Stand sind 90 km/h bei starken Steigungen überhaupt nie zu erreichen.Die Variomatik arbeitet perfekt. Leise, sauber und ruckfrei. Da gibt es nichts zu verbessern. Wenn der Motor kalt bis mittelwarm ist, hat er schon mal einen Hänger, was den guten Abgaswerten in Verbindung mit dem Katalysator zuzuschreiben ist.
Das Anspringverhalten des Motors ist sehr gut. Er muss jedoch kalt wie warm immer mit leicht geöffneten Gashahn gestartet werden. Sonst springt er nicht an. Wenn man das aber beherzigt, springt er stets super an.
Verbrauch/Reichweite: Note: 2-3
Ja, hier macht sich das Hohe Gewicht von 219 Kg natürlich auch bemerkbar. Bei Autobahnvollgas konnte ich gut 5 Liter ermitteln. Im gemäßigten Stadtverkehr kommt man auf knapp 5 Liter. Unter 4 Litern ist dieses Gefährt auch auf ruhigen Landstraßenfahrten kaum zu bekommen.
Durch den großen Tankinhalt von 12,8 Litern kommt man aber recht weit.Auf der Autobahn habe ich es bei Vollgas auf 230 km gebracht und habe 12,2 Liter getankt. Also ein Verbrauch von 5,3 Litern. In der Stadt komme ich bei vorausschauender Fahrweise auf rund 260 km also rund 4,6 Litern. Jedoch kann man bei ruhigen Landstraßenfahrten die 300 km Marke locker knacken.Die Tankanzeige arbeitet sehr genau. Genau bei Beginn des roten Bereiches geht die Reservewarnlampe an. Dann sollen sich noch rund 2 Liter im Spritfass befinden. Bei Autobahnvollgas bin ich damit 30 Kilometer gefahren. In der Stadt und auf Landstraßen sollte man unbedingt innerhalb von 40 Kilometern eine Tankstelle finden.
Sehr schön ist es, dass einem die gefahrenen Kilometer auf Reserve im digitalen Multidisplay angezeigt werden, sobald die Reservewarnleuchte zu leuchten begann. Trotzdem können 30 Kilometer auf Autobahnen echt knapp werden.
Sitzposition/Wetterschutz: Note: 3
Man sitzt relativ tief. Die Beine sind dabei relativ hoch. Eine Sitzposition die als nicht sehr "aktiv" eingestuft werden kann. Jedenfalls immer noch wesentlich besser als bei billigen Baumarktrollern. Aber für den Winter hat man damit ein recht gutes "Popo-Gefühl" fürs Wegrutschen des Hinterrades. Die Arme nehmen bei dem recht gut gekröpften Lenker eine recht hohe bequeme Position ein, welche OK ist. Leider hat der MP3 keine extra ausklappbaren Soziusfußrasten. Die Füße des Hintermannes bzw. der Hinterfrau müssen auf den in der Karosserie eingearbeiteten Trittflächen Platz finden, welche nicht so komfortabel und deren Platz nicht so ergonomisch optimal angelegt sind.
Der Wetterschutz ist recht gut. Besonders im Bereich der Beine ist er sehr gut, da das Fahrzeug sehr breit baut und in diesem Bereich von vorne alles sehr gut abgedeckt ist. Der Oberkörperbereich ist jedoch durch die relativ kurze serienmäßige Scheibe nicht so gut abgedeckt. Dies hat aber immerhin positiv zur Folge, dass man weniger Luftverwirbelungen hat. Von Piaggio oder auch besonders aus dem Zubehörbereich anderer Firmen gibt es größere Scheiben/Windschilder zu kaufen, die den Oberkörper besser bis vollständig vor Wind und Wetter schützen.Für Große Menschen halte ich die Sitzposition für nicht so gut.
Fahrwerk: Note: 1- Fast ein Kapitel für sich, was ich ja bereits extra über das "Roll-Lock"-System geschrieben habe.
Für den Auto-Umsteiger oder Zweiradlaien würde ich hier die Note 1 angeben. Aber für den erfahreren Zweiradfahrer, zu denen ich mich zähle, ist die Rückmeldung, die man von der Vorderachse erhält ein wenig zu indifferent. Meine Meinung ist, dass man dieses Fahrzeug auf trockener Straße nicht zum stürzen bekommt. Man kann die Reifenhaftung bis zum äußersten Rand ausloten und nichts rutscht weg. Natürlich nur unter Optimalbedingungen. Sollte mal ein Ölfleck auf der Straße sein, sieht das natürlich anders aus. Besonders angetan bin ich über das Fahrverhalten bei Nässe. Es ist fast mit dem Fahren bei Trockenheit zu vergleichen. Die doppelbereifte Vorderachse gibt einen ein bei Zweirädern noch nie da gewesenes sattes Aufliegefühl, das es eine reine Freude ist. Auf Anhieb gelingt es auf nasser Straße höhere Kurvengeschwingigkeiten zu fahren, als mit einem normalen Zweirad. Das ist vor allen Dingen ein ganz hoher Sicherheitsaspekt, den ich mir auch gerade für den Winter erhofft hatte. Jedoch ist festzuhalten, dass bei vereisten oder leicht vereisten Straßen diese doppelbereifte Vorderachse nicht zu Wundern führen tut. Bei diesen Straßenverhältnissen rutschen schließlich auch Autos und so auch dieser MP3. Aber es ist ein klarer Sicherheitsgewinn gegenüber Zweirädern.
Die Federung vorne wie hinten arbeitet unauffällig gut. Nicht zu hart und auch nicht zu weich gedämpft.
Bremsen: Note: 1-
Das Minus in der Note erhalten sie, da sie mir noch eine Spur aggressiver sein könnten. Ansonsten sind sie Top. Gerade durch die beiden Vorderradbremsen ist eine Bremsleistung möglich, die schon in Richtung Pkw geht. Bei einer provozierten Vollbremsung kann man das Heck schon in die Luft bekommen, welches man dann als "Stoppie" bezeichnen darf. Eins kann dieses Fahrzeug allerdings niemals: einen Wheelie ;-) Die Feststellbremse, welche immer dann zum Einsatz kommt, wenn man das Fahrzeug nicht auf den Hauptständer stellt, wirkt per Seilzug auf die Hinterradbremse.
Ausstattung: Note: 1
Hier schlägt die ganz große Stunde des MP3. Hervorheben möchte ich zu erst die Sachen bzw. Eigenschaften, die wirklich TOP oder bisher in der Rollerklasse unerreicht gewesen sind.Fangen wir mit dem Stauraum an:
Der serienmäßige Stauraum hat einen Inhalt von sagenhaften 65 Litern. Dies bedeutet, dass man zwei normale Integralhelme darin unterbringen kann. Darüber hinaus bekommt man dann im vorderen Bereich des vorderen Helmfaches unter der Sitzbank noch weitere kleinere Gegenstände unter wie z.B. Handschuhe, Nierengurte oder auch etwas Regenzeugs. Das hintere Helmfach erreicht man über eine Art Kofferraumhaube/-deckel wie bei einem Auto. Dieser Deckel wird manuell über das vordere Zünd-/Lenkraddschloss mittels eines Bowdenzuges betätigt. Dieses hintere Helmfach hat die Form und Größe eines normalen Integralhelmes und ist mit einem solchen nur schwer zu beladen. Das liegt daran, dass die eh schon kleine Kofferraumöffnung an beiden Seiten durch die beiden hinteren Brems- und Rückleuchteneinheiten eingeschränkt werden. Dabei muss man den Helm ganz schön genau da hinten hineinzirkeln, ohne dass dieser verkratzt wird und dass sich der Kofferraumdeckel dann auch noch verschließen lässt. Das zweite Helmfach, welches sich unter der Sitzbank befindet, wird per Zündschlüssel via Funk geöffnet. Das ist im ersten Moment ganz witzig, hat aber zur Folge, dass erstens die Batterie im Schlüssel selbst und zweitens die Batterie des Rollers, welche die Sitzbank öffnet, immer genügend Saft haben. Sollte mal eine von den beiden Batterien leer sein, lässt sich die Sitzbank nur noch über eine relativ komplizierte Art und Weise öffnen: Schlüssel ins Zündschloss und dann den hinteren Kofferraumdeckel öffnen. Dann muss man den Öffnungsmechanismus der Verriegelung im hinteren Teil des hinteren Kofferaums ertasten und diesen dann in die richtige Richtung ziehen, so dass sich dann die Sitzbank öffnet.Eine weitere Besonderheit des riesigen Staufaches ist, dass die beiden Helmfächer miteinander verbunden sind und man somit längere Gegenstände durch die hintere Ladeluke durchladen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass man so zum Beispiel ein paar Golfschläger unter bekommen kann, was das Ciao-Mitglied Klopsie wohl erfreuen könnte.
Im Kofferraum befindet sich hinter einer Abdeckung auch das Fach mit dem Werkzeug. Unter der Sitzbank befindet sich in einem kleinen Fach eine sogenannte Regenhaube, welche man über die Sitzbank streifen kann und nach der Anwendung nach einem Regenschauer dann einen trockenen Sitzplatz vorfinden kann.Weiter geht es mit dem Licht :
Zwei H1 55 W - Leuchten lassen sowohl beim Abblendlicht als auch beim Fernlicht die Nacht zum Tag werden. Ein besseres Licht habe ich bei Rollern noch nie gesehen.Besonders bei Nacht kann das sehr schöne Cockpit überzeugen. Mein klassisches Lieblingscockpit des Liberty 125 wird hier auf moderne Art zur Unterhaltungsmaschine. Flotte und moderne Tacho- und Drehzahlskalierungen werden schön hell beleuchtet, dass Nachtfahrten zur Freude werden. Im Drehzahlmesser ist die genau anzeigende Tankuhr integriert.
Das in der Cockpitmitte installierte Multidisplay zeigt in der oberen Zeile die Temperaturanzeige in Balken neben der Uhrzeit an. Statt der Uhrzeit ist auch das Datum abrufbar. In der mittleren Zeile werden je nach Wunsch die Außentemperatur in Grad Celsius mit blinkender Glätte-/Kältewarnung, zwei Tageskilometerzählern (A und B) oder die gefahrenen Kilometer auf Reserve in großer Darstellung angezeigt. Diese verschiedene Zustände kann man mittels des Mode-Knopfes der rechten Schalterarmatur am Lenker auswählen. Weiterhin werden im linken Bereich dort Symbole für Service oder Antriebsriemenerneuerung angezeigt. In der unteren Zeile werden die gefahrenen Gesamtkilometer dargestellt. Unterhalb des Multidisplays gibt es die wichtige Roll-Lock-Kontrolllampe, die anzeigt ob das Roll-Lock-System ein- oder ausgeschaltet ist oder durch blinken anzeigt, dass es einschaltbar ist. Wiederum darunter ist eine Einheit mit diversen Kontrolllämpchen für z.B. zu niedrigen Öldruck, Blinker in Funktion, Fernlicht an, Kraftstoffreservefunktion, Parkbremse eingeschaltet, Roll-Lock-System defekt, Helmfachbeleuchtung an, Motor defekt, Motor aus.An meinem Roller ist noch die Original Piaggio Gepäckträger-/Topcasekombination angebaut. Diese hat den Vorteil, den Stauraum noch einmal um über weitere 40 Liter zu erhöhen, bringt allerdings auch ein paar Nachteile mit sich. So lässt sich im angebauten Zustand der hintere Kofferraumdeckel nicht mehr richtig öffnen, so dass der hintere Kofferraum nicht mehr richtig beladen werden kann. Um dies allerdings möglich zu machen, hat Piaggio bei seinem Gepäckträger eine manuelle Verschwenkung mit eingebaut. Diese kann man betätigen, in dem man eine zentrale Rändelschraube vollständig abschraubt. Danach lässt sich das ganze Topcase mitsamt Träger ankippen, bis es in eine feste Arretierung greift. Diese lässt sich dann mittels eines Hebelchens lösen, so dass man das Ganze wieder in seine ursprüngliche Form zurück bringen kann. Danach muss die Rändelmutter wieder vollständig aufgeschraubt werden. In der Praxis hat sich bei mir gezeigt, dass sich gerade diese Rändelmutter, obwohl zuvor fest angezogen, durch den Fahrbetrieb sich selbständig lösen kann.Hier muss man öfter kontrollieren, wenn man nicht möchte, dass die Rändelmutter irgendwann weg fliegt und sich das Topcase dann selbständig aufstellt oder durch den Wind schwankt. Alles in allem also nur ein Kompromiss um eine Zugänglichkeit zum hinteren Helmfach möglich zu machen.
Ausstattung in Kurzform: E-Starter (kein Kick-Starter!), Startautomatik, 2 Rückspiegel, Hauptständer, beleuchtetes Helmfach, Gepäckhaken, Windschild, elektrische Wegfahrsperre, Diebstahlöse, Multidisplay. Zwei Scheinwerfer mit zwei H1 55 W - Leuchten.
Preise (Modelljahr 2009) in Euro:
125 RL - 5510
250 RL - 5960
400 RL - 6910
250 LT - 6661
400 LT - 7611
Gilera 500 Fuoco - 7411
Informationen beim Hersteller:
http://www.de.piaggio.com/de_DE/prodotti/mp3/default.aspx
Technische Daten: Motor: Wassergekühlter Einzylinder-Viertakter, Bohrung x Hub 57,0 x 48,6 mm, obenliegende Nockenwelle, 4 Ventile, Gleichdruckvergaser mit Drosselklappensensor, Verdichtung 11,5:1, Lichtmaschine 165 W, Batterie 11,0 Ah
Hubraum: 124 ccmLeistung: 15 PS @ 9500 U/Min
Drehmoment: 11,6 Nm @ 7750 U/MinUngeregelter Katalysator, Sekundäres Luftsystem (Abgasrückführung)
Kraftübertragung: Fliehkraft-Trockenkupplung, stufenlose Variomatik, Zahnrad-EndgetriebeLeergewicht vollgefüllt: 219 Kg
Zuladung: 191 KgTankinhalt:12,8l
Reifen: Vorne 2x 120/70-12; hinten 130/70-12 auf AlufelgenFahrwerk: Geschweißter Stahlrohrrahmen, 2 Geschobene Kurzschwingen 85mm Federweg, Gummigelagerte Triebsatzschwinge, 2 Federbeine hinten 110mm Federweg, 2 Scheibenbremsen vorn 240mm mit Einkolbenzange, 1 Scheibenbremse hinten 240mm mit Zweikolbenzange
Sitzhöhe: 790 mm, Trittbretthöhe: 330 mmLänge 2130 mm, Breite 745 mm, Höhe 1245 mm,
Radstand 1490 mm,Wendekreis: 4,72m
Wartungstipps: Service: alle 3000km / Ölwechsel alle 6000km 0,85 l
Zündkerze: NGK CR 8EBVentilspiel: Einlass: 0,10mm, Auslass: 0,15mm
Ölstandsmessung: mit eingeschraubtem Messstab !!!Hinterachsgetriebeöl: auch mit eingeschraubtem Messstab
Fazit: Ein wie ich finde völlig neues revolutionäres Fahrzeugkonzept mit doppelbereifter Neigungsvorderachse, wodurch ein hoher Zugewinn an Sicherheit ermöglicht wird, wie sie auf dem Zweiradsektor noch nie vorhanden war und jemals sein wird.
Dieses Fahrzeugkonzept ist jetzt auch ab Werk in der LT-Version (nur mit 250 oder 400 cm³ Hubraum) mit dem Autoführerschein fahrbar. Es macht Spaß und vermittelt einem nach einer Eingewöhnungsphase ein höheres Maß an Sicherheit als bei Zweirädern.
Man kann an der Ampel anhalten und wieder anfahren, ohne die Füße auf den Boden zu bringen.Kann auch auf losem Untergrund sicher geparkt werden.
Ein serienmäßiger Stauraum der seinesgleichen sucht. Die Motorisierung ist für Leute, die in gebirgigen Gegenden wohnen zu schwach. Hierfür helfen die 250er oder 400er Versionen von Piaggio bzw. eine 500er Version von Gilera (Fuoco) weiter.Ich möchte ihn nicht mehr missen. Piaggio hat ein neues Fahrzeugkonzept geschaffen, welches als äußerst gelungen bezeichnet werden kann und sich in der breiten Bevölkerung einer immer größer werdenden Käufergemeinschaft erfreut.
Gesamtnote: 2 Update vom 28.02.2009:
Bei rund 10000km sind alle drei Lenkkopflager auf Garantie getauscht worden (waren verschlissen - schlechte Qualität. Die Qualität der Lager sollen jetzt besser sein), sowie der Hinterreifen, welcher normaler Verschleiss war.
Den Benzinverbrauch habe ich geschafft, in der Stadt auf 4,3 Liter zu senken.
Vielen Dank fürs lesen, bewerten und kommentieren.
03.02.2012 16:33
geiles Teil, ob Du den wohl noch hast?..
14.01.2012 07:57
bh
09.01.2012 07:38
Wäsche ist fertig ! LG