Spritze oder nicht Spritze?
22.02.2004
Pro:
schmerzfrei
Kontra:
mit Risiken verbunden
Empfehlenswert:
Ja
 Muffischlumpf
Über sich:
Mitglied seit:08.12.2003
Erfahrungsberichte:19
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 124 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leserinnen und Leser! Lange habe ich überleen müssen von welchem Produkt ich als nächstes berichten soll und bin schliesslich auf die Idee gekommen von keinem Produkt zu berichten, sondern von meinen Erfahrungen mit Piercings mit Betäubungsspritzen. Das erste Mal Mein erstes Piercing habe ich mir mit 14 machen lassen. Damals war ich total auf der Punkschiene und so war schnell klar, dass es ein Nasenpiercing sein musste. Ich hatte damals nicht wirklikch viel Ahnung, wie und wo ich das machen könnte und so bin ich mal auf gut Glück losgezogen und habe mal bei einer Kosmetikerin nachgefragt. Und siehe da, bin ich doch gleich bei der richtigen Person gelandet. Nach eingängiger Beratung und Inspektion der Praxis, war es soweit. Das Stechen eines Nasenpiercings funktioniert genauso, wie das Stechen eines Ohrlochs. Und da dies nicht wirklich schmerzhaft ist – ich habe sieben Stück und weiß, wovon ich spreche – dachte ich auch nicht an eine Betäubung. Als erstes wurde also die Nase desinfiziert, die Stelle markiert, Pistole angesetzt und rein damit. Tja, schade nur, dass es nun doch ein bisschen schmerzhafter war, als im Ohr. Aber nach dem durch den stechenden kurzen Schmerz zwei oder drei Tränchen vergossen waren, war alles vergessen und ich mächtig stolz auf meinen neuen Schmuck. Am liebsten hätte ich mir gleich nochmal eins machen lassen, aber da hätte mich voll mein Papa gekillt. Trotzdem liess mich der Gedanke an ein zweites Piercing, am liebsten Bauchnabel, nicht los. Nach dem ich meinen lieben Papa fast zwei Jahre bequatscht hatte und auch noch tatkräftigen Beistand einer guten Bekannten meines Vaters erhielt, erlaubte er mir, mich am Bauchnabel piercen zu lassen.Das zweite Mal Da ich mich damals bei der Kosmetikerin ganz gut aufgehoben fühlte, fiel meine Wahl als Piercerin auf sie. Leider erfuhr ich vor Ort, dass ein Bauchnabelpiercing eine sehr schmerzhafte Angelegenheit sei, das um den Bauchnabel ganz viele Nerven sind. Schluck! Auf Schmerzen war ich nicht wirklich scharf. Die Kosmetikerin erzählte mir, es gäbe zwei Möglichkeiten zu betäuben. Einmal gäbe es das Eisspray, was aber nur geringfügig hilft, sprich die Schmerzen werden nur ein bisschen gemildert, oder eine Betäubungsspritze, mit der man gar keine Schmerzen hätte. Spritze? Kreisch!! Aber gut, die Spritze war mir nun doch lieber als die Schmerzen und so entschied ich mich dafür. Im Endeffekt bereute ich meine Entscheidung kein bisschen, denn von der Spritze habe ich absolut nichts gemerkt und vom Piercen nur einen kleinen Ruck. Als die Spritze nachliess, tat die gepiercte Stelle schon ein bisschen weh und brannte auch ein klein wenig, aber das liess sich ganz gut aushalten und ging ganz schnell vorbei. Und um ehrlich zu sein, ich wollte schon das nächste Piercing. Bei disem Wunsch stellte sich mein Vater absolut quer und so musste ich mich wohl oder übel gedulden, bis ich die Volljährigkeit erreichte. Das dritte Mal Nun war ich also 18 und wollte unbedingt ein Zungenpiercing. Zum Glück hatte mein damaliger Freund schon eins und so konnte ich mir gleich paar Tipps und Tricks holen. Er riet mir absolut davon ab, dass Piercing mit Spritze machen zu lassen, da die Gefahr bestünde, dass man eine Lahmung bekommt und nichts davon merkte. Das schreckte mich ziemlich ab, aber der Gedanke an so ein Piercing ohne Betäubung aber auch. Man denke nur mal daran, dass es ziemlich weh tut, wenn man sich mal auf die Zunge beisst. Mein Freund nahm mir ein bisschen die Angst als er mir von seinem Piercer erzählte und davon, dass das Piercen angeblicht gar nicht weh täte. Also nahm ich meinen Mut zusammen und maschierte zielstrebig in das besagte Tatoo- und Piercingstudio. Dort verliess mich der Mut leider aber ganz schnell. Zum Glück war der Piercer total lieb und erklärte mir alles geduldig. So erfuhr ich, dass tatsächlich die Gefahr einer Lähmung bestünde, wenn man einen Nerv verletzen würde und man es mit einer Betäubung zu spät merken könnte. Na toll! Aber jetzt war ich so nah dran, dass ich mich doch traute. Leider machte mein Kreislauf total schlapp, aber hinlegen beim Zungenpieicen ging leider nicht. Dafür bekam ich aber ein pflanzliches Kreislaufmittel und war ganz schnell wieder Herr meiner Sinne. nachdem ich meinen Mund mit einer Mundspüllösung ausgespült hatte, wurde auch schon die Nadel angesetzt und drin war das Piercing. Und welch Wunder, es hatte wirklich icht weh getan und ich spürte noch jeden Muskel und Nerv meines Mundes und Gesichts. Ich war tierisch stolz auf meinen Mut und mein neues chmuckstück und natürlich ganz froh, auf eine Betäubung verzichtet zu haben.Das vorerst letzte Mal Vier Jahre waren vergangen, als in mir einmal mehr der Wunsch nach einem neuen Piercing aufkeimte. Lange überlegte ich hin und her, und entschied mich für ein Brustwarzenpiercing. Im Piercingstudio erfuhr ich, das dies mit Betäubung gemacht werden könnte, allerdings nur mit Eisspray. Dies war mir für so eine empfindliche Körperstelle aber doch zu wenig und so beehrte ich mal wieder meine Kosmetikerin. Dort erfuhr ich zu meinem Unglück, dass sie mittlerweile keine Spritzen mehr machen dürfe, da das nur noch Ärzte machten. So ein Mist! Ich wollte mir das Piering unbedingt bei einer Person machen lassen, die mich schon mal gepierct hatte. Also belagerte ich meine Piercerin und sie versprach mir unter dem Siegel der Verschwiegenheit mich doch mit Spritze zu Piercen. Nicht ganz legal, aber sie hatte es schon mal gemacht und ich hatte volles Vertrauen in sie. Und so bekam ich völlig schmerzfrei mein vorerst letztes Piercing. Das soll auch so bleiben, denn ich mag sichtbare Piercings nicht so gerne. Deshalb habe ich mein Nasenpiercing auch abgelegt. Fazit So eine Betäubungsspritze ist für Angsthasen, wie mich, die trotzdem ein Piercing haben wollen, eine feine Sache. Es ist allerdings ratsam bei Gesichtspiercings auf Betäubung zu verzichten, denn wer möchte schon eine Gesichtslähmung riskieren? Manchmal muss man sich eben doch den Schmerzen stellen, getreu dem Motto „Wer schön sein will, muss leiden.“ Ich bin ganz froh, dass man allerdings bei empfindlichen Körperstellen zur Betäubung greifen kann. Aber hier sind die Risiken auch nicht so arg. Denn wenn ich meinen Bauchnabel nicht mehr spüre, ist es nicht so schlimm, als wenn ich vielleicht nicht mehr sprechen kann. An dieser Stelle bedanke ich mich fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren. Sollte dem Bericht irgendetwas fehlen, lasst es mich bitte per Kommentar oder GB wissen. Für Ciao, 22.o2.2oo4 Der durchlöcherte Muffischlumpf
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23.10.2004 00:14
Von Spritzen halte ich rein gar nichts. Aber das soll jeder so machen, wie er will. LG, Annika
15.08.2004 20:27
Hi, also, der Bericht ist echt hilfreich! Hm, von so Spritzen halte ich nicht viel. Ich denke mal, dass so 'ne Spritze an sich mehr weh tut, als das Piercen ohne Spritze. Naja, ich sprech nicht aus eigner Erfahrung mit Betäubungen, aber ich finde Spritzen beim Arzt um einiges schlimmer als Piercen. *Angst vor Spritzen hab* *lol* ^^
13.05.2004 17:15
Ob mit oder ohne Spritze, eigentlich finde ich Piercings nicht Spitze ... Obwohl ich zugeben muss, dass ich z.B. ein Bauchnabel-Piercing schön finde ... Hey? Am Ende hast du doch, dass "Siegel der Verschwiegenheit" gebrochen? Dafür fehlt dem Bericht aber nichts eigenes.