Ritter Teck Nickel und das Multitalent
16.02.2002
Pro:
einfache Installation; kompakter Allrounder
Kontra:
Fernbedienung etwas unübersichtlich
Empfehlenswert:
Ja
 Chatritter
Über sich:
Ich stecke gerade in vielen gleichzeitigen Internetprojekten. Besucht mal wieder themenmix.de oder w...
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Untertitel: Die Surround-Saga Teil 1: Der Receiver. Es begab sich kurz vor Weihnachten, als Ritter Teck Nickel von einem seiner letzten Kauffahrtszüge heimkehrte. Wie immer mit einem dreiviertel Jahr Verspätung. Ritter Teck Nickel ist bei uns technischer Schlachtenberater, aber auch sonst sehr auf dem Gebiet der Technik bewandert. Er stieß während einer erbitterten Schlacht gegen die Panzerdrachen zu unserem illustren Haufen und zeichnete sich durch rasches und innovatives Eingreifen aus. Glanz- und Wendepunkt des Gemenges war sein überraschender Trick, als er von seinem Gegner unbemerkt, dessen Röhren-Bordcomputer in Windeseile mit einem Lötkolben zu einer Endlosschleife verband, was zur Folge hatte, dass dieses Monster immer die gleichen Signale an seine Gefährten funkte: Rohr nach unten, 100m vorwärts, Rohr nach oben, Wendung. Derartig in diese Beschäftigung vertieft, waren die Biester keine Gefahr mehr. Im Gegentum – solange ihr Sprit reichte, pflügten Sie unsere gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche um. Genial!
Doch genug der Vorwortverschwendung. Tekki kehrte also mit einigen Errungenschaften heim. Welch Glück für den Chronisten, denn so ergibt sich der Stoff für eine ganze Saga.
„Hallo Schättie, seht was ich uns an ansehnlichen Gütern rauben konnte.“, rief er schon von weitem. „Sagt an, was habt ihr erobert“, wollte ich wissen. Tekkies Augen funkelten in Erwartung unseres Jubelgeheuls. Er beugte sich zu mir herunter und flüsterte: „Heimkino“. Oh nein … dachte ich. Nicht schon wieder so ein Experiment. Der letzte Heimatfilmabend (Des Ritters eiserne Jungfrau.) endete mit der völligen Zerstörung des Filmspulautographen, nachdem eine entrüstete Prinzessin in dem Streifen offenbar eine Anspielung auf ihre metallischen Keuschheitserhaltungssystem mutmaßte. Zu Recht übrigens … *g* Mein Gesichtsausdruck muß dementsprechend bescheiden ausgefallen sein. „Nein, nein …“ , rief Tek. „Dieses mal ists ganz anders.“ Sprachs und langte mir eine flache Papptruhe herunter. Darauf stand: „Audio-/Video-Mehrkanalreceiver VSX-C300“. „Das Neueste vom Neuen“, steckte er mir.
Ich verstand nur Bahnhof und rüttelte unter den erschrockenen Blicken von Teck die Kiste. „Aaargh“, war das Einzigste was seinem Helm entfleuchte bevor er mit das Teil wieder aus der Hand riss. Mit einem stillen Tadel auf dem geschlossenen Visier. „Schafft Speis und Trank herbei, Ritter Schätti, dann werde ich Euch von dem Wundergerät berichten.“
Von der Neugierde getrieben schickte ich eine SMS in die Küche, gewillt bis zur Enthüllung des Geheimnisses nicht von Tekkies Seite zu weichen. Nachdem die Tafel reichhaltig bestückt worden war, hub Ritter Teck mit seinem Vortrag an. Weil ich eh erst nur die Hälfte verstand und deswegen auch keine Kommentare einstreuen konnte, gebe ich seine Eloge einfach so originalgetreu wieder, wie ich kann. <<< Der technische Teil des Beitrags >>>
Der VSX-C300 ist ein echtes Multitalent und beherbergt in seinem silbrigen 420(B)*65(H)*322(T)-Gehäuse recht erstaunliche Dinge, wofür wir bisher das Schloß um ganze Flügel hätten erweitern müssen. In der handlichen Verpackung befinden sich neben dem Receiver: - Antennen für AM/FM (man kann aber auch ganz normal die Antenne vom Haus/Satellitentuner anstöpseln) - Fernbedienung (ein Allrounder) - Batterien für die Fernbedienung (Format AA, IEC R6P) - Netzkabel - Bedienungsanleitung - Etiketten für die Lautsprecher (äusserst praktisch, wenn man an den Kabelsalat denkt) Das Wort Mehrkanalreceiver bedeutet im Einzelnen, dass man folgende Geräte anschließen kann bzw. integriert sind: - Tuner für AM/FM (ist drin) - DVD-Player - Lautsprechersystem (Subwoofer + Satelliten - Kabel-TV/Satelliten-Tuner
Folgende Spezifikationen bietet der Receiver. Verstärker (Surround-Modus): - 30W/Kanal für die Frontlautsprecher - 30W für den Center - 30W für die Surroundboxen - Frequenzgang: 5Hz – 100kHz - Signalrauschabstand 88dB/64dB Videoeinheit: - Frequenzgang: 5Hz – 7MHz - Signalrauschabstand 55dB
FM-Tuner - Empfangsbereich: 87,5 MHz – 108MHz - Signalrauschabstand (Stereo) 72dB - Kanaltrennung: 70dB - Stereotrennung: 40dB - Frequenzgang: 30Hz – 15kHz - Senderspeicher: 30 Stromversorgung - 220 – 230 V 50/60Hz - Leistungsaufnahme 130W - Im Standby 1W - Gewicht 5,2kg - Abmessungen: s.o.
Welche Soundsysteme beherrscht der Receiver? - 2-Kanal-Stereo - Virtual Surround (simulierter Surroundklang bei weniger als 5 Lautsprechern) - Dolby Pro Logic Surround - Mehrkanal Surround (z.B. 5.1-Kanal-Surround, gerade bei DVDs) - Headphone-Surround (für die Kopfhörer) Anwählbare Hörmodi - Virtual (imitierter Surroundklang bei 2 Lautsprechern) - Stereo - Phones Surround (für Kopfhörer) - Standard (Dekodierung von Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, MPEG etc. – ist wirklich ein standard und bietet vollen Hörgenuß; egal was gerade gespielt wird.) - 5-D Theater (in Verbindung mit Dolby Surround-Klangquellen ergibt sich hier eine Wahnsinnsklangtiefe.) - Game (für Videospiele; noch nicht getestet) - TV Surround (imitiert Surround bei z.B: Mono-Filmen) - Musical (Akustik wie im Konzertsaal – kommt sehr gut rüber bei Klassik) - Drama (imitiert einen mittelgroßen Kinosaal – wenig Effekt gegenüber dem Standardmodus) - Action (Verbesserung von Film-Sound)
Der Receiver ist natürlich nix ohne entsprechendes „Zubehör“. In der vorliegenden Konfiguration kommt als Lautsprecherset das Canton-System „movie 5-CX“ zur Anwendung. Der angeschlossene DVD-Player ist der Pioneer DV-444-S. Vor den Genuß hat der Herr das Setup gesetzt. Die Rückseite des Receivers ist zwar sehr zugepfropft mit allerlei Anschlussmöglichkeiten, doch sind diese gut beschriftet und übersichtlich. Das Gerät bietet Analog-, Digital- und optische Anschlüsse. Ordentlich in Ein- und Ausgänge untergliedert. Die „Verdrahtung“ mit den Zusatzgeräten gestaltet sich also sehr einfach. Ein eindeutiges Plus. Über die Fernbedienung und das einfache, klare und übersichtliche Display lassen sich anschließend die Sender des Tuners anwählen und speichern. Dabei kann der Receiver auch mit RDS umgehen. <Glossar: RDS = Radio-Daten-System (z.B. Hörerinfos über das Radiosignal, Sendername, Programmtyp) >
Ebenso wie das Tunersetup erfolgt die Konfiguration der Surround-Soundanlage. Bemerkenswert ist, dass jeder einzelne Lautsprecher getrennt konfiguriert werden kann. Damit ist es möglich auch bei der merkwürdigsten Aufstellung hervorragende Ergebnisse im Sound zu erzielen. Gerade bei meiner Aufstellung (schräg im Wohnzimmer) kam mir diese Möglichkeit sehr gelegen. Das Setup der Lautsprecher ist dabei auch von Laien zu bewerkstelligen, da es sehr einleuchtend und transparent im Handbuch beschrieben ist. Noch ein Wort zur Fernbedienung: Diese ist ebenfalls ein Multitalent. Über anwählbare Codes kann der Fernbedienung klar gemacht werden, dass nun auch der DVD-Player, der Fernseher, der Videorecorder etc. angesteuert werden soll. Das reduziert eigentlich die rasant anwachsende Anzahl an diesen kleinen Drückebergern, doch ersetzt es nicht die Anwendung der vorgesehenen Fernbedienungen der jeweiligen Geräte, da diese doch besser auf den jeweiligen Gerätetyp abgestimmt sind.
<<< Ende des technischen Teils >>> Ritter Teck Nickel stand nun vor mir mit hochrotem Helm. Und heißgelaufenen Kehlkopf. Zitternd nahm er seinen Weinkrug, setzte an …. es zischte …. und fiel erstmal auf seinen Stuhl zurück. Ich gebe zu, dass ich zunächst ziemlich erschlagen war. Aber nun stand das Teil da, mit DVD-Player und einem Heimkino-Soundsystem der Extraklasse. Ich krallte mir die Fernbedienung und das Handbuch und spielte ein wenig herum. Alles funktionierte so wie es sollte. Was hatte ich auch anderes erwartet?
Lange Rede, kurzer Sinn: Der Receiver ist ein Klasseteil. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Gerade in Verbindung mit dem DVD-Player und dem Canton-System verrichtet er brav seinen Dienst. Anschluß und Konfiguration sind quasi ein Kinderspiel. Das Spiel mit der Fernbedienung fasziniert; besonders immer dann, wenn man diese eigentlich gerade auf ein anderes Gerät umgeschaltet hat. Man weiß erstmal nicht, welche Komponente reagiert. Dies mag manchmal verwirren, sorgt jedoch öfter für Heiterkeit. Alles in allem ist dies ein Receiver den ich wärmstens empfehlen kann. Er kostete im Bundle mit dem DVD-Player und dem Canton-System 1799 DEM. Der Einzelpreis liegt derzeit so bei 319 EUR. Ich hoffe, dass Dir – lieber Leser – die Geschichte gefallen hat und Dir meine Beschreibung des Gerätes eine gute Hilfe war. Solltest Du Fragen haben steht Dir frei, diese als Kommentar oder im Gästebuch zu hinterlassen. Ich werden dann ggf. direkt antworten oder aber die Antworten in ein Berichtsupdate einfließen lassen.
Du darfst gespannt sein, wenn die Surround-Saga ihren Fortgang nimmt. Dann folgen die Beschreibungen der anderen Komponenten meines Bundles. Und eine Fortsetzung der Legende um Ritter Teck Nickel. Mit ritterlichen Grüßen Chatritter © 16.02.02 20:52
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18.11.2002 23:31
Da hat der holde Ritter aber mal wieder was feines aus dem Ledertäschle gezogen :) Greetinx, Zart
19.03.2002 15:37
Das mit den Fernbedienungen ist ja inzwischen schon fast Standard...
16.03.2002 15:29
Hey super Bericht! Gefällt mir!! Viele liebe Grüße cinderellala