Pocahontas (Disney 1995)

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Pocahontas (Disney 1995)

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Jetzt führt uns unsere kleine Disneyreise zu den Indianern, zu Pocahontas, der jungen, schönen Häuptlingstochter. Dieser Disneyfilm kam 1995 in die Kinos und begeisterte sein Publikum. Ein Film, der viele Weisheiten parat hält und dennoch auch mit einiger Romantik verzaubert. Doch nun zum ... Bericht lesen





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Hör zu, wenn die Weide zu Dir spricht...
Erfahrungsbericht von Sylviane über Pocahontas (Disney 1995)
11.04.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: alles
Kontra: nichts

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Jetzt führt uns unsere kleine Disneyreise zu den Indianern, zu Pocahontas, der jungen, schönen Häuptlingstochter. Dieser Disneyfilm kam 1995 in die Kinos und begeisterte sein Publikum. Ein Film, der viele Weisheiten parat hält und dennoch auch mit einiger Romantik verzaubert.

Doch nun zum Inhalt des Films:
Pocahontas ist eine junge Indianerin, Tochter des Häuptlings und bald so alt vermählt zu werden. Der Bräutigam steht auch schon fest, denn sie soll den stärksten Krieger des Stammes heiraten. Doch Pocahontas fühlt sich nicht dazu bereit und möchte lieber ein Leben in Freiheit genießen. Zu gern streift sie mit ihrem kleinen Freund einem Waschbären durch die Gegend und erlebt kleine Abenteuer.

Auf einem ihrer Streifzüge entdeckte sie ein großes Schiff. Mit diesem war John Smith angekommen aus London gekommen. Doch nicht nur Smith war an Bord gewesen, auch der böse Ratcliffe, der das Land der Indianer besetzen wollte im Namen der Krone, um dann dort auf Goldsuche zu gehen.. Koste es, was es wolle.
Auf einer Entdeckungstour begegnen sich Smith und Pocahontas. Vorsichtig nehmen sie Kontakt auf und eine ganz vorsichtige Freundschaft entsteht. Beide sind fasziniert von einander vor allem auf Grund ihrer Unterschiedlichkeit.
Doch während sich zwischen Pocahontas und John Smith zarte Bande bildeten, entdeckten die Krieger des Stammes Ratcliffe und seine Leute. Diese waren damit beschäftigt ein Fort zu bauen, um Schutz vor den Indianern zu haben. Schließlich hatte Ratcliffe es in erster Linie auf das Gold abgesehen, dass er hier in der Gegend vermutete.

Aber davon ahnten Pocahontas und John Smith nichts. Sie lernten einander kennen und jeder brachte sein Anliegen hervor. Smith erzählte ihr vom Anlegen der Städte, in denen sie in London lebten und Pocahontas machte ihn darauf aufmerksam wie schön die Natur hier doch sei und dass alles das, was jetzt so bezaubernd sei durch den Städtebau zerstört würde.
Und Smith hörte zu, auch als sie ihm erklärte, dass der Mais viel wichtiger sei als alles Gold, weil er die Indianer ernäherte. Gold könne man nicht essen.
Und Smith nahm sich auch dieses zu Herzen.

In ihrer Freude über die Freundschaft zu dem jungen Mann, nahm Pocahontas ihn mit zu Großmutter Weide, einem Baum, der ihr schon immer Rat gegeben hatte, wenn sie ein Problem hatte. Eine knorrige alte Weide, die mit einer Weisheit umgeben war, wie sie größer nicht hätte sein können. Und auch zu John Smith sprach der Baum und brachte den jungen Mann doch arg ins Nachdenken.

Aber es war im Grunde schon zu spät. Im Indianerdorf machte sich alles auf einen Angriff bereit, denn die Eindringlinge sollten vertreiben werden, damit die Ruhe und Frieden bei den Indianern gesichert sei. Pocahontas flehte und bat, keinen Kampf aufkommen zu lassen und auch John Smith im feindlichen Lager versuchte sein bestes, um es zu keinem Krieg kommen zu lassen.
Doch vergebens beide Parteien waren davon überzeugt, gegen einander kämpfen zu müssen. Um Pocahontas zu warnen begab sich Smith in den Wald. Dabei kommt es zu einem Zusammentreffen mit den Indianern und Smith wird gefangen genommen. Da er einen Mann getötet hatte, wird er vom Häuptling verurteilt zum Tode. Doch Pocahontas, nun ihrer Liebe zu Smith sicher, wirft sich dazwischen und versucht Gnade für ihren Liebsten beim Vater zu erlangen.
Wird es ihr gelingen? Wird es zu einer friedlichen Einigung überhaupt kommen? Und wird diese Liebe zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen überhaupt bestand haben können? Oder wird jeder in seine eigene Welt zurück kehren, weil die Unterschiede einfach zu groß sind?
Alles offene Fragen, die ihr beim Ansehen dieses Filmes lösen könnt. Mehr verrate ich nämlich jetzt nicht.

Meine Meinung zu dem Film:
Ich habe Pocahontas sehr gerne gesehen, obwohl ich zunächst bedenken hatte, dass sich ein Disneyfilm mit solch einem Thema befasst. Schließlich war ich zuvor in erster Linie niedliche Geschichten mit kleinen Hunden (101 Dalmatiner, Susi und Strolch) oder Katzen (Aristocats) usw gewohnt gewesen. In diesem Film wurde sich eines ernsteren Themas bedient und ich war gespannt, was dabei herauskommen würde...

Und es kam ein Meisterwerk heraus. Ein Film, der unglaublich viele lustige Momente hat, vor allem durch einige Tiere, die in der Story vorkommen und immer wieder für kleine witzige Begebenheiten sorgen. Sie ziehen sich durch den gesamten Film und man hat immer wieder etwas zu lachen.

Die Charaktere sind auch wieder wunderbar gewählt. John Smith ist ein Held wie er im Buche steht und Pocahontas verkörpert ganz und gar, die schöne und stolze Häuptlingstocher, die so frei und ungezwungen aufgewachsen ist.

Der böse Ratcliffe ist so unsympathisch wie er für seine böse Rolle nur sein kann. Wirklich wieder einmal brillant gezeichnet.
Doch am liebenswertesten und am vielsagensten ist für mich die Figur der alten Weide. Dieser knorrige, alte Baum hat einfach etwas faszinierendes an sich. Es ist tröstlich daran zu denken, welch eine Lebenserfahrung so ein alter Baum haben müsste. Was er alles gesehen und mit erlebt hat... Wie er einem tatsächlich mit Rat und Tat zur Seite stehen könnte, wenn er wirklich sprechen könnte sie in diesem Film. Ein tröstlicher Gedanke. Aber ich denke, dass dieser symbolträchtige Baum sehr wohl dafür steht, dass der Mensch einen Zufluchtsort braucht, so wie Pocahontas ihn bei Großmutter Weide findet. Einen Ort, wo man mit sich selbst allein sein kann und der einen tatsächlich in mancher Situation Trost und den richtigen Gedanken spenden kann.

Doch Disney lehrt uns mehr in diesem Film. Er lehrt uns Respekt vor der Natur, vor anderen Lebensweisen und dass unsere sogenannte Zivilisation vielleicht gar nicht so zivilisiert ist.
Viele Punkte zum Nachdenken in diesem Film, der aber ebenso unterhaltend ist.

Die Musik in diesem Film ist einfach bezaubernd. Sie passt wieder einmal unendlich gut zu den schönen Zeichnungen und der Film lebt durch sie auf.
Ich vergebe diesem Film wieder einmal alle Sterne, denn er ist es wert.
Es gibt übrigens auch eine Fortsetzung, die allerdings nicht in die Kinos gekommen ist, sondern nur als Video erhältlich ist.

In jeder guten Videothek sollte es Pocahontas auszuleihen geben, ansonsten auf alle Fälle auf Video käuflich zu erwerben. Inzwischen bestimmt auch auf DVD.
Der Film ist freigegeben ohne Altersbegrenzung. Und ich kann auch sage, dass ihn meine Kinder sehr gerne sehen und viel Spaß daran haben..


   
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