Der phantastische Roman "Pollen" bildet den zweiten Band der sogenannten Manchester-Trilogie von Jeff Noon, die mit "Gelb" begann und mit "Nymphomation" abgeschlossen wurde:
Gelb (O-Titel: Vurt)
Pollen (Pollen)
Nymphomation (immer noch nicht übersetzt)
Inzwischen hat Noon, nicht faul, bereits ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von mima17 über Pollen / Jeff Noon 31.01.2004
Produktbewertung des Autors:
Niveau
anspruchsvoll
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
ziemlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Pro:
sehr originell, spannend, unterhaltsam, humorvoll, gut übersetzt
Kontra:
anstrengende Lektüre, hoher Preis, bei Amazon vergriffen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Der phantastische Roman "Pollen" bildet den zweiten Band der sogenannten Manchester-Trilogie von Jeff Noon, die mit "Gelb" begann und mit "Nymphomation" abgeschlossen wurde:
Gelb (O-Titel: Vurt) Pollen (Pollen) Nymphomation (immer noch nicht übersetzt)
Inzwischen hat Noon, nicht faul, bereits einen weiteren Science Fiction-Roman vorgelegt: "Automated Alice" (*Alice im Automatenland*). Außerdem erschienen bis 2004:
Pixelsalat (O-Titel: Pixel Juice) Needle in the Groove (unübersetzt) Falling out of cars (dito)
Handlung °°°°°°°°°°
Manchester in der nahen Zukunft. Die virtuelle Realität des Vurt beherrscht die Ideen und Träume der Menschen in der verfallenden Großstadt. In den Vurt kann man sich per drogengetränkter Federn begeben - manche sind gelb und tödlich, manche nur hip. Aus dem Vurt kommen seltsame Wesen, über den Vurt können manchen Menschen besser kommunizieren -per Telepathie - als mit den armen vurt-losen, daher quasi feder-losen Dodos.
Es gibt eine Vorstufe des Vurt, den Shadow. Er funktioniert mit Empathie. Sibyl Jones ist eine Shadowpolizistin und ein Dodo. Sie kommt einer Mordserie auf die Spur. Ihre Ermittlungen werden allerdings von der eigenen Behördenspitze behindert. Dort ist man nicht daran interessiert, den Mord an einem harmlosen Taxifahrer aufzuklären. Allerdings hatte der Cabby zwei merkwürdige Passagiere, die aus dem Niemandsland außerhalb der Stadt kamen und nun verschwunden sind. In seinem Mund wächst eine Pflanze.
Auch die Xcab-Fahrerin Boda ist an der Aufklärung des Mordes interessiert: Der tote Cabby war ihr Freund. Er hatte zwar Frau und Kind, aber Boda ficht das nicht an. Boda hat den Stadtplan Manchesters über den Vurt quasi eingebaut, über den Vurt steht sie mit der Zentrale in Verbindung.
Wie sich herausstellt, ist die Zentrale namens Columbus in einer Allianz mit der Polizeispitze und mit einem Vurtwesen, das sich als "Herrscher des Hades" beschreiben ließe. Es war eines der Passagiere des toten Cabby. Der andere ware seine junge Braut, Persephone. Sie wollen mit den Pollen der Pflanzen, den sie verbreiten, den Vurt der Stadt übernehmen.
Im einzigen Piratensender Manchesters spielt der DJ Gumbo-Ya-Ya Oldies aus den Golden Sixties und verkündet täglich den steigenden Pollengehalt in der Luft. Gumbo scheint ständig auf Hasch high zu sein - ein wahrer Lichtblick, dieser Typ, in der grauen, bedrohlicher werdenden Vurtualität der anderen. Gumbo bringt Bodas Anliegen, die Suche nach ihrem Cabby, zur Sprache. Und er findet heraus, dass Sibyl Jones ihre Mutter ist.
Im weiteren Verlauf der Handlung - der hier nicht veraten werden soll - vereiteln Boda, Gumbo, Jones, all die Vurtwesen, die Robohunde und die Zombies mehr oder weniger gemeinsam den Erfolg der Intrige von Hades, Persephone, Columbus und Polizeispitze.
Mein Eidnruck °°°°°°°°°°°°°°
Die Manchester-Trilogie - und so auch *Pollen* - gehört sicher zu den innovativsten und phantasievollsten Büchern in der SF der letzten Jahre. Zum Glück hält sich Noon nicht mit den technischen Feinheiten der Polleninvasion aus dem *Vurt* auf, sondern weiß dem Leser die Innenwelt der Charaktere nahezubringen, allen voran das Schicksal von Sibyl Jones und Boda.
So wird aus seiner Geschichte nicht ein Spiel um seiner selbst willen, sondern ein Drama mit menschlicher und sogar tragischer Tiefe - mit einem Hauch von Philip K. Dick und William Gibson. Empfehlenswert für Leser, die nicht vor dem Ungewöhnlichen und Unwissenschaftlichen zurückschrecken.
Die Übersetzung von Ute Thiemann bringt - wie schon in *Gelb* - die Sprache und Noons Wortschöpfungen kongenial ins Deutsche.
Polen ist die Fortsetzung von Vurt, dem einzigen Roman von Jeff Noon, den ich nie gelesen habe. Aber das alleine zeigt ja, daß es ein Buch ist, daß man auch außer Serie lesen kann.
Wie alle Bücher Noons spielt es in einem Manchester der nahen (?) Zukunf ...
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Pro: spannendes, unheimliches Buch mit guten Charakterzeichungen Kontra: für Noon-Neulinge etwas komplizierter zu verstehen
Pollen war das erste Buch, dass ich von Jeff Noon gelesen habe, jedoch sein zweites großes Werk nach „Vurt“. Es war der erste Schritt in meinem Jeff-Noon-Bewunderer-Dasein, welches sich im übrigen auch auf die Bücher „Pixeljuice“ ...
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Pro: witziger, unterhaltsamer, verrückter Roman Kontra: nada
...dann flüchtet auch noch der Papagei Whippoorwill von Alices Großtante aus seinem Käfig und verschwindet in der Wanduhr. Natürlich folgt Alice ihm. Aus dem England des 18. Jahrhunderts gelangt sie dabei in das Jahr 1998 und in die automatisierte Welt. Auf ihrer Suche nach dem Papagei steht Alice dabei immer seltsameren Rätseln gegenüber. Sie findet Teile ihres verlorenen Puzzles, ihre Schwippschwester Celia und trifft auf merkwürdige Lebewesen, von Computermiten bis zu Mischungen zwischen Dachs und Mensch. Außerdem wird sie fast Opfer der Gesetzvipern.
Und sie begegnet sogar ihrem Schöpfer Lewis Carroll.
Der Inhalt dieses Buches ist nur schwer zu erklären. Sei noch gesagt, dass es nicht schlecht ist, wenn man schon ein paar andere Bücher von Jeff Noon gelesen hat, zum Beispiel „Gelb“, „Nymphomation“ oder „...
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...Der Manchester-Bürger (die Eingeborenen bezeichnen sich als "Mancunians") Jeff Noon, ein Musiker, Maler und Bühnenautor, ist mittlerweile in der Phantastik-Szene ein erfolgreicher Senkrechtstarter mit vier veröffentlichten Romanen: "Gelb", "Pollen" und "Nymphomation" bilden die Manchester-Trilogie.
Gelb (O-Titel: Vurt)
Pollen (Pollen)
Nymphomation (immer noch nicht übersetzt)
Inzwischen hat Noon, nicht faul, bereits einen weiteren Science Fiction-Roman
vorgelegt: "Automated Alice". Außerdem erschienen bis 2004:
Pixelsalat (O-Titel: Pixel Juice)
Needle in the Groove (unübersetzt)
Falling out of cars (dito)
Für "Gelb", das im Oktober 1993 von einem kleinen unabhängigen Manchester-Verlag veröffentlicht wurde, erhielt er den Arthur C. Clarke Award; es wurde in mindestens 15 Sprachen übersetzt und gilt als das "Uhrwerk Orange" der 90er...
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Pro: spannend, unterhaltsam, grotesk-satirischer Humor, kühne Zukunftsvision, gelungene Übersetzung Kontra: hoher Preis für ein Paperback
...das Lesen leicht, doch sollte man dabei die zahlreichen intelligenten und mitunter witzigen Einfällen nicht übersehen, die dem australischen Autor eingefallen sind.
Statt an Philip K. Dick hat mich "Logoland" weitaus mehr an den Schotten Irvine Welsh ("Trainspotting") und den Manchester-Briten Jeff Noon ("Alice im Automatenland", "Gelb", "Pollen", "Nymphomation") erinnert: der gleiche Einfallsreichtum, der gleiche Mut zur Groteske, nur diesmal übertragen auf die Wunderwelt der Globalwirtschaft. Logoland, wir kommen!
Michael Matzer (c) 2009ff
Info: Jennifer Government, 2003; Heyne 07/2003, München; 400 Seiten, EU 12,00, aus dem US-Englischen übersetzt von Anja Schünemann; ISBN 3-453-86947-8...
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