Farbwechsel... gelungen. :-)
26.03.2009
Pro:
preiswerte, in der Anwendung anspruchslose Haarfarbe, führt zu guten, vorzeigbaren Ergebnissen
Kontra:
nicht ganz perfektes Gesamtbild, unzulängliche Pflege angesichts der Strapazen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Kaufanreiz
Farbintensiät:
Einwirkzeit:
Haarverträglichkeit
Kopfhautverträglichkeit
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 122 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Zwei Male habe ich nun schon je zwei Packungen der neuen „Poly Palette - permanent natural colors“ benutzt, seit diese auf dem Markt sind (September 2008, so viel ich lesen konnte). Nein, nicht passend zum neuen Farbkleid bei ciao sondern passend zu einem anderen „Look“ hatte ich mich auch aus Kostengründen entschieden im Dezember 2008 mein blond gesträhntes Haupthaar mal wieder einer Typveränderung auszusetzen, dem doch sehr regelmäßig erforderlichen und dann recht kostspieligen Nachfärben der Strähnen wollte ich mit einer Globalfärbung entgegen wirken, so meine Vorstellung. Die gewählten Nuancen waren nicht SO weit entfernt von meiner natürlich straßenköterblonden Nichthaarfarbe zwischen Mittel- und Dunkelblond, ein Ansatz oder eine relevante Abweichung sollte doch zu vermeiden sein. Abgesehen davon kostet eine Packung nur 2,99 Euro, ich habe sie jeweils im Schlecker gekauft, der war einfach am Nächsten. Soweit zur Theorie und Motivation. Bei der ersten Gelegenheit kurz vor Weihnachten 2008 verwendete ich zwei Packungen der Nuance 55 „Zimt hellbraun“, bei der zweiten jeweils eine 55 und eine 46 „Caramel Goldblond“. (Die Schleckerfachverkäuferin hatte mir vermittelt, dass das Mischen von zwei Haarfarben aus der gleichen Produktlinie durchaus ungefährlich sei.)
„Lang anhaltende natürliche Farben voller Leuchtkraft, perfekte Grauabdeckung und glänzend gepflegtes Haar: Das ist die Welt von Poly Palette Permanent Natural Colors. Die Experten von Schwarzkopf haben mit Poly Palette Permanent Natural Colors eine Coloration mit natürlich lang anhaltenden Farben entwickelt, die dank Aloe Vera das Haar vor dem Austrocknen schützt. Die innovative Formel mit Aloe Vera in der Color-Creme spendet Feuchtigkeit und schließt diese während des Colorierens im Haar ein. Die beiliegende Pflege-Glanz Kur mit Aloe Vera glättet die Haarstruktur nach dem Färben und gibt dem Haar einen atemberaubenden Glanz.“
So weit der Hersteller unter henkel.de, sehr empfehlenswert für alle Info zur Farbe, Anwendung etc.: http://www.polypalette.de/produkte/permanent-natural-colors/
Aha, und da haben wir sie wieder, die Aloe Vera, immerhin drei Male in wenigen Sätzen erwähnt, das muss doch was sein? Nein, wenn auch die „innovative Formel“ MIT „Aloe Vera“ (-Blättern?, -Wurzeln?) versehen ist, einen Nachweis für irgendeine relevante Wirksamkeit gibt es noch immer nicht. Aber das ist jetzt wirklich ein anderes Thema. *g*
Pro ganz schick und in ökologischem Design gefertigter Verpackung (aus Glanzkarton ;o))) sind die übliche Tube „Color Creme“, eine „Anwendungsflasche mit Entwickleremulsion“, eine „Pflege-Glanz-Kur (Aloe Vera!)“ und eine Gebrauchsanleitung nebst einem Paar dieser knisternden und nicht geschmeidigen Paar Handschuhe enthalten. Mit Warn- und Schüttelhinweisen halte ich mich mal nicht auf. Die „Farben“ aus der Tube sehen schon mal „natürlich“ aus. Inklusive einem recht unappetitlichen gräulichen Rest lassen sich die Farbstränge aber auch gut aus der Tube in die Flasche pressen. Wegen meiner zuletzt praktizierten Vermischung der Farben habe ich einfach den ganzen Kram aus beiden Packungen in eine Glasschale gegeben und mit meinem „Haarpinsel“ vermischt, das ist ein Backpinsel den ich mal irgendwann „blondiert“ habe als ich mich ganz professionell an eine Strähnchenblondierung wagen wollte. Ja, lacht nur. Die Mischung duftet schon nach „Haarfarbe“, aber durchaus gesund. Also, wenn man schon seine Haare färbt, kann man ein gutes Gewissen haben. Zunächst mal.
Die Anwendung selbst gestalte ich dann relativ – robust. Ich gebe einfach das Zeug auf mein Haupt. *Franzi wink* Ich beginne mit den am meisten sichtbaren (jaaaa, um das Gesicht herum) Partien und matsche da fröhlich und nicht zu zaghaft alles zu was geht, dann das Deckhaar, dann die „hinteren“ Partien wobei ich da eher nach meinem Gefühl gehe, denn die sehe ich ja nicht. (Zu diesem Anlass habe ich übrigens einst ein „Haarfärbehandtuch“ ausgewählt, nur mal so nebenbei, das schlinge ich mir galant um die Schultern und befestige es vor meinem Dekolletee mit Wäscheklammern.) Dann „verkämme“ ich die Ansätze und das Deckhaar mit einem grobzinkigen Kamm und schließlich matsche ich alles was noch da ist in die Längen, und die sind ja nun nicht zu knapp. Wenn ich damit fertig bin und genug umher geknetet habe stülpe ich einfach einen dieser Handschuhe zur Befestigung über den Haarberg auf meinem Kopf und warte. Statt der empfohlenen 30 Minuten auch gern 10 bis 15 Minuten mehr.
Weder durch den Geruch noch durch das Einwirken der Farbe selbst fühlte ich mich über Gebühr belästigt. Das ist halt Haarfarbe, und in dieser Hinsicht ist sie wirklich „gut“. Auch das Ausspülen derselben aus den Haaren gestaltet sich relativ störungsfrei, Reste werden auch aus der Sanitärkeramik rückstandslos entfernt, die Haut lässt sich mit Reinigungslotion gut säubern, auch Pullover (ja, ich habe wieder gekleckert!) nehmen die Coloration nicht an. Die nach dem Färberitual empfohlene Spülung duftet angenehm, aber nun auch nicht zum Dahinschmelzen, das Haar fühlt sich schon in Ordnung an, aber irgendwie auch nicht „nach mehr“.
Womit wir also beim Ergebnis selbst wären:
Der allgemeine Haareindruck ist – na ja – jedenfalls nicht besser als vor dem Färbemanöver. Aber wenn’s denn nach dem Trocknen auch noch gut aussieht und sich irgendwie sortieren ließe, das wäre ja dann… famos! Die Spülung berauscht also nicht, ich kenne da andere Produkte mit weit mehr Befriedigungsfaktoren, das Haar ist nicht mehr, eher weniger gepflegt als zuvor, aber auch das schockiert und überrascht mich nun nicht.
Mein erster Versuch mit der Farbe fand ja mit zwei gleichen Nuancen statt (wir erinnern uns, das stand irgendwo da oben), und ich war nicht so ganz zufrieden. Obwohl ich mit dem Färben bzw. Tönen meiner Haare schon reichlich Erfahrung habe, hier blieben mir die Längen derselben doch auf der Strecke. Ich hatte zwar alle Haare wirklich gleichmäßig und reichlich mit der Farbmischung bedeckt und diese auch ordentlich verteilt, angenommen haben die Farbe aber nicht alle Partien gleichmäßig. Von Argumenten wie: „Dann sind deine Haare sicher in den Längen zu sehr strapaziert“ will ich im übrigen nichts hören, ich hatte kurz vor der ersten Aktion empfindliche 20 cm abschneiden lassen, jedenfalls so viel wie die (überaus geeignete) Friseurin „für nötig erachtete“, ich ließ ihr die freie Wahl. Die Farbe sah im Deckhaar auch sehr kräftig, lebendig, natürlich und schön aus, mein aktuelles Profilpic zeigt das Ergebnis. Auch die versprochene Nuance wurde durchaus gut getroffen. In den Längen allerdings zeigte sich die Farbe eher – unscheinbar. Beim zweiten Versuch (vor zwei Wochen) mit dem Gemisch war das Ergebnis nicht sonderlich anders, nur angepasster. Die Mischung mit der leicht helleren Nuance sieht ebenso fabelhaft und ausgesprochen gut im Haupthaar aus, die Längen allerdings mit doch immer noch 20 cm ab dem Nacken sind nicht ganz so gelungen, wenn auch irgendwie besser als beim letzten Mal. Ich erwarte keinesfalls Homogenität bei der Farbe, aber schon eine gewisse Gleichmäßigkeit, und dieses Mal wurde die Farbe so, dass jedenfalls ein „Hochstecken“ nicht zu merklichen Farbabweichungen führte, das war allerdings beim ersten Versuch der Fall. Was die Farbe angeht, bin ich also eher semioptimal begeistert.
Die Haltbarkeit der Farbe ist für eine „dauerhafte Coloration“ wieder durchaus gut. Zwar hatte ich den Eindruck die Intensität der Farbe würde ebenso verblassen wie das „dunkle“ Erscheinungsbild meiner Haarpracht, aber das kann auch einfach an mir liegen und an der Gewöhnung an die neue Haarfarbe. Wie erwartet hatte ich aber keine nervenden „Ansätze“ zu vermelden, die erste Farbe wuchs nicht oder kaum sichtbar heraus als ich dann die zweite Ladung bemühte. Und die wendete ich eben erst nach etwa drei Monaten an, also das ist schon in Ordnung, finde ich.
Insgesamt empfinde ich die „natural colors“ also als durchwachsen, allerdings grundsätzlich positiv. Das irgendeine Haarfarbe „gut“ für die Haare wäre (mal abgesehen von Henna) halte ich nicht für möglich. Ich habe hier ein preiswertes Produkt gekauft das jedenfalls annähernd die gewünschten Ergebnisse liefert, wenn man keine Wunder erwartet. Generell ist die versprochene Farbe sehr zuverlässig entstanden und auch lange haltbar. Sie ist preiswert und einfach anzuwenden, Irritationen habe ich weder in meinen Haaren noch auf der Kopfhaut bemerkt.
(Wer Interesse an den Inhaltsstoffen hat: bitte die Fotos ansehen)
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12.09.2009 17:47
also nicht mit mir...
14.07.2009 19:04
Ich wollte mir ja mal meine Haare blond färben.
06.05.2009 10:59
sehr schön ausführlich beschrieben. Zum Thema Aloe Vera... Das ist doch nur verkaufsfördernd, genauso wie Q10. Da hat irgendeiner mal gesagt, dass es schön macht und die Leute rennen die Tür nach solchen Produkten ein. Leider sind mir die farben zu natürlich. Ich bevorzuge dann eher die Feuerrote Linie. :) Lg Daniela