Polygamie

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Polygamie und warum es nicht funktioniert!

1  22.07.2004

Pro:
aufregend, abwechslungsreich, große toleranz

Kontra:
es funktioniert einfach nicht

Empfehlenswert: Ja 

smloost

Über sich:

Mitglied seit:05.07.2004

Erfahrungsberichte:16

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 32 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich hab mich eine Zeit lang mit der Polygamie auseinander gesetzt, wollte diese auch praktizieren. Jedoch bin ich kaum über die Theorie hinaus gekommen bzw. sind die ersten Praxisversuche kläglich gescheitert.


Meine Definition der Polygamie
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Ich denke, es ist wichtig diese hier anzuführen, da es viel Auslegungssache ist, wie man diese praktizieren kann.

Polygamie, so dachte ich wäre eine ideale Lösung, der herkömmlichen monogamen, oft langweiligen und eintönigen Beziehung zu entfliehen.

Ein Leben, sehr an die Freiheit und Unabhängigkeit gebunden. Mehrere sexuelle Partner mit ev. Freundschaft zu diesen. Jedoch keine zu enge Bindung etc.

Eben mehrere "Beziehungen" ohne die Beziehungsprobleme wie Eifersucht, Langeweile, Eintönigkeit, nebeneinander herleben etc.

Ach, wie war ich diesen überdrüssig.


Warum möchte Frau das nun?
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Es gibt sie, die Exemplare Frau, die nicht gluckenhaft auf ihren Männern sitzen und Familie als DIE einzig wahre Erfüllung sehen.

Es gibt sie, jene die nicht nur einen Partner bis ans Lebensende haben wollen. Das sind meist solche, mit mehreren Erfahrungen. Frauen werden wählerisch und nehmen nicht mehr alles als Gegeben hin. Frauen fordern heutzutage.

Es gibt auch jene, die einfach auf Sex stehn und dies auch ungeniert und offen ausleben wollen. Ohne gleich Schlampen zu sein.

Diese Frauen, zu denen ich mich selbst auch zähle denken zumindest mal an Polygamie.


Was spricht nun dafür?
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Im Grunde hat man so die Möglichkeit sein Gelüste frei auszuleben, ohne dabei jemanden zu verletzen oder zu betrügen.

Eine große Toleranzgrenze und viel Freiheit.

Auch wird es nicht langweilig weil sich immer wieder neue Erlebnisse auftun, von denen beide Partner profitieren können.


In der Praxis!
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1. Erkenntnis

Ein lustiger Abend einer Singlefrau in der Disko, ein lustiger und sympathischer Mann an der Seite - die Anziehung passt, die Lust passt! Ein potenzieller One oder More-Night-Stand. Frau lässt sich darauf ein - und es wird im Idealfall auch eine Nacht die sich lohnt. (Die Praxis zeigt leider oft das es verschwendete Mühe war, aber das ist ein anderes Thema). So im Idealfall kommt es auch zum Orgasmus.

Und genau hier macht uns Frauen schon mal die Natur einen Strich durch die Rechnung. Beim Orgasmus (sowie bei der Geburt, und beim Stillen auch) wird das Hormon Oxytoxin freigesetzt. Dieses ist für die Bindung oder Beziehung zwischen zwei Menschen zuständig. Was so viel heißt wie, sofern man vor dem Sex noch nicht verliebt war - so besteht das Risiko eindeutig danach.

In der Praxis machte sich dieses so bemerkbar, das man nach einem One-Night-Stand schnell wieder zu einen neuen Partner übergehen kann. Alles paletti. Nur wenn’s einmal gut war, will man mehr. Man lässt sich eine zweite Nacht auf den selben Typen ein, und zack Frau ist spätestens nach dieser zweiten Nacht verliebt. Bewirkt durch das Oxytoxin.


2. Erkenntnis

Männer und Frauen die Polygamie wollen. Dies ist nun der Fall 2, so in der Praxis erlebt.

Frau lernt Mann kennen, und stellt von Anfang an klar. 1. Ich will meine Freiheit, 2. Ich praktiziere Polygamie 3. Fixe Beziehung ist nicht.

Zwar akzeptieren Männer dies im Vorfeld, ev. auch an Mangel an Wissen was Polygamie nun eigentlich ist, halten sich aber ganz und gar nicht daran.

Erste Eifersüchtelein stellen sich ein. Besitzansprüche machen sich breit. Generell wird mit allen Mitteln versucht die Frau Ding-Fest zu machen. Ist das der Stolz der Männer? Verlieben sich in eine Frau, und sobald man zusammen ist, versuchen sie mit allen Mitteln die Prinzipen ihrer Auserkorenen zu verändern und zu verdrehen bis sie eine Frau ist, in die sie sich nicht verliebt haben??? *grübel*

Jedenfalls scheint es als können viele Männer das nicht akzeptieren, während sie es selbst oft praktizieren.


3. Erkenntnis

Die Liebe. Passiert es nun, trotz aller Gedanken um die Polygamie das sich Frau verliebt (nicht erst nach den ersten Sex), dann ist die Monogamie fast unumgänglich. Plötzlich zählt nur noch dieser eine Mann, nur noch Sex mit dem einem zählt und das Interesse an anderen schwindet gänzlich.

Scheint als würde das Oxytoxin auch dies steuern. Somit, da weder Lust noch Interesse an anderen Typen besteht - scheitert die Polygamie schon im Ansatz.


Fazit
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In einer gelangweilten Beziehung scheit Polygamie plausibel und erstrebenswert. Jedoch zeigt die Praxis, das man in einer glücklichen, erfüllenden Beziehung genug Mann bekommt. Auch wenn’s nur einer ist.

Polygamie ist vielleicht ein Wunsch, jedoch in der Liebe funktioniert sie nicht. Deshalb nur ein Stern.


Nachtrag
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Ich dachte nicht , das dieser Beitrag so viel Wirbel verursacht.

Um hier noch einmal eines deutlich klarzustellen. Es ist meine Definition von Polygamie - ich sage nicht, das man es genau So leben müsste.

Ich will hier auch niemanden in irgendwelche Schubladen stecken mit den Aussagen die ich beschrieben habe. Ich wollte damit nur meine Erfahrungen zu dem Thema aufzeigen.

Das Polygamie noch weitaus andere Bereiche umfasst ist auch klar. Wie zB das Beziehungsleben. So weit bin ich allerdings nicht gekommen und ich hab für mich erkannt, das ich Polygamie vermutlich nie wirklich praktizieren kann.

Denn auch ich liebe einen Partner. Mit Betonung auf EIN. Da zählt nur noch eine Person für mich. Was natürlich nicht ausschließt das andere mit mehreren Partnern glücklich werden oder ebenfalls nur mit einem.

Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, das es bei mir schon in den Ansätzen gescheitert ist - Gründe hab ich ausführlich oben beschrieben.
Eben, das es bei MIR nicht funktioniert. Bei anderen vielleicht schon.


Ich bitte darum diesen Bericht objetiv zu betrachten und als diesen zu nehmen wie er ist, und nicht Diskussionen über die Definition von Polygamie zu beginnen, oder Moralfragen, oder persönliche Einstellungen etc.

Fremdgehen ist wenn ich etwas bewusst verheimliche - von was ich sprach ist von offenen Beziehungen wo auch die mehreren Partner von einander wissen. Nicht´s anderes.

Danke!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
justknow

justknow

30.08.2004 12:49

Ein Bericht der ankommt, auch wenn ich ganz anderer Ansichten bin als Du!

anahata

anahata

25.08.2004 11:43

Der Titel deines Berichtes hat mich dermaßen abgeschreckt, dass ich ihn beinahe nicht gelesen hätte. Warum es nicht funktioniert klingt so endgültig und deine biologischen Beweise (Oxytozin etc) die du bringst scheinen so zwingend. Es gibt auch andere Erfahrungen. Und auch andere Lebensweisen. Ich lebe beispielsweise mit meiner Freundin eine offene Beziehung und das ganz gut, seit 8 Jahren. Das funktioniert. Mit ihren Freunden, genauso gut wie mit meinen Freundinnen.

kopfchaos

kopfchaos

28.07.2004 09:19

äähhmm..... bigamie ist ja bei strafe verboten..... kennst du auch die strafe ? zwei schwiegermütter..... *grin*

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