Ein Porsche wird anders alt
13. Aug 2002
Pro:
Porsche 911 Fahren, so wie es sein muss
Kontra:
Wenn etwas grösseres Defekt ist, könnte der Urlaub ausfallen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Zuverlässigkeit:
Fahreigenschaften:
Bedienung:
Platzangebot:
mehr
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Die Reihe der 911er, die auf dem Gebrauchtwagenmarkt zur Verfügung stehen, ist lang. Angefangen von fast-Klassikern aus den Siebzigern über die 3-Liter und 3,2-Liter Versionen gibt es bis hin zu 3,6-Liter und dem letzten luftgekühlten, dem 993 verschiedene 911er Fahrzeuge. Natürlich ist auch der 996, als aktuelles Modell der grossen Familie zu bekommen. Auch bei dieser letzten Stufe gibt es schon wieder Modellpflegen. ICH selbst habe mich für einen 3,2 Liter 911 Carrera entschieden. Mit der Erstzulassung von 1984 ist der Wagen jetzt 18 Jahre alt. Da könnte man bei anderen Automobilen schon von einem langsamen Einstieg in das Seniorenalter sprechen. Nicht so bei dem 911. Mit gut 100000 Kilometern auf dem Zähler ist hier lediglich eine „solide Einfahrzeit“ verstrichen.
MOTOR und ANTRIEB: Der Grund für einen 3,2-Liter - also für die Generation von Porsches 911, die von 1983 bis 1989 gebaut wurden – liegt auf der Hand: Mit elektronischer Zünd- und Einspritzanlage sind diese
Motoren sehr modern. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Fahrleistungen gegenüber dem Vorgänger 3,0-Liter durch diese Komponenten enorm verbessert wurden. Gut, wir sprechen von 231 PS bzw. 217 PS im Vergleich zu 180 PS beim 3,0er Motor. Der Durchzug des Motors aus niedrigeren Drehzahlen und die Leistungsabgabe im oberen Drehzahlbereich ist stark zu spüren. Ausserdem ermöglicht die digitale Motorsteuerung den Anschluss einer Lambdasonde auf einfache Weise. Damit lassen sich also die 911er, die nicht mit Katalysator ausgerüstet sind, nachrüsten, ohne alles zu erneuern. Eine grosse finanzielle Erleichterung im Vergleich zu älteren Modellen des 911. Meine Erfahrung mit der Nachrüstung eines Kat ist allerdings nicht nur positiv: Durch den höheren Gegendruck der Abgasseite verliert der Motor an Durchzugskraft. Der Verbrauch steigt an, wobei das auch mit der Tatsache zu tun hat, dass jetzt mit Super 95 statt mit Superplus 98 gefahren wird. Die Kat-losen 911 waren wegen höheren Wirkungsgrades ab Werk auf 98 ROZ eingestellt. Die Gesamtbilanz der Kraftstoffkosten ist aber bei mir die selbe. Man zahlt weniger pro Liter, davon tankt man mehr Menge. INNENAUSSTATTUNG: Der 911 aus dieser Zeit war in der Mehrheit mit Farbkombinationen geliefert worden, die man auch heute noch schön und sportlich ansehen kann. Die Sitze meines Fahrzeuges sind auch heute noch super. Mit elektrischer Verstellung und elektrischen Spiegeln ist man durchaus mit dem Luxus umhüllt, der heute überall Standard ist. Von einer Klimaanlage kann ich nichts Gutes schildern. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass die Autos, die ich angeschaut habe und mit Klima „gesegnet“ waren, meist überteuert waren und die Kälteanlage trotzdem nicht sauber gearbeitet hat. Das Platzangebot im 911er aus dieser Zeit ist nicht übel. Zu zweit mit Gepäck ist man nett unterwegs. Hinten sitzen – sagen wir aufhalten – könnte sich jemand, der über nicht zu viel Körperfülle verfügt. Für Kinder ideal, ist doch für Erwachsene nur zu Fluchtgründen die Fahrt zu Viert anzuraten.
AUSSENANSICHT: Hmm, sehen eh alle gleich aus – könnte man meinen. Der 3,2 Liter ist mit der Aufschrift Carrera auf dem Heckdeckel gut zu identifizieren. Der Vorgänger wurde SC genannt und der Nachfolger hat ohnehin eine andere Heckleuchtenpartie. Mein Modell 84 hat eine Nebelschlussleuchte neben dem Auspuff, die sehr leicht verschmutzt und ihren Nutzen verliert. Erst später wandert die Nebelschlussleuchte in das Leuchtenband der Heckleuchten. UNTERHALTSKOSTEN: Hier lacht das Herz. Mit Katalysator lässt sich der 911 aus dieser Generation als Golf-Klasse unterhalten. Versicherungsprämien sind beim 3,2er wesentlich tiefer – sehr wesentlich – als beim Nachfolgemodell 964 mit 3,6 Litern. Und die KFZ-Steuer bei älteren Modellen ohne Kat – also 3,0 oder sogar 2,7 Liter – ist recht üppig. Mein Verbrauch liegt im Bereich von 10 Litern pro 100 Km. Eine Werkstatt zu haben, deren Meister sich mit einem 911 etwas auskennt, ist aber auf jeden Fall eine günstige Sache. Standardreparaturen lasse ich auf diese Weise günstig machen.
SCHLUSSBETRACHTUNG: Wenn es ein gebrauchter 911 sein soll, dann gibt es für mich keine Alternative zum 3,2-Liter. Die Summe der Vorteile dieser Generation ist sehr gross und ich betrachte mittlerweile Altersjahre eines 911 als andere Zeitrechnung im Verhältnis zu „normalen“ Autos.
Viel Spass !!
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09.08.2005 03:36
Klasse Testbericht fuer ein super Auto
19.02.2004 20:09
Bei Dir findet man viele gute Infos, wenn man sich für einen alten (räsuper, älteren) Porsche interessiert.
23.05.2003 01:41
Lest mal hier http://www.ciao.com/Porsche_964_RS__Test_2614314