Porsche 911 Carrera 4S

Erfahrungsbericht über

Porsche 911 Carrera 4S

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung Porsche 911 Carrera 4S

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Vier Räder für ein "HalleluJAAAAAAA!!"

4 12. Jun 2003 (2. Aug 2004)

Pro:
perfektes Design, super Fahreigenschaften, Innenraum perfekt gestaltet und verarbeitet

Kontra:
für viele wohl für immer "unerschwinglich" ob des Preises

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Zuverlässigkeit:

Fahreigenschaften:

Bedienung:

Platzangebot:

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J_F_K

Über sich: J_F_K™, ein Markenzeichen! El Presidente ist zurück! Es wird wieder ein paar Berichte von mir ge...

Mitglied seit:22.02.2003

Erfahrungsberichte:36

Vertrauende:39

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 150 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vorweg sei erwähnt, ich arbeite für eine Mietwagenfirma, die ein Tochterunternehmen des Porschekonzerns ist, wir haben also ständig mehrere Modelle der aktuellsten Porsche-Flotte in unserem Angebot und dementsprechend auch auf unserem Parkplatz. Letzte Woche, also vor Pfingsten, versprach mir meine Chefin ein Firmenauto. Nun gut, der Porschekonzern hat ja viele Töchter, also hatte ich schon mit dem schlimmsten spekuliert, ein missratener, kleiner VW Polo, oder aber doch ein ätzend spanisches Plastikauto namens Seat Cordoba? Umso größer war die Überraschung als ich das Logo auf dem Schlüssel sah – das Porschelogo.


Vorerst dachte ich nur „Kann sich nur um ein Missverständnis handeln“, doch dann sagte mir meine Chefin den Grund dafür. Ich solle das Auto mal kennen- und hoffentlich schätzen lernen (natürlich würde mir das schwer fallen musste ich mir verkneifen zu sagen) denn wir hätten die nächsten 2 Wochen eine Promotiontour für die neuesten Porschemodelle. Tja, so begab es sich, dass ich mal auf den Parkplatz ging und die Funkfernbedienung des Schlüssels drückte und siehe da, ich wurde Vater – Vater eines gesunden, cobaltblau-metallic Porsche 911 Carrera 4 S.


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Ein bisschen Geschichte:
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Ein wenig muss man zu diesem Konzern sagen, wenngleich ihn doch jeder kennt.
1948 erzeugt Ferry Porsche den ersten Sportwagen in Gmünd (Österreich, meine Heimat), damals handelte es sich um einen Roadster, den legendären Typ 356 Nr.1.
Seit damals wurde das Konzept stets weiterentwickelt, man wollte starke, aber beherrschbare Sportautos produzieren, die dem Kunden Spass machen, aber auch absolute Sicherheit bieten.
Seit jeher versteht es Porsche diese zwei Welten miteinander zu verbinden, grenzenlose Freiheitsgefühle verpackt in unnachvollziehbaren Spass und einhundertprozentige Sicherheit.


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Der Porsche 911 Carrera 4 S
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Es gibt nur 3 Worte die den 911er charakterisieren: Liebe, Leidenschaft, Lust.....das sind die Gefühle, die einen durchfliessen, wenn man diesen Wagen das erste Mal betrachtet.
Seine wohlig geformten Rundungen, sein zarter Lack, erinnern an einen wunderbaren, schier unvorstellbar schönen Frauenkörper mit samtweicher Haut. Ich nähere mich der „Traumfrau“ mit einem gewissen Respekt. Den Schlüssel hab ich in meiner schweißnassen rechten Hand. Ich drücke die Entriegelungstaste und die Dame zwinkert mir mit ihren orangefarbenen Augen einmal zu – ja das ist sie der Traum der wahr wird. Ich starte einen Rundgang um den Wagen und lasse meine Hand auf ihrer Haut entlang gleiten um ihre Rundungen und den makellosen Lack zu spüren. Vorsichtig öffne ich die Fahrertür und wittere das erste Mal ihren unverkennbaren Geruch, den des beigefarbenen Leders im Innenraum.


Ich nehme Platz in einem sehr eng und sehr klein konzipierten Schalensitz. Das Platznehmen gestaltet sich wie bei jedem Sportwagen ein wenig unangenehm für Menschen mit Körpergrößen über 1.80m, denn man muss sich einerseits ziemlich tief bücken und andererseits ist es auch mit der Fußfreiheit nicht ganz so weit her wenn man, so wie ich, 1.88m zwischen Pedalerie und Rücklehne des Sitzes „einfädeln“ muss.


Nachdem ich die Prozedur des Einstiegs hinter mich gebracht habe, will ich doch gleich eine Testrunde drehen, um zu sehen was diese Traumfrau denn für charakterliche Vorzüge hat. Also will ich den Zündschlüssel anstecken doch – hoppla – bei Porsche steckt man den Schlüssel ja auf der linken Seite des Lenkrads an. (Die erste Hürde für das Gewohnheitstier – Mensch).


Langsam drehe ich den Zündschlüssel in Position II und sehe mir mal alle Kontrolllämpchen an, da blinkt jede Menge auf meinen runden Amaturen, doch damit werde ich mich erst später beschäftigen, man muss nicht alles wissen, denke ich mir. Ich gehe einen Schritt weiter, jedoch nicht bevor ich mich versichert habe, dass ich im Leerlauf bin und mir das Auto nicht gleich in die vor mir gelegene Betonwand rollt, wäre schade, 137.865 € in 2 Sekunden zerstört zu haben.
Ich starte – WRUMM blubber blubber blubber – und so ungefähr hörte es sich an. Ein leises, aber magisches Brummen gibt der Motor bei der ersten Zündung von sich und dann blubbert er nur ganz leise dahin, bis, ja bis ich mich dazu aufraffe die sehr straffe Kupplung zu treten und einen Gang, nämlich den Retourgang, einzulegen.


Zur Kupplung und dem Kupplungsweg sei erklärt, dass bei Sportwägen die Kupplung meist sehr hart abgestimmt ist, man also schon einiges an „Schmalz“ braucht um sie zu bedienen, doch im Vergleich zu anderen Sportwägen die ich schon gefahren bin, ist der Porsche zwar auch ein typischer Sportwagen mit harter Kupplung, jedoch immer noch sehr bequem fahrbar, also durchaus auch von einer Frau zu bedienen (warum stehen bei 90% aller Porsche-Kaufverträgen die Unterschrift von Männern darunter, während es bei einer MicraMouse genau umgekehrt ist – mag das wohl an der Kupplung liegen???).


Retourgang eingelegt – und raus aus der Parklücke. Durch die Heckscheibe des 911er sehe ich alles glasklar, doch die Perspektive ist etwas anders, ich schaue nämlich genau auf das VW-Emblem eines Touareg, netter Anblick, aber etwas gewöhnungsbedürftig, aber ist nicht weiter verwunderlich, denn der Porsche 911 Carrera 4S liegt noch ein Stückchen tiefer als seine Artgenossen, wie etwa der 911 Turbo. Satte 10mm tiefergelegt, das wäre für jeden Mantafahrer viel zu wenig, doch der Porsche liegt ja schon von Werk aus ziemlich tief und weitere 10mm tiefer und ich würde mir Sorgen um die Ameisen in meiner Privatgarage machen, denn die müssten dann einen weiten Umweg machen *g*.


Ich lege den ersten Gang ein und gebe behutsam Gas. Radio und ähnlich störendes Musikgejaule habe ich gleich eliminiert, ich will den puren Genuss, ich will sie aufstöhnen hören, die Traumfrau und...... JAAAA, im ersten Gang rolle ich mit einem wohligen Heulen vom Firmenparkplatz weg direkt auf eine Strasse die eine 70km/h Beschränkung hat – durchaus genug, denke ich mir.
Ich steige kurz aufs Gas, nicht länger als zwei oder drei Sekunden, mit meinem Auto hätte ich jetzt wohl grade mal 40 oder 50 Sachen drauf, doch die Tachonadel ist schon über die 70 hinausgeeilt und die unterstützende Digitalanzeige gleich darunter zeigt mir 79km/h an.
Verdammt, das ging aber schnell. Ich muss also wieder ein wenig bremsen, immerhin steht auf dieser Strasse einer dieser fixen Radarkübeln und ich will nicht gleich draufzahlen. Ich lupfe das Gaspedal nur kurz an und die Motorbremswirkung bremst den 911er locker runter auf die erlaubten Siebzig. Ich hab eigentlich noch lange nicht genug, aber meine Mittagspause dauert auch nicht ewig – egal denke ich mir - und sehe schon das nahende Ortsende auf mich zukommen, also rauf auf´s Gas und durch die Gänge geschalten. Bei schaurig-schönen 175km/h stöhnt der 4.te Gang bei 8000 Umdrehungen pro Minute, also erlöse ich ihn und lasse den Wagen wieder etwas durch die Motorbremse langsamer werden. Bisher bin ich nur gerade aus gefahren und das kann bekanntlich jeder, schnell fahren ebenso, also muss ich noch die nächste Kreuzung nehmen und abbiegen und nichts wie rauf auf die Höhenstrasse, ein Eldorado für alle Wiener, die ein Auto ausprobieren wollen, das eigene Mal ordentlich „treten“ wollen oder aber gemütlich spazieren gehen wollen. Nun, mir steht der Sinn nach ersterem, also tue ich das auch.
Die Höhenstrasse im 19.ten Wiener Gemeindebezirk ist aus Kopfsteinpflaster und hat schöne, teils enge, teils weniger enge Serpentinen, dort kann man also in Ruhe mal das Kurvenverhalten eines Autos ausprobieren.


Gesagt getan. Der Carrera 4 S mit seinen 3.6l Hubraum, die satten 245kW/345PS (serienmäßig sind es nur 320 Pferde im Heck, doch dieser hier hat ein Leistungssteigerungspaket im Wert von rund 12.000 €) und vor allem der Allradantrieb (daher auch die Überschrift „4 Räder für ein Halleluja!“) geben hier alles. Ich erlebe einen Sportwagen, der sich ganz anders verhält als ich es erwartet hätte, ich dachte an das „ungezähmt wilde Weib“ und erhalte hier ein „steifes Brett“. Ja, richtig gelesen, der 4 S liegt so fantastisch auf der Strasse, unglaublich, dass hier 345 PS mit Allradantrieb am Werken sind, ich sah mich schon mit extremen Querbeschleunigungen kämpfend, einem nervösen Heck ständig Konter gebend, doch nichts dergleichen passiert. Die Querbeschleunigungen sind enorm, zumal meine Geschwindigkeit der einer Rennstrecke eher entspricht als der einer öffentlichen Strasse, aber es ist Mittags und sehr heiss, also hoffe ich sowieso niemanden zu treffen außer Gleichgesinnte Autofreaks, doch das Heck bleibt ruhig. Da kann was nicht stimmen dachte ich mir in dem Moment, doch kam ich erst beim eingehenden Studium der Porsche-Unterlagen darauf, denn der Carrera 4 S hat serienmäßig das PSM (Porsche Stability Management) und das wirkt hier sehr besänftigend, genauso wie die Tatsache, dass die brachiale Gewalt aus dem Saugmotor (dafür das „S“ im Namen des Wagens) nicht wie sonst bei Porsche üblich nur über den Heckantrieb sondern eben via Allradantrieb gut verteilt wird.


Um die Schwärmerei der Leserschaft etwas einzuschränken, kürze ich etwas ab, ich habe meine Mittagspause um satte 25 Minuten überzogen, aber gerne am Abend länger gearbeitet, um danach den Rush-Hour-Stau und den Innenstadtverkehr in Wien ausgiebig testen zu können. Den Stau-Test hätte ich gerne verabsäumt, aber es ging eben nicht anders.
Wer steht schon gerne im Stau – niemand – doch selbst das wurde mir im Porsche nicht langweilig. Während andere Verkehrsteilnehmer bei 33°C Aussentemperatur zu schwitzen schienen, durfte ich mich bei angenehmen 22°C von der Klimaanlage überzeugen. Doch das ist ja auch nichts neues mehr in den Autos heutzutage, selbst die Hausfrauen-Maus, äh MicraMouse, hat ja schon Klima, doch ein fantastisches Bose-Soundsystem mit CD-Player hat die sicher nicht, während der Porsche damit glänzt. Zwar ist dieses System aufpreispflichtig (rund 800 € für Lautsprecher, 600 für CD-Player), doch eine Investition ist es allemal wert, da der Klang fantastisch klar und rein ist und die Lautsprecher, 12 Stück an der Zahl, unglaublichen Sound verströmen, der selbst einen Porsche (samt Fahrer) erzittern lassen.


Erzittern war nun auch ein Stichwort noch mal zu den Fahreigenschaften zurückzukommen, nachdem ich gerade im Stau stand. Die Innenstadt ist für jeden Sportwagenfahrer ein Höllenritt könnte man meinen. Da hat man über 300 Pferde „im Anschlag“ und dann muss man im besten Fall 50 oder 60km/h dahinzuckeln. Doch auch da schlägt sich der Porsche einwandfrei, ist man es erst einmal gewohnt, dass die Beschleunigung irrsinnig schnell von statten geht und man sehr schaltfaul fahren kann mit diesem Wagen, dann ist es gar kein Problem solche langsamen Geschwindigkeiten einzuhalten. Im ersten Gang rollt man ganz locker bei knappen dreieinhalbtausend Touren und 50 Stundenkilometern dahin und sollte doch mal eine Lücke zum Wechseln der Spur frei werden, so genügt ein simples antippen des Gaspedals und man ist auch schon bei 80 Sachen. Kopfsteinpflaster, Eisenbahnübergänge und Strassenbahnschienen, machen sich durchaus bei diesem Auto in der Wirbelsäule bemerkbar, doch ist es nicht so, dass man meinen könnte man würde auf einem Presslufthammer reiten. Der Porsche 911 Carrera 4S ist sehr straff ausgelegt, hat er doch nur ein unwesentlich modifiziertes Fahrwerk seines Bruders, des Turbo, bekommen und auch dessen Karosserie „geerbt“, dennoch ist er auch komfortabel ausgelegt und nicht zu hart abgestimmt. Wer einen Sportwagen fährt, der weiss, dass er keine Familien-Großraum-Limousine gekauft hat und er will auch keine der Eigenschaften die eine solche Limousine haben könnte, sondern er will Emotion pur.


Durch die Innenstadt bin ich also nun gekommen und auch da verhält sich die „Traumfrau“ absolut super. Jeder blickt diese Schönheit an, blickt ihr verstohlen nach, fragt sich warum sie mich auserkoren hat als ihren Begleiter. Um nicht allzu sehr in diesen Traum und die Metapher der Traumfrau zu versinken, und den Gegenwert einer kleinen Eigentumswohnung an irgendeinem Hindernis „liegen zu lassen“, raffe ich mich auf doch noch einkaufen zu fahren.


Gesagt getan, fleißig Lebensmittel eingekauft, sonst gibt’s wieder mal nur Kartoffel im Hause J_F_K, und nun ab mit den Tüten in den Kofferraum. Also nach hinten zum Auto – komisch, da ist kein Kofferraum – da ist nur der Motor??? Achja, da gab´s doch mal das Gerücht, dass Porsche keinen Kofferraum haben, stimmt nicht ganz, sie haben einen, nur der ist vorne (der Boxster hat 2, einen vorne, einen hinten, denn der hat einen Mittelmotor*g*) und außerdem ist er so klein geraten, dass es eher „Stauraum“ heisst, denn „Kofferraum“. Kofferraum indiziert ja, dass man einen Koffer verstauen kann, wenn der aber nicht grade von Louis Vuitton ist und sich nur „Koffer“ nennt, damit man den Preis für das Portemonnaie-große Leder-Etwas auch rechtfertigen kann, dann passt er, ein richtiger Koffer nämlich, sicherlich nicht in den Stauraum des 911er Carrera 4S. Meine Einkaufstüten durfte ich also zum Teil am Beifahrersitz und dazugehörigem Fußraum abstellen und das gekaufte Mineral im 6-erTray á 1.5l PET-Flasche, das fand auch Platz im Stauraum. Für ein Wochenende mit dem Porsche sei erwähnt, dass man sicherlich ein Golfbag und ein paar Unterhosen zum Wechseln in den Stauraum bringen kann. Mit guter Raumtechnik und Falttechnik, vielleicht sogar noch eine zweite Ersatzjeans und ein Jäckchen, ansonsten sollte die Kreditkarte gut gedeckt sein, damit man sich am Urlaubsort neu mit Klamotten eindecken kann, doch die Bonität von Porschekunden ist, vermutlich, sowieso eine herausragende.


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Technische Details:
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235kW/320PS
6 Zylinder
3.596 cm³ Hubraum
max. Drehmoment von 370 Nm bei 4250 U/min
Höchstgeschwindigkeit (lt. Hersteller) 280 km/h
Beschleunigung 0-100km/h: 5.1sec
Preis: 108.994 € (ohne Zusatzausstattung)

Für Österreich: NoVa (Normverbrauchsabgabe) 16%

Für weitere Informationen empfehle ich: www.porsche.de und www.porsche.at


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Conclusio / Fazit
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Ich fahre den Porsche 911 Carrera 4 S mit Schaltgetriebe (wichtig zu erwähnen, es gibt ihn auch mit Tiptronic-Getriebe) nun seit über einer Woche und spule seit Montag täglich mehrere Hundert bis zu über 1000km pro Tag mit diesem Auto ab, da meine Firma eben auf Promotion ist. Wer aufmerksam gelesen hat, wird meine Begeisterung erkannt haben und wohl nicht ganz nachvollziehen können. Ich bitte diejenigen, sich mal den Genuss zu gönnen ein solches Auto probe zu fahren und ihr werdet genau verstehen wovon ich spreche.

Eines habe ich beim Fahrverhalten nicht angesprochen, doch das habe ich mir für meine Conclusio aufgehoben. Bei längeren Fahrten, also so an die 1000km, hat der Porsche einen entscheidenden Nachteil. Der größte ist wohl, dass die Schalensitze zwar für kurze Fahrten unglaublich angenehm sind, aber für meine Größe leider nicht so konzipiert wurden, daher ist die Auflagefläche für meine Oberschenkel etwas zu gering geraten, was mich zu einer Fehlhaltung im Auto „zwingt“ und mir Kopf und Kreuzschmerzen einbringt. Andererseits ist das straffe Fahrwerk natürlich ein „Bandscheibenkiller“ schlechthin. Wenngleich der Porsche komfortabel wirken mag, so merkt man am Abend nach 1000km des Fahrens über österr. Landstraßen mit schönen Schlaglöchern (die man leider öfter über-, als man sie sieht) und Querrillen, durchaus, dass man nicht in einer Limousine oder einem Van sitzt, sondern in einem sportlich ausgerichteten Auto, dass zwar alle Stückchen spielt und viel Spass macht, aber eben nicht auf Geschäftsreisende oder Urlaubsreisende ausgerichtet ist.


Der Rohpreis von knappen 109.000 € ist natürlich auch kein Pappenstiel und wenige Menschen werden sich dieses Auto so nebenbei leisten können, vor allem ist auch die Erhaltung irrsinnig teuer, schluckt der Wagen doch bei moderater Fahrweise 11-14l Super plus und bei etwas mehr Spass dürfen es dann schon mal 14-17l pro 100km sein.


Ich persönlich bin zwar hellauf begeistert von diesem Sportwagen, doch muss man auch bedenken, dass man es entweder als Zweitauto sehen kann und nur zum Spass am Wochenende verwendet, oder aber single ist und keine Verpflichtungen hat, denn mit Frau und Kind wird´s schwierig, denn man muss sich für einen von beiden entscheiden, denn dieser Sportwagen ist natürlich ein Zweisitzer und da ist bekanntlich nicht viel Platz für Familie, obwohl sich im Fond 2 Notsitze befinden, doch die machen dem Namen alle Ehre.

Fazit ist, dass dies natürlich keine Familienkarosse ist, sondern ein Spassmacher der Extraform, der allerdings einen stolzen Preis hat.


Ob der Preis gerechtfertigt ist willst du wissen? Wenn es nach meiner Einschätzung geht, dann ist dieses Auto den Preis sicherlich wert, sowohl was die Verarbeitung, als auch was den Spassfaktor betrifft. Wie schon in der Einleitung gesagt, der 911er verbindet einfach alles was man braucht zum Leben.....Liebe, Leidenschaft und Lust......


Eine eindeutige Bewertung von 4**** kommt allerdings durch den Umstand zustande, dass der Rohpreis zwar gerechtfertigt erscheint, wenn es nach mir geht, doch mit einigen Extras, wie dem von mir erwähnten Leistungssteigerungspaket, oder einem Chrompaket ist man schnell auf 145.000 €, da die Extras wirklich extrem teuer sind. Ein klein wenig fliesst auch das straffe Fahrwerk mit ein, dass meinen jungen Bandscheiben schon ordentlich zusetzt, aber dennoch überwiegt für mich noch immer der Spass das PSM zu überlisten und frei nach Niki Lauda („Wenn du´s im Arsch spürst, dann is scho z´spät“ )das Heck „meines“ Porsches ein wenig lockerer um die Ecken zu bewegen :-)

Vielen Dank für´s Lesen und...


... möge Zuffenhausen weiter solche Autos bauen.


P.S.:Beim Modelljahr musste ich 2002 angeben, weil die 03-er Modelle noch nicht aufgeführt sind.
Bei "Besitz des Produkts" habe ich "Ja" angekreuzt, da ich vorübergehender Besitzer des Wagens bin, bis auf weiteres (also hoffentlich noch eine lange Promotion)


©J_F_K™, am 12.6.2003

 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Danco1984

Danco1984

26.10.2006 12:03

sehr guter Bericht, sehr informativ ! Ich fahre "nur" den Cayman S Gegen den 911er sieht der leider schwach aus.

piccolina2311

piccolina2311

24.05.2005 14:27

Ach, dieses Auto ist einfach ein Traum, ich liebe es, damit zu fahren!! lg, piccolina

chozen

chozen

03.09.2004 13:25

Super Bericht! Vielleicht kann ich mir den ja mal irgendwann leisten... Gruß Chozen

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