Port el Kantaoui, Tunesien

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Port el Kantaoui, Tunesien

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Erfahrungsbericht über "Port el Kantaoui, Tunesien"

veröffentlicht 15.05.2014 | back_again
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Über sich :
Ausgezeichnet
Pro sehr angenehme Atmosphäre; nicht teurer als anderswo; besonders abends sehr schön
Kontra nicht wirklich tunesisch
besonders hilfreich

"Immer wieder gerne ..."

Port el Kantaoui, Tunesien

Port el Kantaoui, Tunesien

Hallo Ihr Lieben,

auch wenn ich schon zig Mal und noch öfter in Tunesien war, zieht es mich immer wieder zu einem Ort, den ich Euch heute vorstellen möchte:


Port el Kantaoui


Die Lage

Der Yachthafen liegt ca. 10 km von Sousse entfernt und wird nicht nur von Touristen, sondern auch von den Einheimischen sehr gerne besucht.



Allgemeines von Wikipedia entnommen

Das Hintergrundwissen hatte ich auch nicht und habe es einfach mal so entnommen, bevor ich zu meinen persönlichen Erfahrungen komme:


Auf Grund der Tatsache, dass sich Tunesien einen festen Platz in den Angeboten der Reiseveranstalter eroberte, beschlossen die Verantwortlichen Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts, Port El-Kantaoui auf einem malerischen Küstenstrich zu errichten. Es sollte ein Ferienzentrum entstehen, welches mit einem Golfplatz und einem Jachthafen auch gehobenen Ansprüchen gerecht wird. Ende der 1970er Jahre wurde dieser Beschluss in die Tat umgesetzt. Finanziert wurde das El-Kantaoui-Projekt mit Geldern aus Kuwait, Abu Dhabi und der Weltbank.


Die Erreichbarkeit

Jeder Taxifahrer kennt „Kantaoui“ natürlich und so kommt man mit dem Taxi von Sousse aus recht günstig (für ca. umgerechnet 3 Euro) dorthin oder auch mit der Tuk-Tuk-Bahn, die zwischen Sousse und Kantoui halbstündlich fährt.


Beginnt mit mir den Rundgang

Ich habe keine Verkehrsmittel benutzt, sondern habe mich zu Fuß über den Strand „angeschlichen“. Jedoch beginne ich den Rundgang nun mit dem „offiziellen“ Weg, wenn man mit den Verkehrsmitteln ankommt.
Der erste Blick fällt auf ein Stadttor, das eigentlich schon das Wahrzeichen des Yachthafens ist. Es hat einen Wiedererkennungswert und war sicherlich auch so gedacht.
Über Kopfsteinpflaster geht es an Geschäften und Lokalen vorbei, direkt auf etliche Boote. Diese sind privat, aber natürlich fehlen hier die Geschäfte nicht. Doch darauf gehe ich später noch ein.
Der Weg führt nach links und nach rechts und endet nach etlichen Geschäften und Lokalen am Strand. Der Yachthafen selbst ist nicht so groß. Die meiste Zeit verbringt man nicht mit Flanieren, sondern mit Schauen, Bootsfahren oder Essen.
Nach dem Rundgang durch den eigentlichen Yachthafen, gelangt man über einen großen Platz zum Hannibal Park. Dies ist ein Park, ähnlich einer Kirmes, der ganzjährig geöffnet hat. Doch auch dazu später.


Zu Port el Kantaoui gehört auch noch ein Golfplatz, den ich jedoch immer nur aus der Ferne gesehen habe.


Hotels und Appartements findet man natürlich auch ohne Ende. Besonders die Appartements „ die Maisons de la Mer“, die direkt am Yachthafen liegen, sind bekannt und beliebt und dementsprechend in der Preisklasse.


Einkaufen in Port el Kanaoui

Es gibt hier unzählige Geschäfte, sowohl am Yachthafen selbst als auch am Grand Place. Handeln ist hier natürlich genauso Voraussetzung wie in allen Geschäften Tunesiens. Die Ware ist durchschnittlich; man findet neben sehr gutem Goldschmuck natürlich auch Modeschmuck; neben sehr guten Lederwaren auch Nippes. Ein wenig Ahnung sollte man haben, um nicht über den Tisch gezogen zu werden. Mir fiel auf jeden Fall auf, dass die Preise hier nicht teurer waren als in der Stadt Sousse selbst.

Aber auch zwei große Supermärkte gibt es hier, die wirklich alles bieten, was man für den Haushalt benötigt. Das liegt sicherlich daran, dass es hier unzählige Appartements für Langzeiturlauber gibt, die sich selbst verpflegen.


Essen in Port el Kantaoui

Die Auswahl an Lokalen ist wirklich enorm und in allen Preisklassen vertreten. Neben dem typischen Imbiss gibt es hier auch 1 a Restaurants, die wirklich Essen vom Feinsten bieten. Spezialitäten sind hier Fischgerichte, die ich wirklich uneingeschränkt empfehlen kann. Egal, welches Lokal wir bisher aufsuchten, der Fisch war wirklich immer Klasse.
Für ein Drei-Gänge-Menü mit Getränk haben wir selten mehr als 10 Euro pro Person bezahlt (umgerechnet von tunesischen Dinar). Ich möchte wohl darauf hinweisen, dass es in den meisten Lokalen dort „nur“ alkoholfreies Bier ausgeschenkt wird.


Fahrten mit Booten

Natürlich ist der Yachthafen nicht nur Anlegestelle für Privatpersonen. Der Umsatz muss ja stimmen und so werden Touristen mit diversen Ausflugsmöglichkeiten per Boot angelockt.
So gibt es z.B. die Piratenschiffe, die einen halben Tag auf „See“ sind. Sie sind besonders beliebt, weil dort auch gegessen und getrunken wird und man im tiefen Mittelmeer schwimmen kann.
Hinzu kommen Angebote von Catamaranen oder U-Boote, die dem Touristen die Fischwelt zeigen wollen.
Die Preise sind unterschiedlich und die Tour mit dem Piratenschiff kann in den meisten Fällen sogar schon vorher im Hotel gebucht werden und ist dann meist etwas günstiger. Wobei ich 15 Euro für einen halten Tag auf dem Meer mit Essen und Trinken auch vor Ort absolut nicht als zu teuer ansehe.


Der Hannibal Park


An einem großen Platz befinden sich „Maisons des Jardins“ (die Häuser an den Gärten). Das sind Appartementhäuser, die ebenerdig zusätzlich Geschäfte und Lokale haben. Der Mittelpunkt bildet der große Brunnen, der abends sehr schön beleuchtet ist. An diesem vorbei, gelangt man dann in den Hannibal Park.
Dieser ist besonders bei Tunesiern sehr beliebt. Hier gibt es ganzjährig, ähnlich wie bei uns auf der Kirmes, diverse Fahrgeschäfte, Buden und Imbiss-Stände.
Hier kann ich nur empfehlen, extrem auf Wertgegenstände zu achten. Durch das Dauer-Gedrängel ist es auch ein beliebter Treffpunkt für Taschendiebe.
Der Park ist nun nicht unbedingt etwas Besonderes, aber wenn man schon einmal in Kantaoui ist, sollte man mal durch spazieren. Abends ist er natürlich durch die Farbenprächtigkeit deutlich schöner und dann macht der Besuch auch mehr Spaß.

Die Freundlichkeit der Geschäftsleute

Mir fiel bei den letzten Besuchen auf, dass sie natürlich immer noch sehr freundlich sind. Aber sie sind deutlich zurückhaltender geworden. Dieses plumpe Ansprechen oder auch Anfassen, wie man es von südlichen Ländern kennt, ist spürbar weniger geworden.
Tunesier sind bewundernswert sprachbegabt und so gibt es keinerlei Sprachschwierigkeiten in diversen Sprachen. Über deutsch, englisch und französisch geht es ohne Probleme auch weiter zu russisch, polnisch, niederländisch und und und.


Die Sauberkeit im Yacht-Hafen

Die Umweltverschmutzung in Tunesien ist generell sehr hoch und Müllberge auch direkt neben einem Hotel sind leider keine Seltenheit..
Doch hier ist noch Luxus angesagt und das spiegelt sich auch in der Sauberkeit wider. Überall stehen Mülleimer, die auch genutzt werden und weiteres Personal sorgt für Sauberkeit, so dass sich der Tourist wirklich wohl fühlt und aus dieser Freude heraus, das Geld dort lässt.

Die Örtlichkeiten vor Ort

Im Hannibal Park gibt es eine öffentliche Anlage, die absolut sauber ist. Wer Tunesien kennt, weiss sicher auch, dass gerade die Örtlichkeiten, sogar in Lokalen ein Problem, gerade für die Damenwelt darstellen können.
Doch hier muss ich sagen, habe ich, egal, in welchem Lokal wir waren, keinen Grund zur Beanstandung gehabt. Ich glaube, sie haben dazu gelernt und wissen nun, dass der Ruf eines Restaurant auch davon abhängt und dementsprechend "aufgerüstet".
Auch im Yacht-Hafen selbst gibt es eine öffentliche Toilette, zu der ich allerdings nichts sagen kann. Und wer sich ganz unsicher ist, sollte getrost eine Toilette in einem Lokal aufsuchen.

Weitere Ausflugsmöglichkeiten

Neben den angebotenen Bootsausflügen, gibt es auch die Kutschen-Fahrten. Hier kann zwischen großer und kleiner Fahrt gewählt werden.
Die „kleine“ Fahrt dauert ca. eine halbe Stunde und fährt die Hauptverkehrsstraße rauf und runter und sieht eigentlich nichts Besonderes.
Ich empfehle daher die „große“ Fahrt. Diese dauert 1,5 Stunde bis zu 2 Stunden, je nach Laune des Kutschen-Fahrers. Diese Fahrt führt auch über Nebenstraßen und so manche Male bleibt einem der Mund offen stehen vor Bewunderung, wenn man dann die Häuser der super Reichen dort sieht. Aber natürlich auch die Hütten der armen Bewohner, die direkt nebenan wohnen. Besonders die kleinen Straßen haben viel Reizvolles und lassen sich von der Kutsche aus sehr gut beobachten.
Allerdings sollte man sich vorher die Pferde gut ansehen, denn oft sind es alte Klapper, die dort ihre Arbeit verrichten sollten. Und mir tut jedes Mal das Herz weh, wenn ich sie sehe.
Die Preise weiß ich leider nicht mehr für diese Kutschfahrten.

Wer direkt in Kantaoui den Urlaub verbringt, denn auch das gibt es ja, der kann nicht nur mit dem Taxi nach Sousse fahren. Es gibt auch noch die Tuk-Tuk-Bahn, eine kleine Bimmelbahn. Sie ist beidseitig offen und fährt natürlich recht langsam. So hat der werte Tourist unterwegs die Möglichkeit, unzählige Fotos zu machen. Die Fahrt selbst dauert bis zur Hafenmauer Sousse ca. 30 Minuten und kostet 1,50 Euro (ca.) pro Person für eine Fahrt.


Mein Fazit

Wer Urlaub in Sousse macht, sollte schon mal in Port el Kantaoui gewesen sein. Manche Luxus-Yachten sind mehr als sehenswert. Außerdem bieten die Lokale dort super leckere Fischgerichte an. Einkaufen kann man dort genauso gut wie in der Stadt und die Atmosphäre ist sehr angenehm dort.
Es ist zwar kein typisch tunesischer Ort, aber dennoch sehenswert, so dass es von mir eine Besuchsempfehlung, ohne jegliche Einschränkung gibt.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Halinamaryja veröffentlicht 03.02.2016
    Ich war auch schonmal in Tunesien. Genauer gesagt in Sousse. Hat mir sehr gut gefallen. Es war allerdings kurz vor 9/11... Danach war die Magie der arabischen Welt verflogen und nur noch Angst und Schrecken blieb zurück. Das ist schade, denn Tunesien bietet tolle Kulturschätze!
  • madame-ciao-99 veröffentlicht 10.05.2015
    Mir hat Tunesien auch gut gefallen! SH und schönen Sonntag:-)
  • Zilina veröffentlicht 25.01.2015
    Leider war ich noch nie da. BH + LG Zilina
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Produktdaten : Port el Kantaoui, Tunesien

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Ciao

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