Porta

Erfahrungsbericht über

Porta

Gesamtbewertung (53): Gesamtbewertung Porta

 

Alle Porta Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Prospekt Inhalte und die Realität

5  31.10.2000

Pro:
Riesiges Angebot, Preise in Ordnung, Mitarbeiter, Service in der Regel ebenfalls

Kontra:
In meinem Fall nicht so perfekt gelaufen

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Größe des Sortiments:

Verfügbarkeit des Sortiments:

Preisniveau:

Fachliche Beratung:

Wartezeit an der Kasse zu Stoßzeiten:

Parkmöglichkeiten zu Stoßzeiten:

mehr


sunman2

Über sich: Hurra - Dank an alle - 5stellige Community-Punkte sind erreicht.

Mitglied seit:06.09.2000

Erfahrungsberichte:26

Vertrauende:15

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 64 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wer kennt sie nicht, die riesigen Reklameberge, welche regelmäßig oder fallweise ins Haus flattern? Mal ist der Briefkasten voll, mal die Zeitungsrolle. Letztere geleert, findet sich häufig ein bischen Zeitung und viel Werbung. Aber darüber will ich gar nicht meckern. Nein, wenn ich keine Werbung möchte, könnte ich sie ja weitestgehend mit einem Aufkleber auf den Briefkasten verhindern. Aber diesen Tipp kennt Ihr ja sicher alle schon.

INFORMATION:
Im letzten Jahr suchte meine Tochter einen neuen Schreibtisch-Stuhl. Vorab die vorhandenen Prospekte gewälzt und tatsächlich, es gab ein schönes und passendes Modell. Ein relativ zierlicher Stuhl für ihr relativ kleines Zimmer - ideal. Der Bezug sah so aus, als wenn er gut zu ihrem Teppich und den übrigen Einrichtungs-gegenständen passen könnte. Der Rahmen war nicht wie alle anderen schwarz, sondern anthrazitfarben. Ebenfalls passend zum Teppich.
Porta-Möbel hieß das Möbelhaus. Es ist nicht sehr weit entfernt, also machten wir uns auf den Weg.

INAUGENSCHEINNAHME - die 1.
In der Ausstellung suchten und fanden wir dieses Modell. Allerdings hatte es entgegen der Prospektabbildung einen schwarzen Rahmen. Der Verkäufer sollte klären, ob es den Stuhl auch in anthrazit gibt, wie in der aktuellen Werbung. Ergebnis: nur schwarz. Auf die Frage, warum der Prospekt anders als die Realität aussieht, kam nur die Antwort: „Das kann schon mal vorkommen“. Ein Vorgesetzter wurde zu Rate gezogen, ändern konnte auch er nichts.
Wir haben von einem Kauf abgesehen.

INAUGENSCHEINNAHME - die 2.
Ca. 3 Monate später, wir hatten immer noch keinen Stuhl, fiel uns ein Prospekt von Porta-Möbel in die Hände. Der gleiche Stuhl war wieder abgebildet - in anthrazit. Wir kamen wieder zu Porta, die Ausstellungsstücke aufgesucht, den Stuhl in schwarz gefunden, den selben Verkäufer befragt nach alternativen Farben, die Antwort erhalten, es seien keine anderen vorhanden, auf den Prospekt verwiesen, Antwort erhalten: Das kann schon mal vorkommen“, auf den Wiederholungsfall verwiesen und ärgerlich gewesen. Der Verkäufer und sein Vorgesetzter wollten sich nun dafür einsetzen, dass künftig Foto und Produkte übereinstimmen.
Wir haben von einem Kauf abgesehen.

INAUGENSCHEINNAHME - die 3.
Einige Monate sind wieder ins Land gegangen. Ein neuer Prospekt von Porta liegt auf dem Tisch. Ja natürlich, Ihr Leser, Ihr habt Recht, „dieser“ Stuhl wurde in anthrazit angepriesen. Wir machten uns wenig Hoffnung auf korrekte Farben, dennoch haben wir Porta in der nächsten Zeit aufgesucht, weil wir sowieso in der Nähe waren. Gleiches Spiel, gleicher Verkäufer, gleiches Problem: Der Stuhl ist nur in schwarz zu bekommen.
Und wieder haben wir von einem Kauf abgesehen, denn es kam schon wieder die Floskel: „Das kann schon ....“

Nein, das kann es in meinen Augen nicht. Ich habe dem Verkäufer schon bei den ersten Besuchen meine Meinung dazu gesagt. Auch dieses Mal habe ich ihm meinen Unmut ausgedrückt. Die angebliche Weitergabe des Problems bei unserem 2. Anlauf ist wohl unterblieben oder irgendwo steckengeblieben. Wir kamen jedoch nicht weiter. Am Ausgang hingen Schilder. Dort waren 2 Köpfe von verantwortlichen Mitarbeitern abgebildet. Kunden, mit Fragen, Anregungen oder Kritik sollten sich an sie wenden. Vorbereitete Kärtchen brauchten nur ausgefüllt und in eine Box geworfen werden. Porta würde sich schnell kümmern und sich melden.


MEINUNG
Gut das es Kummerkästen gibt. Hier konnten wir schließlich unseren Ärger los werden. Sachlich habe ich an beide Herren den Ablauf geschildert mit der Bitte um Rückruf.

Das ist jetzt ungefähr ein Jahr her. Deshalb erlaube ich mir folgende „Spitzen“ anzubringen: „Im letzten Jahr mussten sich die Verantwortlichen sicher mit dem einsetzenden Weihnachtsgeschäft befassen, danach kam der Oster-Run, das Frühjahr ist für den Verkauf wichtig, weil im Frühjahrsputz einiges kaputt geht und ersetzt werden muss, im Sommer müssen sich die Manager bemühen, das Sommerloch nicht zu groß werden zu lassen, auch der eigene Urlaub will geplant sein, im Herbst wird sich auf all die Kunden konzentriert, die gerade aus dem Urlaub zurück sind und nun auch in der Wohnung eine optische Veränderung brauchen. Tja, und nun geht es mit Volldampf auf Weihnachten zu. Wie kann ich da erwarten, einen Rückruf, oder gar einen Brief zu bekommen .....?“

ÜBER DEN TELLERRAND GESCHAUT ...
Es gab vor rund 3 Jahren einen tollen Bericht im Fernsehen über den „König Kunde in Deutschland“. Sehr informativ. Dort wurde der Dienstleistungsgedanke bei uns, in Amerika und anderswo sehr deutlich aufgezeigt. Es gibt zwar Ansätze in Deutschland, etwas zu verbessern, dennoch hinken wir diesbezüglich international noch sehr weit zurück.

Aber auch in Deutschland gibt es Seminare, in denen Marketing vermittelt wird, sofern es noch nicht professionell betrieben wird. Die Liste der Seminaranbieter ist lang. Ob Porta dort noch nicht teilgenommen hat? Gerade Kunden mit Problemen können marketingmäßig so „bearbeitet“ werden, dass aus einem verärgerten Kunde ein zufriedener Kunde werden kann. Die Autoindustrie macht es uns mittlerweile vor. Früher scheute sich jeder Autohersteller vor Rückrufaktionen. Erhebliche Kosten und der Imageverlust waren die Beweggründe. Heute nutzen viele Hersteller die Möglichkeit des Rückrufs, weil es bei den Kunden als positiv gewertet wird, wenn ein Problem, z.B. der Bremsen oder Lenkung, rechtzeitig und unkonventionell behoben wird, ehe ein Unfall eingetreten ist. Das Ansehen der Marke steigt.

Prinzipiell halte ich Prospekte für sehr gut. Der Kunde kann sich Wege sparen, wenn nichts enthalten ist, oder er kann sich gezielt informieren. Angebote, nach preislichen oder qualitativen Gesichtspunkten, können sofort begutachtet werden. Die Kaufentscheidung wird erleichtert. Probleme können allerdings entstehen, wenn ein Prospekt schon mehrere Tage alt ist und die Artikel sind vergriffen, oder wie in meinem Fall, das Möbelhaus beruft sich auf den kleinen Prospekthinweis der „Möglichkeit von geringfügigen Abweichungen hinsichtlich Größe oder Farbe“.

FAZIT:
Dieser Vorgang war sicher ein Einzelfall und ich will ihn auch nicht verallgemeinern. Im Gegenteil. Mit anderen Produkten von Porta bin ich immer gut bedient worden. Sowohl die Mitarbeiteranzahl, die Beratung, der Service bis zur endgültigen Abwicklung hat immer gut funktioniert. Auch die Selbstabholung war nie ein Problem. Desweiteren bietet Porta, wie andere Möbelhäuser auch, eine sehr gute Geschenkboutique an. Wird mal wieder eine Kleinigkeit gesucht, dort sind wir schon oft fündig geworden.

Aber interessieren würde es mich schon, wo meine zwei Kummerkärtchen verblieben sind!!!!

Ach ja, zur Abrundung des heutigen Artikels: Mittlerweile haben wir einen Schreibtischstuhl gefunden. Es ist zwar kein Schreibtischstuhl im eigentlichen Sinne, dafür passt er aber gut in das Zimmer und erfüllt den Zweck. Auf die Farbe „anthrazit“ haben wir jetzt doch verzichtet, weil sich dieses Modell, so wie es ist, hervorragend und harmonisch in das vorhandene Mobilar einfügt.

Dank an "Thokla", durch den ich an diese kleine Geschichte erinnert wurde.

Viel Sitzfleisch, auf hoffentlich angenehmen Stühlen, vor dem PC wünscht Euch sunman2
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
markos

markos

08.10.2001 19:15

Ich habe auch so ne sache mit Porta erlebt. Werde darüber mal einen Bericht schreiben. Bin auch nicht so sehr begeistert von denen. Gruss Markos

JanHP

JanHP

15.01.2001 12:35

Hallo ! Leider scheint es bei dem genannten Möbelhaus, kein Einzelfall zu sein. Produkte die es gar nicht gibt sind häufiger. Dinge die es gar nicht, oder nur stark abweichend gibt, oder doch dann zu einem anderen Preis häufig. Ich dürfte mich schon selbst 3 x ordentlich Ärgern. Spätere Reklamationsbearbeitung wurde wie im Beitrag gehandbabt. Es liegt nahe Vorsatz zu unterstellen. Ich bin selber in der Druckvorlagenherstellung tätig. Bei so vielen Fehlern, wie sie in Porta Prospekten enthalten sind, unser Unternehmen KEINEN Kunden mehr !! Aktuell ärgere ich mich über einen Coutsch-Tisch der zu einem sehr guten Preis angeboten wurde. Es stellte sich leider heraus, das das angegebene Format fast doppelt so gróß war wie der echte Tisch. Wir überlegen im Moment dem Verbraucherschutz mit entsprechenden Unterlagen zu versorgen. ...mal schaun.

Tomcat01

Tomcat01

03.12.2000 16:48

Super Meinung! Habe bei einem Möbelhaus immer das Problem gehabt, das die viele Sachen aus dem Angebot gar nicht da haben obwohl es nicht gerade das kleinste ist. Bei den Angekündigten Lieferzeiten von 6-12 Wochen sehe ich dann vom Kauf ab. Wer weis ob ich nicht in der Zeit das Gleiche, oder etwas schöneres noch günstiger bekomme? Gruß, Tomcat01.

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 2621 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. markos
  2. CorvusCorax67
  3. Weserhexe
und weiteren 61 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.