Die Tür ins Möbelparadies?!
22.07.2003
Pro:
helle, übersichtliche Verkaufsräume, sehr große Verkaufsfläche, viele Berater, hohe Kernkompetenz, viele Angebote, günstiges Preis - / Leistungsverhältnis, Kulanz bei Preisverhandlungen
Kontra:
teils unsinnige Betriebsanweisung, die im Einzelfall zu pampiger Ablehnung führt, provisionsgeile Hengste
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Größe des Sortiments:
Verfügbarkeit des Sortiments:
Preisniveau:
Fachliche Beratung:
Wartezeit an der Kasse zu Stoßzeiten:
Parkmöglichkeiten zu Stoßzeiten:
mehr
 Magistix
Über sich:
"Glück bleibt, wo es sich wohlfühlt" .:|:. Ich lese gerne persönliche Erfahrungen, die sic...
Mitglied seit:26.07.2001
Erfahrungsberichte:521
Vertrauende:258
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 120 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die erste eigene Wohnung. Bald ist es soweit. Wir renovieren, wir wählen aus, wir richten ein. Welche Tapete? Welcher Bodenbelag? Welche Farben? Tausende Fragen purzeln herein und mittendrin dreht sich doch mehr um das Mobiliar als um jegliches Baumaterial. Und so habe ich auf meiner Suche nach einer Küche, einem Schlafzimmer, einer Wohnzimmereinrichtung sowie einer Essecke über alle Möbelhäuser der Region zu einem enormen Erfahrungsschatz gekommen. ________________________________________________ Þ Porta – das Erscheinungsbild
Der erste Eindruck, sagt man, zählt am Meisten. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich porta trotz einiger Tiefpunkte in unserer Beziehung immer und immer wieder mit in meine Entscheidungsfindung auf der Möbelsuche mit einbezogen habe. Dies liegt zunächst einmal an drei Hauptgründen. Zum Einen liegt Porta einfach immer zentral (insbesondere wohl in NRW) und gut erreichbar an Knotenpunkten im Autobahnnetz direkt neben der Abfahrt, zum Anderen ist es ausreichend groß, um eine abwechslungsreiches Möbelsortiment zu bieten. Wir sprechen hier nicht von einem örtlichen Möbelhaus auf 2 Etagen eines Altbaus, sondern einer gewachsenen Möbelkette, deren Verkaufshäuser den Größenvergleich mit IKEA (qm-Zahl) nicht scheuen braucht.
Der dritte Punkt wirkt dann wohl am Stärksten und noch dazu unterbewusst. Porta bietet jede Menge Krimskrams (Besteck, Wohn-Accessoires, Bettwaren, Teppiche) zusätzlich zu der großen Möbelauswahl an und offeriert diese in wöchentlich ins Haus flatternden Werbeblättchen immer wieder aufs Neue. Gäbe es diese kleinen Dinge nicht (in Kombination mit der Werbung) – ich käme nicht so oft auf die Idee dorthin zu fahren. Angekommen, findet man selbst zu absoluten Stoßzeiten noch Parkplätze. Durch eine große Fläche vor dem Gebäude, kann man fast schon von Flanieren sprechen, wenn man von ein wenig weiter weg bis zum Eingang geht. Dort ist meist eine Aktionsfläche (zur Zeit findet man dort meist Obst- und Blumenstände) mit einladendem Angebot.
Wer hinein in den Laden geht (ich beziehe mich hier nun auf den Porta in Köln-Lind), findet sich in einem viergeschossigen Gebäude wieder, dessen Entrée bis zur Decke offen ist und so einen Eindruck der Größe des Angebots geben mag. Die „Kassen“ sind in diesem Fall rund und erinnern an den Empfang eines Hotels und nicht an ALDI & Co. Die Gänge sind ordentlich breit und man hat stets den Eindruck den Überblick zu haben. Es gibt mehrere Aufgangsmöglichkeiten und viele Aufzüge, sodass ich noch nie eine Art „Stau“ erleben konnte. Die Beschilderung ist erstklassig und scheinbar überall da angebracht, wo mir eine Orientierung wieder von Nöten erscheint. In puncto Erscheinungsbild braucht sich Porta nicht zu verstecken.
Das gilt auch für die sehr schick arrangierten Möbel, die mit Gestecken, manchmal frischen Blumen und immer mit Kissen, Bildern, Gläsern, Büchern dekoriert sind. Das alles macht es natürlich verlockender sich zu entscheiden, aber hilft in den meisten Fällen auch, es sich in den eigenen vier Wänden vorzustellen. Im Vergleich zu der Schwester Boss Möbel (wo einfach alles leer und karg nebeneinander steht) macht hier das Bummeln ordentlich Spaß. ________________________________________________ Þ Das Angebot + Die Beratung
Die meisten Fälle möchte ich in solche einem Laden einfach rumlaufen und schauen, was ich finde oder ob mir was gefällt. Da mein Portemonnaie in jungen Jahren noch recht mau ist, kann ich eh die Hälfte der Produktpalette dezent übersehen. Und das obwohl Porta durchaus einige gute und nicht wenige sehr gute Angebote verfügbar hat. Die Preise bewegen sich im regionalen Vergleich meist knapp unterhalb denen der Konkurrenz. Dies lässt sich jedoch selten absolut beurteilen, da meinen Erfahrungen nach überall heftig mit Rabatten (oder Nachlässen im Gespräch) um sich geschmissen wird. Fakt ist, dass man bei Porta auch in mittleren und niedrigen Preisregionen fündig werden kann. Mitnehmwaren der eigenen Jugendmarke „happy porta“ sind damit ausdrücklich eingeschlossen.
Was mir aber aufgefallen ist, möchte ich hier festhalten. Wenn man einen nicht mehr kindlichen oder auf Teufel komm raus jugendlichen oder einer Mode unterworfenen Geschmack pflegt und keine typischen Eiche rustikal Schränke, Rüschensofas, etc. mag magert das Sortiment doch arg aus. Man geht mit den Trends und somit bietet man wenig Klassiker an. Da helfen dann auch die freundlich bereit stehenden Berater nicht weiter. Ein wenig mehr zu ihnen – die meisten von ihnen bieten sich an und antworten später schnell und kompetent auf Fragen. Auch die unhöflichen strahlen eine Aura von Wissen aus – gleichzeitig aber auch, dass sie nicht gewillt sind, sonderlich lange sonderlich viel Energie zu verwenden, da wir nicht ausreichend zahlungskräftig wirken...
Ich mag das nicht, wenn ich merke, warum ein Verkäufer sich kurz angebunden ist und zum vorbeischlendernden älteren Ehepaar schielt. Entweder er ist in einer Beratung und nimmt sie ernst oder er ist frei und betreut jemanden anders. Bei Porta ist die Mischung der engagierten und weniger engagierten Verkäufer mit Blick auf die Provisionen erstaunlich hoch. Rund der Hälfte bin ich es nicht wert, sich lange freundlich und ausgiebig an Informationen zu zeigen. Einen absolut anderen Fall möchte ich jedoch auch schildern. Als ich vor 8 Wochen mit meiner Freundin das gemeinsame Doppelbett suchte, bot sich uns ein sehr netter Herr Nölle an. Dieser hörte sehr aufmerksam zu und zeigte uns sowohl die günstigen als auch weniger günstigen Betten, achtete sorgsam darauf, welche Kriterien für uns wichtig waren und schaffte es recht schnell die Auswahl auf das zu beschränken, was uns selbst am besten gefallen hatte.
Allerdings war es eigentlich zu teuer... und doch entschlossen wir uns zum Kauf. Er war auch dabei sehr freundlich, ließ mich ein privates Telefonat in der Zwischenzeit vom Firmenapparat führen, während er den Vertrag aufsetzte und schenkte uns die Lieferung samt Montage mit den Worten: „Wenn Sie schon auf meinen Rat hören, sollen Sie sich heute auch noch einmal besonders freuen!“. Nett, höflich – kompetent. Und dann ein Erlebnis mit gegenteiligem Ausklang. Wir hatten eine Küche über einen Verwandten günstig bestellen können und wollten nun im Porta schauen, welche Auswahl an Griffen man dazu kriegen könnte. Wir hatten nur einen Katalog und so freuten wir uns, als wir ein in Frage kommendes Modell hier aufgebaut vorfanden. Die Griffe – der einzig wirklich fragwürdige Punkt in unserer Entscheidung – gefiel uns nicht. Ein Verkäufer sprach uns an und „beriet“ uns mit Worten wie „hier ist eine Küche und dann da noch eine und dahinten die vielleicht“. Auf meine Nachfragen, ob sich denn von dieser Marke auch Farbpaletten, Holzbeispiele oder Griffe im Laden befänden und man diese auch einmal sehen konnte, sperrte er sich.
Scheinbar hatte er bemerkt, dass wir heute (noch) nicht kaufen würden und seine Provision in der Luft zerplatzte. Auf jeden Fall wies er uns ab: „Ich fange jetzt hier nicht an, mit Ihnen die Küche nach dem Griff oder einer Front auszuwählen. Wenn – dann müssen wir ganz vorne anfangen und das heißt, dass wir jetzt einen Termin machen, und das Ganze mal planen“. Nein, Danke! ________________________________________________ Þ Fazit
Porta ist und bleibt wohl eine Alternative – trotz manchmal massiv unwilliger oder massiv unfreundlichem Personal. Der Laden ist zu groß, zu zentral, zu freundlich und offen, zu vielseitig in seinem Angebot und zu fair in seinen Preisen, auf dass man auf ewig erzürnt die Ladentür meiden sollte... So kann denn mein Fazit eigentlich nur lauten: Probiere es aus und schau, dass Du Dich nicht vom nächstbesten Verkäufer ärgern lässt. Meine Frage nach einem Kollegen wurde bis heute immer verdutzt damit beantwortet, dass „gleich jemand zu ihnen kommt“ – und dann klappte es auch mit dem Möbel.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|
20.11.2008 19:21
Ich versteh nicht, wie man von Porta nicht angetan sein kann... oder wie man diesen Bericht mit nh bewerten kann. o.O
30.04.2005 00:35
Stellenweise leider etwas zu sarkastisch. Ich habe mit der Firma sehr gute Erfahrungen gemacht
17.01.2004 15:26
ich war noch nie da gewesen. Das nächste mal geh ich auch mal zu porta.