"Das Gelbe vom EI"?/Oder: Spaß mit der Post-Bank
24.11.2005 (27.11.2005)
Pro:
Siehe Bericht
Kontra:
Siehe Bericht
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Service
Filialnetz:
Fachliche Beratung:
 Carmp
Über sich:
Mitglied seit:16.11.2005
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 52 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
"Wenn die Sonne scheint bekommst Du einen Regenschirm gereicht, wenn es regnet verlangt man ihn zurück". Ich denke diesen Leitspruch sollte man im Umgang mit allen Banken im Hinterkopf haben, nicht nur im Umgang mit der PB.aber lest selbst.
Seit ca. 5 Monaten habe ich nun ein Giro bei der PB. Den Antrag habe ich online, d.h. am Bildschirm ausgefüllt, ausgedruckt, Post-ID durchgeführt, Einkommennachweise beigefügt und ab die Post. Bereits nach 3 Tagen bekam ich ein Begrüßungspaket der PB mit den ersten Unterlagen zu meinem neuen Konto. Die EC-Karte folgte kurz darauf, die PIN und TAN-Liste, sowie die Daten zum Online-Banking, Zugangsdaten zum Telefon-Banking wenig später, ein Dispo wurde auch gleich zur Verfügung gestellt. So konnte ich mein neues Konto bereits nach recht kurzer Zeit in vollem Umfang nutzen und die Kontoführung war/ist auch kostenlos, wenigstens für mich.
Die Internetbedienung des Kontos funktioniert auch wunderbar, eine sehr informative Seite mit relativ schnellem Aufbau erwartet einem, das Menü lässt kaum Wünsche offen und ist leicht verständlich. Insgesamt ein durchaus gelungener Internetauftritt der PB. Das Telefon-Banking kann man zu 9,-Cent/Min. betreiben. Wählt man die Service-Nummer 0180-3040700, meldet sich ein automatischer Quasselkasper dem man zuhören sollte um sein Ziel zu erreichen. Hier hat man die Option mit dem Ding zu sprechen, oder Daten wie Kontonummer, Telefon-PIN ect. über die Telefontastatur einzugeben, letzteres würde ich auch empfehlen, denn das Ding scheint schwerhörig zu sein----- " wie bitte, ich konnte Sie nicht hören"----- und schon fängt dieses nervige Teil wieder an zu plappern was der Telekom zugute kommt, denn 9,-Cent/Min. macht auch Mist, die Beiden, PB und Telekom haben eh den gleichen Stallgeruch. Kurzum, bis man zu einem biologischen Gesprächspartner gelangt kann schon mal einige Zeit vegehen, was bei häufiger Nutzung des Telefon-Banking der PB zu nicht unerheblichen Nebenkosten führen kann.Man darf jedoch nicht erwarten, daß man es jetzt mit einem/einer kompetenten Mitarbeiter/in der PB zu tun hat, lediglich bekommt man mitgeteilt, daß eine Weiterleitung der Angelegenheit in die zuständige Fachabteilung erfolgen wird und man in wenigen Tagen, von dort schriflich Nachricht bekommt. Trotzdem ist das Telefon-Banking nützlich, denn wenn man es einmal, durch einige Fehleingaben der Zugangsdaten oder TAN-Eingaben geschafft hat, sein Online-Banking zu canceln, geht die Wiederfreischaltung über Telefon noch am schnellsten, die Freischaltung dürfen auch die Gesprächspartner der 1. Instanz durchführen, vielmehr jedoch nicht.
Der Besuch einer Post-Filiale mit PB-Funktion ist meines Erachtens nach, ( dies ist lediglich meine Meinung) schon einmal interessant, mehr jedoch nicht, interessant desswegen, da man dort live erleben kann wie ein Postangestellter plötzlich zum Bankkaufmann/Frau wird, bei spezifischen Fragen schnell ein PB-Prospekt aus der Auslage zieht und aufgeregt, voller Unwissenheit, nervös die Seiten blättert. Man merkt schnell, daß hier auch keine kompetente Beratung stattfinden kann, Prospekte lesen kann ich selbst. Dies soll kein Vorwurf gegenüber Post-Mitarbeiter/innen sein, der Fehler liegt hier eindeutig beim Management der PB, die sich mit Personal bedient, das andere, die hierfür aber benötigten Kenntnisse oftmals nie erworben hat. Gleichfalls kommt mir der Telefonkontakt mit der Postbank vor. Die Zeit der Zahlkarte ist halt schon lange vorbei. Positiv finde ich es, daß man an den Post-Service Stellen in Supermärkten und Kaufhäusern, Einzahlungen und Abhebungen vornehmen kann, aber Beratung kann man hier erst recht nicht verlangen. Nun zurück zu meinen Erlebnissen neuesten Datums mit der PB, unter dem Motto " ein bischen Spass muss sein" und wenn es mit den Kunden ist., vor allem in der Vorweihnachtszeit, da ist ohnehin Jeder gut drauf.
Ich hatte ja schon anfangs erwähnt, daß gleich im Zuge der Kontoeröffnung auch ein Dispo bereitgestellt wurde. OK. Als heute, 23.11.05 die Tagespost eingeworfen wurde, fand ich einen Umschlag der PB. Der Inhalt verwunderte mich doch sehr, da dieser eher an einen verfrühten April-Scherz denken lies. Zum Mitlachen hier ein Auszug der PB, Direkt-Service:
Betrifft: Aufhebung Ihres Dispositionskredites, Ihr Postbank Girokonto Nr............... Sehr geehrte Damen und Herren, seit einiger Zeit haben Sie bei uns einen Dispositionskredit von..............€
In regelmäßigen Abständen prüfen wir automatisiert, ob die Voraussetzungen hierfür weiterhin vorliegen.Dabei greifen wir auf Kriterien zurück, die sich aus den langjährigen Erfahrungen ( ??? ) (vermutlich noch aus der Zeit der Zahlkarten) ergeben, die wir allgemein im Kreditgeschäft gesammelt haben. Im Ergebnis werden wir Ihren Dispositionskredit zum.............. aufheben. Falls Sie eine Post-Bank-Kreditkarte besitzen ( habe ich nicht ) werden wir das Kartenlimit auf 500,-€ anpassen. Sie können Ihr Konto in Zukunft im Rahmen Ihres Guthabens wie gewohnt nutzen.
Jetzt kommt's: Sollten Sie feststellen, dass wir bei der Überprüfung etwas übersehen oder unrichtig interpretiert haben, sprechen Sie uns bitte an.
(Leider werden mir keinerlei Einzelheiten, die zur Aufhebung geführt haben genannt, daher kann ich auch keinerlei Stellung zu der Überprüfung der PB nehmen.) Nun weiter:
Sollten sich die Voraussetzungen ändern, prüfen wir gern, ob wir Ihren Dispositionskredit wieder einrichten können. Wir danken für Ihr Vertrauen (???) und freuen uns auf eine weiterhin gute Partnerschaft. Donnerwetter, mehr komprimierten Zynismus wie in diesem letzten Satz habe ich bisher selten erlebt, zumal sich meine s.g. ""wirtschaftliche Verhältnisse"" zu Beginn der Kontoeröffnung und gleichzeitiger Einräumung des Dispo vor 5 Monaten, in keinerlei Weise geändert haben.
Trotzdem habe ich in diesem Fall einmal die zeitraubende Hotline der PB bemüht um Licht in "Das Dunkel" zu bringen. Bis ich denn endlich einen menschlichen Mitarbeiter der PB erreicht hatte dauerte wieder, zum Wohl der Telekom, seine Zeit. Dort wurde mir dann in sehr freundlicher Weise mitgeteilt, daß keinerlei Hinweise zur Aufhebung des Dispo vorliegen würde und die Angelegenheit in die "Fachabteilung" weitergegeben werde, von der ich in den nächsten Tagen Post bekäme, dann wurde noch zum Ausdruck gebracht, daß man volles Verständnis für mich hätte, aber ich solle mir ""keinen Kopf machen"", die Mitteilung wäre ja lediglich eine automatisch versendete Mitteilung, die vom SYSTEM veranlasst worden wäre. Also alles in Allem: Wiedersprüchlich, logisch nicht nachvollziehbar, einfach irre, zum ""in die Tonne treten""
Ich denke einmal daran, wenn Jemand seinen Dispo wirklich weit ausschöpfen musste weil es eben mal nicht anders ging, ja der bekommt doch' n Föhn und das noch in der Vorweihnachtszeit, also frohe Feiertage. Fazit : Wer mit dem Gedanken spielt bei der PB ein Giro zu eröffnen und auch den Dispo in Anspruch nehmen will, sollte in der Lage sein diesen jeder Zeit problemlos wieder ausgleichen zu können, ansonsten kann die Sache bei solch einem Zeitzündercharaker ungeahnte Formen annehmen und man sollte daran denken, ""alle Jahre wieder kommt die Weihnachtszeit""
Das PB-Konto sollte man nach meiner Meinung auch überwiegend als Online-Konto betrachten und bedienen, denn kompetente Beratung oder Entscheidungen sind nicht so einfach zu erlangen, oberflächliches Blah, Blah schon eher und die Schreiben, die von den s.g."Fachabteilungen" versendet werden, lassen den Eindruck eines vom SYSTEM gelegten Ei' s auch nicht vermissen. Anscheinend versucht die PB ihren Mangel an erforderlichem Fachpersonal durch elektronische Orakel zu kompensieren, auf längerer Sicht wird das mal sicherlich nichts, eine Kristallkugel wäre billiger und würde zu keinen unzutreffenderen Prognosen führen.
Also ""Das Gelbe vom EI"" scheint die PB trotz ihrer farbigen Gestaltung auch nicht zu sein und mir fällt es schwer, diese Institution wirklich weiter zu empfehlen, aber diese, meine Haltung beruht lediglich auf den gelesenen Berichten, die sich mit meinen eigenen Erfahrungen in Einklang brigen lassen, letztendlich sollte Jeder wissen was er macht, oder auch nicht. Zu den anderen Dienstleistungen und Produkten der PB kann ich nichts sagen, mag sein, daß dort ein anderer Eindruck entstehen würde, aber dazu verbleibt nicht genügend Zeit um noch andere Dinge der PB kennenzulernen, ich meine, eigentlich reicht es ja auch schon, oder nicht ? Ich denke nur daran, wenn sich die PB bei grossen Dingen, wie z.B. einer Baufinanzierung auch so verhalten sollte, wäre ich verdammt verunsichert ob ich jemals ein Dach über den Kopf bekomme. Was wäre, wenn plötzlich und unerwartet das allmächtige " SYSTEM", meint : "Die Voraussetzungen zur Begleichung der Rechnung des Zimmermann's liegen nicht mehr vor" ??, das erzeugt schon irgendwie ein gewisses Unbehagen.
Jedenfalls, meines Erachtens nach, keine Bank für Menschen mit schwachen Nerven oder Herz, "der Kabelbrand im Schrittmacher" wäre nicht auszuschließen. Was ich jetzt mache ? Es gibt da ja noch andere, recht gelbe Banken, schauen wir mal und wenn es dann wieder etwas zu berichten geben sollte ? Selbstverständlich an dieser Stelle. Also, bis dann.
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19.01.2012 11:51
Top
07.12.2009 21:53
Klasse Bericht. Bin auch noch bei der PB, aber hab so den Kanal voll von dem Laden. Ich hatte vor 4 Jahren das gleiche Spiel wegen der Aufhebung des Dispos.
27.12.2007 20:36
Klasse Bericht: Respekt