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Bargeldloses Kartenspiel

3  17.01.2012

Pro:
gut, wenn das Konto fast blank ist  +  man kann sowieso nichts ändern

Kontra:
es kann immer wieder passieren

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Service

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uhu51

Über sich:

Mitglied seit:07.01.2012

Erfahrungsberichte:26

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Manchmal möchte man ein Päckchen verschicken. Das macht man meistens an einem Postschalter. Da ich in meinem Fall gerne zumindest einen Bezahlnachweis haben möchte, bezahle ich in diesem Fall immer mit meiner Postbank-EC-Karte.

Am an einem Freitag war es mal wieder soweit. So gegen dreiviertel Sechs gab ich mein Päckchen ab und bezahlte mit Karte am Schalter. Die von der Post verwendeten Kartenlesegeräte haben einen kleinen Nachteil. Man darf die EC-Karte nicht sofort wieder entfernen, sondern muss sie im Gerät belassen, bis der gesamte Bezahlvorgang abgeschlossen ist. Am Ende dieses Vorgangs gibt es auch kein akustisches Signal.

Als ich beim Bezahlvorgang war, fuhr am rückwärtigen Eingang der Postfiliale gerade das Postauto vor, um die Sendungen dieses Tages abzuholen. Ich fragte den Schalterangestellten, ob mein Päckchen auch noch mit weggehen würde. Er sagte "ja" und brachte es zum Fahrzeug.

Durch diese Ablenkung hatte ich meine Karte vergessen. Dem Postler ging es nicht anders. Und ich verließ mit einem fröhlichen "Hallo!" die Postfiliale.

Am nächsten Tag gegen 11.30 Uhr - ich war 250 km von meinem Wohnort entfernt - bemerkte ich durch einen Zufall, dass sich meine Postbank-EC-Karte nicht mehr am angestammten Platz befand.

Also hieß es jetzt, etwas aus der Ferne unternehmen. Zuerst denkt man an Karte sperren, aber das ist ja nur notwendig, wenn man die Karte verloren hat. Ich hatte die Vermutung, dass meine Karte sich noch in der Postfiliale befand. Also anrufen!

Glücklicherweise saß ich gerade vor einem PC mit Internetanschluss. Jedoch veröffentlicht die Post keine Telefonnummern von ihren Filialen. Aber es war eine Hotline angegeben. Aber den Sinn dieser Telefonnummer konnte ich nicht herausbekommen, da immer die Ansage kam: "Leider sind alle Leitungen besetzt. Bitte versuchen Sie es später!"

Aus dem Internet konnte ich aber die Telefonnummer des Nachbargeschäfts, einem Blumenladen, herausfinden. Dort war die Telefonnummer der benachbarten Postfiliale allerdings auch nicht bekannt und man konnte oder wollte das Geschäft nicht verlassen, um einen Kontakt mit der Post herzustellen.

Nun blieb nur noch die Sperrhotline. Wer kennt schon diese Nummer? Aber glücklicherweise gibt es Günter Jauch mit "Wer wird Millionär?". Gerade in djener Woche war das eine Frage auf dem Weg zur Million. So wusste ich, die Nummer der Sperrhotline lautet: 116 116

Mein Anruf dort brachte die erste Schwierigkeit, denn man wollte die Bankleitzahl von meinem Konto. Die steht aber auf der Karte bzw. man hat sie zuhause in den Unterlagen (aber ich war bekanntermaßen nicht zuhause). Da ich am PC saß, war das trotzdem kein Problem. Aber keine Angst - das Problem folgte! Die Computerstimme verkündete mir, die Postbank nimmt nicht am Service der zentralen Sperrhotline teil.

Dann rief ich die Hotline der Postbank an. Bankleitzahl brauchte ich jetzt natürlich nicht mehr und meine Kontonummer und meinen PIN hatte ich glücklicherweise im Kopf. Ich glaubte mich fast am Ziel! Jedoch hatte ich die Rechnung ohne die Postbank gemacht. Jetzt wollte man noch meine Telefonbanking-PIN. Ich wusste gar nicht, ob ich so eine PIN habe. Mit Sicherheit habe ich sie in den letzten Jahren nicht genutzt. Das war's also mit meiner Kontosperrung!

Da ich dieses Konto häufig für Online-Überweisungen nutze, habe ich den Dispokredit für dieses Konto schon vor langer Zeit auf Null gesetzt. Da ich wusste, dass mein derzeitiger Kontostand nur ca. 50 EUR beträgt, habe ich die Lösung der Angelegenheit auf den Montag der nächsten Woche verschoben.

Da der mein Arbeitsort und Wohnort nicht identisch sind, hätte ein Besuch der Postfiliale am Montagmorgen mich mindestens zwei Stunden meiner Arbeitszeit gekostet. Durch einen glücklichen Zufall wohnt ein Freund von mir nur hundert Meter von der Post entfernt.

Ihm konnte man zwar in der Filiale auch nicht gleich sagen, ob meine Karte sich dort befindet. Aber man versprach ihm einen Rückruf, da man die Telefonnummer der Filiale ihm nicht geben durfte. Aber die Mitarbeiter dieser Filiale waren zuverlässig und riefen auch nach ca. zwei Stunden zurück. So erhielt ich gegen Mittag vom meinem Kumpel die freudige Botschaft, dass meine Karte auf der Post liegt.

Am Abend des gleichen Tages hatte ich meine Karte wieder in den Händen.

Ich wünsche niemandem, dass er seine EC- oder Kreditkarte verliert. Aber wenn es schon passiert, sollte er nicht irgendwo im Urlaub sein, sondern gerade an einem PC sitzen und möglichst alle Bankdaten griffbereit haben. Das entsprechende Konto sollte niemals einen Überziehungskredit haben und Geld sollte möglichst auch nicht darauf sein. Anderenfalls hat man sehr schlechte Karten.

--- Fazit ---

Vielleicht ist Bargeld doch besser als "Plastikgeld"?
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
target1312

target1312

26.01.2012 19:27

Seine Zugangsdaten sollte man schon "Dabei" haben! Im Kopf. Denn dann ist das überhaupt kein Problem. Hatte schon ähnlichen Fall,der innerhalb von ein paar Minuten erledigt war.Und eine Pin für Tel. Banking hast mit Sicherheit..in deinen Unterlagen!! Nur..wo sind die,gell??:-)

ThomasXL

ThomasXL

18.01.2012 16:04

Hier steht zwar sehr viel Text, der meiste dreht sich aber um die Deutsche Post und nicht die Postbank. Der einzige Negativpunkt, Kartensperre funktioniert nur mit Telefonpin, kann ich nicht bestätigen! Ich habe mein altes Konto dort mal gesperrt und brauchte dafür nur einen Anruf und ein paar persönliche Informationen.

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