Erfahrungsbericht über

PowerColor HD 4870

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung PowerColor HD 4870

 

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PowerColor HD4870 - volle (Grafik)Kraft voraus !

5  07.12.2008

Pro:
Preis - Leistungsverhältnis, Qualitätsanmutung

Kontra:
wie immer :  Qualität hat ihren Preis

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

3D-Beschleunigung:

Installation

Kompatibilität:

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Über sich: 05.10.10 - Bauphase 5 von 12 beginnt demnächst... CIS wird stetig abgearbeitet, bitte aber um Geduld...

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Vertrauende:70

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 361 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo werte Ciao-Gemeinde


Im Zuge des Zusammenstellen und Aufbaus eines neuen PCs blieb ( wie meistens im Zuge solcher Aktionen ) kein Stein auf dem anderen. Die Technik entwickelt sich einfach ungeheuer schnell - was heute gut ist, ist morgen schlecht - was heute sehr gut, ist zumindest noch bis übermorgen brauchbar.

Gerade im Bereich der Grafikkarten tut sich immer was, die Spieledesigner knallen ein leistungshungriges Game nach dem anderen auf den Markt - jedes übertrifft sich selbst in den Anforderungen ( welchen man im Übrigen wohl sowieso nie gerecht werden, weil besser und teurer ) geht's ja bekanntlich immer.

In den letzten Jahren rivalisieren sich zumeist 2 Chipsatz-Hersteller um die Leistungskrone: Auf der einen Seite der GeForce Chipsatz der Firma NVidia, auf der anderen Radeon Chipsatz von AMD / ATI. Beide Unternehmen verfügen über großes Know-how im grafischen 2D und 3D Bereich, wobei NVidia schon länger am Markt tätig ist, über einen größeren Bekanntheitsgrad verfügt und auch mengenmäßig dem größten Konkurrenten überlegen ist. In Sachen Performance und Leistung der Produkte liefern sich die beiden Unternehmen jedoch ständig ein Kopf-an-Kopf Rennen, wobei meist einmal jährlich das Zepter für das beste Produkt / die beste Performance an den jeweils anderen überlassen werden muss. Aber Wettbewerb fördert natürlich auch die Kreativität und den Innovationsgeist und so gab es in den letzten Jahren am Grafikkartenmarkt eine enorme Weiterentwicklung wie kaum in einer anderen Branche.

Meine "alte" Grafikkarte mit einem GeForce 8600 GT Chipsatz war ja grundsätzlich nicht schlecht oder defekt - im Gegenteil: Sie hat mir immer brave Dienste geleistet, war flott unterwegs und bereitete niemals Probleme. Doch an dieser Stelle behelfe ich mir der im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf oft erwähnten Floskel " Change is coming " - und somit stand auch ein Wechsel bei der Grafikkarte an - wenn schon ein neuer PC, dann auch mit ganz aktueller Grafikkarte.

Nach Studieren von Berichten in Spielemagazinen, sowie in Hardware-Foren kam ich zu dem Schluß, dass momentan ( Stand Oktober 2008 ) Radeon mit der HD4000 Serie das Maß aller Dinge ist. Natürlich gibt es auch hier wieder eine große Bandbreite zwischen Low-Budget-Grafikkarte und High-End-Bolide, die preisliche Differenz zwischen den beiden Polen liegt bei ca. EUR 400-500 !

Schlussendlich entschied ich mich für den HD4870 Chip. Nun gibt es natürlich noch verschiedene Grafikkarten-Hersteller, welche diesen Chip verbauen - das rundeste Paket in Sachen Preis-Leistung schien für mich der Hersteller PowerColor mit der *** PowerColor Radeon HD4870 *** geschnürt zu haben.


*** Das Äußere ***


Nachdem die Preise online verglichen und ausgefiltert wurden, bemerkte ich, dass sogar ein Händler in der Auswahl der günstigsten Anbieter war - welch Glück ! Ab ins Auto und flugs hingefahren, neben dem guten Preis kann ich da sogar das gute Stück noch begutachten, bevor ich vielleicht die Katze im Sack kaufe. Die Karte dürfte momentan auch sehr beliebt sein, es war gerade noch ein Stück für mich auf Lager.

Nach Bezahlung der Ware hielt ich den Karton mit dem ersehnten Grafik-Schwergewicht in Händen. Auf dem quaderförmigen Karton ist auf der Vorderseite ein elfenartiger Fabel-Krieger abgebildet, welcher wohl für die Kraft & Qualität des Produktes stehen soll. Unter dem großen Schriftzug HD 4870 soll der epische Slogan " Mesmerizing 3D Graphics for True Gamers " ( " Betörende 3D Grafik für echte Spieler " ) für das Produkt werben. Die Rückseite wird durch die Produktbeschreibung und einigen Vergleichsbildern gefüllt. Im Großen und Ganzen schön aufbereitet und macht nun wirklich Lust, das Ding einzubauen und gleich mal zu testen.

Karton aufgemacht, finden sich gut verpackt neben der Grafikkarte eine Betriebsanleitung, eine CD mit Software & Treibern, sowie einige Adapterstecker ( VGA -> DVI-I, DVI-I -> HDMI, SVGA -> RGB ), welche man auch immer gut brauchen kann.

Die Grafikkarte selbst ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Schergewicht: ca. 800 Gramm bringt sie auf die Waage, ein Großteil davon entfällt natürlich auf die üppig dimensionierten & zwingend notwendigen aktiven Kühlelemente, welche an der Oberseite der Karte montiert wurden.


*** Einbau ***


Der Einbau ist im Grunde genommen ganz einfach, jedoch müssen einige Fakten beachtet werden:


1) Die Karte ist ca. 270 mm lang und ca. 50 mm hoch - d.h. sie benötigt doch ganz schön viel Platz im Gehäuse. Bei Aufbau eines neuen Rechners sollte man dies bedenken. In Midi Tower Gehäusen dürfte es keine Platzprobleme geben, in kleineren Gehäusen wie z.B. denen von Shuttle bin ich mir nicht mehr sicher.

2) Grafikkarten solchen Leistungsausmaßes benötigen externe Stromversorgung, denn der Stromfluss über die PCI Express Schnittstelle reicht nicht mehr aus, um die max. knapp 160 Watt zur Verfügung zu stellen, welche die Karte unter voller Last benötigt. Die Stecker dafür befinden sich am hinteren Ende der Karte - also nochmals ca. 30 mm mehr Platz in der Länge, der benötigt wird. Folgerichtig ist auch darauf zu achten, dass ein entsprechendes Netzteil mit Leistung und den passenden PCI-Express-Steckern eingebaut wird.

3) Zwar wird die Wärme, welche erzeugt wird, durch ein recht effizientes Kühl- und Ventilationssystem an der Rückseite des PC-Gehäuses nach aussen geführt - trotzdessen sollte die Karte nicht eingepfercht zwischen anderen Komponenten liegen. Hier könnte es dann schnell zum Kollaps kommen.

Wenn dies wie in meinem Fall alles beachtet wurde, fällt es leicht, die Karte an ihrem zustehenden Platz zu montieren. An der Rückseite des PC-Gehäuses sind an der Stelle, wo die Grafikkarte stecken soll, 2 Slot-Bleche zu entfernen. Dann wird die Karte in die PCI-Express 16x Schnittstelle gesteckt, mit 2 Schrauben am Gehäuse befestigt und die Stromversorgung noch angeschlossen - voilá, die Karte ist eingebaut und funktionsbereit.

An der Rückseite der Grafikkarte sind 2 DVI-I, sowie ein S-VHS Stecker vorhanden, um die analogen & digitalen Signale auszugeben.

Zur Softwareinstallation wird noch die bereits erwähnte beiliegende Software CD eingelegt, von dieser werden Treiber und ( falls notwendig ) Software installiert. Meine Empfehlung: Die aktuellsten Treiber sind immer auf der Homepage des Herstellers erhältlich, man tut gut daran, alle 1-2 Monate mal zu überprüfen, ob es schon eine neuere Treiberversion gibt.


Interessierten möchte ich noch einige technische Details bekanntgeben:


Taktrate: 750 Mhz
RAMDAC-Takt: 900 Mhz
Grafikspeicher: 1 Gigabyte GDDR SD-RAM 256 Bit Speicher mit 3.6 Ghz Timing
Max. Auflösung: 2.560 x 1.600
Sonstiges: OpenGL 2.0, DirectX 10.1, Shader 4.1, HDCP-Unterstützung, CrossFire X, integrierter HD 7.1 Audiocontroller

Natürlich sollen auch einige Benchmark-Werte, welche ich unter Windows XP SP 3 ermitteln konnte, nicht unerwähnt bleiben. Als Referenz wurde hier die allseits beliebte Software der Firma Futuremark, 3D Mark 06, Advanced Edition 1.1.0 verwendet - als Einstellung auf grafikrelevanter Ebene wurde die Auflösung 1.680 x 1.050, 8 x Anti-Aliasing und optimaler Texturenfilter gewählt.
Bei den jeweiligen Grafik-Benchmarks gab es in dieser Konfiguration folgende Ergebnisse:

GT1 Return to Proxycon: 43 Frames
GT2 Firefly Forest: 39,29 Frames
HDR1 Canyon Flight: 62,21 Frames
HDR2 Deep Freeze: 45,23 Frames

Unter Windows Vista 64-bit gibt es leider noch keine Resultate, der Rechner wird erst in Kürze auf dieses Betriebssystem umgestellt. Ist sicherlich interessant, da DirectX 10.1 erst ab diesem Betriebssystem unterstützt wird und die Karte die volle Grafikpracht erst dann offenbaren kann.

Noch kurz zur Betriebstemperatur: Dank der effektiven Kühlung der Karte ist selbst unter Volllast nur eine max. Temperatur von 42 Grad Celsius zu messen - ein sehr respektabler Wert, welcher für die Beständigkeit des Produktes spricht.


*** Fazit ***


Nach einem Betriebsmonat lässt sich sagen, dass die Powercolor Radeon HD4870 sicherlich eine sehr gute Wahl war.

Für meine Bedürfnisse ( normale PC-Nutzung inkl. Internet, manchmal Spielen von teilweise grafisch anspruchsvollen Games ) überdimensioniert, habe ich für EUR 240 einen hervorragenden Gegenwert erhalten, mit dem ich bestimmt noch viel Freude haben werde und zukunftssicher in die kommenden Jahre gehen kann.

Dafür gibt's 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung !

Besten Dank fürs Lesen meiner Berichte
Bilder von PowerColor HD 4870
  • PowerColor HD 4870 Radeon1
  • PowerColor HD 4870 Radeon2
  • PowerColor HD 4870 Radeon3
  • PowerColor HD 4870 Radeon4
PowerColor HD 4870 Radeon1
So sieht's eingebaut aus...
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Zilina

Zilina

24.12.2009 19:40

Wirklich sehr interessant und verständlich berichtet. LG Zilina

drhuhu

drhuhu

30.11.2009 22:50

So eine tolle leistungsstarke Grafikkarte einbauen und dann die "Vollbremse" Windows Vista installieren...das ist zu viel für mich *lol*. Ein gut geschriebener informativer Bericht! Ich würde mir diese Karte aus Kostengründen aber trotz der guten Wertung nicht zulegen. Bin wohl zu "kniepig" ;o)

RoundaboutFlorence

RoundaboutFlorence

13.09.2009 17:34

Spitze!

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