Pretender

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Pretender - das Chamäleon

5  07.04.2001

Pro:
Kreative und neuartige Story(mit echtem Hintergrund),tolle Schauspieler,viel Spannung

Kontra:
soll keine weitere staffel mehr geben

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Kultstatus:

Action:

Spannung

Romantik:

Dialoge:

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Siriane

Über sich: Hallo da draußen! Wie für viele andere ist auch für mich Ciao wie eine zweite Heimat geworden. Es bi...

Mitglied seit:05.04.2001

Erfahrungsberichte:44

Vertrauende:12

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

In dieser Serie "Pretender" geht es um den jungen Mann Jarod (gespielt von Michael T. Weiss), der eine außerordentliche Begabung hat. Er kann sich in jede Rolle hineinversetzten und jede Fertigkeit ausüben, die er will. Ähnlich wie ein Chamäleon. Man nennt solche Menschen Pretender.
Jarod wurde als Kind von seinen Eltern getrennt und wuchs im Centre, eine mysteriöse Organisation, die seine Fähigkeiten für ihre Zwecke auszunutzt, auf.
Als Jarod herausfindet, dass er nur benutzt wird und mit seiner Hilfe Menschen verletzt wurden, flieht er.
Fortan ist er auf der Suche nach seiner Familie.
Das Center will natürlich unbedingt Jarod wiederhaben und hetzt die junge und gutaussehende Mrs. Parker (Andrea Parker) auf ihn. Sie kennt Jarod gut, denn sie sind zusammen aufgewachsen. Unterstütztung erhält sie von dem Psychologen Sydney (Patrick Bauchau,) der sich um Jarod gekümmert hat im Center und für diesen zu einer Art väterlichem Freund und Mentor geworden ist. Der dritte im Team ist der Computerspezialist Broots, der durch seine oft schusselige und trottelige Art, die doch häufig ernste Serie auflockert.

Woche für Woche erleben wir vor dem Bildschirm, wie Jarod auf der Suche nach seiner Identität, Menschen denen er begegnet durch seine Fähigkeiten hilft. Durch seine jahrelange Isolation ist er zu anfang der Serie sehr naiv und hat gewisse Schwierigkeiten sich in der Welt zurechtzufinden. Schon von so kleinen Dingen wie sein erstes Eis, kann er sich erfreuen.
Auch wenn er dadurch oft harmlos wirkt, ist er doch alles andere als das. Sein Charakter entwickelt sich mit jeder Folge weiter und er lernt mit den verschiedensten Situationen klar zu kommen.

Aber er ist nicht der einzige, der in dieser Serie eine Entwicklung durchmacht. Mrs Parker beispielsweise, die kaltblütige Agentin des Centers, gewinnt im Verlauf der Serie immer mehr an Sympathie des Zuschauers und an Tiefe ihrers Charakters. Zu Beginn jagt sie Jarod einfach nur und versucht ihn ins Center zurückzuschaffen, da es ihr Auftrag ist. Man erkennt, dass sie es hauptsächlich tut, um die Anerkennung ihres Vaters, der ihr Vorgesetzter im Center ist, zu erlangen. Doch mit der Zeit jagt sie Jarod aus eigenem Interesse, da er einiges über den mysteriösen Tod ihrer Mutter, die sie über alles liebte, weiß. Catherine Parker starb in einem Fahrstuhl im Center, als Miss Parker noch sehr jung war. Mrs. Parker ist wohl zum größten Teil durch dieses Erlebnis zu der kühlen Frau geworden, die sie in der Serie darstellt.

Wenn man "Pretender" zum ersten Mal sieht, denkt man sich leicht, dass Jarod der Gute und alle vom Center die Bösen sind. Doch genau das ist nicht der Fall. Auch wenn man glaubt, zu wissen auf welcher Seite die einzelnen Charaktere stehen, wird man doch immer wieder überrascht durch ihre plötzliche Verhaltensänderungen. Sydneys Aufgabe ist eigentlich Jarod zurückzuholen, doch mit der Zeit wird klar, dass er, wo er nur kann, Jarod hilft. Bei Mrs. Parker wird klar, dass sie Gründe hat warum sie so handelt, wie sie handelt. Überhaupt entdeckt man bei wirklich jedem wichtigen Charakter, dass er mehr ist, als er zu Anfang zu sein scheint.

In dieser Serie gibt es so viele Fragen (Wer sind Jarods Eltern? Was hatte das Center noch mit ihm vor? Wer hat Mrs. Parkers Mutter getötet? Und war es überhaupt ein Mord und nicht doch ein Unfall?) und es werden immer mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. So ist Pretender durchgehend spannend und man kann es kaum erwarten, die nächste Folge zu sehen.

Das Pretender unter die Sparte "Mystery"fällt wundert mich ehrlich gesagt etwas, denn wer Unterhaltung à la Akte X erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein. Pretender ist eine tiefgehende Serie, die größtenteils auf unerklärliche Phänome verzichtet und eher die Charaktere und ihre Entwicklungen und Beziehungen in den Vordergrund stellt. Wer also auf die übliche grünen Menschen verzichten und extrem viel Spannung ertragen kann und tiefschichtige Charaktere zu schätzen weiß, dem ist Pretender wärmstens zu empfehlen.

Ich hoffe ich konnte etwas aus der wunderbaren Welt des Pretenders preisgeben. Oh, ich habe noch etwas vergessen... vor allem für die weiblichen Leser meines Berichts sollte es interessant sein zu wissen, dass Michael T. Weiß nicht nur ein ausgezeichneter Schauspieler ist, sondern auch noch göttlich aussieht!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
themanwiththeplan

themanwiththeplan

16.04.2003 15:39

Oh ja, göttlich sieht Mister Weiss in der Tat aus! *g* Ich finde es toll, wie er in der Figur des Jarod Verletzlichkeit wie auch Stärke und Entschlossenheit vereint. Dein Bericht hat die wichtigsten Punkte zur Serie echt gut zusammengefaßt! Gruß, petra

shadow_of_blue

shadow_of_blue

11.11.2001 13:29

Sehr gut geschrieben und sehr Informativ. Mir fehlt ein bißchen die Beschreibung über den Inhalt (Staffeln), aber ansonsten echt Top! Weiter so. P.S: Kleiner Trost, die ersten Pretender Filme sind ja schon abgedreht, es geht also weiter

Treesitter

Treesitter

16.09.2001 11:18

Ich finde, die Serie wird ziemlich unterschätzt, was wohl daran liegt, dass sie auf VOX kommt - eigentlich schade drum, denn einige Folgen habe ich gesehen und fand sie ganz gut...ein gelungener Einstand hier bei ciao, ich habe schon weitaus schlechtere erste Berichte gelesen (wenn ich da mal so in meinen eigenen blättere...*hüstel*) ;)) Gruss Treesitter

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  1. Birgit1957
  2. themanwiththeplan
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