Erfahrungsbericht über "Prince Jugendfahrrad"

veröffentlicht 05.05.2011 | Sylviane
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***beLIEve *** "When ever I accept my own doubt & insecurity, I´m more open to other people. The deeper I go into myself, the stronger I become, because I realize that my real self is bigger than my fear." ~ Michael Jackson
Ausgezeichnet
Pro tolles Rad, niedriger Rahmen, gute Ersatzteilversorgung, gut zu restaurieren
Kontra -
besonders hilfreich
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"Royal"

Prince Jugendfahrrad im Originallack 2001 mit unserem Sohn

Prince Jugendfahrrad im Originallack 2001 mit unserem Sohn

Da wir vor kurzem erst die Fahrräder unserer Söhne vollkommen restauriert und neu gestaltet haben, um sie nun für unsere Zwillinge nutzbar zu machen,möchte ich gern mit den Erfahrungen, die wir mit diesen Rädern gemacht haben, berichten. Es handelt sich beim Fahrrad unseres jüngeren Sohnes um ein Markenrad des Herstellers PRINCE. Das Rad ist ein so genanntes Jugendrad mit einer Reifengröße von 24 Zoll.

Warum dieses Rad?


Als unser Sohn eingeschult werden sollte, war er zu groß geworden für sein Kinderrad. Doch wir hatten einen besonderen Moment abgewartet, um ihm ein anderes Rad zu kaufen, da wir ein Markenrad erwerben wollten. Schließlich war geplant, dass unser Sohn das Rad einige Jahre fahren sollte, bis er aus dem Rad herausgewachsen war. Und von vielen Bekannten hatten wir gehört, dass man am besten die Finger von den Rädern aus dem Supermarkt lassen sollte, die man für relativ kleines Geld erwerben konnte und besser ein Markenrad kaufen sollte. Dieses war grundsätzlich schon haltbarer als die Produkte aus der Supermarktabteilung und auch mit den Ersatzteilen, sollte mal was kaputt gehen, hatte man weniger Schwierigkeiten.
Daher gingen wir in den Fahrradladen im Nachbarort. Dort gab es einen ausgesprochenen Fachhändler namens Feichtenschlager, der neue Räder verkaufte, reparierte und auch gebrauchte in Zahlung nahm und diese dann restauriert wieder zum Verkauf anbot. Hier fühlten wir uns gut aufgehoben und beraten.

Beratung:


Erst einmal war es wichtig, dass wir unseren Sohn für den Kauf dabei hatten. Beim ersten Besuch war das natürlich nicht so, da wir ihn ja eigentlich zu seiner Einschulung mit dem Fahrrad überraschen wollten. Doch wir guckten dann schon einmal vor, ließen uns generell beraten und kamen dabei überein, dass es ein Jugendrad der Marke PRINCE werden sollte. Diese waren im Jahre 2001 mit die marktführenden Produkte in der Preisklasse, die wir ausgeben wollten. Nach oben wären schon damals keine Grenzen gesetzt gewesen.

In der Beratung erfuhren wir dann, dass wir das Kind mitbringen sollten, um testen zu können, dass es auch mit beiden Füßen auf den Boden kommt, wenn es im Sattel sitzt. Denn es kann immer zu Gefahrensituationen kommen, in denen es wichtig ist, schnell beide Füße auf den Boden zu bekommen und das Rad dann immer noch händeln zu können. Sollte der Sattel zu hoch sein, würde schon daraus schnell ein Sturz resultieren. Daher sollte man im Zweifelsfall lieber auf eine Nummer kleiner gehen oder eben abwarten. Wir spekulierten für unseren Sohn auf ein 24ziger Rad. Er hatte erst ein kleines Kinderrad gefahren, war dann auf das 20ziger umgestiegen, das sein Bruder ihm vererbt hatte und so erschien uns das 24 ziger auf jeden Fall sinnvoll. Sonst hätte er gleich das 20ziger behalten können.

In der Beratung teilte man uns mit, dass das Rad mit einer Dreigangschaltung ausgelegt sein würde. Das sei für Kinder ab dem Grundschulalter auch vollkommen ausreichend. Sie bräuchten eigentlich, auch wenn viele Hersteller es anbieten würden, keine 21 Gangschaltung etc. Drei Gänge waren ausreichend, um gut damit fahren zu können und die Kinder könnten sie halt am besten nutzen. Alles andere würde sie zum einen überfordern bei einer sinnvollen Nutzung oder gar zum Spielen damit einladen und wohl möglich durch fälschliche Nutzung das Fahren eher erschweren als erleichtern. Daher sollte man, was die Gänge bei einem Jugendrad angeht, nicht nach der Menge gucken, sondern daran denken, dass es halt KINDER sind, die mit dem Fahrrad zurecht kommen sollen und da muss es nicht unnötig kompliziert sein.

Fahrradanprobe:


So amüsant es sich anhört, wir machten dann mit unserem damals Jüngsten eine „Fahrradanprobe“. Wir hatten ein paar PRINCE Fahrräder ins Auge gefasst und letztlich war es, sollten sie vom Rahmen her zu unserem Kind passen, nur eine Farbe der Lackierung. Was würde Kevin sich aussuchen?

Zur Anprobe gingen wir in den Fahrradfachhandel. Dort stellte der Verkäufer unserem Sohn dann die verschiedenen Räder vor und wir merkten schon, dass er zu einem schwarz-gelben Fahrrad tendierte. Auf dem Rahmen war der Markenname PRINCE gedruckt und das Rad sah einfach wunderschön aus. Wir hatten auch Glück, es klappte mit der Größe so eben. Das Fahrrad war gerade klein genug, dass unser Steppke mit den Füßen auf den Boden kommen konnte. Der Verkäufer war auch zufrieden und sagte uns, dass er guten Gewissens dieses Rad verkaufen konnte. Die Princerahmen seien auch besonders tief,daher gut für die Grundschüler geeignet. Andere Hersteller würden auf viel höhere Rahmen setzen. Daher wäre man mit Prince meist auf der sicheren Seite.

Natürlich war das noch nicht alles. Wir mussten unseren Filius noch eine Probefahrt machen lassen. Nachdem klar war, dass die Größe stimmte, musste er nun nur noch damit umgehen können. Denn es hätte ja auch sein können, dass er mit dem Lenker des Rades nicht zurecht kam oder andere Schwierigkeiten damit hatte, so dass wir doch noch weiter suchen mussten. Doch Kevin kam damit prima zurecht und so konnte er seinen Traum in schwarz und gelb mit nach Hause nehmen.

Ausstattung:


Das Rad war vollkommen ausgestattet mit Beleuchtung, Gepäckträger, Reflektoren und allem, so dass es zulässig war für die Straße. Wie gesagt, es verfügte über eine Dreigangschaltung.

Nutzung:


Ich weiß nicht mehr, wie viele Fahrradtouren wir mit unserem Sohn auf diesem Fahrrad gemacht haben. Viele Touren führten uns auf dem Plattenweg entlang des Nord-Ostseekanals von Brunsbüttel bis nach Burg und wieder zurück. Oder aber wir umkreisten damit auf weniger ganghaftem Terrain den Kudensee und entdeckten dabei, dass das Rad auch auf unwegsamernen Gelände ganz gut zu fahren war.
Später dann nachdem wir vom Dorf in die Kleinstadt gezogen waren, fuhr mein Sohn mit dem Rad zur Schule. Erst nach der 6. Klasse wurde es zu klein für ihn und wir mussten uns nach einem neuen Rad umsehen.

Was dann?


Nachdem mein Sohn nun zu groß geworden war für das Rad, wurde es eingelagert, wie auch das Rad unseres zweiten Sohnes, das auch ein 24ziger war. Wir wollten diese beiden Markenräder gern aufbewahren für unsere beiden Nachzüglerzwillinge, die knapp 10 Jahre nach dem Ältesten das Licht der Welt erblickt hatten. So haben wir die Räder einige Jahre in der Garage hängend aufbewahrt. Ich hatte mal gelesen, dass das die beste Haltung sei, wenn man ein Rad lange Zeit einlagern wollte. Und als es dann soweit war, dass unsere Zwillinge nun im vergangenen Sommer eingeschult wurden, hat mein Mann wahre Wunder vollbracht und die beiden tollen Räder restauriert und neu gestaltet nach dem Geschmack unserer Töchter.

Was war zu machen?


Nun, der Lack, der eigentlich gar nicht so angegriffen war nach all den Jahren, was ein sehr positives Zeichen der Qualität der Räder dieses Herstellers ist. Man bedenke, das Rad war nun fast 10 Jahre alt. Doch es sollte nun anders gestaltet werden, damit die Mädchen ihre Freude an dem Rad haben konnten und halt ein „neues“ Rad bekommen haben und so gesehen nicht die abgelegten der Brüder. So musste als erstes ein neuer „Anstrich“ her. Wir haben dazu den Lack angeraut und die Aufkleber auf dem Rahmen, die vom Hersteller her darauf waren, abgenommen. Das war nicht leicht. Zitat meines Mannes: „Die kleben wie der Teufel“. Insofern auch ein gutes Zeichen für die Qualität, denn sie sollen ja in der Regel auch halten und sich nicht leicht lösen lassen. In unserem Fall sehr arbeitsintensiv bei der Entfernung.
Nun wurde das Rad auf Herz und Nieren gescheckt. Es waren einige Dinge, die erneuert werden mussten. So zum Beispiel die Decken der Reifen, doch nach 10 Jahren und hervorgehender intensiver Nutzung war das kein Wunder.
Die Felgen waren in Ordnung, die Bremsanlage und die Gangschaltung waren auch okay. Das Rad wurde komplett auseinandergenommen,gesäubert an einigen Stellen geschmiert und was weiß ich, was mein Mann in seiner Halle alles damit unternommen hat. Auf jeden Fall wurde es dann liebevoll in den Farben von „Tigger“ lackiert: Tigerstreifen auf Orange.

Ein neuer Sattel wurde für das Rad beschafft, obwohl (auch hier hat Prince Qualität bewiesen) der alte noch tadellos in Ordnung war. Doch um einen komplett neuen Look zu schaffen wurde auch der alte Sattel ersetzt. Das Rad wurde mit neuen Reflektoren an jeder Speicher ausgestattet und die orange farbenen großen Reflektoren zwischen den Speichen auch wieder neu gesetzt, diese waren wie auch immer am Rad verschwunden und mussten ersetzt werden.

Das Rad 2011:


Nach 10 Jahren erstrahlte das Prince Rad nun wieder in neuer Frische. Es war komplett überholt, neu lackiert und ein wenig „aufgemotzt“, um unserer Tochter nun zu gefallen. Aber grundsätzlich gehe ich davon aus, dass diese tolle Restauration nur auf die gute Qualität des Markenrades zurückzuführen ist. Es ließ sich leicht wieder in Schuss bringen und vor allem der Rahmen wies keinerlei Mängel auf und war gut zu lackieren.

Ein Jungenrad für ein Mädchen?


Da das Rad nicht mehr wie die Jungenräder zu meiner Kinderzeit mit einer Stange ausgestattet ist, der Rahmen schon niedrig, ist es gar kein Problem, ein Mädchen auf diesem Rad fahren zu lassen. Unsere Tochter flitzt damit durch die Gegend als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Insofern muss man nicht unbedingt auf ein spezielles Mädchenrad setzen bei diesem Modell.

Nutzung heute:


Da meine Tochter noch keine Fahrradprüfung gemacht hat, darf sie natürlich nur auf unserem Grundstück mit dem Rad fahren oder aber in elterlicher Begleitung in der Stadt.
Wir haben damit bisher kleinere Fahrradtouren unternommen, auch bedingt dadurch, dass meine Töchter sich nach einer OP noch nicht so anstrengen dürfen und keinen Sport treiben. Doch vor uns liegt ein prima Sommer, der sicherlich mit Radtouren ausgefüllt werden wird. Und nach der Fahrradprüfung in der vierten Klasse wird unsere Tochter auch alleine auf dem Rad zu kleinen Abenteuern aufbrechen können.

Preis:


Über den Preis müssen wir auch noch sprechen. Wir haben damals mit DM bezahlt und lagen bei 250DM für das Rad. Heute werden Prince Jugendräder für in etwa den gleichen Wert in Euro gehandelt.... Sie liegen zwischen 200 und 300 Euro je nach Ausstattung und Anbieter.

Fazit:


Wenn man bedenkt, dass dieses Rad nun schon 10 Jahre bei uns ist, in der Zeit der Nutzung durch unseren Sohn keinen Ärger gemacht hat, Ersatzteile leicht zu bekommen sind und wir nach 10 Jahren daraus das Traumrad unserer Tochter machen konnte, kann ich das Rad nur empfehlen. Es ist ein tolles Jugendrad, an dem das Kind viele Jahre Freude haben kann und man kann es bei guter Pflege lange erhalten und auch sicherlich dann gut weiter verkaufen, wenn man es nicht wie wir „vererben“ kann an ein nachkommendes Kind.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Carmelita2905 veröffentlicht 26.07.2011
    Damals war das Rad bestimmt DER Hit...
  • t.schlumpf veröffentlicht 30.05.2011
    So da bin ich wieder ;o)
  • Mungi60 veröffentlicht 19.05.2011
    Hier lasse ich auch gern nochmal die Höchstnote :-)
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Produktdaten : Prince Jugendfahrrad

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Hersteller: Prince

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 19/04/2011