Princess Mononoke - Mononoke Hime (Film 1997)

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Princess Mononoke - Mononoke Hime (Film 1997)

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Herzzereissender Trip in die Welt der Phantasie

5  25.01.2003

Pro:
toll gezeichnet, schöner Soundtrack, spannende Handlung

Kontra:
nüx

Empfehlenswert: Ja 

MischiMaus

Über sich:

Mitglied seit:15.07.2001

Erfahrungsberichte:40

Vertrauende:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Einleitung:

Dass ich Mangas mag, weiss wohl jeder, der mich kennt. Nur begrenzt sich meine Leidenschaft normalerweise auf die Bilder - Comics lesen mag ich nicht so gerne und die Serien wie Dragonballz, Doremi, Sailormoon und so weiter sind mir zu kitschig und zu stressig. Die Serie Goldenboy fand ich noch ganz gut, aber ich schweife zu weit ab.
So begab es sich, daß ich neulich bei einer Bekannten war, die diesen Film aus der Videothek ausgeliehen hatte. Ich erwartete wieder das schlimmste. Für mich war Anime bis dato laut grell und kitschig, aber ich wurde angenehm überrascht.

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Zur Handlung:

Als Prinz Ashitaka durch den Wald reitet, kommt ihm etwas ganz und gar nicht geheuer vor. Er klettert auf einen Hochsitz und schon kurz darauf sieht er, was ihm dieses Unbehagen bereitet hat. Aus dem Wald kommt ein grosses Monster. Es sieht aus wie eine riesige Spinne und ist über und über mit blutegelartigen Würmern bedeckt. Der Dämon wirft den Hochsitz um und Ashitaka reitet ihm hinterher um ihn zu töten und sein Dorf zu schützen. Er trifft das Ungeheuer mit ein paar Pfeilen und als es stirbt, fallen die Würmer von ihm ab und zum Vorschein kommt ein gewaltiges Wildschwein. Es spricht noch eine Drohung aus, ehe es zerfällt und nichts von ihm übrig bleibt als sein Skelett und eine Blutlache. Im Kampf wurde Ashitaka verletzt. Dunkle Flecken bedecken seinen rechten Arm und breiten sich immer weiter aus. Die Wahrsagerin verkündet ihm, daß sich diese Wunde in seine Knochen fressen und er irgendwann sterben würde. Er hätte also die Chance entweder abzuwarten, bis es so weit ist, oder in die westlichen Wälder zu reisen, um herauszufinden, wo der Dämon herkam und was der Grund für seine Verwandlung war. Sie gibt ihm auch eine Eisenkugel, den sie ihm Körper des Keilers gefunden hatte. Also macht sich der Prinz mit seinem Reittier Yakul (was eine Mischung zwischen Pferd, Steinbock und Yak ist - es sieht zumindest so aus) auf den Weg.

Gleich am nächsten Tag begegnet er einigen Samurai, die gegen ein paar Dorfbewohner kämpfen. Ashitaka mischt sich ein, köpft den einen, reisst dem anderen die Arme aus und schiesst noch ein paar Pfeile ab. Im nächten Dorf trifft er einen Mönch. der ihm von einem Wald weiter im Westen erzählt, wo der Gott des Waldes wohnt. Während die beiden essen, wird an einem anderen Ort eine Gruppe Menschen von ein paar riesigen Wölfen, auf dessen Rücken ein kleines Mädchen sitzt, angegriffen. Dabei werden die Wölfe vertrieben und einer von ihnen angeschossen. Auch stürzen ein paar Leute von dem schmalen Bergweg ab, aber die Gruppe unter der Leitung von Lady Eboshi zieht ab, ohne sich um die abgestürzten zu kümmern.

Am nächsten Morgen findet Ashitaka zwei der Abgestürzten verwundet an einem Fluss, Als er sich um sie kümmert, entdeckt er auf der anderen Seite das kleine Mädchen, das dem Wolf Blut aus der Wunde saugt. Er spricht sie an, aber sie geht wortlos mit den Wölfen weg. Ashitaka will die Verwundeten zurück nach Hause bringen. Dabei begegnen sie Baumgeistern - kleine weisse Männchen, die ihrem Kopf im Kreis drehen können, was dabei ein knatterndes Geräusch macht. Auch sieht Ashitaka auf einer Lichtung an einem See den Gott des Waldes - eine Art Hirsch mit einem Paviangesicht.

Später kommen sie an eine Festung, wo die Verwundeten gleich von den Einwohnern versorgt werden. Ashitaka findet heraus, dass es sich um ein Eisenwerk handelt. Das ganze Dorf arbeitet im Eisenwerk und baut Eisenerz im Wald ab. Lady Eboshi ist die Herrin dieser Siedlung. Sie hat ein gewisses Faible für Schusswaffen. Auch wirbt sie die Frauen aus den Bordellen der Stadt an, damit sie für sie arbeiten, aber dennoch geniesst Eboshi ein gewisses Ansehen und alle Einwohner mögen sie. Soweit so gut, nur gab es in der Nähe der Siedlung kein Eisenerz mehr, so wollte Lady Eboshi einen Teil des Waldes abholzen lassen und dort weiter nach Erz graben. Das gefällt den Tieren des Waldes natürlich nicht. Noch am gleichen Abend dringt die Wolfsprinzessin in die Festung ein und will Eboshi töten. Ashitaka will dies verhindern, wird aber dabei verwundet. Er bringt das Wolfsmädchen zurück in den Wald, bricht aber unterwegs aufgrund seiner Verletzung zusammen, also kümmert sie sich um ihn.

Von nun an kämpfen die beiden, jeder auf seine Weise. Das Wolfsmädchen Sam steht natürlich auf Seite der Tiere. Sie will den Wald schützen und Eboshi töten, weil diese es ausserdem auf den Kopf des Waldgottes abgesehen hat. Ashitaka will gleichzeitig den Wald retten, aber auch den Menschen helfen. Er will den Hass beseitigen, der auf beiden Seiten herrscht.

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Meine Meinung:

Wer denkt, zu einem guten Märchen gehören ein hübscher Prinz, eine zickige Prinzessin und jede Menge Taschentücher, der liegt mit diesem Film genau richtig.

Der Name des Filmes irritiert irgendwie, weil sie im ganzen Film nur ein Mal so genannt wird. Ich hätte den Film eher 'Die Wolfsprinzessin' oder so genannt, aber egal.

In eindrucksvollen Bildern wird die Geschichte des Kampfes der Natur gegen die Menschen erzählt, was nicht immer ganz unblutig vonstatten geht. Deswegen finde ich auch die FSK 12 etwas zu niedrig angesetzt.

Zeichnerisch hat dieser Film einiges zu bieten. Es handelt sich übrigens um einen Animefilm - also einen japanischen Zeichentrickfilm. Jedes Blatt an den Bäumen, jeder Grashalm, jedes Tier - alles ist sehr liebevoll gezeichnet. Anscheinend hat man hier sehr grossen Wert auf Einzelheiten gelegt. Die Berglandschaften wirken teilweise wie Fotografien. Auch der Soundtrack unterstreicht mit schönen Melodien die herzzereissende Story.

Mononoke ist mehr als ein Märchen - eigentlich ist es eine Fabel. Die Moral des Filmes wirkt wie ein überlanger Werbespot für 'Rettet die Regenwälder' oder 'Schützt die Umwelt'. Von Ashitakas Seite lautet die Botschaft wohl mehr 'Seid lieb zueinander'. Das wird vor allem deutlich, weil sich jedes Mal, wenn er zornig wird, seine Wunde am Arm vergrössert - der Hass frisst ihn förmlich auf.

Es lohnt sich wirklich, diesen Film zu schauen - und nicht nur, weil er 'pädagogisch wertvoll' (meiner Meinung nach) ist. Der Film dauert länger als zwei Stunden - 130 Minuten um genau zu sein - und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Von mir aus hätte er doppelt so lang sein können *g*

Herkunftsland: Japan
Filmart: Anime
Erscheinungsdatum: 1997
Dauer: ca 130 Minuten
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
nocturnecf

nocturnecf

31.01.2003 22:27

Mononoke an sich heißt ja schon Geister/Monster-Prinzessin, deswegen ist Prinzessin Mononoke eigentlich doppelt gemoppelt. Hätte man den Film die Geisterprinzessin genannt, wäre es korrekter gewesen, aber na ja. Der Bericht an sich reicht so völlig aus :) Man hätte zwar noch kiloweise Hintergrundinfo (erfolgreichster Film in Japan aller Zeiten blabla), aber ist ja nicht jeder ein Freak :) Kann Dir wärmlichst Spirited Away empfehlen (ebenfalls von Miyazaki). Da gehen einem die Augen über bei der Detailfülle.

Lencer

Lencer

25.01.2003 20:53

Nichts für mich, aber guter Beitrag.

Heroistic

Heroistic

25.01.2003 19:12

Alle DAten sind vorhanden! MFG Heroistic!

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