Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Ich bin nun staatlich anerkannter Modedesigner |
| Kontra: |
Viel Geld verloren, viel geärgert und so einiges mehr . . . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Ich habe an der Privaten Modeschule Albstadt meine Ausbildung zum Modedesigner gemacht und möchte hier über meine Erfahrungen berichten:
Die Private Modeschule Albstadt ist wie der Name schon sagt eine 3 - jährige Privatschule. Die Schulleiterin hat auch noch eine Modeschule in Düsseldorf die nach demselben Konzept läuft. Am Ende der Ausbildung ist man staatlich anerkannter Modedesigner. Die Schule kostet 390 Euro im Monat. Zusätzlich zu zahlen ist eine Abschlussprüfungsgebühr von 250 Euro sowie die Materialkosten die während der ganzen Ausbildung anfallen.
In der Infomappe der Schule steht man braucht mindestens die Mittlere Reife um aufgenommen zu werden und man solle eine Mappe mit Zeichnungen zum ersten Gespräch mitbringen. Komisch, dass dann eine meiner Mitschülerinnen trotzdem mit Hauptschulabschluss genommen wurde. Die Zeichnungen wurden kaum oder gar nicht beachtet. War wohl nicht so wichtig!
Die Fächer:
Aktzeichnen
Modezeichen
Modellentwurf
Farbenlehre
Schnitttechnik
Kostümkunde
Deutsch
Politik
BWL
VWL
Italienisch
Französisch
Das Fach Französisch wurde zwar vorher angekündigt konnte dann aber nicht gewählt werden da kein Lehrer dafür zur Verfügung stand. Man musste also Italienisch machen.
Zuerst will ich die Lehrer beurteilen. Da muss ich sagen es war zweigeteilt. Manche waren ganz kompetent aber zum größten Teil hatte ich eher das Gefühl, dass sie nicht qualifiziert genug sind. Das lag wahrscheinlich daran, dass es oftmals keine ausgebildeten Lehrer waren sondern einfach Leute die aus den jeweiligen Berufsfeldern kamen. Sie wussten meist nicht wie sie den Stoff vermitteln sollen.
Einmal fiel unsere Textilkundelehrerin aus und da holte die Schulleiterin kurzer Hand für den Rest des Semesters eine Studentin der Fachhochschule als Dozentin. Der Unterricht war einfach nur lächerlich und dementsprechend waren auch unsere Noten. Manche Lehrer nahmen es auch nicht so genau mit der Pünktlichkeit oder mit dem Job an sich. Es gab Tage da standen wir vor verschlossener Tür und niemand kam. Wir waren umsonst gekommen und keiner hatte uns bescheid gesagt, dass die Lehrerin nicht kann. Eine bestimmte Lehrerin ließ den Unterricht auch öfters ausfallen weil sie Jobtermine hatte. Man sieht also die Organisation sucht seinesgleichen.
Das Schulgebäude an sich ist ein ehemaliges Fabrikgebäude. Es ist sehr klein und es gibt insgesamt nur 5 Schulräume mehr ist aber auch nicht nötig da es selten über 5 Schüler pro Semester waren. Die Schulleiterin ist eine sehr zurückhaltende Frau die nicht wirklich hält was sie vorher so groß angepriesen hat.
Auf der Homepage steht folgendes:
In Praxisprojekten knüpfen unsere SchülerInnen bereits erste
Kontakte zu Firmen und Veranstaltern im In- und Ausland.
Das ebnet Ihnen den Start ins Berufsleben.
Ein Highlight sind unsere Modenschauen. In eigener Regie stellen
die SchülerInnen ihre Kreationen vor. Die Anwesenheit von Fachpublikum
und Presse macht das Ereignis zum besonderen Event.
Bei der Teilnahme an internationalen Wettbewerben und Ausstellungen
unterstützen wir unsere SchülerInnen. Werksbesichtigungen und
Museumsbesuche ergänzen den Unterricht.
Darüber hinaus finden Exkursionen zu Messen und Vorträgen statt.
So gab es in der Vergangenheit Besuche der MODA IN in Mailand,
der PITTI FILATI in Florenz und der PREMIERE VISION in Paris.
Von diesen Versprechungen wurde kaum etwas gehalten. Es gab keine Praxisprojekte und Kontakte zu Firmen weder im In- noch Ausland. Es gab eine Modenschau aber keine eigene! Wenn man wollte, dass seine Sachen nochmal präsentiert wurden, musste man sich an die Abschlussmodenschau der Fachhochschule anschließen die nichts mit unserer Schule zu tun hatte. Dies war aber ebenfalls keine Idee unserer Lehrer oder Schulleiterin sondern wurde allein von den Schülern arrangiert. Von einem Fachpublikum braucht man in diesem Fall natürlich gar nicht reden. Museumsbesuche gab es vielleicht 2x in den ganzen 3 Jahren. Die Zeichenlehrerin bot uns einmal an einen Trip nach Paris mitmachen zu können. Dieser hatte aber auch nichts mit unserer Schule zu tun sondern war eigentlich eine Exkursion der Fachhochschule. Die Lehrerin unterrichtete nämlich an beiden Schulen. Ich finde wenn man schon so viel Geld bezahlt dann sollte man erwarten können eigene Exkursionen und Modenschauen machen zu können und sich nicht die ganzen 3 Jahre an eine staatliche Schule zu hängen die nichts mit der eigenen zu tun hat.
Desweiteren verspricht die Schule:
Der Kontakt zu Firmen und Veranstaltern erleichtert maßgeblich den Einstieg in das Berufsleben.
Darum empfehlen wir unseren SchülerInnen, die Ferien für Praktika zu nutzen.
Dazu vermittelt die Schule Adressen von interessierten Firmen im In- und Ausland und hilft bei der Suche nach einer geeigneten Praktikantenstelle.
Es gab aber keine Hilfe bei der Praktikumssuche! Das einzige was es gab war eine Pinnwand mit uralten Praktikumsangeboten für die man sich eh nicht mehr hätte bewerben können.
Was auch sehr auffällig war: In den ersten 2 Semestern haben sich alle große Mühe gegeben die Schüler zufrieden zu stellen aber nach dieser Zeit war das auf einmal vorbei. Könnte daran liegen, dass im Vertrag festgelegt ist: Wer nach den 2 Semestern die Ausbildung abbricht muss trotzdem die vollen 3 Jahre bezahlen! Ich war oft drauf und dran alles hinzuschmeißen weil die Ausbildung einfach nicht qualifiziert genug war aber da ich das Geld trotzdem hätte bezahlen müssen habe ich es durchgezogen. Der Höhepunkt der Ausbildung kam als ich im 3. Semester war. Zu dieser Zeit war mal wieder Lehrermangel angesagt, welchen die Schulleiterin wie folgt löste!!! Sie brachte uns "einfach" mit dem 5 Semester zusammen (nicht schlecht oder?) und ließ uns den Stoff welchen wir eigentlich erst 1 Jahr später gehabt hätten da schon machen. Dies führte natürlich zu einer totalen Überforderung unsererseits und zu einer Verschlechterung der Noten. Es gab Tage da war ich so verzweifelt das mir nur noch zum heulen war und ich am liebsten aufgegeben hätte.
Am Ende kam dann noch der Oberwitz. Das letzte Semester endete im Juli mit den schriftlichen Prüfungen, die Mündlichen jedoch fanden erst 2 Monate später im Oktober statt. Obwohl wir keinen Unterricht mehr hatten mussten wir für diese 2 Monate nochmal das volle Schulgeld zahlen. Da es immer so lief, auch die Jahre zuvor, nehme ich an dies ist absichtlich so festgelegt um nochmal ordentlich Kohle zu scheffeln. Außer Geld hat die Schulleiterin eh nicht viel interessiert.
Ich kann nur jedem raten der Modedesigner werden will es um jeden Preis auf eine staatlichen Schule zu probieren. Da habt ihr eine qualifizierte Ausbildung und müsst nichts zahlen.
Ich jedenfalls würde es nie wieder machen!
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Bewertung für Private Modeschule Albstadt von
mumuluna
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Kontra: etwas klein - albstadt klein und langweilig, aber gut fürs studium
der bericht vom letzten jahr ist nicht mehr aktuell. es haben sich einige sachen verändert!! ich besuche seit 2007 die schule und bin mit der ausbildung zufrieden. wir waren letzes jahr auf der premier vision in paris, dieses jahr planen wir nach mailand ...
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01.04.2009
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