Mein "Schönling"
11.10.2008 (13.10.2008)
Pro:
Verspricht alles
Kontra:
hält wenig
Empfehlenswert:
Nein
 Forscherin
Über sich:
Mitglied seit:03.09.2005
Erfahrungsberichte:11
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 42 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit vier einhalb Jahren besitze ich jetzt den Einbauherd 30540 P von Privileg und möchte hier meine Erfahrungen preis geben . Nachdem mein alter 0 8 15 Einbauherd im "Eimer" war , war ich auf der Suche nach einem schönen und praktischen Modell mit möglichst viel Annehmlichkeiten zum günstigen Preis . Schon lange schwärmte meine Schwiegermutter von ihren Privileg Elektrogeräten , die zahlreich in ihrer Küche vertreten waren , und jetzt schon seid zig Jahren ihren Dienst verrichteten....! Sicherlich waren diese Modelle , wenn man es heute nach 15-20 Jahren betrachtet, schlicht und ohne besonderen Schnick Schnack . Etwas mehr Extras wollte ich schon haben , da mein "Alter" ja auch ohne "alles" war . Durch einen Werbeprospekt der Vertriebsfirma von Privileggeräten , fiel mir der Einbauherd 30540 P ins Auge . Optik und Preis waren erst einmal ausschlaggebend weiter zu lesen ... Er war in Edelstahloptik und hatte eine dunkel getönte Glasbackofentür . Optisch für mich schon ein Genuss. Ich möchte mich hier erst einmal allein mit den Funktionen des Ofens auseinander setzen !
Er hatte eine Uhr die auch mit Zeitschaltuhr , Kurzzeitmesser , Kindersicherung und Ein und Abschaltautomatik genutzt werden konnte. Die Betriebsarten des Ofens gingen von Ober-Unterhitze über Umluft , Klein-Großflächengrill, Gehäusekühlung sowie Auftauautomatik bis zur Pyrolyse , der so genannten Selbstreinigung des Backofens . Diese beseitigt alle Verunreinigungen im Backofen bei Temperaturen von 500 Grad . Nach der Pyrolyse hat man nur noch hellgrauen Aschestaub im Ofen , der leicht mit einem feuchten Tusch weg gewischt werden kann. Des weiteren hat der Ofen eine Innenbeleuchtung und 5 Einschubebenen sowie Teleskopauszugschienen auf zwei Ebenen. Ich war beeindruckt ! Mein "Alter" hatte weder Uhr , Kindersicherung, Umluft noch Teleskopauszugsschienen , noch Pyrolyse. Und von der Optik wollen wir erst gar nicht reden...!
Der Preis des "Schönlings" war auf gut unter 500 Euro runter reduziert und lachte mich förmlich an. Gesagt , getan ! Ich habe Ihn ! Mein Fazit nach 4,5 Jahren ! Gestört hat mich eigentlich nur der Dampfaustritt durch die Backofentür oben links ! Dies soll wohl mit der Gehäusekühlung zu tun haben , wurde mir gesagt , aber das das so extrem war , das trotz Abzugshaube mein Küchenfenster ständig so beschlug , das die Wassertropfen am Fenster runterlaufen und das der Dampf der austritt heiß war , das fand ich weniger gut , nahm es aber in kauf. Schwiegermutter war auch immer am Fenster wischen , wenn sie kochte . Musste wohl so sein. Da wir eine Familie sind die gerne von Pfanne und Backofen lebt , wird der Ofen bei uns ständig gebraucht. Hier wird was überbacken , da gegrillt und dort der Braten reingeschoben. Die Pyrolyse habe ich ca. alle zwei Monate benutzt , da ich viel mit Umluft brutzele (ohne Bratfolie) und dadurch viel Fett in den Ofen geschleudert wird . Es war eine Wohltat für meinen kaputten Rücken nicht mehr scheuern zu müssen sondern nur Staub weg zu wischen ! Obwohl , mit der herausnehmbaren Ofentür hatte ich schon meine Probleme , das musste mein Mann immer machen.
Nach gut drei Jahren (Ablauf der Garantie) meinte mein "Schönling", mir Ärger machen zu müssen...! Die Pizza die ich bei 180 Grad Umluft reinschob , (normalerweise für 15-20 Min ) war nach 12 Minuten schon verbrannt ! Mein "Schönling" kannte kein Erbarmen und die Temperatur ließ sich nicht regeln und heizte , heizte und heizte nach oben . Die Umluft machte komische Geräusche , es klapperte und rotierte ständig am Ventilator. Die Dichtung an der Backofentür bewirkte gar nichts mehr und fiel aus dem Rahmen. Was war los ? Mein Mann schaute sich den Umluft Ventilator an und fand nur noch bröckelige Reste dessen. Die Dichtung des Ofens hatte sich aufgelöst und zerfiel langsam aber sicher zu Staub. Nach Rücksprache mit dem Kundendienst stand fest , das wohl der Heizregler (weiß nicht den genauen Begriff) kaputt war . Die Auflösung der Dichtung , sowie des Ventilators , das das alles wohl mit der Pyrolyse zu tun haben soll. " Diese Temperaturen halten die Materialien der Geräte nicht aus !" sagte man uns ! Toll!!!!! Da wir bei denen im Computer gespeichert waren , das wir den Ofen gekauft und bezahlt hatten , aber wir selbst die Rechnung nicht mehr vorweisen konnte , da sie uns nach einem Umzug abhanden gekommen war, konnten wir keine Materialfehler oder ähnliches geltend machen. Man bot uns aber an , einen anderen , neuen Privileg Herd zu kaufen und den dann günstiger zu bekommen. (Wenn die Rechnung gefunden werden sollte ) Aber die Rechnung war weg und ich wollte auch keinen anderen Herd mehr von denen , der eventuell nach 3-4 Jahren durchbrennt ! So haben wir die kaputten Teile ausgetauscht für ca. 100 Euro und selber wieder eingebaut. War auch kein Problem für meinen Mann. Allerdings nach Ausbau des Herdes , zwecks Reperatur , haben wir festgestellt , das zahlreiche Kabel an der Hinterfront des Gerätes , bräunlich angeschmort waren , wegen der Hitze der Pyrolyse ! Da leuchteten die Alarmglocken bei mir ! Ich habe seit dem zwar einen Herd mit Pyrolyse , benutze den aber nicht mehr , aus Sicherheitsgründen ! Ich bin kuriert ! Will ja nicht abbrennen ! Ein gutes Aussehen und ein verlockendes Angebot machen noch lange keinen guten , sicheren und verlässlichen Herd aus ! Schade eigentlich ! Mein "Schönling" war nur kurzfristig schön.....mehr nicht....!
Bilder von Privileg/Quelle 583.099 EH 30540 P
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11.10.2008 13:47
Wenn Du ein paar Absätze einbaust, lässt sich Dein Bericht einfacher lesen :o) LG!
11.10.2008 09:52
nicht schlecht. vielleicht könntest du zwischendurch immer mal wieder eine zeile freilassen, dann wärs übersichtlicher. so alle 5-10 zeilen ca. mfg sarah