Profender Spot-On

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Profender ? Einfache Entwurmung der Katze ohne Kämpfe

5  21.02.2009

Pro:
Keine Kämpfe mit der Katze  -  problemlose Anwendung

Kontra:
Manche vertragen es nicht ganz gut, meine verträgt es

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Lynnda

Über sich: Ich schreibe einfach sehr gern und hoffe euch gut zu unterhalten!

Mitglied seit:21.02.2009

Erfahrungsberichte:5

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet


Vor kurzem habe ich beim Tierarzt Enwurmungsmittel für meine Katze und für den Hund gekauft.

Beide bekamen verschiedene Mittel, hier stelle ich das Entwurmungsmittel für meine Katze vor.

-------------- Name und Hersteller: ---------------------
Das Mittel heißt Profender® Spot-on (für mittelgroße Katzen) und wird von der Firma Bayer Health Care hergestellt. Es handelt sich um ein Breitband-Spot-on gegen Endoparasiten, das sind Parasiten, die im Wirt leben, also in diesem Fall in der Katze, nicht auf ihr, wie z.B. Flöhe.
'Breitband' bedeutet, dass es gegen alle Würmer wirkt, ob Spulwürmer oder Haken- bzw. Bandwürmer.

---------------- Der absolute Vorteil des Mittels: ----------------
Das Gute daran ist, dass es keinerlei Verrenkungen oder Kämpfe mehr gibt, das Mittel in die Katze hinein zu bekommen. Keine zerkratzten Arme und panisch entnervte Katzen. Denn es handelt sich um ein paar Tropfen einer Flüssigkeit, die der Katze nur auf das Genick, also ins Fell auf die Haut getropft werden muss, und das war es schon. Eine einmalige Gabe genügt.

-------------- Verpackung: ---------------
Ich bekam beim Tierarzt nicht die äußere Verpackung mitgegeben, sondern nur eine (Aluminium?)-Hülse zum Aufreißen, in der sich eine kleine Plastikpipette mit einem Deckel befand. Darin war die Lösung, die man nach dem Aufpieksen der des Pipettenverschlusses einfach der Katze ins Genick tropft. Natürlich muss man vorher das Fell etwas scheiteln um dicht an die Haut heranzukommen, damit es einwirken kann.

------------------- Inhaltstoffe und Wirkung: ------------------------
85,8 mg/ml Praziquantel
& 21,4 mg/ml Emodepsid
Das ist die Menge für eine 2,5 ? 5 kg schwere Katze.
Es gibt natürlich je nach Gewicht der Katze auch abweichende Mengen beim Tierarzt, daher ist es im Zweifelsfall wichtig, die Katze vorher zu wiegen.

Wollt ihr wissen, wie Praziquantel, das die Bandwürmer tötet, wirkt?
Um euch gut zu unterhalten, habe ich die Wirkungsweise mal aus der Website
http://ride4fun.de/index.php?page=praziquantel
kopiert:
?Die Wirkung beruht auf einer bereits bei geringen Konzentrationen ausgelösten Schädigung der den Parasiten umgebenden, äußeren Hülle. Der Parasit reagiert hierauf mit Muskelkontraktionen und spastischen Lähmungen, da der Stoffwechsel negativ beeinflußt wird, der Kopf löst sich von der Darmwand ab und die im Darm befindlichen Enzyme weichen den Körper des Parasiten auf, welcher dann recht zügig ausgeschieden wird.?

Und wie wirkt Emodepsid gegen die Spul- und Hakenwürmer?
Ich zitiere aus der Website:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00057326.01?inhalt_c.htm

?Emodepsid wirkt an der neuromuskulären Synapse durch Stimulation präsynaptischer Rezeptoren der Secretin-Rezeptorfamilie. Dies führt zur Paralyse und zum Tod des Parasiten.?
Ja, gut, das hab ich jetzt nicht wirklich alles verstanden. Jedenfalls sind sie nun tot.


----------- Beurteilung: ----------------

Ich gehe mal davon aus, dass die Katze jetzt keinerlei Würmer mehr hat, denn das sollte ein solches Mittel heutzutage, direkt beim Tierarzt gekauft und nur dort erhältlich, natürlich gewährleisten.
Das Mittel tötet übrigens auch die Larven ab, was natürlich in Hinblick auf die Wirkungsdauer von Vorteil ist, und was nicht alle Entwurmungsmittel leisten.

Es gibt Forenberichte, in denen positive Rückmeldungen über dieses Mittel zu lesen sind, aber auch solche Katzenbesitzer, die aussagen, dass ihre Katze sich nach der Verabreichung häufig an der Stelle gekratzt hat, bis hin zu solchen, deren Katze die Haare dort ausfielen oder die dort sogar wund wurden.
Solche Nebenwirkungen hat meine Katze nicht erlitten. Sie hat am Genick immer noch dichtes Fell und kratzt sich dort nicht. Es gibt also unterschiedliche Reaktionen darauf. Einige vertragen es, andere nicht so gut.

Das einzige, was ich beobachtet habe: Ein paar Stunden, nachdem ich ihr das Mittel auf den Nacken getropft habe, sah ich sie plötzlich würgen und es hing ihr ein Faden weißer Schaum aus dem Mund. Ich sah mich im Zimmer um, ob sie irgendetwas ausgekotzt hatte, aber da war nichts. Da war es dann schon später Abend, so dass ich die Katze nicht länger beobachtete, sondern bald alle geschlafen haben. Am nächsten Morgen war die Katze ganz normal, vielleicht noch ein bisschen rappeliger als sonst. Aber das kann ich nicht genau sagen, weil sie Morgens immer eine Tobezeit inszeniert, wo sie dramatische Szenen liefert, mit panischem Gesichtsausdruck durch die Zimmer rast, von Sessel zu Sofa springt, auf den Kühlschrank, über die freiliegenden Holzbalken sich geduckt an imaginäre Jagdbeute anpirscht und ähnliche Späße mehr. Aber ob das an dem Tag mit dem Mittel zu tun hatte, kann ich nicht sagen.

Vorteil: Die flüssige Form und die äußere Anwendung. Das ist einfach nur eine große Erleichterung. Es ist unbeschreiblich, was meine Katzen und wir früher erlebt haben um eine Wurmtablette in sie hineinzukriegen. Alle guten Tipps von Freunden und Tierarzt, wie man die Tabletten in die Katze bekommt, halfen nicht.

----------- Das waren die wirkungslosen Tipps bzgl. der früher benutzten Wurmtabletten, ich schreib das hier mal zum besseren Verständnis meiner Begeisterung über Profender auf:

Der Gängigste ist sicher, die Wurmtablette in leckere Fleischstückchen einzubetten, und die Katze frisst sie dann, ohne es zu merken, mit auf. Schon ist die Tablette in der Katze. Ich kann nur sagen, meine Katzen screenten die Fleischstückchen und sortierten alles, was nach Wurmtablette oder auch nur Bruchteil von Wurmtablette aussah, sorgfältig aus. Nein, die meisten Katzen sind nicht so dumm.

Auch der Tipp, die Tablette in angeblich neutralisierendem Kaffee aufzulösen und sie dann leckerem Fleisch beizumischen, ist absurd. Die Katze ließ das alles links liegen und rührte das nicht an.

Dann gibt es noch die folgende Methode, vom Tierarzt so beschrieben:
Der Katze den Mund öffnen mittels eines Klammergriffs, Tablette weit nach hinten reinlegen, der Katze den Mund zudrücken und ihr nun von unten den Gaumen streichen in Richtung des Halses. Nun ist die Katze zum Schlucken gezwungen, das ist ein Reflex, und die Tablette ist nun in der Katze.

Aber wie sah die Realität aus: Man greife die Katze, welche bereits telepatisch vorgewarnt ist und nicht will. Mit der einen Hand halte man die Beine der Katze fest, damit sie einen nicht krallt. Mit der anderen Hand halte man die Katze an sich, mit der dritten Hand öffne man mittels eines Klammergriffs von oben ihren Mund, was sie nicht liebt, und mit der vierten Hand lege man die Tablette hinten in den Mund rein, was keinen Spaß macht.
Nun drücke man schnell den nicht wollenden Mund gegen seinen Widerstand und mit dem Gefühl, ihr gleich was zu brechen, wieder zu, und streiche ihr mit dem Finger unten am Gaumen entlang, worauf die Katze panisch schluckt und kurz vorm Kollabieren zu sein scheint. Schließlich, wenn man sicher ist, dass die Katze jetzt die Tablette geschluckt hat und mindestens ein Beteiligter diese Situation wohl nicht mehr lange überleben wird, nehme man alle festhaltenden Hände gleichzeitig von der Katze weg, die Katze macht einen weiten Flug wie ein Stein, der aus einer Zwille geschossen kommt, stoppt kurz beim Aufsetzen, lässt schnell und unauffällig eine kleine weiße Tablette aus ihrem Mund auf den Fußboden gleiten und verschwindet mit einem weiteren Satz in einem schwer zugänglichen Versteck.

Und meine jetzige Katze hier ist sowieso besonders clever und besonders vorsichtig. Als ich ihr vor einiger Zeit etwas Augensalbe gegen eine leichte Entzündung ans Auge geben musste, hat sie hinterher, als ich aus dem Zimmer war, alsbald auf mein Bett gepinkelt! Durch die Überdecke. Durch den Bezug! Auf das Inlett! Das merkt sich Frauchen und wird auf diese Weise gut erzogen, möglichst wenig zu tun, was der Katze missfällt!

Daher ist die äußere Anwendung des flüssigen Profender für uns wirklich die Erlösung von einem Fluch.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Magistix

Magistix

22.02.2009 13:22

Sehr gelungener Ciao-Einstieg.

Queen500

Queen500

21.02.2009 21:13

guter Einstand! LG Michael

KruegerChristine

KruegerChristine

21.02.2009 21:08

Informativer Bericht... und Entwurmen muss sein... wenn auch nicht alles von den Entwurmungsmitteln abgedeckt wird. Soviel ich weiss, wird der auch für den Menschen gefährliche Quesen-Bandwurm nach wie vor nicht bekämpt. Da ich ab und zu Kot-Proben von der UNI untersuchen lies, wurde aber Eier desselben schon öfters festgestellt. Damit will ich aber niemanden Angst machen, kommte ja selten vor und verursacht beim Menschen Wahnsinn (und das ist ja nicht besonders wenn man unsere Politiker anguckt)! LG Günter

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