Public Enemy No. 1 Todestrieb

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... An diesem Tag wurde dann „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“ gezeigt, der zweite Film eines Zweitteilers. Von dem ersten Film „Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ habe ich erst im Nachhinein erfahren und ihn bisher auch noch nicht gesehen. Dennoch konnte ich auch ohne Vorwissen den zweiten Film ... Bericht lesen





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bremsen. Als Handlanger des Pariser
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sich der junge Mann schnell einen Namen als ebenso
charismatischer wie eiskalter Typ. Nach seinem
ersten Mord taucht er zunächst in Spanien unter.
Als er zurückkehrt, heiratet Mesrine die Spanierin
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weiter, mit der verwegenen Jeanne Schneider
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erbarmungslos, doch Mesrine schlägt zurück...FSK:
ab 16 JahreSprache: Deutsch,
FranzösischUntertitel: DeutschRegie: Jean-François
Richet; Mit Vincent Cassel, Cécile de France,
Gérard Depardieu u. a.
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als politisch Verfolgter und seine kaltblütigen
Verbrechen als Weckruf für die gesamte
Gesellschaft. Mit seinem Kompagnon Besse und
seiner Geliebten Sylvia foppt Mesrine die Behörden
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der Staatsfeind Nr. 1 nicht, dass sich die
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immer öfter brenzligen Situationen im letzten
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Sofia (Elena Anaya). Obwohl sie drei Kinder
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eins. Im ersten Teil des zweiteiligen Biopics
findet ein hervorragend aufspielender Vincent
Cassel als Protagonist in Gérard Depardieu einen
ebenbürtigen Antagonisten. Man fühlt sich an
französische Krimi-Meisterwerke von José Giovanni,
Robert Enrico oder Henri Verneuil erinnert, was
klare Strukturen und die präzisen
Charakterzeichnungen angeht. Kino vom Feinsten,
das sich mit Hollwood jederzeit messen kann.
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Frankreichs Staatsfeind Nr. 1
Erfahrungsbericht von XxAnGeLxX über Public Enemy No. 1 Todestrieb
17.05.2009


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Schauspieler Vincent Cassel, nach einer wahren Begebenheit, interessant und spannend
Kontra: Nicht ganz mein Genre

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ich liebe Filme. Daher gehe ich auch gerne ins Kino, auch wenn ich mal nicht weiß, was mich erwartet. So geht es einem nämlich, wenn man für 4,50 Euro die Sneak Preview im Cinemaxx Hannover-Raschplatz besucht. Am 28.4. haben es zwei Freundinnen von mir und ich mal wieder gewagt: Wir sind in die Sneak gegangen und wussten nicht, welchen Film wir in den nächsten 1-3 Stunden sehen werden. Einzig und allein die Tatsache, dass es ein ganz neuer, bis dahin noch nicht veröffentlichter Film der nächsten Zeit ist, war uns bekannt. Aber überraschen lassen kann man sich ja auch mal und manchmal sieht man dann sogar einen Film, der gut ist und den man sonst vielleicht nicht geguckt hätte. An diesem Tag wurde dann „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“ gezeigt, der zweite Film eines Zweitteilers. Von dem ersten Film „Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ habe ich erst im Nachhinein erfahren und ihn bisher auch noch nicht gesehen. Dennoch konnte ich auch ohne Vorwissen den zweiten Film komplett verstehen. Alle weiteren Informationen über den ersten Film habe ich dann nach dem Kinoabend aus Interesse im Internet nachgelesen. Obwohl der Kinostart von „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“ erst für den 21. Mai vorgesehen ist und somit noch nicht jeder in den Genuss kam, den zweiten Teil sehen zu können, möchte ich heute davon berichten.


PUBLIC ENEMY NO. 1 – TODESTRIEB

Originaltitel: Mesrine: L'ennemi public n° 1
Regie: Jean-Francois Richet
Länge: 133 Min.
FSK: 16
Kinostart: 21.05.2009

Story

Im ersten Teil „Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ geht es um das Leben des Gewaltverbrechers Jacques Mesrine bis zum Jahre 1972. Im Dienste des Soldaten in Algerien soll Jacques Mesrine eine Frau erschießen. Geprägt von diesem Ereignis kehrt er nach Frankreich zurück. Überzeugt davon im kriminellen Gewerbe gut zu verdienen, beginnt er mit Kumpels Häuser auszurauben. Seine Kriminalität bringt ihn bald ins Gefängnis, doch zuvor lernte er noch eine Frau, ihre Name war Sophie, kennen, heiratet sie und zeugt 3 Kinder. Ein Versuch, nach dem Gefängnisaufenthalt ehrliche Arbeit nachzugehen, scheitert. Seine Frau lässt ihn mit den Kindern allein, er lernt Jeanne lennen und beginnt mit ihr zusammen weitere Überfälle durchzuziehen. Die zwei flüchten nach Quebec, doch nach einer Entführung wird Jacques Mesrine gefasst und kommt in ein Hochsicherheitsgefängnis in Kanada. Doch zusammen mit seinem Freund Jean-Paul Mercier gelingt ihm wieder ein Ausbruch.

Der zweite Teil „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“ befasst sich nun mit dem Leben Mesrines in den Jahren 1973 bis 1979. Im Jahre 1973 kehrt er nach Frankreich zurück, wo er weiterhin Banken überfällt. Er wird gefasst und zu 20 Jahren verurteilt, nimmt bei der Gerichtsverhandlung aber den Richter als Geißel und kann wieder fliehen. Nach weiteren Banküberfällen wird er ein paar Monate später in seiner Wohnung gefasst, kommt ins Gefängnis und schreibt dort seine Autobiographie „L´Instinct de Mort“ (deutsch: Der Todestrieb), worin er sich zu mehreren Verbrechen bekennt. Ein weiterer Skandal folgt, denn zusammen mit einem Komplizen gelingt ihm wieder der Ausbruch aus dem Gefängnis. Er führt sein Leben weiter mit Verbrechen und Interviews über die Hintergründe, die seiner Meinung nach politischer Herkunft sind. Er entwickelt einen Drang dazu, offen über seine Taten zu sprechen, in den Zeitungen Frankreichs zu erscheinen. Er möchte eine Art „Volksheld“ sein und ist immer mehr daran interessiert in den Medien „gut“ dazustehen. Als ihm ein Artikel über sich nicht gefällt, ist er kurz davor den betreffenden Journalisten zu ermorden. Er entführt einen Millionär, erpresst Millionen, und wird damit zum Staatsfeind Nr. 1, doch gefasst wird er nie. Erst im Jahre 1979, genauer am 2. November, gelingt es der Polizei Mesrine ausfindig zu machen. Sie verfolgen die Spur des Gesuchten von seiner Wohnung aus und töten ihn mit 19 Schüssen mehrerer Polizisten aus einem Lastwagen heraus, der an einer Ampel vor dem BMW Mesrines steht. Mesrine stirbt am Steuer seines Wagens in Begleitung seiner Verlobten Sylvie.

Hintergrund dieser Story ist das Leben des Jacques René Mesrine, der im Dezember 1936 geboren und im November 1979, wie bereits erwähnt, verstorben ist. Es handelt sich also um einen Film, der nach einer wahren Begebenheit verfilmt wurde. Die ersten beiden Sätze über Mesrine auf wikipedia.de lauten: „Aufgrund der Morde und seiner Gewalttätigkeit war Mesrine bis zu seinem Tod in Frankreich Staatsfeind Nummer 1 (ennemi public n° 1). In der Öffentlichkeit war er aufgrund seiner Fähigkeit, mittels Verkleidung unerkannt zu bleiben, auch als Mann mit den tausend Masken bekannt und wurde als moderner Robin Hood stilisiert.“ Liest man weiter, so stellt man fest, dass fast alle Stationen seines Lebens verfilmt wurden und dem Regisseur Jean-Francois Richet so viel geboten wurde, dass er daraus sogar einen Zweitteiler machen konnte.


Kritik

Zunächst sei erwähnt, dass ich gerne Filme sehe, die nach wahren Begebenheiten verfilmt wurden. So auch hier. Für mich spielt es eine große Rolle, dass ein Gewaltverbrecher gezeigt wird, der wirklich gelebt und seine Verbrechen so wie im Film gezeigt tatsächlich durchgeführt hat. Das finde ich zugleich spannend und faszinierend. Wie bereits geschrieben, habe ich mich nach dem Kinoabend im Internet über Mesrine schlau gelesen und festgestellt, dass der Film in allen Details wiedergegeben wurde, die an dem Leben des Verbrechers interessant waren und was ihm zum Staatsfeind Nr. 1 gemacht hat. Es ist zugleich eine Chronik als auch ein (Gangster-)Thriller, so dass dem Zuschauer einiges an Spannung geboten wurde. Für mich wurden die wichtigsten und aufsehenerregendsten Taten seines Lebens gezeigt, einige zwar nur angerissen, aber insgesamt hat das Gezeigte ausgereicht um das Leben des Mesrines zu verstehen.

Der Film zeigt viele schnelle Szenenwechsel auf, die Kameraführung ist oft hektisch, erinnerte mich einmal sogar an „Blair Witch Project“, die Musik war zwischenzeitlich sehr laut, manchmal sogar unpassend. Man bekommt das Gefühl, dass der Film schnell „vorwärts“ kommen will, viel in kurzer Zeit zeigen möchte. Meinen Geschmack hat diese Machart zwar nicht getroffen, aber dennoch lege ich da nicht allzu viel Gewicht rein.
Doch trotz alledem hat der Film eine gewisse Länge, es ist ja sogar ein Zweiteiler. So schnell der Film in einem Lebensabschnitt Mesrines ist, so langsam geht es im Leben Mesrines aber auch voran. Ich möchte damit sagen, dass ich es verstehen kann, wenn der Film manchmal als langweilig empfunden wird. So hat man in der ersten halben Stunde z.B. das Gefühl, dass immer wieder das selbe passiert: Bankraub, Festnahme, Flucht, Bankraub, Festnahme, Gefängnis, Flucht... Es ist widersprüchlich, einerseits hat der Film ein gewisses Tempo, andererseits aber auch nicht. Es ist schwer zu beschreiben und sicherlich auch Geschmackssache.

Was man ganz klar hervorheben muss, ist die schauspielerische Leistung von Vincent Cassel. Er hat den Gewaltverbrecher glaubhaft gespielt, das kann man nicht anders sagen. Die Persönlichkeit Mesrins ist sehr interessant: Mit einer fast ruhigen Art überfällt er Banken, ihm gelingt mehrmals der Ausbruch aus dem Gefängnis, er will sich zur Schau stellen, gibt Interviews und es ist ihm egal, was seine Freunde von ihm denken. Er empfindet es als sehr wichtig, gekannt zu werden. Er lebt sein Leben, so wie er es will und so wie er es für richtig hält. Sogar Menschen, die er liebt, ordnet er seinen Verbrechen unter und dennoch hat er einen gewissen Charme. Doch als er sich verletzt fühlt, weil ihm ein Artikel über sich nicht zusagt, foltert er den für den Artikel verantwortlichen Journalisten kaltblütig, bleibt alles andere als ruhig. Vincent Cassel hat all diese unterschiedlichen Facetten des Charakters Mesrine unglaublich gut verkörpert. Diesen Schauspieler kann man an dieser Stelle nur loben. Aber auch die anderen haben überzeugt. Zwar ist mir kein zweiter so positiv aufgefallen wie Cassel, aber dennoch kann ich auch hier nichts negatives berichten. Um noch ein paar bei Namen zu nennen: Mathieu Amalric spielt den Ausbrecher François Besse, Ludivine Sagnier ist als Mesrines Geliebte Sylvie zu sehen.

Was man bisher zwar nicht gedacht hätte, was aber der Fall war: Man hatte sogar manchmal Grund zu lachen. Ich erinnere mich da noch an die Entführung des Millionärs. Der Charakter des alten Mannes, ja allein schon seine ruhige Art mit der er auf Mesrines Drohung reagiert, war einfach nur witzig. Aber genauso wie humorvolle Szenen gezeigt werden, so sieht man auch brutale Szenen wie die Folterung des Journalisten. Das ging schon so weit, dass ich weggucken musste. Auch die Schlussszene (die man übrigens schon am Anfang des Filmes sieht, die ich in dem Moment aber nicht zuordnen konnte) ist brutal, aber auch der Höhepunkt des Filmes. Ich wäre an Stelle der Polizisten ja wahnsinnig geworden, dass Mesrine es immer wieder schafft zu flüchten, sich der Öffentlichkeit präsentiert, sozusagen stolz auf seine Verbrechen gegen die Politik des Landes ist, aber nicht zu fassen zu sein scheint. Dass der Polizei kein anderer Ausweg bleibt als den Gesuchten zu erschießen, soll schon etwas heißen. Der Zuschauer entwickelt fast Sympathien für Mesrine, ist aber andererseits auch auf der Seite der Polizei. Ich hab da auch in einen Zwiespalt gesteckt.

Bei einigen Szenen fragt man sich natürlich auch, ob das bewusst für den Film inszeniert wurde oder tatsächlich so stattgefunden hat. So zum Beispiel eine Szene, in der die Polizei Mesrine in seiner Wohnung festnimmt. Bevor dieser aber die Tür freiwillig öffnet, stellt er Anforderungen an die Polizei, die fast unglaubwürdig sind. So möchte er beispielsweise noch 20 Minuten Zeit haben um noch ein paar Dinge zu erledigen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die Polizei da mitspielen würde. Im Film haben sie es getan. Vielleicht diente das aber auch nur als Unterhaltung.


FAZIT

Eine Jagd der Polizei nach einem Schwerverbrecher, der tatsächlich gelebt hat. Das allein fand ich schon sehr interessant. Auch sonst war der Film unterhaltend und spannend, ich muss andererseits aber auch zugeben, dass ich ihn mir vermutlich nicht angesehen hätte, wenn er nicht in der Sneak gezeigt worden wäre. Die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers Vincent Cassel war fabelhaft, daran kann ich gar nichts bemängeln. Ich fand den Film gut, zwar nicht herausragend gut, aber ich war schon positiv überrascht. Zudem habe ich wieder etwas dazugelernt, denn von Mesrine habe ich zuvor nie etwas gehört (das muss ich zugeben). 4 Sterne und eine eingeschränkte Empfehlung.


Liebe Grüße,

XxAnGeLxX


WICHTIG, für die schnellen Leser:
Ja, der Film ist noch nicht draußen. Wie in meiner Einleitung erwähnt, habe ich den Film in der Sneak Preview gesehen. Wer es nicht glaubt, dem kann ich ein Foto meiner Eintrittskarte sowie einen passenden Forumsbeitrag der Cinemaxx-Seite (der belegt, dass dieser Film am 28.4. ausgestrahlt wurde) zeigen.   

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23.05.2009
Echt schlimm, echt gut
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01.01.1970

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    (+) Einige Spannungsmomente, die animierten Affen (-) Die Schauspieler, die Story (*)
  • Prinz von Ägypten, Der
    (+) einfach ein schöner Film, bei dem alles stimmt (-) sagte ich nicht gerade, hier stimmt alles? (*)
  • Pervert
    (+) Gewalt, Sex und Humor (-) für die meisten zu brutal, zu sexisitisch und zu platt (*)
(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern


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