"Wenn das Handy befiehlt…."
08.10.2007
Pro:
Handlung, Spannungsaufbau, Kapiteleinteilung, Charaktere
Kontra:
Spannungsabfall,
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Stil
Unterhaltungswert
Spannung
mehr
 jansdarling2002
Über sich:
Öhm ja, Job und Behörden fressen Freizeit auf...*seufz* Sorry.... ich würd ja gerne, aber finde kaum...
Mitglied seit:12.01.2006
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Hi liebe Leser, lange ist es her, das ich ein Buch aus der Feder Stephen Kings gelesen habe, und damit meine ich nicht die Werke, welche er unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlich hat. King erweckte bei mir bisher keinen besonderen Eindruck…aber was soll man machen, wenn man sein eigentliches Buch zuhause liegen gelassen hat und auf Arbeit nicht viel los ist? Man geht in die nächste Bahnhofsbuchhandlung und studiert Klappentexte…der von Stephen King seinem Werk "PULS" sagte mir am meisten zu und um genau das Buch soll es heute gehen…. Stephen King - PULSNein, ich bin "noch" nicht lesesüchtig, nur habe ich gerade das Buch durchbekommen und bevor ich mich der nächsten Lektüre widme, muss ich Euch einfach meine Eindrücke hier lassen…. Wie immer viel Spaß beim Lesen! ◊◊◊ Eckdaten zum Buch ◊◊◊ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Originaltitel: Cell (erschienen 2006 bei Scribner / New York) Titel: PULS (erschienen 2007 im Heyne Verlag) Übersetzer: Wulf Bergner aus dem amerikanischen Seitenzahl: 556 Genre: Horror - Fantasie ISBN: 3-453-56509-8 Preis: 8,95 € (Taschenbuchausgabe)
◊◊◊ Eckdaten zum Autor ◊◊◊ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - S.King - geboren am 21.09.47 in Portland / Maine - will durch das Erfinden von Horrorgeschichten der ländlichen Einöde entfliehen. Seine ersten Erfahrungen mit dem Horror - und Sci-Fi Genre macht er, als er bei seiner Tante auf dem Dachboden eine Kiste mit ebendieser Lektüre findet. Nach seinem Englischstudium arbeitete er kurze Zeit als Englischlehrer, bevor er mit seinen Werken "Brennen muss Salem" und "Carrie" Erfolge erzielte, und seinen Lehrerjob an den Nagel hängte. Er hatte das Bedürfnis auch mal zu testen, wie sich seine Werke verkaufen, wenn nicht der Name King auf dem Cover steht, und veröffentlichte unter dem Namen Richard Bachman das eine oder andere Werk, mit einem gewissen Erfolg. Mittlerweile ist Stephen King einer der erfolgreichsten Autoren in dern Vereinigten Staaten, zahlreiche seiner Bücher wurden auch schon verfilmt. Mit seiner Frau - ebenfalls Schriftstellerin - lebt S. King heute in Bangor / Maine.*Weitere Werke (kleine Auswahl) Brennen muss Salem, Dead Zone, Feuerkind, Es, Sie, Schlaflos, Dolores, Sara…* * Alle Werke sowie den ganzen Lebenslauf von S. King hier aufzuführen würden den Rahmen des Berichtes sprengen. ◊◊◊ Inhaltliches ◊◊◊ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Mitten in Boston, der bis dato eher erfolglose Comiczeichner Clay Riddel hat seine erste Story veräußert, nicht ohne den Gedanken zu hegen, dass sich sein Bekanntheitsgrad nun vergrößern wird. Clay - beschwingt und glücklich über seinen Erfolg - ist unterwegs, um Geschenke für seine Frau Sharon und seinen Sohn Johnny zu kaufen. Er selber möchte sich zur Feier des Tages ein Eis gönnen und stellt sich dazu an einem mobilen Eisverkaufswagen an, und genau da kracht das Chaos über Clay und die anderen auf der Strasse flanierenden Menschen ein: Zahlreiche Leute fallen aus heiterem Himmel übereinander her…ohne jegliche Beherrschung über sich selbst beißen diese den am nächsten stehenden in den Hals, sie metzeln sich mit Messern nieder…ein wahres Durcheinander entsteht, Autos krachen zusammen, Menschen stürzen sich völlig unkontrolliert aus den hohen Stockwerken aus dem Fenster, ausbrechende Feuer geraten außer Kontrolle.Clay ist ziemlich fassungslos, und schützt sich vor den Angriffen der Wahnsinnigen. Durch seine Beobachtungsgabe hat er festgestellt, dass alle "Wahnsinnigen" kurz vorher mit dem Handy telefoniert haben…woraus Clay schnell schließt, dass hier ein Zusammenhang bestehen muss… Schnell merkt Clay, dass er sein Leben in Sicherheit bringen muss und begibt sich auf eine Art Flucht, auf derer sich ihm Tom McCourt und die junge Alice anschließen. Alles drei sind der Hoffnung, dass Sie dieses Chaos unbeschadet überleben und gemeinsam beginnen sie Ihrem Fluchtplan zu verfestigen, um nicht nur den Wahnsinnigen zu entkommen, sondern auch gewissermaßen die "Blase des Wahnsinns" einzudämmen.Jeder der Flüchtenden hat ängstliche Gedanken, so auch Clay, zwar hat kein Handy, und seine Frau auch nicht - eigentlich ein beruhigender Gedanke - aber sein Sohn Johnny hat eines… Clay möchte gerne seine Familie vor der Benutzung des Handys warnen, aber das normale Leben sowie auch die Telefonleitungen sind zusammengebrochen…so bleibt ihm nur eines, er muss seine Familie suchen…von daher macht er sich mit Tom und Alice auf den Weg, einerseits auf der Suche nach seiner Familie andererseits auf der Flucht vor den unberechenbaren Wahnsinnigen. Die Fluchtsituation spitzt sich zu, denn die verrückten sind scheinbar überall und verändern sich von Ihrer Art her…Schaffen es Clay, Tom und Alice, dem herrschenden Chaos zu entfliehen? Kann Clay seinen Sohn finden?? ◊◊◊ Meinung - Kritik ◊◊◊ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Wie schon eingangs erwähnt, war es lange her, dass ich ein Werk aus Stephen Kings Feder gelesen habe, welches er auch unter diesem Namen veröffentlich hatte, von dem letzten Werk weiß ich aber noch, dass es mich nicht sonderlich beeindruckt hatte…aber komme ich nun zum vorliegenden Werk: Das Buch - an sich, von der Gestaltung un der Qualität her, fand ich die Gestaltung des Covers unglaublich gut gelungen, diese rot leuchtende und sich spiegelnde Wort PULS auf dem dunklen Grund sprach mich sehr an. Von der Qualität des Einbandes bin ich aber irgendwie enttäuscht, so besteht der Einband aus Tonkarton ähnlichen Material, und ist für ein Buch dieser Dicke gänzlich ungeeignet, bereits nach dem ersten Blättern rollte sich der Einband schon ein und das Buch erhält eine gewisse Instabilität. Die Story - herrlich verrückt und auch irgendwo ein wenig zynisch, denn wenn wir uns mal so auf der Strasse umschauen, sind wir vom Besitzwahn des Handys nicht mehr allzu weit entfernt, ob sich daraus dann auch solch eine Geschichte entwickelt, da mag ich lieber nicht dran denken. Von der Handlung her gehört hier einiges an Phantasie dazu, sich so eine wahnsinnige aber durchaus nicht abwegige Geschichte auszudenken. Durch anfänglich zügige und klare Beschreibungen von Charakteren und auch der Handlung sowie der außerordentlich real und gut dargestellte Hintergrund wird der Leser hier in eine gewisse Atmosphäre gezogen, welche einem nicht mehr so schnell loslässt, dass zeugt von einem überzeugenden Spannungspotential. Hier sei erwähnt, dass der Autor aber auch keine Möglichkeit ausgelassen hat, die einzelnen Charaktere so zu beschreiben, dass man meint, man ist selber eine Person aus der Handlung, weil man sich alle sehr gut vorstellen kann. So baut der Autor in den ersten drei von insgesamt 8 Abschnitten ordentlich Spannung auf, so dass man innerlich wahrlich zurückzuckt, wenn die Wahnsinnigen den Flüchtlingen zu nahe kommen… dazu kommt die durchaus klasse Erfindungsgabe, die der Autor den Hauptcharakteren auf den Leib geschnitten hat…man könnte meinen dies war nun der fulminante Höhepunkt, denn dann beginnt die Spannung zu kippen, anfangs nur wenig und schon fast unbemerkt, auch die Schreibweise als solches wird unbemerkt lahmer und wesentlich ausschmückender und ausstaffierter dargestellt, so werden nun sämtliche Aktivitäten der Flüchtlinge aber auch der Wahnsinnigen mehrfach dargestellt, so dass man sich als Leser anfängt leicht zu langweilen.Dadurch flacht auch die Spannung entsprechend ab, wobei mir dies erst im 5. Abschnitt aufgefallen ist, die Spannung erreicht nach und nach den niedrigsten Level, so das man das Buch am liebsten erst mal in eine Ecke packen möchte, aber es ist noch ein kleiner Funken vorhanden, der einen doch animiert, sich durch den Rest der Geschichte zu lesen und sich dann über das Ende gewissermaßen zu wundern, warum man sich wundert, wird hier nicht verraten. Der Stil - wie ich schon zeitweise erwähnt habe, anfangs recht zügig und flott ohne größere Ausschmückungen, bis die Story dann leider etwas kippt, und die Story sich dann dank immer wiederkehrender Beschreibungen in ausführlichster Form dann in die Länge zieht. Von der Einteilung des Buches in die insgesamt 8 Abschnitte - welche wiederum in unterschiedlich lange Kapitel eingeteilt sind - her gesehen, ist eben diese Aufteilung hervorragend gelungen, auch wenn sich manch ein Kapitel etwas in die Länge zieht. Alles insgesamt gesehen, ist die erste Hälfte ausgezeichnet gelungen und der Leser hätte sich wahrlich gefreut, wenn auch der Rest des Buches in dem flotten Stil ohne jegliche Ausschmückungen weitergegangen wäre. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht "PULS" zu lesen, ich für mich persönlich, werde mir doch noch mal das eine oder andere Werk von Stephen King besorgen. ◊◊◊ Bewertung ◊◊◊ - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Ich kann "PULS" mit knappen 4 Sternen weiterempfehlen.Herzlichen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren Eure Jansdarling2002 á Chrissy Dieser Bericht wird auch auf anderen Plattformen unter dem gleichen Nick erscheinen!Bilder gibt es diesmal keine, denn es sind ja schon alle Arten von Bildern zu diesem Buch vorhanden, und in dem Kuddelmuddel findet man sie derzeit eh nicht so ganz wieder.
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21.04.2010 11:12
*weiter schubs zu gold* :-)))
21.04.2010 03:09
Auf ein neues Gold-Fieber *lol* lg. von rosi
06.03.2009 14:25
Ich habe mich über das offene Ende geärgert....ich brauche immer ein Happy-End, *gg* Trotzdem lese ich King viel zu gerne. LG!