Eine wunderbare Freundschaft!!!
03.09.2002
Pro:
tolle Geschichte für jung und alt
Kontra:
rein gar nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
Niveau
Lerngehalt
mehr
 ArnoJakobs
Über sich:
Mitglied seit:02.05.2002
Erfahrungsberichte:75
Vertrauende:16
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 36 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heute möchte ich Euch ein Hörspiel vorstellen, dass wahrscheinlich fast jeder von Euch als Buch kennt oder den Film gesehen hat. Es ist eine Geschichte über eine wunderbare Freundschaft. „Pünktchen und Anton“ Original-Hörspiel zum Film von Caroline LinkHörspielbearbeitung: Thorsten Warnecke Gesamt-Spieldauer: ca. 64 Minuten Sprecher: Erzähler: Douglas Welbat Pünktchen: Elea Geissler Anton: May Felder Frau Pogge: Juliane Köhler Herr Pogge: August Zirner Au Pair Mädchen: Sylvie Testud Haushälterin Bertha: Gudrun Okras und viele mehr...Da es sich hier um das Original-Hörspiel zum Film handelt, d.h. es ist nicht vollkommen an das Buch von Erich Kästner angelehnt, möchte ich einige Worte zum Werdegang von Caroline Link verlieren: Sie ist 1964 in Bad Nauheim geboren. Nach ihrer Schulzeit in München ging sie für ein Jahr nach Amerika. 1984 machte sie einige Monate ein Praktikum in den Bavaria Studios in München. Anschließend war sie als Script- und Regieassistentin bei diversen Fernseh- und Spielfilmprojekten tätig. 1986 begann sie ihr Studium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF), Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Co-Regisseurin und auch weiterhin als Regieassistentin. Für die Bavaria schrieb sie zwei Drehbücher zu der Krimiserie „Der Fahnder“. Ihre wohl bekannteste Arbeit war die Regie zu „Jenseits der Stille“. Zum Hörspiel: Wie der Untertitel schon sagt, geht es um eine wunderbare Freundschaft zwischen zwei Kindern: Pünktchen und Anton. Sie sind dicke Freunde. Pünktchen, die eigentlich Luise Pogge heißt, wird als pfiffiges, selbstbewusstes und temperamentvolles Mädchen beschrieben. Anton Gast ist eher ein ruhiger und sensibler Zeitgenosse. Am liebsten würden die beiden Zehnjährigen jede freie Minute gemeinsam verbringen. Jedoch ist der familiäre Hintergrund der beiden vollkommen verschieden. Antons Leben ist nicht so sorgenfrei wie das seiner Freundin aus der Luxusvilla am Rande der Stadt. Anton lebt bei seiner Mutter in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Sie haben ein sehr liebevolles Verhältnis trotz ihrer finanziellen Not. Antons Mutter ist seit Wochen krank. Sie hat große Probleme mit den Bronchien. Damit sie sich richtig auskurieren kann, wäre ein Urlaub an der Nordsee das Beste. Leider fehlt ihnen dazu das Geld. Damit ihr Job in der Eisdiele nicht flöten geht, hat Anton ihren Platz dort eingenommen. Deshalb schläft er manchmal in der Schule ein und bekommt dadurch Ärger mit seinem Lehrer, den Pünktchen jedoch ausbügeln kann.Pünktchens Familie ist finanziell sehr gut gestellt. Ihr Vater ist ein sehr bekannter Arzt, der leider viel zu viel arbeitet. Ihre Mutter ist viel in der Weltgeschichte im Namen des guten Zwecks unterwegs. Doch eigentlich tut sie das nur für sich und kümmert sich kaum um ihre Tochter. Was Pünktchen fehlt ist nicht Geld, sondern das Gefühl dass jemand für sie da ist, sich um sie kümmert. Sie hat nur Bertha, die Köchin im Haus, und Laurence, das französische Au-pair-Mädchen. Deshalb setzt Pünktchen alles daran, ihrem Freund zu helfen. Bei ihrem Vater stoßen Antons Probleme auf taube Ohren, ihrer Mutter haben die Wohltätigkeits-Veranstaltungen in Afrika und Asien den Blick für die Sorgen in nächster Umgebung verstellt. Dabei braucht Anton doch nur tausend Mark für die Reise an die Nordsee, was für die Familie Pogge nicht sonderlich viel wäre. Als Anton erstmals in Pünktchens Haus kommt, ist er sprachlos über den sichtlichen Reichtum. Die Versuchung, etwas Wertvolles mitzunehmen, um der Not zu Hause ein Ende zu machen, ist groß. Aus Liebe zur Mutter wird er zum Dieb und löst damit eine Kette von Ereignissen aus. Anton plagt das schlechte Gewissen und er erzählt es seiner Mutter. Die bringt das teure Feuerzeug den Pogges zurück und muss sich von Pünktchens Mutter anhören, dass sie sich nicht richtig um ihren Sohn kümmert und ihn zu einem Dieb erzogen hat. Pünktchen hört das und ist sehr wütend auf ihre eigene Mutter.Dieses Nebenereignis findet man im Buch von Erich Kästner nicht. Dann nimmt die Geschichte ihren bekannten Fortgang: Carlos aus der Eisdiele macht sich mit diebischem Eifer an Laurence ran. Pünktchen schleicht sich abends aus dem Haus, um für Anton Geld zu verdienen. Sie singt am Stachus. Auch an dem Abend, an dem in der Eisdiele eine Geburtstagsparty steigt, ist Pünktchen am Stachus. Ihre Eltern sind in der Oper und denken, dass Laurence auf ihre Tochter aufpasst. Doch die ist bei Carlos in der Eisdiele. Auch Anton ist dort und vertritt wieder einmal seine Mutter. Er sieht, dass Carlos Laurence den Schlüssel zum Haus der Pogges stiehlt. Daraufhin warnt er die dicke Bertha vor dem Dieb Carlos und alarmiert die Polizei. Bertha kann den Einbrecher überwältigen und die Polizei nimmt ihn in Gewahrsam. Die Pogges entdecken Pünktchen am Stachus, nachdem sie einen Tipp ihrer Mitschüler bekommen haben. Als sie nach Hause kommen, hören sie die ganze Geschichte vom versuchten Einbruch und dem tatkräftigen Eingreifen von Bertha. Doch einer ist der Held des Abends, nämlich Anton. Damit hat er sich mehr als rehabilitiert.Natürlich gibt es noch ein richtig tolles Happyend. Die Pogges und Anton mit seiner Mutter fahren gemeinsam an die Nordsee. Sie verbringen viel Zeit miteinander und freunden sich alle miteinander an. Persönliches Fazit: Obwohl es eigentlich eine Geschichte für Kinder ist, ist sie auch für Erwachsene sehr lehrreich und auch unterhaltsam. Natürlich lässt sich an einigen Passagen nicht verkennen, dass das Hörspiel eigentlich für Kinder konzipiert ist. Allein der Hintergrund der Freundschaft eines reichen Mädchens mit einem armen Jungen, die gemeinsam durch dick und dünn gehen, weist eher auf eine Kindergeschichte hin. Wenn man jedoch bedenkt, dass die Geschichte schon sehr alt ist, so hat Caroline Link den Roman von Erich Kästner aus dem Jahr 1931 sehr schön in die heutige Zeit übertragen. Die Grundbotschaft ist dieselbe wie bei Kästner: Kinder brauchen die Zuwendung und Liebe ihrer Eltern. Das lässt sich nicht nur mit Geld bezahlen.Ich kann das Hörspiel nur allen empfehlen, sowohl allen Kindern als auch allen Erwachsenen, insbesondere denen von Euch, die selbst Kinder haben.
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04.09.2002 06:06
die zwei würde ich auch gerne malwieder sehen bzw. lesen, früher hatte ich das Buch von denen.LG Nicole
03.09.2002 20:21
Mit Hörbüchern hab ich's nicht so! Aber zu den Dingen, die ich mir immer schon einmal vorgenommen habe, gehört das Lesen von P.+A. dazu. Nicht mal die Verfilmung habe ich bisher gesehen. Viele Grüsse..Sebastian
03.09.2002 17:21
Der Film ist auch toll!