Qaqortoq, Qaqortoq

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Qaqortoq, Qaqortoq

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Erfahrungsbericht über "Qaqortoq, Qaqortoq"

veröffentlicht 24.09.2017 | celles
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Sehenswürdigkeiten
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"Die schönste Stadt Grönlands!"

Qaqortoq, Qaqortoq

Qaqortoq, Qaqortoq

Grüß Gott aus Sulz im Wienerwald!

Am 25.8.2017 stand als letzter Stop auf Grönland die südgrönländische Stadt Qaqortoq am Programm. Diese hatten wir schon im Juli 2009 bei einer Princess Cruises Kreuzfahrt auf dem Programm, aber schlechtes Wetter als auch Treibeis machten ein Austendern zunichte. Auch an diesen Tag zeigte sich das Wetter wieder von einer windigen und regnerischen Seite.


FAKTEN

Qaqortoq hat seinen Namen von den großen Eisbergen in der Bucht und bedeutet nichts anderes auf Deutsch, als die Weiße. Die Stadt wurde 1775 als Julianehaab gegründet und hat als einzige grönländische Stadt noch dänisches Namensgut im Stadtbild. Heute ist Qaqortoq die größte Stadt Südgrönlands befindet sich in einem Felskessel in einem Fjordsystem.

Die Stadt wird von einem kanalartigen Flüsschen mit dem Namen Storeelv, zu deutsch großer Fluss durchzogen, und dieser hat nicht nur mehrere Autobrücken bzw. Fußgängerstege über sich, sondern bietet auch einen kleinen Teich und einen kleinen Wasserfall. Ringsum blühte alles Mögliche wie Klee, Löwenzahn, Huflattich, wilde Kamille und blaue Blumen. Vom Storesö mit zwei kleineren Felseninseln drinnen, kommend mündet der Storeelv bald in den Atlantik. Die Szenerie war herrlich anzusehen. Auch ein längerer Wanderweg um den Storesö war zu bewundern.

Im Wappen der Stadt Qaqortoq zeigt sich zu Gedenk an die Gründung durch Anders Olsen eine Waage mit Anker in der Mitte. Dies empfinde ich als sehr gelungen. Auch hier kommt symbolisch der Storeelv vor. Die Krone von Königin Juliane Marie im Wappen verrät auch, nach wem die Stadt Julianehaab benannt wurde.


LAGE

Nachdem Qaqortoq bei 60 Grad Nord und 45 Grad West liegt, fällt es in die subpolare Zone. Das Klima ist ozeanisch und dadurch milder. Dennoch verirren sich mal gerne Eisberge in den Hafen. Dies führt leider zu massiven Problemen mit der Schifffahrt und behindert den Frachtverkehr erheblich.

Im Sommer liegen die Temperaturen um die + 10 C und wir hatten bei unserem Besuch die selbe Temperatur nur mit wenig bis viel Regen. Es ging aber kein Wind und bei der Luftfeuchtigkeit fühlte sich es nicht kalt an. Dafür gab es einiges an lästigen Fliegen und Mücken.


ANREISE

Die Anreise nach Qaqortoq ist eher mühsam, denn es gibt keinen Flughafen. Einzig ein Heliport garantiert eine Luftverbindung weiter zu einem Flughafen. Alternativ kann man die Arctic Umiaq Linie ein Mal pro Woche gen Norden nehmen.

Am leichtesten ist es fast schon, mit einem Kreuzfahrtschiff zu kommen. Dennoch ist fraglich, ob nicht wieder ein Eisgürtel das Anlanden vereitelt. Wir konnten trotz schlechtem Wetter tendern, weil kein Eisberg zugegen war und es auch windstill war. Das Wasser war sehr glatt und die kurze Tenderzeit von 5 Minuten kam sehr gelegen.

Wer privat anreist kann im blauen Hotel Qaqortoq oder im Hostel Qaqortoq übernachten. Beide haben eine schöne Aussicht über Qaqortoq zu bieten.


HAFEN

Der Hafen war eigentlich sehr schön im westlichen Teil lagen kleine Boote in diese machten den Hafen zu einem mit mediterranem Flair. Auch die Touristeninformation in einem roten Haus war dort und auf dieser befand sich auch ein großes weißes Schild mit schwarzen Lettern und Welcome to Qaqortoq. In diesem Gebäude gab es neben einem WC auch Postkarten aller Größen von 5 DKK bis 10 DKK zu kaufen. Daneben gab es auch noch weitere Souvenirs zu kaufen und man konnte auch Touren buchen. Diese Touren waren von unterschiedlichen Längen. Die kostenfreien Stadtpläne waren nett mit Bildern aufgemacht und alles Sehenswerte gut eingezeichnet.

Natürlich gab es auch den Bereich des Frachthafens, in welchem Container standen und auch mobil umgeschlagen wurden. Dort las ich auch auf einem Schild, dass das Spielen von Kindern dort nicht erwünscht war.


STRASSEN

Alle Straßen durch Qaqortoq waren asphaltiert und wiesen kaum Schäden auf. Auch bemerkenswert war, das fast alle Straßennamen nur auf Dänisch beschriftet waren und nicht wie in den anderen Städten fast ausschließlich auf grönländisch. Noch erstaunlicher fanden wir die vielen Büsche, das hohe, fette und feste Gras als auch vereinzelte, teils hohe Bäume am Straßenrand. Gehsteige gab es kaum, aber wenn, dann waren diese mit Bodenkacheln von grauer Farbe ausgelegt. Wäre auch spannend, dies alles mal im Winter zu sehen.

Für die Bewohner gab es auch einen Stadtbus in Minivan Format von blauer Farbe, welcher laufend seine Runden zog. Die Wartehäuschen waren auch mit gelben Tafeln mit schwarzen Bussymbolen versehen. Eine den Alltag kennzeichnende Aussage, Dont of drugs, play games…ist mir gleich aufgefallen.


EINHEIMISCHE

So oft kommt kein Kreuzfahrtschiff nach Qaqortoq und es wurde auch in unserem Buch zur Kreuzfahrt behauptet, dass die sonst eher abgeschieden lebenden Menschen sehr aufgeschlossen für Touristen wären. Ganz im Gegenteil und welches Alters auch immer, haben die meisten Leute einem weder zurück gegrüßt noch beachtet und meist nur auf den Boden gestarrt. Irgendwie waren denen diese Besuche gar nicht genehm.

Von der Kleidung her sah ich fast niemanden mehr, der traditionell gekleidet war. Stark verbreitet war auch die Vorliebe für adidas Kleidung. Die Vermüllung der Straßen vor auch geringer als in anderen Städten Grönlands.


SHOPPING

In Qaqortoq gab es mehrere Supermärkte die allesamt gut besucht wirkten und auch von Schülern. Das war der Supermarkt Sissammi gemeinsam mit einem Outlet direkt am Storeelv gelegen, der größere Pisiffik mehr im Zentrum, daneben das Warenhaus Jysk und die zwei Brugseni, mal in der Oberstadt und mal am Storesö. Sonst gab es auch noch kleinere Kioske und auch Importläden. Die Preise dort waren auch nicht höher als in Dänemark und das Gebäck empfand ich als preislich eher günstig.


LOKALE

Erstaunt war ich über das Lokal Burgermania, die mit einem einen Burger essenden Eisbären warb und dem Rockcafe im Untergeschoß, welches sogar Elvis Presley musizierend in den Eingangsbereich setzte.


TORVET

Torvet, auf deutsch übersetzt Der Marktplatz, bildete die winzige Fußgängerzone der Stadt, welche auf Dänisch mit Gaagade bezeichnet wurde. Dieser war von runder Form und mit flachen Naturziegeln ausgelegt und beim Regen auch mit vielen Wasserpfützen versehen.

Der einzige und älteste Springbrunnen Grönlands aus dem Jahre 1927 befand sich in der Platzmitte. Der hübsche Brunnen war von runder Gestalt und hatte eine Umrandung aus Natursteinen mit verschiedensten Brauntönen. Von dort weg sprühten aus kleinen Düsen schwache Wasserstrahlen zur Mitt hin. Der Brunnenaufsatz aus schwarzem Metall stand auf einem hexagonalen Steinaufsatz und die sechs Metallbögen waren durch ein schwarzes Dach mit vier sprühenden Grönlandwalen verziert. Auch Namen von Rasmussen, Lund oder Olsen waren dort eingelassen. Auch wuchs schon innerhalb des Inneren Kreises um den Brunnen Gras heraus, wohingegen auf den äußeren Kreis größere, weiße Steine aufgelegt waren. Die äußeren Rasenflächen am Torvet hin bis zum Storeelv wirkten auf mich sehr gepflegt.

Nicht weniger interessant fand ich das gelbe Fachwerkhaus mit den braunen Fenstern und dem schwarzen Giebel als auch der roten Treppe ins Dachgeschoss. Dort sollen Böttcher und Zimmermänner ihre Behausung gefunden haben. Man brauchte auch viele Fässer zum Verschiffen von Tran und Speck.

Auch recht spannend war die nackte Frau in graumetalliger Form mit nacktem Busen und überkreuzten Beinen. Diese hockte auf einem rotbraunen Steinsockel in der Nähe des Polizeigebäudes. All dies machten den Torvet für mich zu einem sehenswerten und historischen Platz.


KATERSUGAASIVIK MUSEUM

In dem schwarzen, alten Holzhaus mit den beiden weißen Holzfenstern an der Vorderfront konnte man sich für 25 DKK, 5 USD oder 5 Euro umsehen. Dieses befand sich im ältesten Gebäude von Qaqortoq und dieses stammt immerhin aus dem Jahre 1804. Das Highlight des Museums war die Nachbildung des roten und blauen Zimmers, in welchen immerhin der Polarforscher Knud Rasmussen als auch Charles Lindbergh eine Nacht verbracht haben.

Auch beeindruckend waren andere Ausstellungsstücke wie Kajaks, Fanggeräte und traditionelle Gewänder der Inuit zu bewundern. Dies kann man aber noch besser in Nanortalik. Beeindruckend fand ich auch das zum Museum gehörenden Sodenhaus, das innen nach der Art des früheren letzten Jahrhunderts eingerichtet war.


BRAETTET

Der kleine Fischmarkt lag am Ende der weißen Brücke am Storeelv direkt am Hafen. Dieser bestand aus nicht mehr als einem kleinen, weißen Holzgerüst mit eine grauen Giebeldach. Unterhalb des Giebels war auf einer gespannten Lederhaut der grönländische Name eingeschrieben. Auf den drei Holztischen darunter boten die Händler Verschiedenerlei an. Meistens waren dies Fische nackt auf den Tischen liegend und für meine Augen weniger appetitlich. Die Händler wirkten auf mich auch eher zurückhaltend.


KIRCHE

Zum historischen Part der Stadt gehörte auch die Kirche aus dem Jahre 1832. Diese stach wir schon von Weitem ins Auge und bestach schon mit ihrem großen graugrünen Schindeldach. Zierlich wirkte auch der kleine, mittigen und hexagonale Kirchturm mit den weißen Scheinfenstern. Leider war das große, weiße Portal geschlossen und ich konnte nur durch eines der sechs hohen, weißen Seitenfenster in den Sakralraum blicken. Dieser war in den Farben Grönlands, also in Rot und Weiß gehalten.

Das Kirchenschiff ist das älteste in Grönland. Trauer erregt der in der Kirche ausgestellte Rettungsring der 1959 vor Kap Farvel untergegangenen Hans Hedtof. Niemand hatte das Schiffsunglück überlebt und dieser Rettungsring wurde einen Monat nach dem Unglück an der isländischen Küste angespült. Die so genannte Frelseren Kirke kam als Bausatz aus Norwegen und wurde in Qaqortoq vor Ort zusammengebaut.


GERTRUD RASK KIRKE

Diese Kirche ist die neue Kirche von Qaqortoq und wurde 1973 hoch über der Altstadt errichtet. Dorthin konnte man über den Storesö es gelangen oder auch über eine Reihe an Stufen, die aus Natursteinen gemacht wurden und auch an historischen Holzhütten vorbeiführten.

Äußerlich hob sich die Kirche von der Form eines weißen Klotzes kaum ab und besaß nur einen eckigen Kirchturm mit Uhr. Leider war auch der Eingang unter dem Vordach geschlossen.

Neben der Kirche befand sich auch das rote Haus der Gemeinde Kujalleq und auch der Brugseni Supermarkt.


FAZIT

Abgesehen vom schlechten Wetter war Qaqortoq für mich schon sehr sehenswert und nach dem Nichtanlaufen durch Princess musste ich 8 Jahre darauf warten, Qaqortoq sehen zu können, wobei mir nicht nur die hübsche, kleine Altstadt gefallen hatte, sondern auch die Lage an dem großen See mit dem kleinen Fluss, welcher sich in den Atlantik ergoss.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • iceman1005 veröffentlicht 05.10.2017
    sh
  • eixen0 veröffentlicht 02.10.2017
    BH nachgereicht & LG SANDRA
  • Babyengel1 veröffentlicht 01.10.2017
    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Babyengel1 .•:*¨ ¨*:•.
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Produktdaten : Qaqortoq, Qaqortoq

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