Queensland

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Erfahrungsbericht über "Queensland"

veröffentlicht 25.06.2015 | Adlernest
Mitglied seit : 20.04.2015
Erfahrungsberichte : 9
Vertrauende : 1
Über sich :
Ausgezeichnet
Pro wirklich spektakuläres Urlaubsland
Kontra leider sehr lange Anreise und hohe Reisekosten
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Travel greetings from Down Under"

Einleitung

Man nennt es den fünften Kontinent oder auch Down Under und die Einwohner selbst nennen es scherzhaft Aussiland, gemeint ist immer das Gleiche, Australien. Ich selbst durfte den riesigen Kontinent zweimal bereisen und dennoch habe ich nur einen kleinen Teil von Australien gesehen. Wer ganz Australien einmal gesehen haben will, der braucht viel Zeit und leider auch viel Geld. Ich beschreibe für meine geneigten Leser meine letzte Reise, die mich an die Ostküste Australiens geführt hat, um es genau zu sagen, nach North Queensland in den Bereich von Brisbane, diese Metropole ist auch gleichzeitig Queenslands größte Stadt, die aber nicht die Hauptstadt des Bundesstaates Queensland ist, doch dazu später mehr.

Kontakt

• In Deutschland •

Australische Botschaft in Deutschland
Visaabteilung
Wallstraße 76-79
10179 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 030/8800880
Fax: +49 030/880088210

• Vor Ort •

Cairns Tourist Information Centre
Tour& Accommodation Bookings
Sh 6 Cnr Alplin St. & Esplanade
Tel.: +61 (07)40479125
E-Mail:info@cairnstouristinformation.com.au

Zahlen und Fakten Australien

Landesfläche: 7.692.024 km²
Amtssprache: Englisch
Regierungshauptstadt: Canberra in NSW
Regierungsform: Föderale parlamentarische Monarchie
Staatsoberhaupt. Königin Elisabeth II
Einwohnerzahl: 23.130.900
Bevölkerungsdichte: 2,9 pro Km²
Regierungschef: Premierminister Tony Abbott
Währung: australischer Dollar (AUD)
Flagge: Dunkelblauer Hintergrund mit kleinem Unionjack und großen Sternen

Die Bundesstaaten Australiens

Western Australia
South Australia
Victoria
New South Wales
Queensland
Northern Territories

Notwendige Reisevorbereitungen

Australien ist kein Land, dass sich für einen Spontanbesuch eignet. Es besteht eine strenge Visumpflicht, die meisten Visa müssen außerhalb von Down Under beantragt werden. Gab es früher nur Visa, die direkt in den Reisepass geklebt werden mussten, gibt es heute unter anderem die elektronischen Visa. Auch, wenn sich die Zeiten der Visaerteilung stark verkürzt haben, Reisende die nach Australien kommen möchten, müssen schon bei der Visa-Beantragung die Flugdaten und das primäre Reiseziel übermitteln. Neben den strengen Visabestimmungen Australiens gelten auch einige strenge Einfuhrbestimmungen. So dürfen keine frischen Lebensmittel oder Hölzer eingeführt werden. Lebende Tiere wie Hunde und Katzen müssen 6 Monate in Quarantäne sein, bevor sie ins Land dürfen. Alkohol ist begrenzt auf 1 Liter und mehr als 200 Zigaretten (dass ist 1 Stange) dürfen auch nicht mitgenommen werden. Die vollständige Liste der Güter, die nicht eingeführt werden dürfen, ist bei der Australischen Botschaft oder auf deren Website erhältlich. Der Reisepass aus Deutschland muss mindestens noch 1 Jahr gültig sein. Wegen der langen Reisezeit, sie liegt im Schnitt zwischen 30-38 Stunden, gibt es kaum Angebote für Lastminute Reisen. Einziger Startflughafen von Deutschland aus nach Australien ist der International Airport Frankfurt/Main, das jeweilige Terminal ist abhängig von der Fluggesellschaft, bei der der Flug gebucht ist. Wer hinsichtlich des Startflughafens aus anderen europäischen Städten flexibel ist, kann schon einige Euro an Flugkosten sparen. Bei unserer letzten Reise, über die wir ja hier berichten möchten, bin ich von Amsterdam Shiphol mit der taiwanesischen Airline Eva Airlines über Taipeh nach Australien geflogen. Die günstigsten Flugkosten bewegen sich derzeit zwischen 1200–1400€ pro Person. Sie richten sich aber im Großen und Ganzen nach der Reisezeit. Auf dem fünften Kontinent gibt es hauptsächlich drei Klimazonen, neben dem gemäßigtem kühlem Klima im Süden und auf Tasmanien, herrscht überwiegend das subtropische oder tropische Klima in den meisten Landesteilen. Neben den juristischen und organisatorischen Vorbereitungen sollte auch an die Gesundheit gedacht werden. Wer die subtropischen oder tropischen Gebiete Australiens bereisen möchte, sollte sich gegen drei schwerwiegende Erkrankungen wie Malaria, Epson Barr Virus und Dengue Fever, alle Krankheiten werden im Ernstfall durch simple Mosquito-Stiche übertragen, durch eine Schutzimpfung schützen lassen. Je nach Reiseziel in Australien sollten Reisende nicht ohne Mosquito-Netz schlafen gehen, auch, wenn es vorbeugend wirksame Mittel gegen Mosquitos gibt. Des Weiteren sollte auch eine starke Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor für tropische und subtropische Gebiete, eine geeignete Kopfbedeckung und eine UV filternde Sonnenbrille nicht im Gepäck fehlen.

Reisebeschreibung

Als wir nach Australien aufgebrochen sind, waren wir sehr aufgeregt, schon in den frühen Morgenstunden um 3.00 Uhr ging es los, zuerst mit der Bahn bis zum Airport Shiphol, dann mit dem Flugzeug bis zur Hauptstadt Taiwans Taipeh, hier waren wir 16 Stunden und haben uns in einem der größeren Hotels auf Kosten der Airline ausruhen können. Von Taipeh ging es dann im Nonstop Flug direkt zu unserem Zielflughafen nach Brisbane in Queensland. Auf dem zweiten Teil der Flugreise, schon über australischem Luftraum, wurden dann die Einwanderungsformulare ausgeteilt. In dieses Formular mussten wir eintragen, wo wir uns hauptsächlich in Australien aufhalten würden und erklären, ob und was wir zu verzollen hätten. Unser primäres Ziel war der International Airport von Brisbane. Die Zoll- und Einreisebehörden Australiens sind relativ humorlos, dumme Späße gegenüber den Beamten sollte man sich tunlichst sparen, denn es gibt zum Teil hohe Geldbußen und sogar einen Ausreisezwang, wenn man es übertreibt. Weil wir Familie in Down Under haben, mussten wir uns vorab nicht um eine Urlaubsunterkunft kümmern oder Kosten für ein Hotel, außer für die Reise, wenn wir im Land unterwegs waren, zahlen. Leider hatten wir nicht so viel Urlaub, wie wir gerne gehabt hätten, so waren die sechs Wochen, die unseren Jahresurlaub darstellten, ziemlich schnell wieder zu Ende. Leider war aber nicht nur unsere Urlaubszeit begrenzt, auch unser Reise-Budget war nicht unbegrenzt. Die Strecken innerhalb Australiens sind sehr weit auseinanderliegend, sodass man sehr schnell gezwungen ist, einen Inlandsflug zu nehmen, was leider relativ teuer ist. Wir hatten ursprünglich den Wunsch gehabt, im Innern Australiens Ayers Rock zu sehen, diesen Wunsch konnten wir uns aber aus Kostengründen nicht erfüllen. Dennoch hatten wir einige Unternehmungen auf unserem Wunschzettel, die wir auf jeden Fall absolvieren wollten.

Zu den Erlebnissen auf meinem Zettel gehörten folgende Unternehmungen:

• Fahrt über die Küstenstraße Richtung Norden
• Mehrtägiger Besuch einer Insel, die vor der Küste von Queensland liegt
• Beachlife: Einen Tag am Strand verbringen
• Feiern einer legendären Beachparty mit BBQ
• Besuch eines typisch australischen Socialclubs
• Fahrt auf einer der berühmten roten Sandstraßen im Outback
• Downtown Shopping in Brisbane
• Zeit mit unserer Familie verbringen
• Besuch in einem der Nationalparks in der Nähe von Brisbane

Wir können hier nicht alle Unternehmungen unserer Reise beschreiben, deswegen konzentrieren wir uns auf unsere persönlichen Highlights, uns ist aber völlig klar, dass unsere Highlights nicht die eines jeden Lesers sein werden. Leider waren wir zur „falschen“ Zeit in Australien, zumindest zur falschen Jahreszeit, denn wenn in Australien Sommer ist, dass ist von November bis Februar, gibt es ein einmaliges Naturschauspiel an den Küsten zu sehen. Denn zu dieser Zeit ziehen die Wale an der Küste vorbei, viele Menschen fahren dann mit Schiffen und Booten raus, um die riesigen Herden der Meeresbewohner zu beobachten und ihren Gesängen zuzuhören. Da wir aber zu unserer Winterzeit nie Urlaub bekommen konnten, kennen wir nur die Bilder, die aus Naturdokumentationen wie dem National Geographics bekannt sind. Aber als wir im Frühjahr in Australien waren, war diese Zeit leider schon vorbei. Dennoch, von den vielen Eindrücken, die wir in Down Under gewinnen durften, kann uns keiner etwas nehmen und Eindrücke haben wir viele gewonnen. Eine Reise wie die nach Australien sollte man teilen, deswegen war ich natürlich auch nicht alleine unterwegs. Zunächst waren wir überglücklich meine Familie wiedersehen zu können, denn natürlich kann sich jeder Leser denken, dass dies nicht sehr oft geschieht. Wir wurden nach der Landung in Brisbane abgeholt und es gab ein riesiges Hallo, nachdem wir durch die Passkontrolle kamen und mit dem Gepäck den offenen Bereich des Airports betreten durften. Durch die Zwischenübernachtung in Taipeh hatten wir keinen nennenswerten Jetlake, deswegen waren wir auch nicht übermäßig müde, dennoch haben wir uns erst einmal ein paar Tage ausgeruht und das Familientreffen genossen. Doch wir wollten ja was erleben, also haben wir uns nach ein paar Tagen aufgemacht.

Stradbroke Island

Von unserem Standort, einem Vorort von Brisbane, ging es zunächst über den City Highway quer durch die Stadt Brisbane, bis zum Brisbane Harbor. Hier fuhren wir auf die Autofähre, die uns in circa 1 Stunde nach North Stradbroke Island brachte. Stradbroke Island ist eine Familieninsel für genervte Großstädter zum Beispiel aus Brisbane, das Preisniveau ist gemäßigt. Wir kamen in Dunwich an und fuhren mit dem PKW in Richtung Point Lookout. Hier befindet sich eine Steilküste, die einen spektakulären Blick auf die offene See ermöglicht. Wir hatten nicht vorgebucht, deswegen waren wir gespannt, ob wir eine Ferienunterkunft bekommen würden. Weil wir ein paar Tage bleiben wollten, haben wir uns in eine Ferienanlage Namens Cosy Cottage eingemietet. Kurz nach unserer Ankunft gab es einen großen Stromausfall, weil eines der riesigen Kabel, die vom Festland zur Insel führen beschädigt wurde. Doch die Insulaner Stradbroke Islands sind auf so was vorbereitet, neben elektrischem Licht gab es auch genügend Öllampen in den Ferienunterkünften. Auch die Restaurants haben schnell die Zubereitung der Speisen auf Gas umgestellt, sodass wir auch nach unserer Ankunft etwas essen konnten. Ein großer Bootsanleger, der weit ins Meer ragte, war genau der richtige Platz, um am frühen Morgen Angeln zu gehen. Beim Angeln lässt sich prima entspannen, um die Seele baumeln zu lassen. Auf Stradbroke Island besuchten wir an einem Abend, einen in der Nähe gelegenen Island Country Social Club. Hier haben wir bei ein paar Bier und Drinks mit gutem Essen entspannt und Pool Billard gespielt. Wir haben die Zeit auf Stradbroke Island wirklich sehr genossen, neben der Zeit an den Stränden, wo wir im Meer gebadet oder geangelt haben, waren wir auch in diversen Restaurants, wo wir oft zu Abend gegessen haben. Doch wie es im wahren Leben oft so ist, die schönen Zeiten gehen viel zu schnell vorbei und so mussten wir viel zu schnell Stradbroke Island wieder mit der Autofähre verlassen.

Down Town Shopping and Sightseeing in Brisbane

Nach unserer Rückkehr von Stradbroke Island haben wir erst wieder eine Zeit bei unserer Familie verbracht. Wir waren ja nun schon eine Zeit in Australien, so wurde es höchste Zeit zum Shoppen, deswegen haben wir uns die Innenstadt von Brisbane mal gerne näher angesehen. Die Australier lieben Abkürzungen, deswegen nennen die Einwohner von Brisbane ihre Stadt auch liebevoll Brisy. In Brisbane öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, kann auf verschiedene Art betrieben werden. Neben Bussen und Bahnen gibt es in Brisbane auch noch den „Wasserbus“, der City Cat genannt wird. Auf dem Brisbane River können Besucher als auch die Einwohner quer durch die Stadt fahren, ohne im Verkehr stecken zu bleiben. In Australien ist es oft üblich, sich nach getaner Arbeit in Pubs und Bars zu „After-Work-Partys“ zu treffen. Da wir noch nicht zum Shoppen gekommen sind und wir noch Geschenke und Andenken aber auch Kleidung brauchten, haben wir uns Downtown Brisy begeben. So sind wir von unserer Unterkunft, dem Haus meiner Familie aus, mit Bus und Bahn in die Innenstadt gefahren. Es gibt in Australien nicht so ganz viele wirklich große Städte. Deswegen sind Ballungsräume wie Brisbane auch wirklich sehr beliebt und belebt. Natürlich ist Brisy Downtown sehr interessant zum extrem Shopping, so hatten wir in Brisy viele Möglichkeiten. Neben Shopping-Mals und Kaufhäusern findet man in Brisbane auch viele Giftshops (Geschenke- und Andenkenshops), hier haben wir einige Exponate von Aborigines-Kunst und Andenken gekauft, und Stätten zum Entspannen zwischen den Shopping Touren. Für unsere Lieben, die Zuhause bleiben mussten und auch für uns selbst, haben wir schöne und einzigartige Andenken und Mitbringsel gefunden. Was uns an Kleidung gefehlt hat, konnten wir ebenfalls in Downtown einkaufen. Wir haben in dieser Zeit aber auch noch viele andere Sachen gemacht. So waren wir in einem der typischen Irish-Pubs und haben eine australische After-Work-Party miterlebt, das besondere war hier, dass die verschiedensten Berufsgruppen zusammengekommen sind, sowohl die sogenannten Business-People als auch Handwerker, Verkäufer oder Studenten. Einmal sind wir abends in einem typischen byo Restaurant gewesen. Byo steht für „bring your own“, das ist ein Restaurant gewesen, dass keine Alkohol Lizenz hat, das heißt, die Gäste bringen ihre alkoholischen Getränke selbst mit, die dann den Abend über serviert wurden. Schlussendlich aber an einem anderen Abend, waren wir in einem exklusivem Casino, in dem Abendgarderobe pflicht war, das Brisbane Casino erlaubt keine legere Freizeitkleidung, Shorts und T-Shirts vielleicht noch mit Flip-Flops sind hier ein Grund, dass der Eintritt verwehrt wird. Da wir dies aber gezielt gemacht haben, hatten wir passende Kleidung an. Die Damen zum Beispiel mit Rock und Bluse oder Kleid mit entsprechendem Schuhwerk. Wir Herren mit Jackett, Tuchhose, Oberhemd und Krawatte oder Fliege und Lederschuhen. In dem Casino konnte alles gespielt werden, Roulette, Black-Jack, Poker an den Spieltischen. Zuschauer waren hier zwar auch erlaubt, aber diese durften sich nicht unterhalten, um die Spieler nicht zu stören. Wir haben aber nur „Einarmiger Bandit“ an den vielen Automaten gespielt.

Fahrt über die Küstenstraße Richtung Norden

Irgendwann hat es uns dann wieder weitergetrieben, es stand die Fahrt Richtung Norden an, an deren Ende die Stadt Bundaberg besucht wurde. Zunächst ging es aber wieder mal über den City-Highway zur Stadtgrenze von Brisy. Von da wechselten wir für einige Zeit auf den Freeway, um irgendwann die Küstenstraße zu benutzen. Da in Australien Linksverkehr gefahren wird, richtig dann ist das Lenkrad auf der rechten Seite des Fahrzeugs, waren wir froh, dass wir einen Fahrer hatten. Der junge Fahrer, es war mein Neffe und seine Freundin, die auch dabei war, haben von uns kein Geld für die Tour bekommen, aber wir haben Kost und Logis sowie die Benzinkosten übernommen. Als wir die Küstenstraße das erste Mal sehen konnten und auch später, als wir sie erreicht haben, hielten wir immer mal wieder an den sogenannten View Points an, sozusagen Ausblickpunkte, die einen schönen Blick auf die Küste gaben. Am Ende des ersten Tages haben wir uns einen Trailerpark gesucht, hier konnten wir uns für 1 Nacht einschreiben, um in einem fest abgestellten Wohnwagen zu schlafen, da wir aber zu viert waren, haben wir zwei kleinere Wohnwagen genommen. Trailerparks gibt es gerade in Australien sehr viel und im späteren Verlauf unserer Reise werden wir auch noch in anderen Trailerparks nächtigen. Am zweiten Tag sind wir früh mit Frühstück für unterwegs gestartet, denn wir wollten uns nun von der Küste ein wenig entfernen und das Innere des Landes etwas erkunden. Wir fuhren in einen großen Nationalpark mit dem Namen D`Aguliar National Park, den wir aber nur ein kleines Stück befahren wollten. Reisende, die sich mit einem „normalen“ PKW, aber auch alle anderen Touristen, sollten sich vor der Einfahrt in einen solchen Nationalpark an einer Rangerstation anmelden. Auch wir haben das gemacht und dass war genau richtig, dazu aber später mehr. Bei der Anmeldung füllt man einen DIN A4 großes Formular aus, hier trägt man das Kennzeichen des Fahrzeugs, Farbe, Bauart, geplante Fahrtroute und die Insassenzahl ein. Das Befahren und der Aufenthalt in den meisten Nationalparks ist kostenlos, die Anmeldung erfolgt aus Sicherheitsgründen, so können die Ranger, die sich sowohl mit Geländewagen, mit Hubschraubern aber auch zu Pferde durch den Nationalpark bewegen, ein Auge auf die angemeldeten Touristen halten. Unser primäres Ziel waren die roten Sandstraßen, die für Australien als legendär gelten. Da es in der Region offenbar zwei Tage zuvor heftig geregnet hatte, waren die ansonsten relativ festen „Hauptstraßen“ ungewöhnlich weich, es passierte prompt, dass eine Abkürzung für uns zur Einbahnstraße wurde, denn plötzlich waren überall Wasserlöcher auf den gar nicht mehr so festen Sandstraßen. Mein Neffe wollte uns ein bisschen Nervenkitzel bescheren und ist absichtlich, ohne dies anzukündigen, in eine solche Straße oder Weg eingebogen, dass alles wie gesagt mit einem normalen PKW ohne Allradantrieb. Er wollte uns zeigen, wie gut er fahren kann, dass dritte Wasserloch wurde uns dann zum Verhängnis, wir blieben stecken und kamen weder vorwärts noch rückwärts, bei unseren eigenen Befreiungsversuchen sauten wir uns alle gründlich mit rotem Sandschlamm ein. Aber wir hatten Glück im Unglück nach circa 2,5 Stunden, dass ist für einen so großen Nationalpark wirklich eine sehr kurze Zeit, tauchte ein Ranger zu Pferde auf, der forderte einen anderen Kollegen mit einem großen Jeep an, der uns buchstäblich aus dem Dreck zog. Allerdings durften wir uns dann entsprechendes Anhören, denn mit einem normalen Auto einen solchen Weg zu befahren war wirklich grob fahrlässig, da war von „Greenhorns“ die Rede, wir zahlten gerne die 20 AUD Abschleppkosten und haben uns sofort wieder auf sicheres Terrain leiten lassen. Von Abenteuern roter Sandstraßen waren wir vorerst geheilt und haben bei Einbruch der Dämmerung einen wirklich winzigen Ort gefunden, wo auf einer typisch australischen Farm Bed & Breakfast angeboten wurde, nachdem wir eine Dusche hatten, waren wir auch wieder vorzeigbar. Wir besorgten uns im örtlichen Pub etwas zu essen und nahmen uns noch ein Sixpack Bier mit „nach Hause“. Die nächsten 2 Tage waren für uns dann ziemlich entspannend, denn mittags des Folgetags kamen wir wieder an der Küste an, wo wir uns einen Strand gesucht haben, der mittelgroße Ort hat uns gut gefallen, hier kehrten wir das erste Mal auf dieser Reise in ein Motel ein, wo wir auch zwei Nächte blieben. Neben Pubs und Geschäften gab es hier auch ein ziemlich großes All you can Eat Restaurant, wo wir uns, für unter 20,00 AUD pro Person „essen bis zum geht nicht mehr“ einverleibten. Die Australier lieben neben Bier eben auch das Essen und so stellte dieses Restaurant ein typisch australisches Event dar. Nach dem Schwimmen und Tag am Meer konnten wir wirklich sehr viel und gut essen. Unsere Reisezeit, aber auch das Reisebudget neigten sich dem Ende. Zumindest für diesen Teil der Reise. Deswegen mussten wir uns dann beeilen unseren Zielort Bundaberg schneller zu erreichen. Am Abend erreichten wir den Ort und auch den letzten Trailerpark unserer Reise. Allerdings konnten wir nur einen großen Trailer mieten, für 6 Personen, wir waren aber nur 4. Es passierte, was kommen musste, in der Nacht kamen noch 2 weitere Reisende in unseren Wohnwagen. Gestört hat uns dass aber nicht, denn es war ja unsere letzte Übernachtung. Witzig war, dass die beiden Ladys aus den Niederlanden kamen und sogar etwas deutsch sprachen. Wir trafen sie später noch mal an einem unserer Ausflugsziele und hatten noch viel spaß. Da an diesem Tag das Wetter sehr warm werden sollte und wir auch an diesem Tag die Rückfahrt geplant hatten, begannen wir unser Sightseeing Tour recht frühzeitig. Wir waren unter anderem nach Bundaberg gekommen, um Australiens älteste, größte und weltberühmte Rumdistillerei zu besichtigen. Dar Bundaberg als Zentrum der Rohrzuckerindustrie gilt, ist es nicht verwunderlich, dass sich dort auch die Rum Distille Bundaberg befindet. Besichtigungstouren in der Rumfabrik Bundaberg sind sehr beliebt, daher ist der Andrang an den Besichtigungstagen auch besonders groß. Es durften auf der Tour aber keinerlei elektrische oder elektronische Geräte wie Handys oder Kameras mitgeführt werden. Das hat auch einen plausiblen Grund, denn die Luft in vielen Teilen der Anlage war so alkoholgeschwängert, dass nur ein einziger Funke ausreichen würde, eine Explosion auszulösen. Die etwas 1,5 Stunden dauernde Führung nimmt normalerweise ihren Höhepunkt in der Verprobung von Bundaberg Rum, in dem entsprechenden Verprobungslokal, darauf haben wir allerdings verzichtet, weil wir ja noch die Rückfahrt vor uns hatten. Allerdings hat Bundaberg viel mehr zu bieten, als nur die Rumdistellerei. Im Gebiet um die Stadt Bundaberg gibt es die Mystery Craters, ein Gelände auf dem viele Krater existieren, deren Ursprung noch nicht restlos erforscht ist. Aber auch ein wirklich sehr schönes Naturschauspiel ist 15km von Bundaberg zu sehen. Gemeint ist der Mon Repos Turtle Rookery Beach. Von März bis September kommen hier die Meeresschildkröten an den Strand, um Ihre Eier in den Sand zu legen. Das Betreten dieses Strandes ist nur unter Aufsicht eines Rangers erlaubt, damit die Schildkröten und ihr Nachwuchs nicht gestört werden. Bundaberg gilt auch noch als Tor zum südwestlichen Great Barrier Reef.

Sehenswürdigkeiten Queensland

Natürlich hat der riesige australische Bundesstaat Queensland, der im Norden an die Northern Territoris und im Süden an New South Wales grenzt, viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Alle Sehenswürdigkeiten zu nennen würde hier den Rahmen sprengen. Deswegen kann hier nur eine begrenzte Auswahl stehen. Wir selbst haben leider nur einen kleinen Teil von Queensland sehen können, auch weil unsere Reisezeit begrenzt war.

• Great Barrier Reef •

Hier findet der Besucher ein riesiges Naturparadies im Meer. Das Great Barrier Reef, ist das wohl bekannteste und beliebteste Taucherparadies für Taucher und Schnorchler. Die Corallenriffs gelten als das größte lebendige Meeresparadies.

• Whitsunday Island •

Hier findet Ihr das am besten touristisch erschlossene Gebiet von Queensland oder sogar von ganz Australien. 74 einzelne Inseln umfasst dieses Gebiet, von denen nur 8 bewohnt oder bewohnbar sind, die allermeisten sind als National Parks geschützt. Allerdings ist dieses Urlaubsparadies sehr hochkarätig, soll heißen, die Urlauber die hier ihre Ferien verbringen, müssen sehr wohlhabend sein und diese Touristen können sicher sein, unter sich zu beleiben, denn die Inseln dürfen nur Reisende betreten, die ebenfalls eine Bleibe in einem der Luxushotels oder Luxusresorts gebucht hat. Extrem schöne, weiße Sandstrände und spektakulär blaues Meer inmitten der Coralsea laden die Urlauber zum relaxen ein.

• Fraser Island •

Fraser Islands bietet Sand satt. Mit 95km Sandstrand und bis zu 240m hohe begrünte Sanddünen, ist Fraser Islands eines der begehrtesten Ferienziele vor der Küste von Brisbane. Ein Großteil der Insel ist als National Park geschützt.

• Eungella National Park •

Wer gerne wandert, ist hier genau richtig. Denn der Eungella National Park bietet eine faszinierende Vielfalt an Flora und Fauna. Spektakuläre Landschaften und Naturereignisse stellen hier einen ganz besonderen Freizeitwert innerhalb von Queensland.

• Atherton Tableland •

Die heimliche Hauptstadt der sogenannten Tablelands ist der Ort Atherton. Von hier aus können viele erlebnisreiche Wanderungen in die atemberaubende Landschaft gestartet werden. Ob Regenwälder, Süßwasserseen, steile und spektakuläre Wasserfälle, die Vielfalt macht hier den Reiz aus.

• Simpson Desert National Park •

Simpson Desert verrät schon etwas über die Landschaft, die den Besucher hier erwartet. Spektakulär sind die von Nordnordost nach Südsüdwest verlaufenden Sanddünen. Das extrem jahreszeitlich bedingte Klima ist für die ganz unterschiedliche Vegetation verantwortlich.

Mein persönliches Fazit

Eine Bewertung unserer Reise ist natürlich schwierig, denn alles, was wir unternommen haben, ist von uns so geplant worden und nicht zu vergessen, wir haben eine ganz andere Intention für diese Reise gehabt, nämlich meine oder unsere Familie wiederzusehen. Sollte ich das „Land“ Queensland oder Australien beurteilen, dann würden wir zehn von fünf Sternen vergeben, aber eben halt, weil wir das Land so lieben. Was ich damit sagen will, ist, alles, was ich hier bewerte, ist aus meiner Sicht gesehen. Aber ein Erfahrungsbericht ist nun mal subjektiv. Klar, dass ich unserer Reise und den absolvierten Ausflügen die volle Punktzahl gebe. Wer einmal in Australien war, will immer wiederkommen. Ich habe viele Menschen getroffen, die alle gesagt haben, dass sie noch mal nach Australien zurück wollten. Allerdings ist die Reise nach Australien auch ziemlich anstrengend, schon alleine die lange Flugzeit kann schon an die Substanz gehen, aber auch der Jetlake auf der Rückreise ist nicht zu verachten. Eine Kaufempfehlung erspare ich mir, aber eine Reiseempfehlung gebe ich wirklich gerne an Alle, die das aufregende und spektakuläre Land Australien auch mal kennenlernen möchten. Auch, wenn die sechs Wochen in Queensland ziemlich kurz waren und ich den Rest des Jahres keinen Urlaub mehr hatte, die Erinnerungen gaben mir die Kraft, auch das zu überstehen. Wenn Ihr an einem der schönen Strände auf dem fünften Kontinent den Abend ausklingen lasst, dann denkt an uns und trinkt den letzten Drink auf unser Wohl, also Cheers.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Regan veröffentlicht 28.08.2015
    BH, aber ein paar Abschnitte wären gut - liest sich nicht so schön, alles an einem Stück. :-) LG, Nadine
  • KiVo veröffentlicht 13.08.2015
    Da würde ich auch gerne mal hin, gut berichtet, ein Bh für Deinen Bericht. Gruß KiVo
  • hochsauerlaender veröffentlicht 07.08.2015
    BH
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