Quest - Roman / Andreas Eschbach

Erfahrungsbericht über

Quest - Roman / Andreas Eschbach

Gesamtbewertung (9): Gesamtbewertung Quest - Roman / Andreas Eschbach

 


Da hatte ich mir mehr versprochen

3  02.07.2001

Pro:
Interessante Ansätze .  .  .

Kontra:
.  .  . die nicht zu Ende gebracht werden, viele Klischees

Details:

Niveau

Unterhaltungswert

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

mehr


tresckow

Über sich: Kaum 8 Wochen nach meinem Produktvorschlag kann ich jetzt endlich über "Die Atempause" ber...

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"Quest" ist das neuen Buch des SF-Autors Andreas Eschbach, der mit "Das Jesus-Video" einen großen (auch außerhalb des engeren SF-Fanzirkels!) Erfolg erzielen konnte, das ich aber selbst noch nicht gelesen habe.

Mit "Quest" hat er aber wieder einen lupenreinen SF-Roman vorgelegt. Der Roman spielt in ferner Zukunft irgendwo im Universum. Das Sternenreich Gheera steht kurz vor dem Untergang. Die Verteidigungskräftedes können fast nichts gegen die technologisch übermächtigen Invasoren ausrichten, die aus einer anderen Galaxie stammen und vom sagenhaften "Sternenkaiser" befehligt werden.

Namensgeber für die Geschichte ist der Kriegsheld Eftalan Quest, der mit dem Fernerkundungs-raumschiff "Megatao" entgegen des erteilten Befehls nicht die Galaxis der invasoren erkundet sondern sich auf den Weg macht den sagenumwobenen "Planeten des Lebens" zu finden, auf dem alles Leben seinen Ursprung hatte und man, will man den Legenden glauben, Unsterblichkeit erlangen oder gar Gott treffen kann.

Um seinem Ziel näherzukommen muss Quest zunächst ein heiliges Kloster überfallen, dass das gesammelte Wissen Gheeras beherbergt. Quest stiehlt das "Allerheiligste", sämtliche Informationen über den Kontakt zu nichtmenschlichen Lebensformen. Mit Hilfe dieser Daten gelangt die "Megatao" zu dem Planeten der Yorsen, einer uralten der Menschheit weit überlegenen Rasse, das sich mit dem Verschieben ganzer Sonnensysteme beschäftigt.

Die Yorsen beobachteten das Imperium des Sternenkaisers schon seit Jahrtausenden und wissen von seiner kulturlosen Aggressivität. Daher evakuieren die Yorsen sämtliche nichtmenschlichen Lebensformen aus seinem Zugriffsbereich. DIe Yorsen geben Quest einen Tipp und so setzt die Megtao ihre Suche fort.

Allerdings muss hier noch angemerkt werden, dass man auf dem Weg zu den Yorsen einen mekwürdigen Schiffbrüchigen aufgegabelt hat, der sich schließlich als Unsterblicher zu erkennen gibt.

Man sieht also ein umfangreiches Epos, dass sich so ziemlich aller bekannten SF-Klischees bedient. Das Buch liest sich wie der erste von mehereren Teilen. Leider findet sich aber kein Hinweis darauf, dass dies tatsächlich so ist und so muss ich davon ausgehen, dass der ROman alleine für sich stehen soll. Und da ist er enttäuschend. Eschbach packt einfach zu viel in die Geschichte hinein. Dutzende von interessanten Hinweisen und Anmerkungen werden im weiteren Verlauf nicht mehr aufgegriffen und lassen den Leser ratlos zurück.

Die Charaktere scheinen mir auch etwas grob gestrickt zu sein, vor allem der Unsterbliche geht einen ziemlich schnell auf die Nerven. Sehr kreativ ist die Geschichte jedenfalls nicht und das Ende, falls es denn das Ende sein soll, ist ebenfalls sehr enttäuschend.

Sollten doch noch Nachfolgegeschichten veröffentlicht werden, werde ich selbstverständlich meine Bewertung nochmal überarbeiten.

Das Buch ist bei Heyne für €12 (!= DM 23,47) erhältlich.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
F.Dantes

F.Dantes

01.08.2001 22:24

aufgrund deines berichtes werd ich mir das geld für quest sparen, da ich schon "solarstation" von eschbach relativ schwach fand!gruß

mima17

mima17

29.07.2001 12:35

Könnte es sein, dass Eschbach zuviel schreibt? Im januar erschien "Das Marsprojekt", dann folgte im Mai "Quest" - und im kommenden Monat erscheint bereits "Eine Billion Dollar" bei Lübbe, ebenfalls ein dicker Schmöker. Vielleicht sollte er sich mal zurücklehnen und etwas Abstand und eine neue Perspektive gewinnen? CU, mima17 (Ich habe 'Quest' gerade erst angefangen und kann noch nix dazu sagen.)

wmueller

wmueller

21.07.2001 11:54

Tja, Gerrit, da hast Du völlig Recht damit. Ich glaube, Eschbach wird alles in allem ziemlich überbewertet. Ich habe Quest auch schon in mein Verkaufsangebot integriert 8-) Gruß von Wilko

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