"aber keiner isst doch so viel Reis" - "äh hallo?! Doch!"
22.04.2012
Pro:
praktisch, sehr einfache Anwendung
Kontra:
schwer zu reinigen
Empfehlenswert:
Ja
 queenia
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Als ich ausgezogen bin, hat mir meine Mutter einen Reiskocher mitgegeben. Richtig, keinen Kochtopf oder Bratpfanne, sondern einen Reiskocher, da man in unserer Familie sehr viel Reis isst und von Reisbeuteln nichts hält, weswegen ich auch einen ca. 10kg Sack Reis mitbekommen habe.
+Aussehen+
Es handelt sich hierbei um einen etwas kleineren und somit handlicheren Reiskocher. Den, den wir zu Hause haben, ist um einiges größer, aber ich habe hier ja auch nicht vor für mehr als 4 Personen zu kochen. Der Reiskocher ist von außen schwarz und silber. Klappt man den Deckel auf, findet man dort den kleinen, beschichteten Reistopf vor. Am Deckel ist eine Öffnung angebracht, die mit einer abnehmbaren Klappe verschlossen werden kann. Erwähnenswert ist ansonsten nur noch der Schalter, mit dem man den Reis zum kochen bringen kann.
+Anwendung+
Ich vergesse immer wieder wie viel Wasser auf einen Becher Reis kommt und mache es mal so, mal so. Bei normalen Reis gebe ich 1 ½ Becher Wasser auf einen Becher Reis. Bei Sushi Reis, der ja klebriger werden soll, ist es ein bisschen mehr. Vor dem Kochen muss der Reis so lange gewaschen werden, bis nur noch klares Wasser aus dem Topf tropft. Ich bin allerdings auch noch nicht daran gestorben, weil ich den Reis mal nicht gewaschen habe. Hat man die richtige Menge Reis und Wasser in den Topf geschüttet, klappt man den Deckel einfach nur runter und drückt den Schalter runter, so dass er auf „kochen“ steht. Nun braucht man gar nichts zu machen und wartet, bis der Schalter zurück auf „warm halten“ geht und zieht anschließend den Stecker raus. Man muss den Reiskocher nicht ständig beobachten, sondern sollte sich nach ca. 10min. einfach in der Nähe aufhalten, da der Schalter recht geräuschvoll nach oben klickt. Es ist nicht laut, wie bei einem Eierkocher, aber eben auch nicht zu überhören, wenn es in der Küche ansonsten eher leise ist.
+Ergebnis+
Der Nachteil bei Reiskochern ist, dass der Reis unten am Boden kleben bleibt und man so eine harte Kruste erhält. Meine Mutter und Schwester sehen darin jedoch kein Nachteil, da sie besonders diese Kruste gerne mögen. Ansonsten ist es total wasserabhängig, wie fest oder matschig der Reis wird. Bei mir ist es schon vorgekommen, dass der Reiskocher gesagt hat, dass der Reis fertig war, dieser von innen aber noch ein wenig hart war. Das lag jedoch nur daran, dass ich zu wenig Wasser hinzu gegeben hatte. Ein anderes Mal war er zu matschig, was ich dann aber mit Reisessig noch retten konnte. Verwendet man die richtige Menge Wasser wird der Reis, meiner Meinung nach (und auch der meiner einzigen, wirklich reisessenden (die anderen benutzen Reiskochbeutel, das zählt nicht) Mitbewohnerin) perfekt. Besonders praktisch sind Reiskocher natürlich auch deswegen, weil man den gekochten Reis erstmal im Topf lassen kann, der ihn auch noch automatisch warm hält, während man den unechten Kochbeutelreis vollständig aus der Tüte rausschneiden muss und direkt in eine weitere Schüssel gibt, wo er natürlich direkt kalt wird.
+Reinigung+Den Topf, in dem sich der Reis befindet, kann einfach gereinigt werden, da er beschichtet ist und der Reis schnell vom Rand abgeht. Dazu weicht man ihn entweder für eine Weile mit heißem Wasser ein oder stellt ihn in die Spülmaschine. Beides klappt super und bisher ist er auch noch nicht beschädigt worden. Für den Reis sollte man übrigens Reislöffel verwenden (flach und aus Plastik, bei mir lag einer dabei. Ich bin mir aber nicht sicher, ob der beim Reiskocher dabei war oder aus dem unerschöpflichen Reislöffelfundus meiner Mutter stammt), damit die Beschichtung nicht abgekratzt wird. Mit dem gesamten Reiskocher an sich habe ich allerdings ein paar Probleme, was die Reinigung angeht. Am Rand sammeln sich Rückstände, die durch die Dämpfe des Reises verursacht werden. Auch am Deckel sieht es nach wenigen Anwendungen eher unappetitlich aus. Auch die Kappe, die den Dampf filtern soll, muss aufwendig gereinigt werden. Ich habe bis heute noch keine gute Lösung gefunden, um den Reiskocher wirklich gründlich zu reinigen, kann aber sagen, dass man mit der „mit einem feuchten Tuch drüberwischen“-Methode nicht weit kommt.
+Preis+ Ich habe ihn geschenkt bekommen und daher keine Ahnung, wie teuer er war. Suche ich im Internet danach, kann ich ihn vor allem in diversen Kleinanzeigen finden, die den Reiskocher natürlich günstiger abgeben. Ich tippe den Preis aber auf ca. 20€, was in Ordnung ist. Trotzdem lohnt sich eine Anschaffung eigentlich nur für viel-Reis-Esser, da sich der Preis bei Reiskochbeuteln und losem Reis kaum unterscheidet, es sei denn, man kauft einen 50kg Jahresvorrat beim Asiaten (so wie wir).
+Fazit+Für einige vielleicht unnötig, da sie selten Reis essen und sich wenn dann an den Kochbeuteln bedienen. Für mich aber sehr praktisch, da ich zu doof bin, um Reis im Topf zu kochen und es (noch) keinen Sushireis in Kochbeuteln gibt (und wenn doch, dann ist er mir eh zu teuer) und ich 1-2 mal die Woche verzweifeln würde (ja, so oft gibt es hier Sushi!). Die Anwendung ist kinderleicht und kann jedem innerhalb von zwei Sätzen erklärt werden, das Ergebnis stimmt, nur mit der Reinigung bin ich unzufrieden. Daher 4 Sterne.
Vielen Dank fürs lesen und bewerten Queenia
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17.05.2012 22:18
Find ich cool lg
30.04.2012 15:08
ohne den geht bei uns auch nichts
23.04.2012 20:34
Die Kruste mag ich auch gerne.LG Anett