RSD Reise Service Deutschland

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RSD Reise Service Deutschland

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47% positiv

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Erfahrungsbericht über "RSD Reise Service Deutschland"

veröffentlicht 20.12.2017 | Yeti1955
Mitglied seit : 20.12.2017
Erfahrungsberichte : 1
Vertrauende : 0
Über sich :
Nichts für mich
Pro Das Wetter war gut
Kontra Kaum Infos über Reiseland, Service in Deutschland sehr schlecht
sehr hilfreich
Zuverlässigkeit
Fahreigenschaften:
Empfundene Qualität:
Bedienung
Platzangebot:

"Schade um Zeit und Geld"

Es war leider die schlechteste Reise, die wir je unternommen haben.

Die Reise wurde als Studienreise angepriesen. In einem solchen Fall hängt natürlich der Erfolg in hohem Maße am Reiseleiter.

Im Prospekt wurde daher besonders hervorgehoben, dass es sich um “fachausgebildete, deutsch-sprechende Reiseleitung “ handelt.

In unserem Falle war die Südreiseleiterin XXX weder ausgebildete Reiseleiterin, noch war sie fachausgebildet die Schönheiten Südafrikas zu erläutern. Sie ist noch nie aus Kapstadt heraus gekommen, war noch nie vorher in einem Flughafen gewesen und konnte Deutsch nur äußerst Lückenhaft. Dies ist nicht unser “Eindruck”, sondern basiert auf dem, was XXX uns erzählt hat.

Damit hier kein falsches Bild entsteht: Die Person kann überhaupt nichts für die Situation. Sie wurde sozusagen ins kalte Wasser geworfen und hat mit ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten und ihrem Einsatz noch das Beste aus der Situation herausgeholt. Sie war aber in keiner Weise das, was man für eine solche Reise erwarten würde.

Von vielen einzelnen Punkten war XXX hoffnungslos überfordert. Besonders ärgerlich aber war auch die schlechte Unterstützung seitens Amazing Afrika für ihre Reiseleiterin.

Anstatt XXX zu unterstützen wurden von dort offensichtliche Falschmeldungen kolportiert wie, z.B. dass das ursprünglich vorgesehene Hotel in Wilderness abgebrannt sei, dass der uns bekannte Reiseverlauf von RSD uralt sei und es längst einen neuen gäbe (auf diese Angabe wurden dann alle weiteren Änderungen und Unterlassungen gestützt), u.ä.m

Beginnen wir von vorn.

Tag 2

Angekommen in Kapstadt fand eine Orientierungsfahrt dort nicht statt. Wir wurden vom Flughafen aus in einer 45 minütigen Fahrt zu einem privaten Geldwechsler gefahren, angeblich, weil es dort viel sicherer sei, Geld zu wechseln, als am Flughafen. Während dieser Fahrt schilderte XXX wie sie zu diesem Job gekommen war. Über Kapstadt erfuhren wir nichts.

Anschließend ging es in den Companys Garden, wo wir umherirrten, da die Reiseleiterin den Weg nicht kannte und uns z.B. die National Bibliothek als Parlament vorstellte.

Vom Hotel ging es dan direkt zum Abendessen in einem Restaurant an der Waterfront.

Eine Führung und/oder freie Zeit an der Waterfront, wie im Zusatzpaket versprochen, hatten wir nicht. Das Abendessen wartete und als das Essen beendet war, hatten die Geschäfte der Waterfront geschlossen.

Tag 3

Wegen Wind wurde die Fahrt auf den Tafelberg verschoben. Die Fahrt über die Garden Route fand ebenfalls nicht statt, da die Tour bereits in Mossel Bay im Hotel endete, da das vorgesehene Hotel in Wilderness angeblich abgebrannt sei. Das komplette – im Prospekt abgedruckte Programm - fand also nicht statt. Kein Tafelberg, keine Garden Route, kein Knysna, keine Bootsfahrt. Lediglich eine Überlandfahrt nach Mossel Bay.

Tag 4

Nun waren es ja auch noch ein paar Kilometer in den Tzitzikamma Park. Um den berühmten Baum zu besichtigen, hatten wir mit 3 Stunden reichlich Gelegenheit. Andere Ziele wurden von den Reiseteilnehmern vorgeschlagen, aber abgelehnt. Einige Teilnehmer hatten den Eindruck, dass wir 3 Stunden durch den Wald laufen mussten, weil niemand den Zusatzausflug in das Knysna Township gebucht hatte. Im Anschluß fuhren wir zurück nach Knysna. Dort hatten wir dann keine Zeit mehr, wodurch der Programmpunkt “Besichtigung des Hafenstädtchens” entfiel. Wir bekamen 30 Minuten Waterfront zugestanden. Ungeführt, ohne weitere Informationen und auf eigene Faust. Anschließend wurde die Bootsfahrt durch die Lagune nachgeholt.

Tag 5

Die Hochebene “Kleine Karoo” wurde uns zwar auch von der Reiseleiterin angekündigt, dann aber vom Busfahrer nicht angefahren. Von aufmerksamen Reiseteilnehmern angesprochen, erklärte der Busfahrer zunächst, dass er schon seit 10 Jahren diese Route (eben nicht über die kleine Karoo) für RSD fahre. Anschließend versuchte die Reiseleiterin uns noch zu verkaufen, dass die Route, die der Busfahrer genommen hatte, ja “eigentlich” auch die Kleine Karoo streifen würde, wenn man nicht die geografischen, sondern die politischen Grenzen betrachte.

Bei der Weinprobe wurden dann ganze 5 Weine verköstigt und von einem schlecht englisch sprechenden Südafrikaner mit jeweils 3-4 Sätzen begleitet. Eine deutschsprachige Erklärung war nicht verfügbar und unsere Reiseleiterin stand für eine Übersetzung nicht zur Verfügung.

Anschließend wurde der Besuch des Tafelberges nachgeholt. Dies führte dazu, dass der durch Amazing Afrika angebotene Extra Folkoloreabend erst gegen 20 Uhr beginnen konnte.

Die übrigen Reiseteilnehmer, die nicht an dem Folkloreabend teilnahmen, wurden sich selbst überlassen, um ein Abendessen zu bekommen. Wir hatten dazu 1 1/4 Stude Zeit.

Ja, rein formal gesehen steht es so auch im Zusatzpaket. Die Zusatzleistung des Komfort- und Genußpaketes umschließt zwar den Zeitraum vom 6.11.-13.11. Im Kleingedruckten steht dann aber auch, dass es dabei nur 6 Abendessen gibt. Erst wer nachrechnet stellt fest, dass es ja eigentlich 7 Abende sind, also trotz des Halbpensionpaketes, in der Tat wohl ein Abendessen zusätzlich noch selber bezahlt werden muss.

Tag 6

Mal abgesehen von der falschen Ankündigung im Prospekt, dass am Kap der guten Hoffnung Atlantik und Indischer Ozean aufeinandertreffen würden, wurden die Programmpunkt für den heutigen Tag eingehalten. Am Kap hatten wir ganze 45 Minuten Zeit, auf der Straußenfarm 30. Leider wurde dabei seitens der Reiseleitung “vergessen” die Flüge von Kapstadt nach Johannesburg zu bestätigen. Da die Reisegruppe zudem noch mehr als 30 Minuten zu spät am Flughafen eintraf, war das Boarding für den für 13:00 Uhr vorgesehenen Flug bereits abgeschlossen. Die Reiseteilnehmer mussten auf weitere Flüge verteilt werden und kamen zum Teil erst nach 22 Uhr im Hotel in Johannesberg an. Auch hier war kein Wort des Bedauerns zu vernehmen, keine Entschuldigung, kein Entgegenkommen bei der Bereitstellung eines Getränkes oder gar eines Imbisses.

Tag 7

650 langweilige und anstrengende Kilometer, unterbrochen von 2 Pausen auf Tankstellen und einem 15 minutigen Stopp an einen Zaun mit – zugegeben - fantastischer Aussicht über den Blyde River Canyon war das dürftige Ergebnis des 7. Tages. Immerhin spricht der neue Reiseleiter Bernhard sehr gut deutsch und stellt sich auch als sachkundiger und erfahrener Reiseleiter heraus.

Die Ankunft im Hotel nahe dem Krüger National Park ist allerdings wieder einmal ein Negativ-Highlight. Es ist bereits dunkel, die Anlage schlecht ausgeleutet. Es steht nur ein Mitarbeiter zur Verfügung, um die Koffer der gesamten Reisegruppe zu transportieren. Die Hotelanlage ist weitläufig mit Reihenhäusern im Park verteilt. Die Beleuchtung der Wege ungenügend. Die Wege selbst sehr holprig. Es laufen Affen frei im Park herum. Irgendwie sehr ungewohnt und man fühlt sich nicht wirklich sicher. Eine Ausschilderung der Zimmer nicht vorhanden und es ist niemand da, der die Reiseteilnehmer führen könnte. Die Belegung der Zimmer ist nicht vorbereitet. Die zugeordneten Zimmer stimmen teilweise nicht mit den ausgehändigten Schlüsseln überein. In unserem Zimmer waren bereits andere Gäste eingechecked. So vergeht mehr als eine Stunde im Chaos, das auch der fassungslose Reiseleiter nicht beheben kann.

Auch das Abendessen verlief in dergleichen chaotischen Atmosphäre: es wurden die falschen Räumlichkeiten angegeben und es waren nicht genügend Tische gedeckt. Es war nicht genügend Buffet gedeckt. Es war lediglich eine Bedienung für Getränke zugeteilt, sodass es teilweise über 45 Minuten dauerte, bis die bestellten Getränke ausgeliefert wurden.

Die Zimmer erinnerten teilweise an Abstellkammern, z.T. wurden Zimmer in Häusern zugeteilt, die in gemeinsamen Wohnungsräume mündeten, bei denen aber der Zugänge zu den Schlafräumen nicht abgesperrt werden konnten. Teilweise gingen die Klimaanlagen nicht. Es waren nicht genügend Adapter und Föne vorhanden etc.

Das Hotel war ganz offenkundig nicht dafür vorbereitet grössere Gruppen aufzunehmen und zu beherbergen.

Tag 8

Dieser Eindruck setzte sich auch am 8 Tag fort. Das Buffett zum Abendessen wurde im Freien und erst mit 45 minütiger Verspätung eröffnet. Wieder fehlten Service und/oder Bestecke. Weinflaschen wurden ungeöffnet serviert. Getränkebestellungen dauerten ewig, so dass einige Reiseteilnehmer dazu übergingen sich ihre Getränke an der Poolbar selber abzuholen. Hier ist einzig der Reiseleiter lobend zu erwähnen, der sich selbst als Servicepersonal betätigte und Bestecke, Gläser besorgte und Tische zusammenstellte, um wenigsten die Grundversorgung sicherzustellen.

Immerhin war die Safari in den Jeeps, wie auch im Reisebus, sehr gut.

Tag 9

Beim Checkout wurde versucht das Geld für die Getränke gleich mehrfach einzuziehen. Entschuldigt wurde dies damit, dass die Mitarbeiter angeblich das Computersystem zerstört hätten und das Hotel nun leider auf manuelle Notizen angewiesen sei. Nur ein Mosaik in der insgesamt sehr unbefriedigenden Hotelansicht.

Die ereignislose und lange Rückfahrt nach Pretoria konnte der Reiseleiter glücklicherweise mit vielen Geschichten auflockern. Die Stadtbesichtigung Pretoria beschränkte sich auf das Nelson Mandela Denkmal.

Dies führt zur generellen Betrachtung des Ablaufs der Reise:

Sämtliche Tagesstrecken waren viel zu lang und hatten zu wenige Highlights.

Von der Waterfront Kapstadt – obwohl extra bezahltes Highlight – haben wir nichts gesehen.

Von Kapstadt haben wir – außer der Sicht vom Tafelberg aus – nichts gesehen. Dabei soll Kapstadt außergewöhnlich schön sein.

Der Ausflug zum Kap der guten Hoffnung ist so viel zu kurz und zu hektisch (wir hatten am Kap ganze 45 Minuten).

Der Ausflug in den Tzitzikamma ist albern. Man fährt keine 450 Kilometer, um einen Baum anzuschauen. Aber der Park bietet auch noch viel mehr, sofern man sich Zeit nimmt und andere Ziele aufnehmen würde.

Fragwürdig ist auch, warum man überhaupt nach Kapstadt zurückfährt bzw. warum man nicht in das nähergelegene Port Elizabeth weiterfährt, dort eine weitere Stadt kennenlernt und von dort nach Johannesburg fliegt.

Von Johannesburg – insbesondere auch Soweto – hat man gar nichts. Allein Soweto wäre einen Tagesausflug wert.

Von Pretoria hat man kaum etwas. Auch hier wäre eine Verlängerung wünschenswert.

Das Konzept mit dem Krüger National Park sollte überdacht werden. Auch demReiseleiter war nicht bekannt, warum das Hotel so weit im Norden lag. Man hätte den Park 300 km früher erreichen können und wäre dann auch in Gegenden gewesen, die weitaus Interessanter sind (lt. Reiseleiter).

So, wie die Rundreise hier gestaltet ist, ist sie leider verschwendet und uneffektiv, da nützt es auch nichts, wenn sie vermeintlich günstig erscheint.

Eigentlich äußerst schade.

Aus der Beschwerde bei RSD ergab sich ein 25€ Gutschein zur Verrechnung mit der nächsten Reise.

Es soll Mitfahren geben, die eine Erstattung von €250 erhalten haben.

Auf die Nachfrage, wie es denn zu dieser 2-Klassen-Kundschaft kommen kann, erhielten wir bislang keine Antwort.

Insgesamt blieb von der Reise leider der Eindruck bestehen, eigentlich nichts von Südafrika gesehen und erfahren zu haben, außer endlosen Busfahrten. Schade um Zeit und Geld.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • momo40 veröffentlicht 25.12.2017
    Schöne und besinnliche Feiertage. LG
  • Geli3006 veröffentlicht 23.12.2017
    Das hört sich alles sehr chaotisch an.Schade denn dafür hast du sicherlich viel Geld bezahlt. LG. Angelika
  • sweety179 veröffentlicht 21.12.2017
    Wie furchtbar. LG
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