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Neulich hatte ich aus dem Supermarkt eine 2 ½ Kilo-Kiste Äpfel(meine Lieblings-Sorte „Golden Delicious“) mit nach Hause geschleppt. Ich hatte mich dazu verleiten lassen, weil sie 1. wirklich lecker aussahen und 2. einen erheblichen Preisvorteil gegenüber den Einzelnen boten. Ich esse sehr gerne Äpfel und unsere Kleinen auch, aber...nun ja...2 ½ Kilo waren eben doch ziemlich viel....
Und so kam es, daß etwa ein Drittel der Äpfel schließlich doch etwas länger herumlag, als geplant und langsam eine leicht verknaddelte(gibt´s hierfür eine hochdeutsche Entsprechung?) Haut bekam. Sie mussten also schnellstmöglich weg, sonst würden sie am Ende nur noch als Futter für die Schafe unseres gefräßigen Onkels Paul taugen...äh, ich meine natürlich, für seine gefräßigen Schafe*gg*.
Was lag da näher, als einen Kuchen zu backen? Da wären alle Äpfel mit einem Mal weg und man hätte gleich was Leckeres zum Kaffee.
Gesagt getan. Da ich leider kein passendes Apfelkuchen-Rezept von Oma in petto hatte, schaute ich mich halt im Kaufland im Backmischungen-Regal ein bisschen um. Ich probier gerne mal was Neues aus und dort war ich schon oft fündig geworden, was neue Rezeptideen betrifft.
Apfel-Zimt-Torte, Apfel-Pfannkuchen, Bratapfel-Kuchen,... alle möglichen Vorschläge von Dr. Oetker, Mondamin, RUF, Kathi & Co. prasselten auf mich ein. Da war guter Rat teuer. Und nicht nur der! Auch manche Backmischungen hatten es preislich in sich, allen voran natürlich die von Marktführer Dr. Oetker. Außerdem wollte ich doch gar nicht eine sonstwie komplizierte Torte mit Geleefüllung, Creme-Verzierung, mehreren Lagen oder anderem Pipapo backen, sondern nur einen ganz einfachen Kuchen, in dem ich unsere vielen überreifen Äpfel unterbringen konnte. Nach ausführlichem Vergleichen der Preise und Studieren der Verpackungstexte kristallisierte sich klar und deutlich der Sieger heraus: Die Grundmischung für Obstkuchen-Teig von RUF. RUF ist einer meiner großen Favoriten, auch beim Pizzateig u.ä. hab ich damit schon die besten Erfahrungen gemacht.
Inhalt/Verpackung: ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Eine Packung enthält 500 g Grundmischung, die in zwei Beutel á 250 g aufgeteilt ist. Das finde ich schon mal sehr lobenswert, denn wenn ich nur die Hälfte für einen Kuchen benötige, brauche ich keine Angst zu haben, daß die andere Hälfte schlecht wird, wenn ich einmal die Packung aufgerissen habe. Diese zwei Beutel befinden sich in einer grünen Papp-Verpackung, auf deren Vorderseite eine üppig belegte Obsttorte abgebildet ist. Auf der Rückseite befinden sich die Anleitung für den Obstboden und außerdem noch drei weitere ausführlich erläuterte Rezept-Tipps: Aprikosenkuchen, Apfelkuchen und Zwetschgenkuchen(die beiden letzteren sogar mit kleinen Abbildungen!).
Preis: ~~~~~~~ Der Hammer! Im Kaufland kostet die 500 g - Packung 0,95 € (oder waren´s 0,96 €?). Wirklich echt günstig.
Zutaten: ~~~~~~~~~ Weizenmehl, Zucker, Stärke, Säuerungsmittel Diphosphate, Emulgator E 475, Backtriebmittel Natriumhydrogencarbonat, Salz, Aroma. Nährwert pro 100 g zubereitete Grundmischung: 1782 kJ (426 kcal)
Zubereitung: ~~~~~~~~~~~~~ Ich habe mich von den vier Ideen auf der Packung logischerweise für den Apfelkuchen entschieden. Deshalb kann ich natürlich nur über meine Erfahrungen mit dieser Variante berichten.
Also frisch ans Werk! Zunächst wird der Teig vorbereitet, was wirklich ratzfatz und sehr einfach geht. Man gibt einen Beutel Grundmischung, 125 g weiche Margarine, 1 Ei und zwei Esslöffel Wasser in eine Rührschüssel und vermengt das Ganze zu einem glatten Teig. Auf der Packung wird ein vierminütiges Verrühren mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe empfohlen. Ich finde aber, man kann es sich getrost sparen, erst den Mixer auszupacken. Per Hand mit einem einfachen Löffel geht es nämlich genauso gut, weil die Zutaten sich wirklich leicht vermischen lassen und es entsteht trotzdem ein schöner glatter Teig. Im Übrigen reichen zwei Minuten auch vollkommen aus. Man sieht also, hier geht die Zubereitung sogar noch schneller und einfacher, als der Hersteller anpreist! Das hat man auch selten...
Der Teig wird dann in einer gefetteten Springform(Durchmesser 26 cm) glattgestrichen und darf dort gespannt ausharren, bis er seinen Belag erhält. (Nicht davon irritieren lassen, wenn der Teig recht mickrig aussieht und gerade mal den Boden bedeckt, er geht beim Backen dann wirklich wahnsinnig doll auf!)
Jetzt werden die Äpfel gewaschen, geschält und vom „Grieps“(schon wieder so ein säggs´sches Unwort!) befreit. Danach werden sie geviertelt(oder auch noch kleiner geschnitten, je nach Vorliebe) und auf dem Teig verteilt. Für einen Kuchen reichen vier bis fünf Äpfel(je nach Größe) vollkommen aus. [Mein erster Apfelkuchen war natürlich weitaus üppiger belegt, denn die Dinger mussten ja weg!!]
Dann kann man –wenn man möchte- die Äpfel noch leicht mit einer Gabel einritzen. Das hat den Zweck, daß es nach dem Backen ganz nett aussieht, weil die Apfelstücken dann so neckische Fältchen werfen. Am Geschmack ändert sich deshalb natürlich nix.
So, nun kann die Kreation schon in den Herd, den sie bereits 50 Minuten später als fantastisch aussehender und herrlich duftender Kuchen wieder verlassen wird.
Zu guter Letzt wird das Prachtstück -noch warm!- mit Zucker bestreut und dem Genuß steht nun nichts mehr im Wege. (Apfelstrudel wird ja schließlich auch warm gegessen!)
Geschmack: ~~~~~~~~~~~ Einfach mmmhhhmmm! Der Kuchen insgesamt schmeckt wirklich super! Aber ich will mich hier mal nur auf den Teig beziehen, denn um den geht´s ja eigentlich: Es gibt absolut nix daran auszusetzen. Er ist locker und knusprig, nicht zu schwer. Er ist nicht pappig aber auch nicht zu trocken. Genau, wie er sein soll. Vom Geschmack her finde ich ihn auch lecker, etwas süß, aber nicht zuviel. Einfach die perfekte Ergänzung zu jedem Obstbelag, würde ich sagen. Man sollte aber darauf achten, daß das Verhältnis von Teig und Früchten ausgewogen ist. Denn mit zuwenig Früchten könnte ich mir durchaus vorstellen, daß er dann etwas trocken schmeckt, es ist ja schließlich „nur“ ein Boden, kein kompletter Kuchen.
Tipps: ~~~~~~~ So, da ich mich nun einmal als Hausmuttchen geoutet habe, gibt´s als Zugabe gleich noch ein paar „Verfeinerungstipps“ aus Romys Küche:
Vor dem Backen: - zusätzlich Rosinen oder Mandeln auf dem Kuchen verteilen - den Kuchen mit einer Prise Zimt bestreuen(superlecker!!), aber nicht zuviel, sonst schmeckt es zu sehr nach Weihnachten!
Nach dem Backen: - Kuchen mit Spritzern aus Kuvertüre oder Zuckerguß(Eiweiß mit Puderzucker steifgeschlagen) verzieren – dann kann man allerdings das Bestreuen mit Zucker weglassen, sonst wird es zu süß
Das könnt Ihr natürlich nach Belieben ausprobieren und variieren, alles zusammen oder auch einzeln, wie Ihr wollt....
Fazit: ~~~~~~~~ Ich bin ein großer Fan von dieser Backmischung. Ich hab sie etwa vor zwei Monaten entdeckt und seitdem gab´s bei und bestimmt schon fünf oder sechs Apfelkuchen! Diese Woche wird ich mal den Zwetschgenkuchen ausprobieren(damit es nicht langweilig wird!). Aber er ist auch für alle andern Obstsorten geeignet. Wer also lieber Kirschen oder Pfirsiche mag – kein Problem.
Man muß auch kein großer Koch- bzw. Backkünstler sein und eine riesige Küchenausstattung haben, um diesen Kuchen hinzubekommen. Eine Schüssel, ein Löffel, ein Messer, ein Schneidebrett und eine Springform reichen aus. Naja, und ein Herd natürlich... Einfach Teig anrühren, Rauf auf´s Blech, Früchte drauf und backen. Da kann man gar nix falsch machen.
Mir, meiner Schlabberschürze, unseren Zwillis, den Omas und Opas und allen, die sonst noch die Ehre hatten, ihn zu probieren, hat er wirklich prima geschmeckt.
Und nicht zu vergessen, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist phänomenal!! Man kriegt praktisch zwei Kuchen für 95 Cent! (+ die übrigen Zutaten natürlich, aber die kosten ja auch nicht die Welt)
Also, Ihr merkt schon, ich bin schwer begeistert und kann somit unumstrittene fünf Sterne geben.
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Ich hoffe, ich hab Euch Appetit gemacht und Ihr probiert meine Entdeckung auch mal aus. Viel Spaß und Guten Hunger!
hmm, mit Zimt verfeinern...ich finde ja eh, dass Apfel und Zimt die beste Mischung ist
und Ruf-Teige (auch Pizza und Co.) sind echt empfehlenswert, nur leider seit ich in den äußersten Westen Deutschlands gezogen bin (hihi) komm ich da so schlecht ran...gibbet hier einfach nicht...naja, meine Schwester kommt mich hoffentlich bald besuchen und deckt mich wieder mit leckeren Produkten ein ;)
Guten Appetit noch und wehe Du beschreibst nochmal einen Kuchen so lecker, dann werd ich sauer, denn das macht hungrig ;)
liebe Gruesse...Mandy
07.08.2002 11:11
Kenne ein gutes Rezept, daß er nicht so schnell alle wird: Gleich mehrfach kaufen ;o)
28.05.2002 21:11
Hi, hört sich echt gut an könnte jetzt auch ein lecker Stück selbstgemachten Apfelkuchen verdrücken nam nam lecker lieben gruss sandra <pruedens>
27.05.2002 16:17
hmm, mit Zimt verfeinern...ich finde ja eh, dass Apfel und Zimt die beste Mischung ist und Ruf-Teige (auch Pizza und Co.) sind echt empfehlenswert, nur leider seit ich in den äußersten Westen Deutschlands gezogen bin (hihi) komm ich da so schlecht ran...gibbet hier einfach nicht...naja, meine Schwester kommt mich hoffentlich bald besuchen und deckt mich wieder mit leckeren Produkten ein ;) Guten Appetit noch und wehe Du beschreibst nochmal einen Kuchen so lecker, dann werd ich sauer, denn das macht hungrig ;) liebe Gruesse...Mandy