RWB Private Equity Fonds

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Investieren wie Banken und Versicherungen

5  10.10.2003 (11.10.2003)

Pro:
mehr Rendite  -  weniger Risiko als Aktienfonds

Kontra:
Anlagedauer von mind .  10 Jahren

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Kosten für Fondsanlage:

durchschnittliche Wertentwicklung der Anlagen/Jahr

Service

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dolce_vita

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Mitglied seit:28.05.2003

Erfahrungsberichte:7

Vertrauende:4

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo zusammen,

habt ihr euch schonmal Gedanken über Private Equity (PE) gemacht?
Aus eigener Erfahrung kann ich von der renditestärksten Anlage die ich je kennengelernt habe sprechen. Und dies bei weniger Risiko und Volatilität als sämtliche Aktienfonds.

Zunächst möchte ich aber noch auf einen sehr guten und informativen Bericht von goezjaeger aufmerksam machen. Dieser Bericht zum Thema PE ist von 12/2000 und damals top aktuell. Mittlerweile hat sich allerdings einiges getan...


PE investiert in Firmen, die nicht an der Börse notiert sind, sondern erst in der Entwicklung stehen, manchmal sogar erst eine Idee existiert. Ein professionelles Know-How, die notwendigen Vertriebswege und das perfekte Managemant führen zu einer Wertsteigerung des betreffenden Unternehmens. Der so entstandene Gewinn fließt letztendlich in einen Fonds und schließlich dem Anleger zu Gute. Bis zu 70 derartige Unternehmungen befinden sich in einem Zielfonds. PE ist eine der ältesten Anlageformen überhaupt und hat sich über Jahrzehnte bewährt.

Bis vor wenigen Jahren war dieser "Luxus" allerdings nur Anlegern ab einem Eigenkapital von 2 Mio. € vorbehalten. Investoren sind daher sämtliche namhaften Investmenthäuser wie zB Morgan Stanley, Julius Bär, Deutsche Bank, Allianz...
Mittlerweile gibt es Dachfonds, die diese Anlagemöglichkeit auch dem "kleinen Mann" zugänglich machen.

Da PE nicht an der Börse gehandelt wird, unterliegt der Fonds auch nicht willkürlichen Marktschwankungen! Laut Aktienkurs hat BMW heute den selben Marktwert wie im Jahr 2000 - doch wie sieht es tatsächlich aus?! Das wird im Bereich PE nie passieren! Mein Kapital liegt einzig und allein in den Händen der entsprechenden Manager, die letztendlich nur den Marktwert des Unternehmens steigern wollen. Denn schließlich erhalte ich meine Rendite beim Wiederverkauf oder Börsengang des Unternehmens. Logischerweise kann ich dann auch nicht täglich meinen Kurs ablesen und meinen Gewinn kontrollieren, wie die meisten es von der Börse gewohnt sind. Der Anleger erhält jährlich einen Geschäftsbericht, indem man die Arbeit des Managements kontrollieren kann.

Zwischen 30 und 70 solcher Unternehmungen sind in einem Fonds zusammengefasst, so dass sich das Risiko minimiert. Für den Kleinanleger bleibt sowieso nur der Dachfonds, somit sind 7 Zielfonds mit insgesamt etwas 400 Beteiligungen im Streubesitz. Klar werden manche Start-up Unternehmen nie erfolgreich und letztlich liegt darin das gesamte Risiko. Aber in diesem Bereich kann ich auf ein sehr gutes Management vertrauen, so dass einzelne Pleiten das Endergebnis nur wenig stören.

Vielleicht ein Nachteil, aber damit das Management planen kann unumgänglich: Der Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren muss beachtet werden. Wenn mein Geld in einer Firmenbeteiligung investiert ist kann ich nicht jederzeit verlangen darauf Zugriff zu bekommen. Das Management muss damit planen können und letztendlich geht es auch um Arbeitsplätze...
Allerdings gibt es auch die Möglichkeit über einen monatlichen Sparplan, beginnend ab 50 €. Dieser muss dann, der Planung wegen, allerdings auch auf mindestens 10 Jahre erfüllt werden.

Noch kurz zu den Kosten: Der Ausgabeaufschlag liegt bei 5%, vergleichbar mit qualitativ hochwertigen Aktienfonds. Weitere Kosten verbergen sich wie in jedem Dachfonds selbstverständlich in den einzeln Aufgabeausschlägen der investierten Fonds. Grundsätzlich lehne ich Dachfonds ab, hier stellt dieser allerdings die einzigste Möglichkeit dar, in diesem Bereich investieren zu können. Zumindest für mich ;-)

Zum Schluss noch zwei "Zuckerl":
- im ersten Jahr kann ich 35% der Anlagesumme steuerlich geltend machen.
- auf eigene Firmenbeteiligungen kann im Regelfall zugegriffen werden.
Bei PE läuft dies etwas anders: Ich kann mir monatlich 10% der Anlagesumme auszahlen lassen!
Beispiel: Ich lege 12.000 € an. Folglich erhalte ich jeden Monat planmäßig 100 € ausbezahlt! Nach 10 Jahren habe ich somit bereits mein Eigenkapital wieder raus! Diese könnte ich theoretisch gleichzeitig wieder in einem Sparplan über den selben Zeitraum anlegen. Das bedeutet, zum einen verzinst sich mein Guthaben in Höhe von 12.000 € und ganz nebenbei habe ich einen gleichfalls verzinsten Sparplan ohne Zusatzaufwand!
Achtung: Die Auszahlung ist allerdings nicht garantiert! Hatte aber die letzten 5 Jahre immer Bestand.

Wie gesagt, kann ich nur weiterempfehlen, ich hab die letzten Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht, da der Fonds nicht an irgendwelchen Spekulationen und Marktschwankungen an der Börse hängt, sondern sich rein nach der Arbeit der Manager richtet. Ich sehe qualitativ hochwertige Aktienfonds bei einer jährlichen Rendite von 8%, der gesamte PE Bereich liegt innerhalb der letzten 5 Jahre bei 16% p.a.! Die qualitativ hochwertigsten Fonds liegen noch ein Stück darüber. >und dies ohne nenenswerte Schwankungen.
Gern könnt Ihr mich natürlich wie immer auch noch näher dazu fragen,

lieben Gruß,
Micha


PS an ET: Was bitte hat ein Dachfonds mit einem Struckturvertrieb zu tun??? Und warum interpretierst du in meinem Bericht Dinge hinein, die ich nicht geschrieben habe? Versteuern muss man nach dem Halbeinkünfteverfahren! Nicht schlecht oder? Und nochwas: Rache ist süß, aber bei ciao.com total unangebracht!

PPS: Is ja gut...
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Fair-Player

Fair-Player

05.08.2008 20:29

Hallo, wer einen Private Equity Fonds (geschlossenes Investment!) als risikoloser als einen Aktienfonds (offenes Investment) darstellt, handelt m. E. grob fahrlässig.

Marco79

Marco79

14.08.2007 22:16

@prophet Ich gebe Dir recht, man sollte jetzt noch nicht von Gewinnen sprechen. Die RWB veranstaltet allerdings die sogennanten Transparenztage, wenn man sich dort blicken lässt oder wenn man sich die Quartalsberichte ansieht bekommt man Auskunft darüber wohin die Gelder fliessen. Zum Thema Stiftung Warentest wäre ich sehr vorsichtig. Die vergleichen manchmal Sachen die sehr fraglich sind. Risiko? bei den China/Indienfonds ja, da nur 3 Zielfonds, beim private Capital fonds III nein, da weit über 30 Zielfonds und das Totalverlustrisiko damit unter 1% liegt. es ist sehr unwahrscheinlich dass alle Zielunternehmen weltweit in verschiedenen Branchen gegen die Wand fahren, zumal es sich nur zu einen sehr geringen Teil um venture capital (Startkapital) handelt. Das Problem private equity sind eher die Firmen die dieses Thema als Modeerscheinung mit ins Programm aufgenommen haben. Man sollte sich eher die Frage stellen warum sehr reiche private und viele institutionelle Anleger in dieser Klasse investiert sind? Sicherlich nicht weil sie Geld verlieren wollen, sondern weil es um Werterhalt und Vermehrung des Kapitals geht. Was hohe Gefahren birgt sind die Hedgefonds, weil diese nur kurzfristig investieren, dies ist aber im klassischen private equity nicht sinn und zweck, was die lange laufzeit der zeilfonds wiederspiegelt. Ich bin allerdings auch auf die erste Ausschüttung der RWB gespannt wie lumpi, dann sieht man erst wie gut oder schlecht die RWB investiert hat.

ProphetSong

ProphetSong

13.07.2007 13:16

Soviel ich weiß sind die Deutschland-Fonds noch nicht fertig, die laufen noch. Jetzt von Gewinnen zu sprechen halte ich für zu früh. Und was einem irgendwelche Leute im Internet dazu schreiben, mag ja wahr sein, aber genauso gut kann ein Vertreter der Firma hier positiv werben, geht ja schliesslich um Provisionen. Die angepriesenen Märkte Indien/China haben zwar ein gutes Wachstum, aber nicht jede Firma, die dort klein gekauft wird, muss auch wachsen und dann viel Geld bringen. Die Gefahr ist gegeben, das man nur Verluste einfährt. Vielleicht sogar totalverlust. Nicht umsonst ist diese Art der Geldanlage auf dem Index, der Anleger warnen soll. Und die Kosten sind sehr hoch. Kann jeder gerne selber nachlesen, Stiftung Warentest u.a. Die Vertreter der Firma sind zudem sehr gut geschult und schaffen es durch die Schulung, Vertrauen zu erringen. Sollte man sehr vorsichtig sein. Da es sich um Spekulationen handelt, aber das ganze sehr untransparent ist und man eigentlich nicht weiß, wer kümmert sich da um die Fonds, hab ich ein sehr schlechtes Gefühl bei der Sache. Aber das muss jeder selber wissen. Bald gibt es ernst zu nehmende Erfahrungsberichte, dann sehen wir weiter!

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