Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
vielseitiges Programm, unterschiedliche Aufmachung der Bücher, schnelle Bearbeitung, freundliche Behandlung, neue Möglichkeiten |
| Kontra: |
Veröffentlichung utopisch teuer, Internetauftritt sehr selbstorientiert |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ein Buch schreiben kann jeder. Es auch zu veröffentlichen ist aber mindestens genauso viel Arbeit. Man muss einen geeigneten Verlag finden. Und hat man ihn gefunden, braucht man Geschick um Umgang mit der Sprache, um den Lektor auch davon zu überzeugen, dass genau dieses Buch ins Programm passt und vor allem, dass es sich auch lohnt zu drucken. Klaus Britting spricht in seinem Beitrag im Ratgeber für Neue Autoren 2006/2007 von einem Glücksspiel. Denn gerade neuen Autoren werden Chancen auf dem Buchmarkt nicht gerade hinterhergeschmissen. Das ein neuer Autor in einem großen Publikumsverlag veröffentlicht wird, ist ungefähr genauso selten wie ein Sechser im Lotto.
Genau an dieser Schwachstelle setzen Zuschussverlage ihre Programme an. Denn dort wird dem Autor der Traum vom eigenen Buch erst so richtig schmackhaft gemacht. Ein Zuschussverlag allerdings hat auch viele Nachteile, die mich davon abgehalten haben, einem solchen Verlag mein Manuskript anzuvertrauen. Die machen zwar ein Buch daraus, viel mehr passiert aber nicht.
Der R.G. Fischer Verlag ist solch ein Zuschussverlag. In Zeitungen habe ich schon öfter Anzeigen des Verlages gesehen. In diesen Werbespalten sucht der Verlag immer dringend neue Autoren. Da fühlt man sich als Autor natürlich angesprochen, vor allem, wenn das Manuskript zuvor schon von mehreren Verlagen abgelehnt wurde. Ich habe den R.G. Fischer Verlag letztes Jahr auf der Buchmesse kennengelernt. Der Stand dort war relativ groß und die Mitarbeiter auf der Messe waren nett und zuvorkommend. Sie haben mich nicht abgewimmelt, wenn ich gefragt habe, ob ich mit jemandem über ein Manuskriptangebot sprechen kann. Heute weiß ich natürlich, dass diese Verlage immer gerne aufgeschlossen bei solchen Anfragen reagieren, schließlich verdienen sie ihr Geld damit.
Bevor ich euch noch ein paar weitere Details auf meinem Weg zum eigenen Buch verrate, will ich euch aber erst mal den R.G. Fischer Verlag näher bringen. Ganz so schlecht ist er nämlich auch nicht und vielleicht ist ja sogar der eine oder andere Autor unter euch, der gerne mit dem Verlag zusammenarbeiten möchte, um seine Gedichte oder sein Buch zu veröffentlichen.
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Verlags- und Imprintgruppe R.G. Fischer
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Rita G. Fischer hat den Verlag 1977 gegründet. Damals war der Betrieb noch ein Einzelunternehmen. Im Laufe der Jahre wurden weitere Gesellschaften gegründet. Angefangen mit der Belletristiksparte "edition fischer" und "edition litera". Es wurden sogar Programme von anderen Verlagen übernommen. Im Jahr 2000 wurde die "edition fischer USA" gegründet, mit der sich das Unternehmen auf dem amerikanischen Markt etabliert.
Mit dem wachsenden Programm wurde dann aus dem Einzelunternehmen eine KG.
Inzwischen arbeiten sich die Töchter der Verlegerin in die Verlagsleitung ein, und sie sind anscheinend mit der gleichen Begeisterung bei der Sache, denn das Unternehmen hat Erfolg.
Einige Autoren sind schon Stammautoren des Verlages, einzelne Schriftsteller haben bis zu 18 Titel beim Verlag veröffentlicht. Viele Titel sind bereits in Folgeauflagen lieferbar.
Der Verlag hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das hat mich persönlich auch dazu bewegt, mich bei dem Verlag zu ,bewerben'. Denn als Frankfurterin würde ich natürlich auch gerne mein Buch in dem Programm eines Frankfurter Verlages sehen.
Edition fischer # edition litera # R.G. Fischer Verlag # FISCHER & FISCHER MEDIEN # INTERBOOK
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edition fischer GmbH # BGV Lieraturagentur GmbH
Fischer & Fischer Medien Verlags- und Werbeagentur GmbH
R.G. Fischer Verwaltungsgesellschaft mbH & Co Verlag KG
Interbook Literary Agenca and Publishers
Orber Str. 30
60386 Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 941 942 0
Fax: 069 / 941 942 98 oder -99
info@edition-fischer.com
info@fischermedien.de
www.verlage.net
www.edition-fischer.com
www.fischermedien.de
www.fischer-verlag.eu
www.fischer-verlag.com
www.german-books.de
Anhand der umfangreichen Kontaktdaten kann man schon erkennen, dass der Verlag viel Wert auf Öffentlichkeitsarbeit legt. Da fühlt man sich als Autor sicher gut aufgehoben. Allerdings nimmt der Verlag auch nicht jeden Autor auf. Wie bei anderen Verlagen auch, werden nur bestimmt Werke ins Programm aufgenommen, nämlich die, die der Autor selbst finanziert. Ob ein Buch gut ist oder schlecht, spielt da eine untergeordnete Rolle. Wer Geld hat, der wird verlegt. Das ist das Wesen eines Zuschussverlages.
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Druckkostenzuschussverlag
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Der R.G. Fischer ist ein Zuschussverlag.
Verlage sind Dienstleister. Sie legen bestimmte Leistungen vor. Daher stammt der Wort Verlag (von vorlegen). Zu diesen Vorlagen gehört neben dem Material auch das Finanzielle. Selbst Publikumsverlage arbeiten teilweise mit Kostenzuschüssen von Dritten, um ein Projekt zu finanzieren.
Ein Zuschussverlag ist einer, der die Kosten auf den Autor umlegt. Der Autor zahlt alle Dienstleistungen, die vom Verlag erbracht werden, selbst: Druck, Werbung, Vertrieb.
Der Dienstleistungsverlag ist aus dem Kommissionsverlag hervorgegangen, in dem der Autor einen Drucker für den Druck bezahlte und dieser Drucker das Werk in Kommission dem Publikum anbot. Berühmte Schriftsteller sollen so ihre ersten Werke öffentlich gemacht haben. Das bescheinigt des Zuschussverlagen natürlich wertvolle Funktionen.
Zuschussverlage sind umstritten. Häufig wird Kritik an diesem Geschäft mit dem Autor geübt. So vertreten viele die Ansicht, das ein Werk nicht nur veröffentlicht werden sollte, weil es sich der Autor leisten kann. Verlage leisten auch einen gewissen Dienst an der Literatur, der durch die Zuschussverlage in Verruf gebracht wird.
An einigen Literaturwettbewerben darf man zum Beispiel nicht teilnehmen, wenn das Werk in einem Zuschussverlag veröffentlicht wurde. Diese Tatsache hat mir zu denken gegeben. Denn wenn ich ein Buch veröffentliche, dann möchte ich auch, dass es von größeren Verlegern und bekannten Autoren auch geschätzt wird. Werke von Autoren, die in Zuschussverlagen veröffentlichen, werden aber auch beliebäugelt. Ich habe mich letztendlich gegen diese Praxis entschieden, was aber nicht am R.G. Fischer Verlag liegt, sondern an meiner Einstellung dem Zuschussgeschäft gegenüber.
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Herstellungszeit
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Wenn man sich entscheidet, bei R.G. Fischer zu veröffentlichen, dann geht das Manuskript einen ganz bestimmten Weg. Der Autor schickt sein Manuskript zur Prüfung an den Verlag, dieser macht dem Autor ein Angebot. Nimmt der Autor das Angebot an werden etwa 6-8 Wochen Bearbeitungszeit im Lektorat einkalkuliert, danach noch einmal etwa genauso viel Zeit für Layout und Korrektur. Danach kommen noch einmal 8 Wochen hinzu für den Druck und die Buchbinderarbeiten. Insgesamt kann man also mit einer Bearbeitungszeit von 6 Monaten rechnen. Das ist natürlich auch stark abhängig davon, wie schnell der Autor die Unterlagen überprüft und zurückgibt. Wenn mehrere Korrekturläufe nötig sind, dann dauert das Ganze noch länger.
Ich selbst habe die Prozedur mit einem Verlag zwar nicht durch, aber auch ich habe diese Erfahrung mit Korrekturläufen gemacht. Als mein Manuskript fertig war, habe ich es von einer Lektorin bewerten lassen. Die hat mir dann Verbesserungsvorschläge gemacht. Bis ich die eingearbeitet hatte, vergingen fast zwei Monate. Es hat schon ein halbes Jahr gedauert, bis alles soweit fertig war, dass ich überhaupt von einem fertigen Manuskript sprechen konnte. Aber auch von anderen Autoren, die in einem Publikumsverlag veröffentlichen, habe ich erfahren, dass ein Buch eine Durchlaufzeit von etwa einem halben Jahr hat, bis es veröffentlicht wird.
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Werbung und Vertrieb
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Die Bücher werden hauptsächlich über den Buchhandel vertrieben, über die großen Barsortimenter und über das Internet. Der Verlag hat einen eigenen Online-Bookshop, über den man das bestellte Buch leicht und schnell bekommt.
Außerdem werden Flyer in Postkartengröße gedruckt, die in großer Anzahl verteilt werden (wie hoch die Zahl tatsächlich ist, ....)
Einmal im Monat gibt es eine Werbeaktion, in der neuere und ältere Titel beworben werden.
Per Post, Fax und eMail werden die Neuerscheinung den Buchhändlern und Großsortimentern angeboten, wie auch Bibliotheken, Medien, Literaturverbänden und anderen Institutionen.
Außerdem werden die Werke im Verzeichnis lieferbarer Bücher aufgenommen.
Jeder Titel erhält eine ISBN.
ISBN: Internationale Standardbuchnummer.
Die ISBN ist ein international einheitliches Nummernsystem zur Identifikation jedes Buchtitels. Sie wird von der Buchhändlervereinigung an Verlage vergeben. Es liegt dann in der Hand des Verlages, jedem Buch mit einer eigenen ISBN auszustatten. Sie dient ausschließlich dazu, den Titel eindeutig zu kennzeichnen und über die Handelswege zu beschaffen. Eine höhere Bedeutung kommt der ISBN nicht zu, was von Autoren oft missverstanden wird.
Die ISBN (z.B. 3-87989-337-3) besteht aus einem Präfix, das einstellig ist und als Länderkennung dient (3) - 3 steht für Deutschland. Der erste Nummernblock nach der Länderkennung bezeichnet einen bestimmten Verlag (87989). Der zweite steht für einen Buchtitel, der in dem Verlag erschienen ist (337) und die letzte Ziffer ist eine Prüfnummer. Diese Prüfziffer ist notwendig, um herauszufinden, ob eine ISBN original ist oder erfunden oder verschrieben. Denn diese Prüfziffer wird nach einem bestimmten Verfahren errechnet.
Wenn das Buch eine ISBN hat, wird es vom Verlag an das VlB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) gemeldet. Manche Bücher werden sogar teilweise in Internet-Bibliotheken eingestellt. Gleichzeitig mit der Aufnahme ins VlB wird jeder neue Titel an den Neuerscheinungsdienst der Deutschen Bibliothek gemeldet.
Weiterhin arbeitet der Verlag mit internationalen Exportbuchhandlungen zusammen. Die Autoren werden in ein Schriftstellerverzeichnis aufgenommen, sie werden für die Teilnahme an Literaturwettbewerben vorgeschlagen. Der Verlag organisiert Lesungen und stellt jedes Jahr das Programm auf den wichtigen Buchmessen in Frankfurt, Leipzig und Basel vor.
Der Verlag tut schon viel für seine Autoren. Dennoch hat man es als neuer Autor schwer, sich zu etablieren. Bestsellererfolge sind selten möglich. Letztendlich liegt es in der Hand des Autors, sein Buch erfolgreich zu verkaufen, Lesungen zu organisieren und Flyer zu verteilen. Und da der Verlag keine eigene Buchhandelsvertreter hat, wird es wohl schwer werden, sein Buch in der hiesigen Buchhandlung wiederzufinden.
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Kosten
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Das wichtigste bei einer Dienstleistung sind die Kosten. Und die sind nicht unerheblich. Der R.G. Fischer Verlag macht dem Autor ein Angebot, sobald dieser ein Manuskript eingeschickt hat. In meinem Fall ging das sehr schnell, es hat nur eine Woche gedauert, bis ich das Angebot hatte. Allerdings sind mir fast die Augen herausgefallen, als ich den Preis gesehen habe. Das Buch sollte mich über 4000 € kosten. Bei gerade mal 70 Seiten war das in meinen Augen ein absoluter Wucherpreis. Für den Druck und die Aufnahme in irgendeine Liste. Man kann auch billiger wegkommen, wenn man verschiedene Leistungen des Verlages kürzt, wie Werbung oder Vertrieb. Aber was soll ich mit einem Buch ohne Werbung oder Vertrieb, dann kann ich auch gleich mit Book on demand veröffentlichen, da komme ich billiger weg.
Und was passiert, wenn mein Manuskript nicht druckreif ist? Muss ich dann noch mehr zahlen. Ich habe zum Beispiel nach dem zweiten Durchlauf meines Manuskripts, nach Einarbeiten der Verbesserungsvorschläge durch meine Lektorin, die Seitenanzahl von 70 auf 150 erhöht. Muss ich dann doppelt so viel zahlen.
Außerdem hat mir auch niemand gesagt, ob mein Manuskript überhaupt bewertet wird oder ob es letztendlich so gedruckt wird, wie ich es will, nur mit richtiger Schreibweise und Grammatik. Kosten über Kosten.
Ich finde den Betrag viel zu hoch. Und man bekommt für sein Geld nur Versprechungen. Zwar hält man hinterher ein Buch in der Hand, aber man hat keine Kontrolle, wie der Verlag das Buch vertreibt und ob er das überhaupt tut. Einen Vertriebsbericht hätte ich schon erwartet. Den hat man bei Publikumsverlagen zwar auch nicht, aber da muss ich auch nicht so viel Geld bezahlen.
Da verabschiede ich mich lieber von dem Traum des eigenen Buches.
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Programm
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Das Programm ist wie die Autoren sehr vielseitig. Ich habe auf der Buchmesse ein Auswahl an Romanen gesehen wie auch Kurzgeschichten. Es werden Anthologien veröffentlicht, genauso wie Sachbücher. Ein ganz bestimmtes Thema konnte ich nicht erkennen.
Jährlich werden etwa 250 Bücher veröffentlicht.
Hier eine kleine Auswahl an Büchern aus dem Programm:
Männer, Krieger, Abenteurer
Von Waltraut Amberger
Der Entwurf des ,soldatischen Mannes' in Kriegsromanen über den Ersten und Zweiten Weltkrieg
ISBN: 3-89406-451-X
17,38 €
Die Krise des deutschen Romans
Von Grete A Koskella
1960-1970
ISBN: 3-88323-624-1
12,68 €
Märcheninterpretation
Zu "Die Bremer Stadtmusikanten"
Von Alice Dassel
ISBN 3-8301-0093-0
9,20 €
Der wohlgenährte Mensch
Ein Schauspiel in drei Akten mit einem Vorspiel
Von Harry Ulber
ISBN: 3-8301-0122-8
11,25 €
Im Dienste der Schweiz
Erzählungen
Von Raphael N Vuille-dit Bille
ISBN: 3-8301-0087-6
9,20 €
In Internet Shop des Verlages kann man zwar alle Bücher bestellen, aber ich konnte leider keine Gesamtvorstellung des Programmes finden. Der Verlag stellt auf der Internetseite eher sich vor als sein Programm. Das finde ich nicht sehr professionell, denn man kann sich im Programm nicht umschauen, sondern man muss wissen, was man genau sucht. Das ist auch für den Autor von Nachteil.
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Zusammenfassung meiner Erfahrungen
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Der R.G. Fischer hat mich angesprochen, weil er in seinem Flyer auf der Buchmesse tolle Werbung gemacht hat. Welcher Verlag sucht schon neue Autoren, da habe ich mich natürlich angesprochen gefühlt. Und auch, was ich so in dem Prospekt gelesen habe, hat mich anfangs überzeugt. Die Öffentlichkeitsarbeit, das Drucken von Flyern und die hervorragende persönliche Betreuung der Autoren. Mein Bild wurde aber schnell getrübt, als ich gesehen habe, wie viel mein Buch dann kosten soll. Wie soll ich denn als neue, unbekannte Autorin, die noch nicht einmal eine literarische Ausbildung hat, 4000 € mit einem Buch wieder einspielen, das 8,90 € im Buchhandel kostet. Ich müsste fast 2500 Exemplare verkaufen. Wo soll ich denn soviel Interessenten hernehmen? Das erschien mir schon rein rechnerisch zu viel. Meine Absicht ist es nicht, mit dem Buch Geld zu verdienen, aber ich will auch nicht um des Ruhmes willen arm werden.
Bisher habe ich noch kein Buch des Verlages in meiner Stammbuchhandlung gefunden. Seit ich den Verlag kenne, halte ich immer mal wieder Ausschau nach deren Büchern. Und da der Verlag auch keinen eigenen Buchhandelsvertreter hat, wird sich da wohl auch nicht so viel tun. Ich habe mich entschieden, mein Buch in einem kleinen oder mittleren Verlag unterzubringen, wenn ich denn einen finde. Dafür habe ich mein Manuskript von einer freien Lektorin bewerten lassen. Das hat mich 300 Euro gekostet. Aber dafür habe ich nun auch ein excellentes Exposé, welches mir hoffentlich bei Verlagen Pluspunkte einspielt.
Nichtsdestotrotz hat der R.G. Fischer Verlag auch seine guten Seiten. Die Mitarbeiter sind zum Beispiel sehr freundlich. Am Stand auf der Buchmesse zum Beispiel wird man mit Fragen nicht abgewimmelt, sondern umfassend beraten. Auch unangenehme Fragen werden ohne Auswege beantwortet. Am Telefon sind die Lektoren genauso freundlich und geben bereitwillig Auskunft. Auch wenn man sie mit unsinnigen Fragen noch so löchert.
Obwohl ich mein Manuskript nicht bei dem Verlag veröffentlichen will und das Angebot abgelehnt habe, bekam ich vom Verlag ein Buchpräsent. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut. Es ist ein Buch von Fernando Diaz-Plaja und heißt ,Grausame Geschichten'. Ich werde zu gegebener Zeit einmal einen Bericht darüber schreiben. Ich fand es echt toll, dass ich das bekommen habe. Wenn Autoren, die nicht im Verlag veröffentlichen, schon so zuvorkommend behandelt werden, dann werden Verlagsautoren sicher königlich bedient.
Was mir durch den Verlag auch möglich gemacht wurde, war der Erwerb einer Fachbesucherkarte für die Frankfurter Buchmesse. Ich bekam einen Brief mit einer Einladung zur Buchmesse, den Stand des R.G. Fischer Verlages zu besuchen. Auf der Rückseite des Schreibens war eine Fachbesucherbescheinigung, die mich dazu berechtigt hat, eine solche Karte zu kaufen. Das war für mich sehr wertvoll, denn so konnte ich gestern die Buchmesse an den Fachtagen besuchen. Die Messe ist dann leerer und man hat die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Ich habe Autorinnen kennengelernt und mich in aller Ruhe umgeschaut. Was das betrifft, muss ich den Verlag echt loben. Auch als Autorin eines noch unveröffentlichten Werkes, hatte ich die Möglichkeit, an der Buchmesse als Fachbesucher teilzunehmen. Schon deshalb kann man als Autor vom Verlag ruhig mal ein Angebot einholen, auch wenn für euch ein Zuschussverlag nicht in Frage kommt. Zum Veröffentlichen würde ich euch aber lieber empfehlen, einen kleinen Verlag zu suchen, der das Finanzielle auch übernimmt. Viel Erfolg.
Yolante
| weitere Erfahrungsberichte |
Erfahrungsbericht einer Buchveröffentlichung
Bewertung für R.G.Fischer Verlag von
JWR1947
Pro: Hervorragende Präsentexemplare
Kontra: Irreführende Vertragsgestaltung
Erfahrungsbericht einer Buchveröffentlichung im R. G. Fischerverlag Ich hatte bereits vor der Druckphase Probleme mit dem Vertragstext und auch nach Ablauf der "Zusammenarbeit" war ich mit dieser Firma unzufrieden. Genauer genommen ging es im Vertragtex ...
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16.12.2008
(07.03.2009)
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